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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 81.217 Aufrufe

  1. #41
    petpet
    Avatar von petpet

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von LuckyTom",p="683712
    Und so haben wir Schulden an der Backe, die alles dagewesene schlagen.

    Die Arbeitslosigkeit wird sowieso weiter ansteigen (und zwar deutlich stärker als die kommunizierte viertel Mio.!)
    Es ist eine Sache, eine am Boden liegende Wirtschaft wieder ans Laufen zu bringen und anschließend die Menschen in Brot und Arbeit, eine andere, die Wirtschaft mit Geld über Wasser zu halten und die daraus resultierenden Schulden auf die nächsten Generationen zu verteilen. Welches die bessere Alternative darstellt, kann nur derjenige mit der Kristallkugel sagen. Den Ansatz der Bundesregierung als nicht nachvollziehbar zu betrachten, halte ich jedoch für falsch.

  2.  
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  3. #42
    KKC
    Avatar von KKC

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Nee, sorry.
    ich denke wir sehen in deutschland im Moment vor dem Hintergrund der US-Finanzkrise eine bisher nicht dagewesene Umverteilung zu Lasten der Arbeitnehmer.

    Als Unternehmer würde ich im Moment mein Unternehmen auch schlecht reden (und ich weiss das die anderen dass ja auch tun) um so an staatliche Hilfe zu kommen.

    Was soll das, eine Unternehmensleitung die nicht gefordert wird sondern auf Staatshilfe hoffen darf, wird keine Zukunft haben (und ihre Belegschaft schon zweimal nicht).

    Die Gewinne der Unternehmen wurden ja auch nicht sozialisiert, jetzt aber deren Verluste.
    Gruß

  4. #43
    petpet
    Avatar von petpet

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Ich habe ja auch nicht gesagt, dass alles gerecht ist, was da so beschlossen wird.

    Was ist denn die Alternative?

    Angenommen, die Unternehmen reden sich doch nicht schlechter als sie eigentlich sind und es folgt, auf ein nicht stattgefundenes Konjunkturpaket, ein flächenübergreifendes Unternehmenssterben.
    Als Resultat haben wir dann vielleicht so zwischen günstigstenfalls 4-5 Mio, eher realistische 6-7 Mio Arbeitslose auf unbestimmte Dauer.

    Beiträge in die Rentenversicherung brechen weg, der Staat muss das gesamte Sozialsystem auffangen, da aus Umlagen die laufenden Kosten nicht mehr gezahlt werden können.

    Steuereinnahmen brechen weg, es folgt der Staatsbankrott mit der Folge einer ungewissen Zukunft in politischer wie wirtschaftlicher Hinsicht.

    Das als mögliche Alternative zum Staatsbankrott in vielleicht 2 bis 3 Generationen, der durch die Verschiebung der Lasten in neue Schulden heute stattfindet.

    Der Unterschied ist der, dass heute keiner eine sinnvolle Lösung bieten kann, es aber vielleicht in 2 bis 3 Generationen schon Umwälzungen, Strömungen oder Prozesse gibt, die den schleichenden Prozess aufhalten könnten.

    Ich glaube da auch nicht dran, aber der Gedanke als Grund für die momentane Richtung der Bundesregierung ist nachvollziehbar.

  5. #44
    Avatar von LuckyTom

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    13.01.2009
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    68

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Ich denke, es ist falsch ein produzierendes Unternehmen, welches schwere Fehler gemacht hat, finanziell zu unterstützen.

    Das ist m.E. wettbewerbsverzerrend, denn die Last tragen alle, auch die, die gut gewirtschaftet haben.
    Das halte ich für außerordentlich problematisch.

    Bei den Banken seh ich es ein wenig anders.
    Dort sind ggf. Sparer die "Dummen".
    Da seh ich den Staat in der Pflicht.
    Allerdings NIE ohne Gegenleistung!

  6. #45
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Großspenden der Großbanken
    "Peanuts" für die Union

    Trotz Finanzkrise haben die deutschen Parteien im vergangenen Jahr die meisten Großspenden aus der Bankenbranche erhalten. Dies geht aus den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben der Parteien an den Bundestag hervor, die nun erstmals für das gesamte Jahr vorliegen.

