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Wohin steuert Deutschland?

Erstellt von Willi, 24.02.2008, 21:23 Uhr · 7.803 Antworten · 354.092 Aufrufe

  1. #231
    Avatar von spartakus1

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    Re: Wohin steuert Deutschland?

    Mann, machs nicht so spannend.

  2.  
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  3. #232
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Wohin steuert Deutschland?

    ne, sprich über die gottähnlichen überthai. das ist dein gebiet. ;-D

  4. #233
    Avatar von Nokgeo

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    Re: Wohin steuert Deutschland?

    Verhärtete Fronten..diverse Sichtweisen.

    Zitat Dieter 1 # 196:

    " Lobenswert waere es, wenn diese Regierung es Firmen untersagen wuerde, sich mit diesem System die richtig fetten Gewinne zu sichern."
    ..........

    Einsicht sollte von den Firmen selber kommen. Da AGs an der Börse notiert sind, Anleger an Kurssteigerungen, steigenden Renditen interessiert sind, wird aus meiner Sicht oft zu sehr Anlegerinteressenseitig gedacht., bzw. die Anleger selbst zeigen ein unsoziales Denken,kein gemeinschaftliches Denken, sind Gewinn fixiert, orientiert, incl. ihrem Handeln. Arbeiten sie evtl. selber in einer AG und Ihnen der Stuhl unterm Ar.sch weggezogen wird, werden sie evtl. wach.. wie der globale " Hase " ( hallo Ostern ) evtl. läuft.

    Kaum kommt eine Börsennachricht..dass zig Arbeitsstellen wegrationalsiert werden, gibt es in der BRD einen Kursanstieg für die entspechende Aktie.

    Was für eine kranke " Gemeinschaft"..die zu oft in ihre eigene Tasche ( Geldbörse ) vertieft ist. Es wird sich rächen? Irgendwann?

    Zitat Dieter1 # 198:

    " Ein Mindestlohnsystem, wie in fast allen Staaten Kerneuropas ueblich, macht den Aktien gar nix und sorgt fuer ein ganz kleines bischen Gerechtigkeit fuer Leute, die das dringend noetig haetten.
    ...........

    Gerechtigkeit...ein tolles Wort. In Wingmans " Fall " Spedition..6.50 Euro Brutto..wer sich auf sone " Angebote " einlässt, zieht doch die Branche, von den Löhnen her vermutlich weiter runter. Hab keine Ahnung, was da ? Tarif ? ist. Liegt der Lohn UNTER Hartz 4...wird seitens Bund was dazugelegt, um einen " Anreiz " zu schaffen. Ist doch irgendwie krank, wenn der Staat, Unternehmer im Lohn fördert, was aufstockt, damit z.B. Langzeitarbeitslose eingestellt werden, aus einer Statistic verschwinden, um politisch was vorweisen zu können..

    Es geht u.a. auch um das Selbstwertgefühl, was einem Jeden sein Engagement wert ist...seine Arbeitskraft, nicht nur für sich..den Arbeitgeber, sondern im Besonderen mal gaaanz weitsichtig gedacht, per Sozialabgaben, einer Gemeinschaft, zur Verfügung zu stellen, damit das heutige System weiter läuft.


    Der Bevölkerung werden doch keine Motivationen vermittelt.
    Motivationen für eine gemeinsame Zukunft..was zu meistern, ein allgemeines Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln. Es läuft auf " Flickschusterei ",Neid und Unlust hinaus.

    So " schwebt " ein jeder in seiner " Sphäre "..
    ..bekommt links und rechts per TV was um die Ohren " vermittelt ".

    Was ist das kompliziert, als Thema, komplex ohne Ende.

    Letztens einen Bericht von Bhutan im TV gesehen..war erstaunt wie ein 700 000 Leute Volk geführt wird. Das Land, der Staat, hat einen Slogan..
    ..Happinees for all.

    In der BRD nur Krampf, incl. kostenloser bad news.

    Ein aufgeblähtes Dasein, bei einigen mit Ängsten, wenig Hoffnungen, evtl. Resignation garniert.

    Einen anderen TV Bericht ( öfftl. rechtl. TV.) vor kurzem geschaut..

    Ein IT ler, Consultant für Firmen, der seinen Laptop in den Mülleimer geschmissen hat, weil er nervlich/ geistig fertig war, mit einem Monatsverdienst von ca. 15 000 Euro.

    Sein Argument..höher..schneller..weiter..ENDE.
    ENDE. Kaputt und fertig. Der Mensch hat sich anschliessend im Park ( Berlin ) ne Schlafecke unterm Laub gebuddelt, dort sein " Schlafzimmer eingerichtet ".

