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Wohin steuert Deutschland?

Erstellt von Willi, 24.02.2008, 21:23 Uhr · 7.796 Antworten · 353.539 Aufrufe

  1. #3571
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Du weisst gar nicht, was du da schreibst. Nicht in der FDJ zu sein war höchst gefährlich
    Was ist denn das für eine unsinnige Aussage?

  2.  
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  3. #3572
    Avatar von Amsel

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    *

    Brot und Spiele, koennte man denken, aber...

    ...Hunger und Frust koennte es fuer viele Menschen werden.


    Manchmal denke ich, warum mach ich mir einen Kopp um anderer Leute Zukunft.

    Es ist doch deren Leben, oder?

  4. #3573
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von Amsel Beitrag anzeigen

    Manchmal denke ich, warum mach ich mir einen Kopp um anderer Leute Zukunft.

    Es ist doch deren Leben, oder?
    Weil Du wahrscheinlich realisiert hast, das niemand alleine existiert, sondern das eigene Leben über viele Fäden mit anderen verbunden ist.

  5. #3574
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Nicht in der FDJ zu sein war höchst gefährlich ...
    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Was ist denn das für eine unsinnige Aussage?
    Eigene Erfahrung, reicht dir das? Entweder du schreibst ohne die
    nötigen Kenntnisse, oder du warst ein sorgenfreier DDR-Bürger?

  6. #3575
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Eigene Erfahrung, reicht dir das?
    Die würde mich (auch) interessieren.

    Höchst gefährlich? Könnte ich so auch nicht bestätigen.
    Berufliche Nachteile waren allerdings recht wahrscheinlich.
    Und eine intensivere Beobachtung.

    Aushalten wollten das nicht viele.
    Es hat ja in der Regel nicht mal zum 'Nicht-Wählen' gereicht - obwohl man unzufrieden war.

  7. #3576
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Die würde mich (auch) interessieren.
    Also, ich habe "nur" meine Kindheit/Jugend in der DDR verbracht, die meiste Zeit meines Lebens
    lief im Westen ab und ich sehe mich auch eher als Wessi. Letzteres möchte ich nicht begründen.
    Vergangen, gewesen, nicht mehr zeitgemäss ... heute haben wir ein Deutschland, das freut mich.

    Trotz allem blieben Erinnerungen. Nie hätte ich es damals gewagt, die Mitgliedschaft in der FDJ zu
    verweigern. Es wurde übrigens auch gar nicht gefragt, es fand statt! Man hätte sich sehr energisch
    wehren müssen, um das zu verhindern. Ich kannte in den Jahren meiner Jugend nur einen einzigen
    Fall. Dieser Junge ging durch die Hölle. Er war einer der besten Schüler, aber wurde benachteiligt
    und später nicht zum Studium zugelassen - jede Entwicklung eiskalt blockiert, Schikanen inklusive.

    Ich war weniger mutig und machte doch eine sehr unangenehme Erfahrung. Als ich Propaganda-
    Veranstaltungen und einem "Fackelumzug" fernblieb, wohl bemerkt Termine in Schülers Freizeit,
    kam eine Lawine ins Rollen. Schuldirektor, Abmahnung vor Schulklasse und Fahnen-Appell. Dann
    wurden meine Eltern am Arbeitsplatz aufgesucht - Staatssicherheit, wir hätten da mal eine Frage:
    "Erziehen Sie ihren Sohn zu einem Staatsfeind?" Ab da war abzusehen, was kommt. Es war der
    Startschuss zu Denunziantentum, Bespitzelung und politischer Verfolgung. Die Geschichte hätte
    noch viele Kapitel, bis hin zum Stasi-Gefängnis und bis zu einem Freund, den ich zu Grabe trug,
    weil er in politischer Haft "Selbstmord" beging. Weiters teile ich nur mit sehr guten Freunden.
    Aber angefangen hat der Stasi-Irrsinn mit meiner Mitgliedschaft in der "Freien Deutschen Jugend".

    Viele sagen, das war für mich damals gar nicht so schlimm - war es auch nicht, wenn angepasst bis
    ins Mark. Manchmal muss ich lachen, wenn mir gesagt wird - du warst doch selber Schuld, hättest
    doch einfach die Klappe halten können. Komisch ist daran, dass das oft genau die ehemaligen DDR-
    Bürger meinen, die heute jeden Stein emsig umdrehen, um verbal alles am Staat zu beschmutzen.
    Aber warum nur? Weil es heute erlaubt ist! Ein Hoch auf die Ostalgie, auf das kollektive Vergessen!

  8. #3577
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    ... Ein Hoch auf die Ostalgie, auf das kollektive Vergessen!
    Deswegen dieser Thread Erinnerung an das Unrecht. Gegen das Vergessen.
    Ansonsten: Danke für die Beschreibung.

