Seite 297 von 326 ErsteErste ... 197247287295296297298299307 ... LetzteLetzte
Ergebnis 2.961 bis 2.970 von 3259

Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 80.878 Aufrufe

  1. #2961
    Avatar von Conrad

    Registriert seit
    11.04.2005
    Beiträge
    8.818

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von aalreuse",p="792343
    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="792342
    Macht doch gar keinen Sinn. Dass Beste wäre, Insolvenz (wie Guttenberg ja ursprünglich vorgeschlagen hatte) dann die Hälfte der Mitarbeiter feuern und die andere Hälfte für die Hälfte ihres vorherigen Lohns wiedereinstellen.

    Ist zwar echt brutal, geb ich zu, aber machen viele Firmen so und GM wird es sicher auch so machen.
    ..... und die Allgemeinheit subventioniert die Löhne über H4

    Ja, leider setzen sich mehr und mehr die schlechten Vorbilder durch und merken nicht das sie sich selbst den Ast absägen auf dem sie sitzen....
    Was heißt "schlechte Vorbilder" ? Wenn Opel pleite ist, ist Opel pleite. Dann muß man jetzt endlich mal die Konsequenzen aus dieser Tatsache ziehen, statt immer mehr Steuergelder zu verbrennen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

  2.  
    Anzeige
  3. #2962
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    System Error

    Warum der freie Markt zur Unfreiheit führt

    Die Versuche der ökonomischen Eliten, mehr Markt zu predigen, haben jüngst weiter an Glaubwürdigkeit verloren. Doch was kommt danach? Es fehlt eine systematische und visionäre Perspektive, um das verbreitete Unbehagen gegenüber der fortschreitenden Ökonomisierung unseres Lebens zu verstehen. Was ist falsch am freien Markt? Warum ist die Marktgesellschaft keine gute Gesellschaft? Ulrich Thielemann hat die Antwort.Immer mehr Menschen beschleicht ein Unbehagen gegenüber dem Markt. Stetig wachsende Einkommensunterschiede, Gewinnsteigerungen durch Entlassungen, die schleichende Ökonomisierung des Lebens. Bildung wird durch Humankapitalbildung ersetzt, Politik auf Standortpolitik reduziert und Vorfahrt fürs Kapital als Vorfahrt für Arbeit verkauft. Und zu all dem noch müssen die Folgen, die die Gier des Kapitals und seiner Zu-diener angerichtet haben, von anderen ausgebadet werden. All dies wird von der vorherrschenden ökonomistischen Doktrin gerechtfertigt. Mehr Markt und mehr Wettbewerb, das sei doch letztlich immer gut für alle. Oder der Markt wird kurzerhand mit Freiheit gleichgesetzt, womit jede Verminderung seines Einflusses auf Unfreiheit hinausliefe. Trotzdem ist dies kein Anti-Markt-Buch, sondern ein Buch gegen die Marktgläubigkeit. Es geht darum, den Markt gesellschaftlich und politisch einzubinden, statt uns von ihm vereinnahmen zu lassen. Es geht darum, dass der Wettbewerbskampf eine geringere Rolle in unserem Leben spielt.


    Über den Autor
    Ulrich Thielemann, geboren 1961 in Remscheid, ist Vizedirektor des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen, Schweiz. Zuvor Studium der Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal, 1996 Dissertation zum Thema »Das Prinzip Markt«. Einen Namen gemacht hat er sich nicht nur mit einer Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen sondern auch mit prononcierten Stellungnahmen unter anderem in Stern, NZZ, Süddeutsche Zeitung, Manager Magazin, »Tagesschau«, »Berlin direkt«.

    Kundenrezession:

    "System Error" ist ein Buch zur Finanzmarktkrise. Es ist aber nicht "nur" ein Buch zur Finanzmarktkrise - denn seine Analyse geht deutlich tiefer. Der Titel bezieht sich denn auch weniger auf die aktuellen Geschehnisse rund um "Lehman Brothers", als vielmehr auf einen fatalen "Fehler im System", der bereits seit vielen Jahrzehnten - theoretisch wie praktisch - begangen wird. Kern dieses Fehlers ist für Thielemann die allgemeine Marktgläubigkeit, d.h. die weitgehend unreflektierte "ökonomische Standardauffassung", dass mehr Markt und härterer Wettbewerb stets positive Wirkungen haben - "positiv für alle, versteht sich." Die dominante Verbreitung dieser Marktgläubigkeit hat realiter nicht nur dazu geführt, dass die Politik - entsprechend dem neoliberalen Forderungskatalog - Gemeinwohl vorrangig auf dem Wege der Globalisierung, Deregulierung und Privatisierung zu erreichen sucht. Marktgläubigkeit ist nach Thielemann darüber hinaus auch die (quasi-) legitimatorische Basis jener "neuen Radikalität im Management", die sich erkennbar darin äußert, dass man heute in den Vorstandsetagen und auf den Börsenparketten dieser Welt "keine Rendite mehr kennt, die zu hoch wäre", und die beispielsweise dazu führt, dass immer mehr Unternehmen ohne Not massiven Druck auf ihre Mitarbeiter ausüben. Dabei gilt es - Stichwort Nokia - zu erkennen: "Das Motto lautet nicht: "Entlassungen trotz Rekordgewinnen", sondern "Rekordgewinne (unter anderem) durch Entlassungen"!"