    Mir stellt sich oft die Frage.. wo will unsere Gesellschaft hin?
    __________________

    Hab einen ehemaligen Kollegen, der seit xx Jahren in TH, lebt.
    Wenn ich den dort besuche, kommt fast nur was in Richtung ..negativ..zu TH.

    Er ist seit 3 Tagen in D Land..um seine LVA und Betriebsrente zu regeln.

    Hab einen Kumpel ( ALG2 ) den ich seit 36 J. in D Land kenne..
    Bin ich mit dem zusammen...kommt nur negatives zur BRD.

  5. #234
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wohin steuert Deutschland?

    Nicht so einfach. Ich habe nämlich keine. Die Diskussion finde ich sehr spannend. Und eigentlich zeigt genau diese das eigentliche Problem: die Gesellschaftsschichten sind schon viel zu weit auseinandergedriftet. Arbeitnehmer halten Firmen für Ausbeuter und die Unternehmen sehen ihre Arbeiter und Angestellten nur als Betriebsmittel an.

    Das wirkliche Zusammenarbeiten, das ich noch aus Erzählungen meines Großvaters kenne, gibt es nur noch ganz selten.

    Ich war mal stellvertretender Betriebsratsvorsitzender in einer Firma, mehrmals "normal" angestellt, einmal sehr gut verdiendend, zweimal arbeitslos und nun bin ich selber Unternehmer. Von daher kann ich viele Argumente von allen Seiten durchaus verstehen.

    Aber eines ist in Deutschland immer noch nicht angekommen. Hier wird immer boch von "unserem" Arbeitsmarkt gesprochen. Es gibt keinen reinen deutschen Arbeitsmarkt mehr. Es gibt nur noch einen europäischen. Das kann man kritisieren, so viel man will, aber es ist nun mal eine Tatsache.
    Und von daher ist es doch Schwachsinn, davor zu warnen, dass Deutschland auf ein rumänisches Lohnniveau abfallen könnte. Jedem Europäer muss doch daran gelegen sein, dass es dem Rumänen genauso gut geht wie einem Deutschen, denn wir sind jetzt Europa (wobei ich ja sogar die Welt bin, aber ich beziehe mich jetzt nur mal auf dieses Thema).

    Wie schon mal irgendwo gesagt ist es doch nur logisch, dass das Lohnniveau zumindest erstmal in Europa überall angeglichen werden muss. Das gilt natürlich auch für die Preise. D.h. wenn es in Deutschland billiger wird (was es leider noch nicht tut), dann müssen die Löhne doch gar nicht mehr steigen.

    Zum Mindestlohn: tief in meinem Herzen bin ich immer noch sozial und würde daher sofort sagen: ja.
    Rein logisch betrachtet gibt es viel zu viele Dinge, die dagegen sprechen. Zum einen würden gerade viele Mittelständler ihre Preise dann anheben müssen. Und schon sind die höheren Löhne nichts mehr wert. Denn es gibt viele Firmen, die wirklich keine hohen Löhne zahlen können, weil die Konkurrenz eben jetzt international ist. Das kann man mit früher nicht vergleichen. Da war Deutschland praktisch eine Insel (vielleicht läuft es deshalb in England ja noch ganz gut).

    Ein anderer Grund: es gibt viel zu viele Schlupflöcher.
    Es ist gerade bei AGs mittlerweile Mode geworden, dass man normale Arbeitnehmer durch Praktikanten und Studenten ersetzt. Die wollen ins Berufsleben reinschnuppern oder sich nebenbei etwas verdienen.
    Was wird denn dann aus denen? Soll man fordern, dass sie auch zum Mindestlohn arbeiten? Wäre für normale Angestellten ja durchaus begrüssenwert. Andererseits vermasselt man diesen jungen Menschen praktische Erfahrung. Diese sammeln sie dann vielleicht mehr im Ausland und bleiben dann ganz da.

    Das ist sicherlich nur ein kleiner Randaspekt. Aber es hängt so viel zusammen, so dass ich einen Mindestlohn eher skeptisch betrachte, auch wenn es sich gut anhört.

    Ich denke einfach mal, dass man gar nichts tun sollte. Im Grunde wird alles durch Angebot und Nachfrage geregelt. Hätte Deutschland genügend Arbeitsplätze, dann würde ein Unternehmer lange suchen müssen, bis er jemand findet, der zum Hungerlohn arbeitet. Der nächste Headhunter wartet schon.
    Aber im Moment ist es doch so, dass es wirklich Leute gibt, die sogar umsonst arbeiten, nur um "am Ball zu bleiben" oder Kontakte zu knüpfen. Ich habe schon solche Bewerbungen bekommen.

