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Wohin steuert Deutschland?

Erstellt von Willi, 24.02.2008, 21:23 Uhr · 21.977 Antworten · 1.089.794 Aufrufe

  1. #4641
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Dune Beitrag anzeigen
    Knarf, wenn ich das so lese... Moment mal, ja meine Kristallkugel ist entstaubt und gleich zücke ich die bewährten Karten von Madame Lenormand... die große Deutung kann starten.
    Das hat damit nichts zu tun.
    Es gibt viele Simulationsprogramme auf PC etc. Da agiert die Software anhand von Informationen und Aktionen.
    Nehmen wir mal ein einfaches Beispiel: Schachprogramme.
    Warum kann mittlerweile wohl ein Schachprogramm einen Schach-Weltmeister schlagen?
    Weil es Aktionen weit im Voraus planen und entsprechend reagieren kann.

    Denn jede Aktion erfoldert eine bestimmte Folgereaktion. Kennt man das Spielverhalten des Gegners weiß man, wie die Gegenreaktion lautet. Entsprechend kann man Vorbeuge sorgen.
    Genau dasselbe pasiert auch im Hirn eines guten Schachspielers.

    Diese Logik gilt aber auch für andere Systeme. Das Wirtschaftssystem ist ein klassisches Beispiel dafür. Erhöht man die Löhne, steigen die Preise. Ein ganz einfaches Prinzip. Kommt jedetzt ein neuer Faktor ins Spiel (ein Konkurrenzunternehmen) steigen die Preise weniger. Dafür steigen aber auch die Löhne nicht so deutlich.
    Kommt jetzt ein Regulator ins Spiel, verändert das das Spielverhalten. Aber auch das ist natürlich vorher berechenbar.
    Selbst zufällige nicht vorrausgesehene Ereignisse (Unweltkatatstrophen etc.) kann man mit einberechnen. Dazu hat man eine Zufallskomponente und bestimmte Wahrscheinlichkeitswerte, die mit einfließen.

    Ich arbeite mit solch einem selbst erstellten Berechnungssystem seit Jahren für meine Buchaltung. Obwohl ich gar nicht genau wissen kann, wieviel Leute nächsten Donnerstag in meinem Laden einkaufen, kann ich dir ziemlich exakt sagen, wieviel Geld ich Ende 2016 auf meinem Konto haben werde. enn cih habe nun über 10 Jahre Erfahrung. Das reicht aus, um statistische Werte zu berechnen und eben auch Hindernisse einzukalkulieren.

    Das Leben ist im Grunde nichts anderes als eine Simulationssoftware. Jede Aktion mündet in eine Folgereaktion.
    Auch das Leben bietet genügend Erfahrungswerte, um z.B. schon 1949 zu erkennen, dass das Rentensystem nicht funktionieren kann, dass das Bankensystem in eine Scheinkrise geraten wird, wenn einzelne Banker es nicht verstehen und die Außenwelt Luftblasen zerstechen. Natürlich gehört dazu auch eine Menschenkenntnis (eben wie beim Schachprogramm, das seinen Gegner analysiert).

    So kann man eben auch ziemlich genau berechnen, was in 20 Jahren sein wird. Natürlich ändert sich das, wenn bestimmte Leute in das System eingreifen und es verändern. Aber auch solche "wenn, dann"-Fälle kann man vorher erkennen.

    Es ist also absehbar, was passiert, wenn Schwarz-Rot regiert und wenn Schwarz-gelb regiert.

    Wer diese Weitsicht jedoch hat, der kann die Zukunft natürlich positiv verändern. D.h. also dass es immer eine Zukunft aus Sicht von heute ist. Hätte also jemand 1950 erkannt, dass das Rentensystem Mst ist, hätte er es verändern können und somit die Zukunft verändert.

    Die Zeichen stehen derzeit auf Schwarz-Rot. Sollten aber nun viele meine Weisheiten lesen und aufgrund dessen ihre Entscheidung ändern, wird dann eben die bessere Zukunft wahr werden.
    D.h. Akteure können die Zukunft positiv gestalten oder noch positiver machen. Tut man gar nichts, passiert alles so, wie es anhand der Vergangenheit zu erwarten ist. Die Veränderung gelingt aber je nach Thema nur, wenn man entsprechend viele Mit-Akteure findet.

    Das ist nun mal die Realität.

  2.  
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  3. #4642
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    ... Was die Grünen-Debatte angeht. Die haben natürlich ein Dilemma. ...

