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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 80.904 Aufrufe

  1. #641
    Avatar von bmei

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    @ all
    mal in die Runde folgende kleine Zusammenstellung von Tatsachen:
    Und - einfach mal eine Nachfrage an den normalen Menscherverstand - vielleicht kommt der ein odr andere zum gleichen Ergebnis:

    Sozilabgaben: 19.9 % Rentenversicherung
    15,5 % Krankenversicherung
    6,7 % Arbeitslosenversicherung
    1,7 % Pflegeversicherung
    macht zusammen 43,6 %
    Außerdem werden Sozialabgaben fällig, bei jedem der seinen Wagen mit Treibstoff füllt, wer morgens die Kaffeemaschine anmacht oder gar das Licht einschaltet oder wer seine Wohnung heizt.

    Bei einer angenommenen Steuerlast von 25 % auf den Bruttolohn werden 1,475 % Soli fällig und 2,475 % Kirchensteuer. Macht in der Summe 72,45 % Abgaben.

    Jetzt kommen noch die Falschentscheidungen der Bänkster hinzu.
    Dass das nicht gut gehen kann, kann sich vielleicht der ein oder andere ausrechnen.
    Einfach mal den normalen Menschenverstand einschalten.

    Gruß

  2.  
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  3. #642
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="705482
    Es ist altbekannte Sitte, nicht den Verursacher, sondern den Überbringer schlechter Nachrichten zu köpfen. ;-D
    Du verkennst hier völlig, wie der Finanzmarkt funktioniert. Ganz besonders erkennt man das an den Aktien und auch an den Währungen.
    Der Markt reagiert fast nie auf tatsächliche Begebenheiten, sondern auf die Panik und Ängste von Anlegern und Spekulanten.

    Da kann sich also ein Politiker hinstellen und befürchtet öffentlich eine Instabilität des Euros? Was passiert wohl? Denkt der Typ, jetzt kaufen erst recht alle den Euro und stabilisieren ihn? Nee, natürlich nicht. Jetzt verkaufen erst recht alle panikartig Euros.
    Wie blöd kann man sein?

    Ähnliches gilt für Aktien. Es interessiert doch niemanden, wie gut eine Firma wirklich läuft. Hat aber ein Spinner eine Ratte im Büro gesehen und verbreitet diese Info, verkaufen gleich alle ihre Aktien und der Kurs geht runter. Oftmals sind es sogar nur Gerüchte, die leider bewusst gestreut werden.
    Darauf folgen dann Entlassungen und eine echte Krise beginnt. Völlig unnötig.

    Der Finanzmarkt ist ein reines Glücksspiel. Und anstatt Poker, Sportwetten oder nichttaatliches Lotto zu verbieten sollte man lieber das Handeln mit Aktien von Psychopathen überdenken, die damit Chaos und Elend verbreiten.

    Also: Steinbrück ist kein Überbringer schlechter Nachrichten, er ist der Verursacher. Manchmal ist es eben besser, etwas mehr Optimismus zu verbreiten anstatt die Menschen noch mehr zu verängstigen. Zumal sich die meisten Menschen eh fragen: wo ist denn die Krise, die jeder seit einem Jahr vorhersieht?

    Interessanterweise sehen fast nur Politiker und bestimmte Unternehmen und Banken eine Krise. So manche Wirtschaft5experten behaupten - wie ich - dass es gar keine gäbe.

    Ich erwähne dazu mal Prof. Stefan Homburg.
    Er sagt:
    "Die Lage ist keineswegs dramatisch, sie wird nur dramatisiert, vor allem durch interessierte Kreise."

    "... Insofern halte ich den Vergleich mit der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre für unverantwortlich. Damals hat sich die Industrieproduktion annähernd halbiert und ist die Arbeitslosenquote auf über 30 Prozent gestiegen. Für etwas Vergleichbares gibt es bisher keinerlei Anzeichen."

    "Betrachten wir den Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers im letzten September. Damals sagte Finanzminister Steinbrück nach einem Gespräch mit Herrn Ackermann von der Deutschen Bank: Wir haben heute in einen Abgrund geblickt. Ich sehe es anders: Herr Ackermann hat dem Bundesfinanzminister einen Abgrund vorgespielt, um den für seine Bank nützlichen Rettungsschirm durchzusetzen."

    Und:

    "Aber für jede unternehmerische Fehlentscheidung steht jetzt eine blendende Ausrede zur Verfügung, nämlich die angeblich einmalige Finanz- und Wirtschaftskrise. Davon wird man auf mancher Hauptversammlung hören."

    Tja, man muss schon mal mit offenen Augen durch die Gegend ziehen und auch scheinbar logische und verständliche Dinge immer wieder hinterfragen. Sonst wird die Hirnwäsche der Regierung und manch "interessierter Kreise" bei der dummen Bevölkerung Erfolg haben.