    D.h. es wäre wichtiger, mehr Arbeitsplätze zu bekommen. Doch mit dem Abbau der Servicekräfte (z.B. Bedienungen an Tankstellen) hat sich die Zahl ja leider erheblich verringert in den letzten Jahrzehnten.

    Ein besseres Steuersystem würde schon viel helfen, um zumindest mal deutsche Unternehmen zu halten und ausländische anzulocken.

    Zudem würde es auch helfen, wenn viel mehr Leute (z.B. auch Arbeitslose) den Mut hätten, sich selbstständig zu machen und selber Arbeitsplätze schaffen würden.
    Denn gerade in dem Bereich sehe ich in Deutschaldn einen erheblichen Nachholbedarf. Mut und Eigenverantwortung sind ja auch kaum vorhanden - macht ja alles der Staat.

    Das waren mal meine Gedanken dazu. Aber wie gesagt: so eine richtige Meinung habe ich nicht. Es kommt immer auf die Sichtweise und die Situation des jeweils Betroffenen an. Nachvollziehen konnte ich bisher jede Meinung.

  6. #235
    Avatar von Dieter1

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    Re: Wohin steuert Deutschland?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="573827
    Ich denke einfach mal, dass man gar nichts tun sollte.
    Der war schonmal nicht schlecht, aber das kannste noch besser :-) .

  7. #236
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wohin steuert Deutschland?

    @kcwknarf, ich halte Deine Gedanken für sehr objektiv und klug.

  8. #237
    Avatar von Dieter1

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    Re: Wohin steuert Deutschland?

    Und ich frag mich noch nicht mal, warum mich das gar nicht wundert :-) .

  9. #238
    Avatar von spartakus1

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    Re: Wohin steuert Deutschland?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="573810
    Möchte jemand meine Meinung zu dem Thema hören?
    Zitat Zitat von kcwknarf",p="573827
    Nicht so einfach. Ich habe nämlich keine.


    Es folgte eine ganze Seite...
    Nichts für ungut.

  10. #239
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wohin steuert Deutschland?

    Zitat Zitat von Dieter1",p="573836
    Und ich frag mich noch nicht mal, warum mich das gar nicht wundert :-) .


    Das wiederum wundert mich nicht.

  11. #240
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Wohin steuert Deutschland?

    Globalisierung, mit diesem Schlagwort und angeblichem internationalem Wettbewerbsdruck damit hat man jetzt gut zehn Jahre die Leute einer Gehirnwaesche unterzogen.

    Gleichzeitig sind die anderen grossen europaeischen Volkswirtschaften alle an uns vorbei gezogen.
    wArum kann das fruehere Armenhaus Europas heute um 25 % hoehere Lohehne als Deutschland zahlen?

    Die Iren sind wie kaum ein anderes europaeisches Volk auf den Export ausgerichtet.
    Alle anderen grossen Laender um uns haben Mindestloehne.
    Und bei uns bricht die Welt zusammen wenn einer eingefuehrt wird? 50 % Mindestlohn vom letztjaehrigen Durchschnittslohn, so etwas waere als Einstieg mehr als notwendig. Dann laegen wir bei den oft diskutierten 7,50.

    Schrittweise dann eine Anhebung auf 60 %, so hat es England vorgemacht. Und bei uns soll das nicht moeglich sein?

    ERst gerade eben kam in den Nachrichten, dass die Springertochter PIN, der Briefzusteller, die Gewerkschaft, die die niederen Loehne bei denen ausgehandelt hat zu fast 100 % finanziert hat. Verarschung pur.

    Und solche Gewerkschaften mit Dumpingtarifvertraegen sind die letzten Jahre wie Pilze aus dem Boden geschossen.
    Wir brauchen wieder starke, grosse Gewerkschaften die TArifvertraege aushandeln die nicht nur fuer das Zelt im Stadtpark reichen.

    Deutschland ist damit 40 Jahre gut gefahren.
    Und wir brauchen wieder Unternehmer fuer die das Wort Verantgwortung kein Fremdwort ist. Die meisten Firmengruender wuerden sich im Grab umdrehen wenn sie sehen koennten wie heute mit ihren Arbeitern umgegangen wird.

    Und wir brauchen wieder Wirtschaftsproffesoren die nicht lehren, dass Kapital das wichtigste ist, dann lange nichts kommt und dann irgendwann das von denen heute so genannte "Humankapital". Was fuer ein Wort.
    Man braucht sich nur mal Lehrbuecher von vor 20, 30 Jahren ansehen und heute. Wie unterschiedlich da der Stellenwert zwischen Mensch und Geld gewichtet ist.

    Sioux

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