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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 81.236 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Samuianer",p="684031

    Das ist allerdings nur in der knarfschen Unschaerfentheorie so!

    Fallen Arbeitsplaetze weg, faellt Kaufkraft weg, sinkt die Kaufkraft, sinkt die Nachfrage, sinkt die Nachfrage, muss Produktion gedrosselt werden, wird die gedrosselt, fallen Arbeitsplaetze weg, fertig ist die Endlosschlaufe - a la Catch 22!
    Warum fallen Arbeitsplätze weg? Ein Unternehmen wird meist nicht von heute auf morgen dicht gemacht. So etwas kündigt sich an. Das sollten sowohl die Arbeitnehmer als auch die Konkurrenz mitbekommen. Schon einen Tag nach der Schließung könnten die Angestellten einen neuen Arbeitsplatz haben.
    In der Theorie geht mein Modell zu 100% aus. In der Praxis gibt es in der Tat einige Probleme, die es zu schließen gilt.

    Problem 1: Panik und falsche Blickrichtung der Angestellten
    Sie hoffen immer noch, dass ihre Firma gerettet wird. Notfalls hilft ja der Staat, Außerdem hat man ja Arbeitslosengeld und evtl. holt der Betriebsrat noch was raus. Dann hat man ja ein Jahr Zeit, sich einen neuen Job zu suchen usw. Pure Trägheit.

    Die Angestellten müssen aufwachen und stets aufmerksam sein. Gibt es auch nur eine Anlass für eine mögliche Firmenkatastrophe sollte man den Griff am Hörer haben und bei der Konkurrenz nachfragen. Und diese Denkweise sollte man publizieren und fördern. Hilfe zur Selbsthilfe für die Arbeitnehmer! Und dadurch werden auch die Unternehmer besser mit ihrem Geschäft umgehen. Sonst laufen ihnen ja alle Leute weg. Perfekte Lösung!

    Ferner ein allgemeiner Tipp für Arbeitnehmer: niemals in einer AG arbeiten. Das ist das reinste Glücksspiel. Man ist wie eine Mensch-ärger-dich-nicht-Figur. Man kommt zwar trotzdem immer wieder ins Spiel, aber schwupps ist man wieder draußen. Das ewige Wechselspiel kann auf Dauer nerven. Lieber GmbHs, mittelgroße Familienbetriebe oder sogar in kleinen Einzelunternehmen mit Beteiligung etwas reißen.

    Problem 2: die Konkurrenten wollen vielleicht erstmal abwarten, wie sich der Markt entwickelt, bevor sie neu eisntellen. Das ist aber ein fataler Fehler. Erfahrene Fachkräfte sind oftmals sehr wertvoll. Die Einweisungen und Ausbildungen fallen weg. Erfahrung aus den Konkurrenzbetrieben ist Gold wert. Wer nicht sich nicht schnell genug die künftigen Arbeitslosen schnappt verliert wertvolle Mitarbeiter an die übrigens Konkurrenz, die damit mal eben locker im Markt an ihnen vorbeizieht.
    Auch diese Logik sollte publiziziert werden.

    Problem 3: die Abhängigkeit von Subunternehmen
    Ich selber habe die schlechte Erfahrung gemacht, dass man sich niemals nur von einer oder wenigen Firmen abhängig machen sollte. Ein dauerhafte Großkunde ist zwar toll, aber wenn der wegbricht, ist man selber K.O.
    Also immer weiter nach neuen Kunden suchen. Nicht ausruhen. Möglichst keine Exklusivverträge eingehen. Auch mit Konkurrenten in Verbindung stehen, sei es auch nur unter der Hand durch Schwesterfirmen. Immer auf das schlimmste vorbereitet sein, aber ohne in Panik zu verfallen.

    Statt Panik und staatliche Hilfe benötigt es einfach nur ein wenig Grips und Tatendrang. Dann können noch so viele Firmen pleite gehen. Ein bisschen Umsortierung auf dem Markt und sonst passiert gar nichts.

    Es hängt immer von den Menschen selber ab, wie sie mit einem Abgrund umgehen. Die einen bremsen einfach selbstständig vorher an und die anderen hoffen, das der Staat noch schnell eine Brücke baut, bevor man den Abgrund erreicht. Zu dumm, dass man die Kosten der später nutzlosen Brücke danach als Rechnung vorgesetzt bekommt. Dann benutze ich lieber meine Füsse zum Bremsen. Das ist kostenlos und spart Zeit.