    Allein die Deutsche Bank überwies im letzten Quartal insgesamt 500.000 Euro an CDU, SPD und FDP: Jeweils 200.000 Euro gingen an die CDU und die FDP, 100.000 Euro gingen an die SPD. Zu den Förderern gehörten auch die Commerzbank, der Finanz- und Versicherungskonzern Allianz sowie die Privatbanken Sal. Oppenheim und Berenberg.

    Union liegt weit vorn, FDP auf Platz zwei

    Die Auflistung umfasst nur Spenden, die den Betrag von 50.000 Euro überschreiten. Nach dem Parteiengesetz müssen solche Geldsummen "unverzüglich" dem Präsidenten des Bundestags angezeigt werden. In der Regel werden sie dann im Folgemonat vom Parlament veröffentlicht. Größere Parteispenden kamen im vergangenen Jahr insbesondere auch aus der Metall- und Elektroindustrie. Unter den Geldgebern waren auch Autokonzerne wie Daimler und BMW.

    Mit Abstand die meisten Großspenden aus der Wirtschaft und von Privatleuten bekamen die Unionsparteien. Nach den Bundestags-Zahlen erhielten CDU und CSU insgesamt mehr als 3,5 Millionen Euro. Es folgen die FDP mit mehr als 930.000 Euro, die SPD mit mehr als 650.000 Euro und die Grünen mit 60.000 Euro. Die ebenfalls im Bundestag vertretene Linke bekam demnach keine Großspenden.

    Nur Allianz gibt auch den Grünen

    Die Commerzbank bedachte CDU und SPD bereits im März mit jeweils 100.000 Euro. Vom Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim flossen je 100.000 Euro an CDU und FDP. Das Hamburger Bankhaus Berenberg spendete 100.000 Euro an die CDU. Der Allianz-Konzern - zu dem damals auch die Dresdner Bank gehörte - spendete im Juli je 60.000 Euro an CDU, CSU, SPD und Grüne. Die FDP bekam 50.000 Euro.

    Die größte Einzelspende des vergangenen Jahres ging an die CSU, die vom Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 540 000 Euro erhielt. Der Autokonzern Daimler machte für SPD und CDU jeweils 150 000 Euro locker. BMW spendete insgesamt rund 400 000 Euro an Union, SPD und FDP. Die Aktionärsfamilie Klatten/Quandt bedachte die CDU darüber hinaus nochmals mit insgesamt rund 225.000 Euro.

    Linke sind gespannt

    Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken im Bundestag, Dagmar Enkelmann, erklärte zu den Zahlen: "So sieht Dankbarkeit aus." Nachdem der Bundestag mit den Stimmen von Union, SPD und FDP zulasten des Steuerzahlers großzügige Hilfe für die Banken beschlossen habe, hätten diese sich umgehend revanchiert. "Man darf gespannt sein, wie sich die deutsche Automobilindustrie für das Konjunkturpaket II bedanken wird."

    http://www.n-tv.de/1092854.html

    Würde ja gern wissen, auf welchen anderen Kanälen noch Geld geflossen ist.

  7. #46
    petpet
    Avatar von petpet

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von LuckyTom",p="683941
    Ich denke, es ist falsch ein produzierendes Unternehmen, welches schwere Fehler gemacht hat, finanziell zu unterstützen.

    [highlight=yellow:025cda8e8f]Das ist m.E. wettbewerbsverzerrend, denn die Last tragen alle, auch die, die gut gewirtschaftet haben.[/highlight:025cda8e8f]
    Das halte ich für außerordentlich problematisch.

    Bei den Banken seh ich es ein wenig anders.
    Dort sind ggf. Sparer die "Dummen".
    Da seh ich den Staat in der Pflicht.
    Allerdings NIE ohne Gegenleistung!
    Das ist meistens so in einem Sozialstaat. Die Unterstützung für den einzelnen wird von der Allgemeinheit getragen. Soziale Marktwirtschaft, auch nicht immer gerecht.

  8. #47
    Avatar von LuckyTom

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Schei... oder?

  9. #48
    Avatar von sunnyboy

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    5.838

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Ich denke, es ist falsch ein produzierendes Unternehmen, welches schwere Fehler gemacht hat, finanziell zu unterstützen.
    das Resultat wäre aber,z.B. bei einem OEM, dass alle Zulieferer dieses Unternehmens mit in Leidenschaft gezogen würden, dass wären ein paar Hundertausend Arbeitslose auf einen Schlag.