    "Eine halbgare Entschuldigung und Verweis auf Fehler reicht bei weitem nicht."

    18.02.2011
    Jürgen Tritten
    zur Erklärung Guttenbergs zu dessen "Doktorarbeit"

    Nicht dass ich den Guttenberg mag, aber so ist das, wenn man meint immer bei den Besseren und Guten zu sein.

    ... Die Grünen im Niedersächsischen Landtag zeigten sich noch im Sommer 1989 offen gegenüber den Forderungen ........... Das berichtet das Magazin „Stern“. Der Vorsitzende der Fraktion war damals Jürgen Trittin. Trittin hatte im August in einem Interview über pädophile Strömungen innerhalb seiner Partei gesagt, das „war insbesondere in NRW eine große Debatte“. Er gerät wegen der Affäre nun zunehmend selbst unter Druck.

    Trittins Leute standen damals im Kontakt mit der Arbeitsgemeinschaft Humane 5exualität (AHS). So zumindest berichtet es ein Ministerialdirigent des Niedersächsischen Kultusministeriums in einer Broschüre der AHS dem Magazin. Der hohe Beamte nahm selbst an dem Treffen teil. Die AHS war die Nachfolgeorganisation der DSAP, einer Kaderorganisation der Pädophilen in Deutschland.

    Am 20. Juli 1989 nahmen drei AHS-Vertreter eine Einladung der Grünen nach Hannover an und trafen die beiden Landtagsabgeordneten Peter Hansen und Marion Schole. Zuvor hatte die AHS den Grünen ihr Papier zur Sicherheitsverwahrung von 5exualstraftätern im Strafvollzug geschickt, heißt es im „Stern“.

    Es ging demnach um eine Lockerung des Strafrechts, für das sich Pädophilen-Aktivisten schon lange einsetzten. In dem Bericht von dem Treffen heißt es weiter: „Die Abgeordneten der Grünen sprachen auch allgemeine Probleme der Bestrafung .......... an; hier liegt nach eigenem Bekunden ein Schwerpunkt ihres Interesses. Es wurde vereinbart, den Kontakt untereinander aufrecht zu erhalten. Es bestehe, so die Grünen, eine grundsätzliche Bereitschaft, im Sinne der AHS-Positionen politisch tätig zu werden.“ (…)

    Die Frage des „Stern“, ob er sich an das Treffen seiner Abgeordneten erinnern könne, ließ Trittin durch seinen Pressesprecher beantworten: „Eine Beantwortung solcher Einzelfragen zu Sachverhalten, die mehr als 30 Jahren zurückliegen“ sei „so kurzfristig nicht möglich“.
    GRÜNEN-Abgeordnete trafen noch 1989 P.ädophilen-Aktivisten - FOCUS

    Was die Zeitraeume anbelangt hatte der Guttenberg allerdings in der Tat schlechtere Karten ........

  4. #4643
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    "Eine halbgare Entschuldigung und Verweis auf Fehler reicht bei weitem nicht."

    18.02.2011
    Jürgen Tritten
    zur Erklärung Guttenbergs zu dessen "Doktorarbeit"
    Diese Vorwürfe ist ja ohnehin immer nur parteipolitisches Kalkül. Gerne sucht man die Fehler der anderen und reitet dann so lange darauf um, bis der Gegner reduziert wird. So läuft nun mal das Geschäft. Oftmals scheitern dabei die Besten, weil sie Verfolgung der Medien, der Politiker und der naiven Bürger nicht aushalten können oder wollen.

    Daher würde ich niemals auf Politiker hören, die andere in die Pfanne hauen. Privat würden die das vermutlich oftmals eh anders sehen.
    Das ist wie bei einem Fußballer, der Elfmeter fordert, obwohl er genau weiß, dass ihn der Gegenspieler nicht getroffen hat.

    Wenn jemand etwas macht, sollte er sich das vorher gut überlegen. Und wenn er dann etwas macht, dann soll er auch nach vielen Jahren dazu stehen. Wenn man das genau betrachtet, dann stellen sich durchaus interessante Fragestellungen, die für die heutige Gesellschaft interessant wären. Dann sollen sich Politiker doch mal gegen die Medienkampganen durchsetzen undgenaue Erklärungen abgbeben.