  2.  
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  3. #52
    Avatar von Samuianer

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="684035
    Zitat Zitat von Samuianer",p="684031

    Das ist allerdings nur in der knarfschen Unschaerfentheorie so!

    Fallen Arbeitsplaetze weg, faellt Kaufkraft weg, sinkt die Kaufkraft, sinkt die Nachfrage, sinkt die Nachfrage, muss Produktion gedrosselt werden, wird die gedrosselt, fallen Arbeitsplaetze weg, fertig ist die Endlosschlaufe - a la Catch 22!
    Warum fallen Arbeitsplätze weg? Ein Unternehmen wird meist nicht von heute auf morgen dicht gemacht. So etwas kündigt sich an. Das sollten sowohl die Arbeitnehmer als auch die Konkurrenz mitbekommen. Schon einen Tag nach der Schließung könnten die Angestellten einen neuen Arbeitsplatz haben.
    In der Theorie geht mein Modell zu 100% aus. In der Praxis gibt es in der Tat einige Probleme, die es zu schließen gilt.............................................. .................................................. .................................................. .......... Zu dumm, dass man die Kosten der später nutzlosen Brücke danach als Rechnung vorgesetzt bekommt. Dann benutze ich lieber meine Füsse zum Bremsen. Das ist kostenlos und spart Zeit.


    In der Tat, der "kleine Prinz" wuerde dich schon ueberfordern!

  4. #53
    Avatar von zappalot

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    knarf, wenn von deinen 5 unternehmen eins pleite geht bekommen die angestellten weniger geld ab pleite beginn, kaufen also weniger, die anderen firmen verkaufen weiter nur je 20 produkte pro monat. brauchen also nur gleich viel leute, man muss froh sein wenn es so kommt wie in meinem theoretischen beispiel beschrieben. schau mal die derzeitige situation der automobil- bzw. automobilzuliefererindustrie an. da wird deine theorie mehr als widerlegt...

    das ganze mündet in einen teufelskreislauf, wenn nicht von irgendwo impulse kommen, warum wohl haben wir eine immer höhere sockelarbeitslosigkeit?

  5. #54
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von zappalot",p="684057
    knarf, wenn von deinen 5 unternehmen eins pleite geht bekommen die angestellten weniger geld ab pleite beginn
    Ich habe es doch eben erklärt: ab Pleitebeginn arbeiten die schon längst beim Mitbewerber zu optimalerweise gleichem Gehalt.

    Meine Theorie ist ein möglicher Weg, wie man solche "Krisen" problemlos beseitigen kann.
    D.h. ja nicht, dass es im Moment so ist. es ist nicht so. Und warum es so ist, habe ich ja auch erklärt:
    Panik und Behäbigkeit auf Seiten der Arbeitnehmer, Zurückhaltung auf Seiten der Konkurrenzfirmen, Einfluss der Politik, um den Sozialismus, den Bürgereinfluss und die Volksverdummung weiter voranzutreiben.
    Das alles muss nicht sein mit sinnvoller Aufklärung - mit Bildungsmaßnahmen durch echte Lösungsansätze wie mit meinem.

    Traditionelle und konservative Lösungen führen doch zu nichts, wie man sieht. Also muss man mal etwas abseits der üblichen Wege schauen. Unkonventionell eben.

    Denn ansonsten entsteht tatsächlich ein Teufelskreislauf.
    Und die einzige Lösung, die hier vorgeschlagen wird: der Staat sollte alles kontrollieren. Wurde der Staatskommunismus hier nicht vor kurzem noch abgelehnt?
    Ich wundere mich sehr.

    Mein Weg wäre der richtige Ansatz. Aber natürlich wird ihn keiner gehen. Wäre ja viel zu fortschrittlich und er Staat hätte keinen Einfluss mehr. Wo kömen wir denn dahin, wenn die Menschen tatsächlich frei wären?

  6. #55
    Avatar von zappalot

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    wenn unternehmen zusammengelegt werden wie quasi in deinem fall gibts schon zwangsläufig immer einspareffekte. ein teil bleibt immer auf der strecke und der teufelskreislauf beginnt...

  7. #56
    Avatar von sunnyboy

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Die Subunternehmer machen neue Verträge mit der bisherigen Konkurrenz. Denn Arbeit geht ja nicht verloren.
    , wie soll denn das gehen, wenn die keine Aufträge vergibt . Weißt das ein Entwicklungsprojekt im Automobilbereich bis zu ca. 3 Jahren dauert.

    Theorie und Praxis, sind zwei ganz unterschiedliche Nummern.