  9. #3578
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Es hat ja in der Regel nicht mal zum 'Nicht-Wählen' gereicht - obwohl man unzufrieden war.
    Richtig, machen wir uns nichts vor, der normale DDR-Bürger war ein ziemlicher Feigling!
    Ich kenne meine Stasi-Akte, weiss, wer mich alles verraten hat, Motivation - volle Hose!
    Und du hast Recht, unter der Bettdecke wurde leise geflucht, aber stramm SED gewählt.
    Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass der "Umsturz" fast allein dem Mut der DDR-
    Bürger auf den Strassen zugeschrieben wird. Die Leute in höchster Gefahr, seien es die
    vielen mit Ausreiseanträgen, die Flüchtlinge über Ungarn, die Menschen in der Prager
    Botschaft, die politisch aktiven, die eingesperrten, die Künstler, die mit den Füssen
    abstimmten, oder gegen ihren Willen ausgebürgert wurden. Das waren die Dosenöffner.
    Andere umschreiben so: Am Ende im Kampf der Systeme, stand die Pleite des Sozialismus.
    Im Grunde dreht sich immer alles um "Brot und Spiele". Die DDR bot Brot, kaum Spiele.

    Ich schweife kurz ab: Das nächste "Experiment am Volk" ist China. "Brot und Spiele", seit
    Jahren wachsen Einkommen und Wohlstand. Man verzeiht die Gängelung, die Bewachung,
    die Bespitzelung. Nun ziehen langsam dunkle Wolken auf, ein so enormes Wachstum scheint
    nicht mehr lange haltbar zu sein. Die Chinesische Regierung befeuert das Kapital wo es kann.
    Warum? Wenn der unvermeidliche "Knick" heftiger ausfallen sollte, wenn das Brot kleiner, die
    Spiele weniger lustig sind, wird ein Volk schnell mürrisch. Und dann, vielleicht eben genau
    dann, fragt es sich, warum es so viele Verbote gibt, wenn das Leben schon härter geworden
    ist. Gib jemanden 50 Euro mehr Lohn im Monat, er wird es ganz schnell vergessen. Aber nimm
    ihm 50 Euro monatlich und du hast einen Feind fürs Leben. In China wird es noch spannend.

    PS: Sorry, schreibt man über negative Erfahrungen, wirkt das eventuell etwas zu emotional.
    Jetzt koche besser mal eine Tasse Tee und schaue meiner Katze beim träumen im Garten zu.

  10. #3579
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Es hat ja in der Regel nicht mal zum 'Nicht-Wählen' gereicht - obwohl man unzufrieden war.
    Da kann ich ja auch nochmal einen aus meiner Studienzeit zum Besten geben:Im Studentenklub wurde heiß darüber diskutiert, das man doch eigentlich die (getürkten)Wahlen sowieso negieren könnte-andererseits meinten Einige -es sei besser man gehe zur Wahl und kreuze "bewußt"gegen die sog. Kandidaten der Nationalen Front(dieser Begriff ist peinlich aktuell heute). Gesagt und nicht getan:
    Am Wahltag bin ich zum Wahllokal und habe nicht nur den Zettel nach Erhalt in die Wahlurne geschmissen, sondern bin in die sogenannte Kabine, welche nur aus einem Tisch/Stuhl und einem aufgeklappten Etwas in der Größe eines DIN A4-Hefters bestand und habe negativ beschieden(wohlwissend, das Einige im Raum meinen Gang zur "Wahlkabine" notierten).
    Am Montag darauf wurde während des Unterrichts das vorläufig offizielle Wahlergebnis kundgetan, mit dem Ergebnis: ca. 800 Studenten für...., 3 ungültige Stimmen und 1 Stimme gegen den Vorschlag..... Zufälligerweise hatten wir gerade ML und die Dozentin konnte sich nicht verkneifen mitzuteilen,das man es eben nicht allen Recht machen kann.Allerdings plädierte sie dafür, das man diese 1 Gegenstimme sofort exmatrikulieren müßte- da er ja offensichtlich mit der erfolgreichen Politik der SED(es gab damals auch andere Blockparteien)nicht einverstanden wäre und somit kein Recht besäße ein vom Volk finanziertes Studium aufzunehmen(Parallelen zu heute dürften rein zufällig sein und auch wieder salonfähig werden).
    Abends im Studentenklub wurde wieder heftigst diskutiert. Mir ist noch ein Freund in guter Erinnerung, welcher dahingehend argumentierte:"Wenn wir selbst schon so feige waren und nicht wie verabredet gegengestimmt hätten, dann sollten wir wenigstens nicht nach dem einzigen Mutigen(vielleicht auch Naiven) Ausschau halten-einfach um nicht noch seine Exmatrikulation herauf zu beschwören.
    Es waren die heikelsten Momente meines Studiums,zum Glück glimpflich abgegangen.

    Und @ siamfranky- ich würde es nicht unbedingt "Feigheit" nennen-eher Angepasstheit, eine Eigenschaft-welche von unseren Mitforanten aus dem Westen wahrscheinlich bis heute anhält.

  11. #3580
    Avatar von peter1

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    ja im vorwaertschreiten werden probleme geloest sowie in berlin, wo eine neue stadtparallelgesellschaft geschaffen wird fuer 20.000 illegale,

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    mfgpeter1

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