    Das hätte Guttenberg nutzen können, um das völlig veraltete Doktoren- und Unisystem mal zu hinterfragen. Auch Trittin hätte die Chance, die Grünen mal wieder zu einer Partei zu machen, die Gesellschaftsfragen zum Kern macht, die noch nicht von zahlreichen anderen Parteien belegt sind. Selbst wenn das zeitweise Wählerstimmen kosten sollte, wäre das langfristig sinnvoll.

    Aber nein. Um sich selbst und vor allem die Partei für die nächste Wahl (die ja sehr häufig kommt, wenn man mal alle 34 Wahlen nimmt) zu schützen, fährt man diese "Ich distanziere mich"-Methode und dann bleibt einem ja fast nur der Ausstieg.
    Dabei haben die Grünen doch eh gute Karten. Sie kommen ja garantiert nicht in den Bundestag. Von daher ist es doch egal, ob sie sich distanzieren oder nicht, aber eben auch, ob Trittin zurücktritt. Auf jedenm Fall sollten sie sich nöchste Woche schon mal das Parteiprogramm für 2017 ausdenken. Und da wäre es durchaus gut, für eine erotische Entspannung des Volkes zu sorgen - in jederlei Hinsicht.

  5. #4644
    Avatar von clavigo

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    anstatt sich durch meine logisch durchdachten Resultate überzeugen zu lassen.
    Den find ich extrem gut! So'n local loser sitzt da in Bangkok rum und fordert den "drogenabhängigen" H. Schmidt auf sich sein Geseiere anzuhören!

  6. #4645
    Avatar von beran

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    Der Kommentar der SZ trifft den Nagel auf den Kopf. Diejenigen, die nun nach über 30 Jahren ihre "Entrüstung" über die seinerzeitige Diskussion über die Neugestaltung des Paragraphen zum 5exualstrafrecht kund tun, sollten sich erst mal die Situation damals vor Augen führen. Ohnehin werden ja die damaligen Vorstellungen schon seit über 20 Jahren nicht mehr verfolgt was eine eventuelle Neugestaltung des Paragraphen zu gewaltfreien 5exualkontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen betrifft. Es wird somit wahlkampfbedingt eine Diskussion geführt, die ohnehin keinerlei Bedeutung für die aktuelle Politik hat. Pädophilie - Ein Skandal, der schon lange Geschichte ist - Politik - Süddeutsche.de

  7. #4646
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    Den find ich extrem gut! So'n local loser sitzt da in Bangkok rum und fordert den "drogenabhängigen" H. Schmidt auf sich sein Geseiere anzuhören!
    Ob Dune mal vorbei fahren kann und die Dosierung am Infusionsschlauch nachjustiert?

  8. #4647
    Avatar von socky7

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    Thumbs down

    Wenn die FDP an der 5 % Hürde scheitern sollte, dann sehe ich dafür folgende Gründe :

    Dr.-med. Philipp Rösler, Vizekanzler der Bundesregierung,
    als Wirtschaftsminister in den Fußstapfen von Prof. Ludwig Erhard,
    als Bundesvorsitzender der FDP in den Fußstapfen von Theodor Heuß, Walter Scheel,
    Hans-Dietrich Genscher, Otto Graf Lambsdorff, Klaus Kinkel, Wolfgang Gerhardt,
    das konnte nicht gut gehen.

    Das dürfte für viele Wählerinnen und Wähler unerträglich sein, dass Philipp Rösler als zweiter Mann in der Bundesregierung weitere vier Jahre die Geschicke von Deutschland lenken soll.
    Ob Außenminister Westerwelle mit mäßigen Englischkenntnissen, Entwicklungsminister Niebel und die Justizministerin mit dem zehn Silben langen Namen die großen Sympathieträger in Deutschland sind, muss auch in Frage gestellt werden.

  9. #4648
    Avatar von Dune

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Ob Dune mal vorbei fahren kann und die Dosierung am Infusionsschlauch nachjustiert?
    Soll er breiter werden oder runter kommen, Yogi?

  10. #4649
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Der Kommentar der SZ trifft den Nagel auf den Kopf. ...


    Gebe ich Dir 100% recht, @beran, falls gemeint war: "Die Kommentare zu dem Artikel in der SZ treffen den Nagel auf den Kopf."

