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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 80.911 Aufrufe

  1. #2921
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="791734
    Sinnvoll wäre eine feste Abfindung in Form von frühzeitiger bezahlter Entlassung (z.B. 1 oder 2 Monate), damit der Gekündigte mehr Zeit hat, schnell und intensiv nach einer neuen Beschäftigung zu suchen.
    ....

    Von einem sogenannten Kündigungsschutz profitieren nur zwei Gruppen: Anwälte und Richter.
    Wo bitte ist der Unterschied zwischen bezahlter Entlassung und Kündigungsfrist? Ist Dir bekannt, das die eine Arbeitgeber schon jetzt in der Künderkündigunsfrist die benötigte Zeit zur Arbeitsplatzsuche einräumen muss? Es macht nur kaum einer gebrauch davon......

    Im Übrigen besteht bei Arbeitsgerichtsprozessen keine Anwaltspflicht......

    Recht hast Du allerdings wenn um das Wort Kündigungsschutzgeht. Einen Schutz vor ordentlicher Kündigung gibt es mit wenigen Ausnahmen nicht. Es müsste Kündigungsfristengesetz heißen.

  2.  
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  3. #2922
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von aalreuse",p="791741
    Wo bitte ist der Unterschied zwischen bezahlter Entlassung und Kündigungsfrist?
    Der Unterschied besteht darin, dass der gekündigte Atbeitnehmer nicht mehr die volle Zeit bis zu seinem letzten Arbeitstag arbeiten muss, sondern eben eine gewisse Zeit bezahlten Urlaub bekommt.
    Damit kann er sich 24 Stunden am Tag mit einer neuen Jobsuche widmen und nicht nur neben seiner Arbeit, die er ohnehin nur noch missmutig macht.

    In der Praxis werden Gekündigte ja häufig eh früher bezahlt entlassen. So hätte man aber eine klare Regelung.
    Z.B. Chef kündigt, Kündigungsfrist sind 2 Monate. man kan sofort den Betrieb verlassen, bekommt also 2 Monate Abfindung und hat genug zeit für eine Jobsuche. Man muss sich also nicht erstmal mit Anwälten und Gerichten rumschlagen. Diese vergebene Hoffnung auf eine Rückkehr in den alten Job ist nämlich enormer Zeitverlust und bringt dafür verhältnismässig nur wenig Geld.

    Wenn du auf fristlose Kündigungen anspielst: die kommen ja eher selten vor. Und dagegen kann man auch weiterhin klagen, wenn sie unbegründet sind. Hat ja mit dem Kündigungsschutzgesetz, das abgeschafft werden soll, an sich gar nichts zu tun.

  4. #2923
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="791753
    [...]
    In der Praxis werden Gekündigte ja häufig eh früher bezahlt entlassen. So hätte man aber eine klare Regelung.
    [...]
    Wenn es in der Praxis so gehndhabt wird, wozu braucht man dann eine gesetzliche Regelung?
    Um noch ein paar Paragrafen mehr zu schaffen?

    Jeder halbwegs gescheite Unternehmer weiss, dass nach ausgesprochener Kündigung der Arbeitswert eines Mitarbeiters unter Null fällt.

  5. #2924
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Wenn ich in Deutschland Angestellter bin und von einer anderen Firma ein besseres Angebot bekomme, darf ich dann dort gleich "am nächsten Montag" beginnen, oder verliere ich durch diese Kündigungsfristen möglicherweise wertvolle Zeit?

  6. #2925
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Duschvorhang-Prognose: Kann schimmeln, muss nicht.

    Den Buchstaben des Arbeitsvertrages folgend kann der Noch-AG auf die Kündigungsfrist bestehen, muss es aber nicht.

    In meiner Branche sieht es in der Paxis so aus, dass nach anständig durchgeführter Arbeits-Übergabe der AN das Haus verlassen kann.
    Relevant ist dabei der benötigte Zeitraum der Übergabe.

  7. #2926
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="791758
    Duschvorhang-Prognose: Kann schimmeln, muss nicht.

    Den Buchstaben des Arbeitsvertrages folgend kann der Noch-AG auf die Kündigungsfrist bestehen, muss es aber nicht.