    Das komplette Interview mit dem Professor hier in der FAZ:
    http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B1...rss_wirtschaft

    Um noch mal klar zu stellen: ich übersehe nicht, dass es jetzt zu mehr Entlassungen kommt. Nur ist das eben nicht die nötige und nachvollziehbare Folge einer Wirtschaftskrise! Und das sollten die Arbeitslosen begreifen und sich nicht mit dem Grund zufrieden geben.
    Gegen Krisen kann man schwer was machen. Aber gegen eine scheinheilige Politik, dreckige Firmenbosse, schmierige Geldhaie und auch gegen seine eigene Trägheit und Blauäugikeit schon.

    Lasst euch nicht alles gefallen und kämpft gegen die Verdummung und Versklavung der Gesellschaft! Ihr alle könnte etwas gegen die angebliche Krise tun. Nur wer sich wehrlos kündigen lässt, der ist Mitverursacher einer tatsächlichen Krise.

  4. #643
    Avatar von wingman

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    kcwknarf schrieb:
    Nur wer sich wehrlos kündigen lässt, der ist Mitverursacher einer tatsächlichen Krise.

    wenn das unternehmen platt ist, gegen wen willst du klagen?
    als zeitarbeiter fliegst du zuerst, klage ist absolut sinnlos.
    wenn ich jetzt fliegen sollte weil der zeitvertrag ausläuft, ebenso sinnlos.
    sollte das eintreten, mit 55 einen neuen job zu finden gleicht einem lottogewinn.
    soweit zunächst einmal die tatsachen. kann also sein, das ich demnächst wieder bei deutschlands grössten unternehmen "Kunde" bin.
    sollte zudem opel auch noch hops gehen gehen nicht nur die mitarbeiter bei opel. da hängt wie bei vw eine kette von zulieferern dran, die ihre produktion entsprechend anpassen werden. also fliegen dort auch mitarbeiter.
    die kosten für die agentur für arbeit (letzte hochrechnung) steigen schon jetzt immens.
    nun können ja einige noch immer argumentieren wie gut es uns noch geht. ich sehe das ganze mit grosser besorgnis.

  5. #644
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="705614
    Zitat Zitat von Paddy",p="705482
    Es ist altbekannte Sitte, nicht den Verursacher, sondern den Überbringer schlechter Nachrichten zu köpfen. ;-D
    Du verkennst hier völlig, wie der Finanzmarkt funktioniert. Ganz besonders erkennt man das an den Aktien und auch an den Währungen.
    Der Markt reagiert fast nie auf tatsächliche Begebenheiten, sondern auf die Panik und Ängste von Anlegern und Spekulanten.

    Da kann sich also ein Politiker hinstellen und befürchtet öffentlich eine Instabilität des Euros? Was passiert wohl? Denkt der Typ, jetzt kaufen erst recht alle den Euro und stabilisieren ihn? Nee, natürlich nicht. Jetzt verkaufen erst recht alle panikartig Euros.
    Wie blöd kann man sein?
    Zu erstmal ist Steinbrück zu einem stabilen Haushalt und einer ehrlichen Politik verpflichtet.

    Nun fordert bereits das Volk, dies zu ignorieren und stattdessen Märchen zu erzählen.

    Vielleicht waren die Krisenverursacher dem ja schon voraus, als sie die ihnen längst bekannte instabile Lage ihrer Finanzunternehmen so lange verschwiegen, bis nur noch die Gesellschaft mit Steuern und Schuldverpflichtungen retten konnte?

    Vielleicht ist es ja eines dieser positiven Signale, daß die Manager gestern noch derart vorläufig geretteter Finanzunternehmen, weiterhin beschämend hohe Bonizahlungen vornehmen?

    Ja, liebe Lemminge, lasst uns singend und mit Taschen voller Geld in den Abgrund stürzen.

    Es sind bereits global mehrere Billionen geflossen, um Schlimmstes zu vermeiden und dennoch ist die Gefahr keineswegs gebannt.

    Aber natürlich gibt's gar keine Krise.

    Man muss nicht mal Professor sein, um das zu glauben. ;-D

    PS. Du hast natürlich recht, daß Wirtschaft viel mit Psychologie zu tun hat und negative Aussagen auch Wirkung zeigen.

    Andererseits haben durch zu viele positive Aussagen (Erwartungen/Hoffnungen/Ignoranz der Realität) auch die sogenannten Blasen entstehen können, die widerum Ursache einer weltweiten Wirtschaftsgefährdung sind.

    Von weiteren Folgen wie Hunger, Tod, politische Unruhen und Demokratiegefährdung reden wir offenbar erst gar nicht.