    Strattovor
    Jetzt beginnt die Schlussstrichdebatte. Nur zur Erinnerung und als Maßstab für die permanente Selbstgerechtigkeit der Grünen und ihres Trittins: Die FDP Politkerin Dagmar Döring ist längst und ohne Lamento zurückgetreten, weil die vor Jahren einen pädophilaffinen Aufsatz publiziert hatte. Bei den Grünen gibt es sowas nicht, moralische Ansprüche stellt man nur an andere und dafür umso heftiger.

    Das „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“, das habe Trittin immer Journalisten entgegengehalten, die zu seinen Verwicklungen in die K-Gruppen-Strukturen recherchierten. Das stellte sich schon damals als schwierig heraus, weil der KB, indem Trittin umtriebig war, mit konspirativen Strukturen werkelte. Daß sich aber mittlerweile exakt dort das Hauptbetätigungsfeld der Grünen im Denunzieren von allem und jedem mit allen zur Verfügung stehenden technischen Mitteln ist, das ist eine weitere absurde Pointe Grüner Bigotterie.

    Trittin ist keineswegs 'ehrlich', sondern ein Prototyp des Selbstgerechten. Auch im Kontext der Grünen herrscht das Konspirative vor, man gesteht nur das zu, was man nachweislich nicht verheimlichen kann. Der Filter im Kontext der Pädophilievorhaltungen ist Walter. Trittin beherrscht das Mimikry mit dem Instinkt des opportunistischen Politikers und sein Credo ist das Selbstverständnis der K-Gruppen: Im Prinzip geht es nur darum, dem System soweit wie möglich zu demontieren, weil man von der tiefen Überzeugung durchdrungen ist, die heilsbringersche Botschaft der besten aller Ideologien zu haben. Verbrechen und Heuchelei blendet man da lieber aus. Und die Pädophilie zieht man erst wieder aus der Kiste, wenn die Zeit günstig dafür ist, aktuell wettert man erstmal heftig gegen das ......verbot und fordert eine differenzierte Struktur für Prostitution als Nahversorgung, keine Satire.

    Die 'Historisierung' klappt als Ausweg erst, wenn die Grünen Geschichte sind, keinen Tag früher...

    Izmir Übül
    Zitat aus dem FOCUS vom 12.08.13
    "Dagmar Döring hat ihre Bundestagskandidatur zurücgezogen, weil ein alter Aufsatz aus ihrer Feder in den Fokus gerückt war. .... Als Reaktion auf einen vor über 30 Jahren veröffentlichten Aufsatz über Pädophilie zog die hessische FDP-Politikerin Dagmar Döring ihre Kandidatur zur Bundestagswahl zurück. Sie gehe diesen Schritt, um Schaden von ihrer Familie und der FDP abzuwenden, teilte Döring mit. " (Zitatende)

    Hat sich wie Trittin eben auch geirrt. Nach Trittin´schen Maßstäben hätte sie nicht zurücktreten brauchen. Noch Fragen?

    bambam09
    Dieser Kommentar ist unglaublich und eine Frechheit. Ich stelle mir vor, diese Diskussion würde betr. einem Politiker der CDU geführt. Die SZ würde sich vor Vorwürfen nur noch überschlagen. Wo ist hier die Verhältnismäßigkeit ? Wer bei einer Doktorarbeit angeblich falsche oder unrichtige Zitate verwendet, muss zurücktreten, auch wenn die Arbeit vor 20 Jahr egeschriebne wurde. Nachteil für die Gesellschaft dieser Verfehlung: Null komma Null. Wer, wie die Grünen, pädophile Neigungen legalisieren wollte, dem soll nix geschehen ? Wie unglaubwürdig will die SZ eigentlich noch werden.

    Ansbacher Bratwurst
    Die so dringend erforderliche Entschuldigung fehlt.
    Aber auch so ist Tritin politisch tot. Und das weiß er auch.

    birchrotvor
    Dieser Casus ist 30 Jahre her und deshalb aus einer ganz anderen Zeit... halb so schlimm. Wenn jemand vor 30 Jahren seine Doktorarbeit mit teilweise fehlerhaften Fußnoten abgegeben hat verliert er( sie) Doktortitel, Amt und Würde. So unterschiedlich sind die Maßstäbe der SZ und anderer Medien.