    Für den Einzelnen resultieren aus der realwirtschaftlich ausgelebten Marktgläubigkeit vor allem Unsicherheit und Stress - und damit verbunden der Zwang zur "lebenslangen Steigerung der je individuellen Wettbewerbsfähigkeit". Oder in einfacheren Worten gesprochen: "Mit dem Wettbewerb hört das "ruhige Leben" auf!" Vor diesem Hintergrund erscheint es letztlich nicht überzogen, wenn Thielemann eine gesellschaftliche Diskussion über die Frage einfordert, "welchen relativen Status die Marktlogik in unserem Leben spielen soll" - und anfügt: "Diese Frage ist von menschheitsgeschichtlicher Bedeutung." Seine Antworten auf diese Frage bleibt der Verfasser nicht schuldig: Für die Ordnungspolitik soll grundsätzlich gelten: "Ein guter Markt ist ein begrenzter Markt." Für die Führenden in Unternehmen bedarf es vor allem einer fundamentalen Einsicht: Gesellschaftliche Verantwortung ist ohne eine konsequente "Entthronung des Gewinns" nicht denkbar. Und für den Einzelnen gilt: In Zeiten einer fortschreitenden Ökonomisierung des Lebens bedarf es vor allem einer Freiheit, nämlich der "Freiheit vom Markt und seinen Wettbewerbszwängen".

    Fazit: "System Error" ist ein Buch, das zum grundlegenden Nachdenken auffordert, indem es Bedenkenswertes und Bedenkliches aus der Welt der Wirtschaft (und ihrer Theorie) zusammenträgt und zusammenfügt. Es legt den Fokus dabei weniger auf Differenzierung als eher auf Positionierung. Allerdings: begründete Positionierung - und zwar gegen die vorherrschende Marktgläubigkeit, gegen das überkommene Gewinnprinzip und gegen ein zunehmend wettbewerbsbestimmtes Leben. Sollten diese "Fehler im System" auf Dauer nicht erkannt und behoben werden, dann, so Thielemann, könnte uns ein Leben bevorstehen, das insofern durch bemerkenswerte Unfreiheit geprägt ist, als "unsere Gedanken" zuguterletzt wirklich nur noch "ständig um Geld und Geldeswert kreisen" können.

    http://www.amazon.de/System-Error-Wa...7359464&sr=8-1

  4. #2963
    Avatar von messma2008

    Registriert seit
    01.11.2008
    Beiträge
    3.077

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    ja so wie bei Quelle.
    Denn ist die Bude eben pleite, na und, ich habe in den 90ern 2 Pleiten von Arbeitgebern mitgemacht und überlebt.
    Man, immer das Gejammer, das Leben geht weiter. Und es finden sich neue Wege

  5. #2964
    Avatar von aalreuse

    Registriert seit
    07.04.2009
    Beiträge
    1.618

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="792348
    Was heißt "schlechte Vorbilder" ? Wenn Opel pleite ist, ist Opel pleite. Dann muß man jetzt endlich mal die Konsequenzen aus dieser Tatsache ziehen, statt immer mehr Steuergelder zu verbrennen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
    Da bin ich voll auf deiner Seite worauf ich angespiel habe, das sowohl bei Opel als auch bei Quelle ein gesundes Unternehmen durch die Gier einzelner, verantwortungsloser Manager an die Wand gefahren wurde..... Schließung ist zwar da die einzigst richtige Konsequenz, diejenigen die darunter leiden sind aber die, welche immer treu und verantwortungsvoll ihren Job gemacht haben. Die welche das Ganze verursacht haben bekommen noch millionenschwere Abfindungen als Dankeschön....das ist einfach nur krank

    Und mit schlechten Vorbild meinte ich die Firmen, wie z.B. Schlecker, die wie in deinem obigen Vorschlag die Lohnkosten auf die Allgemeinheit abwälzen.... Nich weil sie in Not sind sondern um sich zu bereichern.... DAS SIND DIE WAHREN SOZIALSCHMAROTZER die es zu bekämpfen gilt....