    Gruß Sunnyboy

  10. #49
    Avatar von kcwknarf

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    10.249

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Also immer dieses Argument mit den Arbeitslosen...
    Es existiert doch ein Markt.
    Nehmen wir mal an, es gibt 5 Unternehmen. Diese verkaufen als Beispiel monatlich 100 Produkte, sagen wir mal 20 pro Firma.

    Nun bricht ein Unternehmen wegen Unfähigkeit weg. Bleiben 4. Die Verbraucher kaufen weiter 100 Produkte im Monat. 25 Produkte pro Unternehmen. D.h. andere Unternehmen profitieren vom Ausscheiden und jeder kann sich ein Stück vom freien Kuchen nehmen.

    Das bedeutet wiederum mehr Umsatz, mehr Arbeit und die verbleibenden Unternehmen benötigen mehr Arbeitnehmer. Es sollte also für die meisten kein Problem sein, zu wechseln.

    Die Subunternehmer machen neue Verträge mit der bisherigen Konkurrenz. Denn Arbeit geht ja nicht verloren.

    Das wird zwar nicht zu 100% aufgehen, aber die Schäden sind wesentlich geringer als immer von Lobbyisten und Pessimisten behauptet wird.

    Was insgesamt passieren kann, ist, dass die Löhne und Preis gefallen. Aber das ist im Sinne der Globalisierung und einer zukunftsträchtgen Konkurrenzfähigkeit ja eh sinnvoll.

    Ferner halte ich es immer noch für falsch, jetzt wieder eine stärke Staatseinmischung einzuführen. Sicherlich haben Unternehmen versagt. Aber warum? Weil sie mit externem Geld arbeiten. Kredite, Aktien etc.
    Erst viel Geld eintreiben, dann mal schauen, ob das Geschäft läuft, danach freuen oder konkurs anmelden.
    Warum nicht erstmal klein anfangemn, wie jeder Privathaushalt auch?
    Dazu gehört aber auch, dass man die Unternehmen nicht unnötig mit Steuern und sonstigen Hürden hindert.

    Ist doch Irrsinn: auf der einen Seite müssen die Unternehmen die Hälfte ihres Vermögen dem Staat geben und auf der anderen Seite den Verlust wieder durch Kredite ausgleichen. Geht das schief, gibt der Staat Geld zurück.

    Warum also nicht gleich die ersten Jahre komplett auf Steuern verzichten? Keine Hürden für Unternehmen!
    Eine Einmischung des Staates in die Marktwirtschaft.
    Dann wird das auch klappen. Denn dann spielen alle mit ihrem eigenen Risiko und nicht mit Fallschirm. Ich bin sicher, dann würden alle wesentlich umsichtiger - auch mit Angestellten sein.

  11. #50
    Avatar von Samuianer

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="684030
    Also immer dieses Argument mit den Arbeitslosen...
    Es existiert doch ein Markt.
    Nehmen wir mal an, es gibt 5 Unternehmen. Diese verkaufen als Beispiel monatlich 100 Produkte, sagen wir mal 20 pro Firma.

    Nun bricht ein Unternehmen wegen Unfähigkeit weg. Bleiben 4. Die Verbraucher kaufen weiter 100 Produkte im Monat. 25 Produkte pro Unternehmen. D.h. andere Unternehmen profitieren vom Ausscheiden und jeder kann sich ein Stück vom freien Kuchen nehmen.

    Das bedeutet wiederum mehr Umsatz, mehr Arbeit und die verbleibenden Unternehmen benötigen mehr Arbeitnehmer. Es sollte also für die meisten kein Problem sein, zu wechseln.

    Die Subunternehmer machen neue Verträge mit der bisherigen Konkurrenz. Denn Arbeit geht ja nicht verloren.

    Das ist allerdings nur in der knarfschen Unschaerfentheorie so!

    Fallen Arbeitsplaetze weg, faellt Kaufkraft weg, sinkt die Kaufkraft, sinkt die Nachfrage, sinkt die Nachfrage, muss Produktion gedrosselt werden, wird die gedrosselt, fallen Arbeitsplaetze weg, fertig ist die Endlosschlaufe - a la Catch 22!

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