    Alfred5
    Es ist klar das die SZ versucht Wahlkampfhilfe für die Grünen zu betreiben. Aber hier ein Playdoyer für eine juristisch höchtsbedenkliche Einstellung zu halten, ist mehr als verkehrt.
    Es kann ja eine Laune oder eine Meinung gewesen sein oder aber auch der Wunsch, Pädophilie zu legalisieren. Was in den Köpfen der einzelnen vorging und noch vorgeht, weiss niemand ausser die damaligen Köpfe selbst zu beantworten.
    Die Grünen hatten lange Zeit gehabt, dieses Thema zu behandeln. Denn wer glaubt einer Partei, die mit diesen Thema dermaßen schlampig umgeht, dass diese nicht doch für eine Lockerung oder für Pädophilie wäre?
    Wo wäre es denn ein Problem gewesen in der Zeit, wo Pädophilie in der Kirche öffentlich wurde, dass auch die Grüne Partei selbst mit sich ins Gericht gegangen wäre.
    Nein, so einfach kann und sollte man es dieser Partei nicht machen. Eine öffentliche Erkenntnis aber auch eine interne Aufarbeitung dieses Themas mit einer Erklärung, die alle Mitglieder mittragen, wäre ehrlich gewesen. Trittin ist vorzuwerfen, dies nicht in die Wege geleitet zu haben.
    Weil Wahlkampf ist! Das ist keine Entschuldigung.
    Umso schlimmer, wirkt es nun wenn die Grünen auf andere Parteien und Personen zeigen, wenn Verfehlungen öffentlich bekannt werden. Denn nichts einfacheres für die politischen Mitbewerber ist es nun, dieses Thema als Wahlkampfthema zu entabuisieren.
    Die Verlierer sind die Kinder, die Jugendlichen und vielleicht auch die Erwachsenen, die sich damit auseinandersetzen müssen, wenn eine Partei es nicht schafft, Ihre Normen und Wetmaßstäbe, mit der Sie andere mißt, nur für andere gelten lässt, selber aber über alles stehen möchte.
    Das ist anmaßend und arrogant. Für eine politische Partei, das Ende.



    .... und so weiter und so fort.





    Nein, von mir aus muss der Trittin auch nicht gehen.
    Aber ein wenig mehr Bescheidenheit ist angesagt.
    Renate hat es gestern abend vorgemacht.

    Ob das aber auch irgendwann mal bei ideologisch verblendeten Relativierern, Beschönigern und Zeitgeistgläubigen ankommt?
    Meine Zweifel seien mir erlaubt.


    Das Pech der Grünen ist, dass von ihren vielen Provokationen nun eine Provokation mit einer Wucht zündet, die sie selber nie für möglich gehalten hätten. Lebensgeschichtlich hätte der Zeitpunkt, an der diese Lunte ihr Ziel erreichte, für viele nicht unglücklicher gewählt sein können: Was einen im Studentenalter allenfalls die Unterstützung der Eltern kostet, kann einen an der Schwelle zur Rente um die letzte Runde vor der Pensionierung bringen.

    Keine politische Gruppierung hat ihre moralische Reputation so sehr auf der Opfervertretung aufgebaut wie die Grünen. Deshalb sind sie jetzt auch so wehrlos. Gegen Betroffenheit ist kein Kraut gewachsen. Das weiß niemand besser als die Vertreter der Umweltpartei, die immer zu Stelle sind, wenn es darum geht, sich im Namen des Mitleids in Szene zu setzen. Alles, was den Grünen jetzt einfällt, ist, um einen Aufschub der Debatte über den Tag der Wahl hinaus zu bitten. Niemand traut sich die Frage zu stellen, was an der Behauptung dran ist, ihre Liberalisierungsforderungen hätten dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet.
    Jan Fleischhauer zur Pädophilie-Debatte: Gerechtigkeit für Trittin - SPIEGEL ONLINE

  11. #4650
    Avatar von strike

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    Schade dass die Forderung in Deutschland keine Chance auf Umsetzung hat:



    Gerade laeuft wieder so eine Sendung auf beiden(!!!) Kanälen, wo - natürlich auf Kosten der GEZ-Zahler - die Blockparteien ihre Propaganda und vorgeblichen Wahlversprechen kostenfrei unters Volk bringen dürfen. Meine Zwangsgebühr macht es möglich.

    17,98 Euro/Monat Zwangsgebühr für die Zementierung der medialen Macht irgendwelcher Parteien?
    Nein, Danke!

    Hochwertige Kanäle dürfen auch was kosten, da zahle ich auch gern - freiwillig.
    Versorgungsanstalten und Ruheposten für Politiker sowie Sicherstellung von parteipolitischer Indoktrinierung dagegen möchte ich nicht finanzieren müssen!

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