  6. #645
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von wingman",p="705654
    wenn das unternehmen platt ist, gegen wen willst du klagen?
    Ehe ein Unternehmen pleite geht, dauert es ja gewöhnlich.
    Es sind Anzeichen zu sehen - auch für Mitarbeiter.
    Es gibt viele Möglichkeiten, mitzuwirken.
    Aktienkauf -> Beteiligung am Unternehmen und somit stimmberechtigt
    Flurfunk -> bei Gefahr RECHTZEITIG neue Arbeitsstelle suchen oder Vorschläge machen, wie man das Schiff rettet (einige Firmen zahen sogar für gute Ideen)
    Betriebsrat -> sich wählen lassen, dadurch Kündigungsschutz und direkte Einflussnahme beim Geschehen
    Informieren -> Zeitungen lesen und erkennen, dass es die Branche bald nicht mehr geben wird -> rechtzeitig Job wechseln und/oder umlernen

    Ich war selber 2 mal arbeitslos. Rückwirkend gesehen hätte ich es durch eigene Massnahmen verhindern können. Durch meine damalige Trägheit lief ich aber blind dem Abgrund entgegen.

    Es gibt übrigens auch eine spezielle Jobbörse für Personen über 40. Läuft nicht schlecht, wie ich gehört habe.

  7. #646
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="705662
    Zu erstmal ist Steinbrück zu einem stabilen Haushalt und einer ehrlichen Politik verpflichtet.
    Ehrliche Politik
    Den Begriff kannte ich noch gar nicht.

    So ehrlich wie Schröder und Merkel, die der IT-Industrie glauben, dass ihnen Fachleute fehlen und daher nach Indern schreien?
    Ohne Prüfung wird das der Industrie geglaubt und den Bürger als wahr verkauft. Dabei sind genügend Informatiker arbeitslos.

    Politiker haben doch meistens von der Materie keine Ahnung. Nicht umsonst werden ja Experten vor Gesetzesänderungen angehört. Und wenn gerade diese Experten gekauft sind, eigene Interessen vertreten oder genauso wenig Ahnung haben, muss das gesamte Volk leiden.
    So im Falle des A1-Deutschkurses. Nur weil 2 Professoren meinten, Deutschkenntnisse seien der wichtigste Bestandteil für eine Integration und für die Gesellschaft lebensnotwendig, wurde das Gesetz beschlossen.
    2 Experten von vielen 1000. Da lobe ich mir ja sogar den Vorschlag der PAD, wo 5 reiche Familien die Politik bestimmen sollten. Das ist repräsentativer.

    So, und nun muss nur ein "Experte" kommen, der meint, dass Wassertrinken gefährlich sei und schon wird Wasser verboten.

    So ist es auch in der Finanzpolitik. Wenn schon Bankfachleute keine Ahnung haben, was für Risikogeschäfte sie ihren Kunden andrehen, wie sollen es denn dann die Politiker wissen?
    Was ist daran ehrlich, wenn man nur nachplappert, was andere - aus welchen Gründen auch immer - einem einreden?

    Ein ganz toller Fall ist Ministerpräsident Öttinger, der völlig weltfremd ist. Was der in Talkshows so von sich gibt, spottet jeder Breschreibung. Wenn er dann vom Mann aus dem Volk konfrontiert wird mit Dingen, die Gott und die Welt wissen, streitet er das ab und behauptet, dass es so etwas nicht geben könne. Vermutlich hat irgendein ein Lobbyist und Experte ihm etwas anderes eingeredet, was für ihn natürlich viel glaubwürdiger ist als das Bewusstsein der großen Masse, die er wohl für zu blöd hält.

    Oder Frau Zypries, die über Internet-Richtlinien mitbestimmen will und dann bei einem Interview fragt "Was war nochmal ein Browser?"

    So sind sie. Ich glaube keinem Politiker etwas. Ich will ja nicht mal behaupten, dass sie bewusst lügen. Sie wissen nur nicht, was sie tun. Und das können sie sehr gut. Woher sollen sie auch ihre Erfahrungen sammeln, wenn sie nicht in der normalen Welt leben? Es gibt nur ganz wenige Politiker, die wirklich auch mal tiefer nachhaken und tatsächlich ehrliche Repräsentanten ihrer Wähler sind. Der Anteil liegt im Promillebereich.

    Selber denken und sich informieren ist angesagt.

  8. #647
    Avatar von sunnyboy

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Es gibt übrigens auch eine spezielle Jobbörse für Personen über 40. Läuft nicht schlecht, wie ich gehört habe.
    dann mal bitte einen Link setzen.

    Gruß Sunnyboy

  9. #648
    Avatar von resci

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von sunnyboy",p="705745
    Es gibt übrigens auch eine spezielle Jobbörse für Personen über 40. Läuft nicht schlecht, wie ich gehört habe.
    dann mal bitte einen Link setzen.
    genau, gibts auch einen für über 50 ? :-(

  10. #649
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="705684
    Selber denken und sich informieren ist angesagt.
    Wo kann man sich denn informieren? Gibt's ein Qualitätssiegel für Kompetenz und Ehrlichkeit?

    Und wo widerum wurde das gekauft?

  11. #650
    Avatar von wingman

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    mir ist solch eine jobbörse nicht bekannt. würde mich interesieren. vor allem, gibt es jobs für über 50 jährige von denen man auch existieren kann?
    deutschland mutiert ja leider zu einem "viel arbeit , nix bezahlen" land.

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