  6. #2965
    Avatar von Conrad

    Registriert seit
    11.04.2005
    Beiträge
    8.818

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von messma2008",p="792353
    ja so wie bei Quelle.
    Denn ist die Bude eben pleite, na und, ich habe in den 90ern 2 Pleiten von Arbeitgebern mitgemacht und überlebt.
    Man, immer das Gejammer, das Leben geht weiter. Und es finden sich neue Wege
    Letztes Jahr haben die noch Kataloge drucken lassen für 10 Mio. Euro, das Geld kam auch vom Staat....Kataloge.....wer braucht denn heute noch Kataloge, die dann auch noch per Post kostenlos an die Kunden verschickt werden, und die wundern sich noch, dass sie pleite sind. Einfach nur völlig bescheuert, was da läuft.

    Die Zukunft des Handels liegt im Internet, wer das nicht begreift, braucht sich nicht wundern, wenn er pleite ist.

  7. #2966
    Avatar von messma2008

    Registriert seit
    01.11.2008
    Beiträge
    3.077

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    das wird aber ohne nen Mindestlohn nie was.
    Und der ist weit weit weit weg.

  8. #2967
    Avatar von messma2008

    Registriert seit
    01.11.2008
    Beiträge
    3.077

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="792358
    Letztes Jahr haben die noch Kataloge drucken lassen für 10 Mio. Euro, das Geld kam auch vom Staat....Kataloge.....wer braucht denn heute noch Kataloge,
    Tja schade um Geld, aber es waren ja bald Wahlen. Ich sag nur Holzmann

  9. #2968
    Avatar von aalreuse

    Registriert seit
    07.04.2009
    Beiträge
    1.618

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="792358
    Letztes Jahr haben die noch Kataloge drucken lassen für 10 Mio. Euro, das Geld kam auch vom Staat....Kataloge.....wer braucht denn heute noch Kataloge, die dann auch noch per Post kostenlos an die Kunden verschickt werden, und die wundern sich noch, dass sie pleite sind. Einfach nur völlig bescheuert, was da läuft.

    Die Zukunft des Handels liegt im Internet, wer das nicht begreift, braucht sich nicht wundern, wenn er pleite ist.
    Es soll tatsächlich noch Leute geben die lieber bequem auf dem Sofa oder im Bett liegend Bücher lesen als stur vor dem Bildschirm zu hocken, auch gibt es Leute, welche am PC noch nicht mal den Knopf zum Einschalten finden.

    Das sich der Einzelhandel ein Stück weit ins Internet verlagert, wird nicht bestritten. Das Internet kann aber eine nicht ersetzen. Das Fühlen, Schmecken und Ausprobiern, die individuelle Beratung etc...

    .... außerdem sollte man sich fragen, ob die Anonymisierung durch das Internet wirklich das ist was wir wollen....

    ... Ich gehe lieber einmal in den Laden und probiere so lange Hosen an bis ich die passende gefunden haben anstatt drei bis vier mal zur Post um Internetware zurück zu schicken....

  10. #2969
    Avatar von ernte

    Registriert seit
    05.08.2008
    Beiträge
    2.297

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Ich habe im Fernseh mal eine Analyse gesehen. Da waren sie einhellig der Meinung, das nur einer Überleben konnte. Und das war nunmal Otto.
    In der heutigen Zeit sind zwei Versandhäuser mit Katalogen einer zuviel.

  11. #2970
    Avatar von Conrad

    Registriert seit
    11.04.2005
    Beiträge
    8.818

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von aalreuse",p="792361

    Das sich der Einzelhandel ein Stück weit ins Internet verlagert, wird nicht bestritten. Das Internet kann aber eine nicht ersetzen. Das Fühlen, Schmecken und Ausprobiern, die individuelle Beratung etc...

    .... außerdem sollte man sich fragen, ob die Anonymisierung durch das Internet wirklich das ist was wir wollen....

    ... Ich gehe lieber einmal in den Laden und probiere so lange Hosen an bis ich die passende gefunden haben anstatt drei bis vier mal zur Post um Internetware zurück zu schicken....
    Dann könnte man den Katalog-Bestellern ja Laptops zum Sonderpreis anbieten, das wird immer noch erheblich billiger, als Kataloge zu drucken.

    Ob man anonym per Katalog bestellt, anonym im Kaufhaus rumrennt oder anonym per Internet bestellt, macht ja keinen Unterschied oder ?

    Man muß den Leuten das auch mal schmackhaft machen mit dem Internet, aber die Marketing-Fritzen bei Quelle hatten halt keine Ideen u. wollten wahrscheinlich nur ihre Abfindung kassieren.

    Da werden noch andere pleite machen, wenn sie nicht massiv in den Internetumstieg investieren, dass was jetzt läuft ist erst der Anfang einer riesigen Umwälzung.

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 132
    Letzter Beitrag: 30.01.11, 03:55
  2. Wirtschaftskrise in Thailand
    Von Samuianer im Forum Politik und Wirtschaft
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 26.09.09, 14:04
  3. Wirtschaftskrise in Thailand
    Von sunnyboy im Forum Treffpunkt
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 31.01.09, 22:46
  4. Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 27.10.08, 20:17