    Gruß Sunnyboy

  8. #57
    petpet
    Avatar von petpet

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="684061
    Zitat Zitat von zappalot",p="684057
    knarf, wenn von deinen 5 unternehmen eins pleite geht bekommen die angestellten weniger geld ab pleite beginn
    Ich habe es doch eben erklärt: ab Pleitebeginn arbeiten die schon längst beim Mitbewerber zu optimalerweise gleichem Gehalt.

    Meine Theorie ist ein möglicher Weg, wie man solche "Krisen" problemlos beseitigen kann.
    D.h. ja nicht, dass es im Moment so ist. es ist nicht so. Und warum es so ist, habe ich ja auch erklärt:
    Panik und Behäbigkeit auf Seiten der Arbeitnehmer, Zurückhaltung auf Seiten der Konkurrenzfirmen, Einfluss der Politik, um den Sozialismus, den Bürgereinfluss und die Volksverdummung weiter voranzutreiben.
    Das alles muss nicht sein mit sinnvoller Aufklärung - mit Bildungsmaßnahmen durch echte Lösungsansätze wie mit meinem.

    Traditionelle und konservative Lösungen führen doch zu nichts, wie man sieht. Also muss man mal etwas abseits der üblichen Wege schauen. Unkonventionell eben.

    Denn ansonsten entsteht tatsächlich ein Teufelskreislauf.
    Und die einzige Lösung, die hier vorgeschlagen wird: der Staat sollte alles kontrollieren. Wurde der Staatskommunismus hier nicht vor kurzem noch abgelehnt?
    Ich wundere mich sehr.

    Mein Weg wäre der richtige Ansatz. Aber natürlich wird ihn keiner gehen. Wäre ja viel zu fortschrittlich und er Staat hätte keinen Einfluss mehr. [highlight=yellow:6ed843de74]Wo kömen wir denn dahin, wenn die Menschen tatsächlich frei wären?[/highlight:6ed843de74]
    Wenn Du mit Freiheit einen Keller in Recklinghausen meinst, dann Prost Mahlzeit!

  9. #58
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von sunnyboy",p="684159
    Die Subunternehmer machen neue Verträge mit der bisherigen Konkurrenz. Denn Arbeit geht ja nicht verloren.
    , wie soll denn das gehen, wenn die keine Aufträge vergibt . Weißt das ein Entwicklungsprojekt im Automobilbereich bis zu ca. 3 Jahren dauert.
    Verstehe ich nicht.
    Vereinfachtes Beispiel:
    es gibt 2 Autofirmen: VW und Mercedes
    VW geht pleite. Die Menschen kaufen aber weiterhin Autos und steigen nun alle auf Mercedes um.
    Ein Subunternehmer stellt Lenkräder her. Geht jetzt nicht mehr für VW. Der Subunternehmer für Mercedes kommt der stärkeren Nachfrage nicht hinterher. Also suchen entweder Mercedes direkt oder sein bisheriger Subunternehmer Unterstützung beim bisheigen VW-Subunternehmer.
    Die Infos, wie Mercedes-Lenkräder hergestellt werden, werden natürlich mitgeliefert.

    In der IT-Branche ist so etwas gang und gäbe. Warum sollte es nicht auch in der Automobilbranche gehen? Weil man in der Branche zu traditionell denkt?
    Mal abgesehen davon, dass diese Branche eh keine große Zukunft hat und jede Firma sich schleunigst Alternativen suchen sollte.

  10. #59
    Avatar von phi mee

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Falsch!

    Wollen wir mal so positiv denken, dass wirklich ein Teil der Produktion an den bisherigen Sub ausgelagert wird.

    Es würde jedoch nur die nackte Produktionslinie bleiben. Die kompletten administrativen Bereiche entfallen. Es würde keine Entwicklungabteilung mehr geben, keine Konstuktion, keinen Musterbau, keinen Vertrieb, keinen Einkauf u.s.w.



    phi mee

  11. #60
    Avatar von sunnyboy

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Verstehe ich nicht.
    Vereinfachtes Beispiel:
    es gibt 2 Autofirmen: VW und Mercedes
    VW geht pleite. Die Menschen kaufen aber weiterhin Autos und steigen nun alle auf Mercedes um.
    ganz einfach, alle OEM sind am Ende und es gibt keine Auswahlmöglichkeiten mehr. Das ist zur Zeit der Status.
    Zulieferer segnen reihenweise das zeitliche und die OEM machen wieder insourcing.
    Alles wird nur noch durch Subventionen aufrechterhalten.

    Gruß Sunnyboy

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