    In meiner Branche sieht es in der Paxis so aus, dass nach anständig durchgeführter Arbeits-Übergabe der AN das Haus verlassen kann.
    Relevant ist dabei der benötigte Zeitraum der Übergabe.
    OK, das heisst aber im Prinzip nur, dass man nicht von einem Alleinvorteil des Arbeitgebers sprechen kann, so wie dies hier ständig passiert, oder zumindestens so aussieht, wenn man von Aufweichungen des Kündigungsschutzes spricht.

  8. #2927
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="791754
    Wenn es in der Praxis so gehndhabt wird, wozu braucht man dann eine gesetzliche Regelung?
    Um noch ein paar Paragrafen mehr zu schaffen?

    Jeder halbwegs gescheite Unternehmer weiss, dass nach ausgesprochener Kündigung der Arbeitswert eines Mitarbeiters unter Null fällt.
    Weil es eben nicht generell so ist.
    Bei meiner ersten Kündigung musste ich bis zum letzten Tag (abzgl. einer weniger Rest-Urlaubstage) durcharbeiten, bei meinem zweiten immerhin noch 4 Wochen (eben zum Zwecke der Übergabe). Da kommt man dann eben nur mit gefälschtem Arztattest raus.
    Wenn dann eben noch der Weg zum Anwalt dazu kommt (dem muss man ja auch noch etliches an Material liefern, um überhaupt auf seine übliche, aber nicht festgelegte Abfindung zu kommen).

    Für den zusätzlichen Paragraphen würden ja andere wegfallen, nämlich der bisherige Kündigungsschutz, der für alle Seiten unzufrieden ist. Noch besser wäre natürlich ein freiwilliges Agreement. Ohne staatliche Einmischung würde das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ja eh beser laufen. Schlimmer kann es jedenfalls nicht werden.

  9. #2928
    Avatar von Samuianer

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Kuendigungsschutz gibt es sogar in Thailand!

    Nur ist es hier so, das es nicht zur "feinen Art" gehoert, seinem "Boss" Ungemach (Gesichtsverlust) zu bereiten, so geht Mensch auch erst dann nach Hause wenn, der Chef geht... japanische Verhaeltnisse, super fuer die Arbeitgeber!

    Habe ja uber meinen gewonnen Arbeitsprozess, vor einem thailaendischen Gericht, gegen einen thailaendischen Arbeitgeber, ausfuehrlich drueber berichtet.

    Es geht, wenn Mensch will....

  10. #2929
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Thaimax",p="791761
    [...] Alleinvorteil des Arbeitgebers [...]
    Rein pragmatisch betrachtet ist es so, dass die wesentlichen Vorteile auf Arbeitgeberseite liegen.

    Kündigt der Arbeitnehmer, kann er in den allermeisten Fällen problemlos zu einem früheren Zeitpunkt gehen.
    Die ganz "Abgezockten" bieten ihrem Noch-AG an, für eine einmalige Abfindung auf die ihnen noch zustehenden Gehälter zu verzichten.
    Je länger die Kündigugsfrist, umso besser.

    Kündigt der AG, muss er die Kündigung nicht nur rechtlich vertreten können, er ist auch gezwungen, seinen jetzt wertlosen AN während der Frist weiter zu bezahlen oder ihn entsprechend abzufinden.
    Bei AN, die bspw. ein Jahr Kündigungsfrist haben, kann das ordentlich ins Geld gehen.

    Das ganze Bohei um die Kündigungsfristen macht eh erst dann Sinn, wennes um Fristen > 2 Monate geht. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestzeitraum von 4 Wochen spielt da keine grossartige Rolle.

  11. #2930
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="791753
    In der Praxis werden Gekündigte ja häufig eh früher bezahlt entlassen. So hätte man aber eine klare Regelung.
    Z.B. Chef kündigt, Kündigungsfrist sind 2 Monate.
    2 Monate Kündigungsfrist? das wären ja paradisische Zustände für die Arbeitnehmer. In den meisten Tarifverträgen stand bei einer Betriebszugehörigkeit von weniger als 5 Jahren 2 Wochen Kündigungsfrist. Im Gesetz steht eine Frist von 4 Wochen zur Monatsmitte oder Monatsanfang sprich maximal 6 Wochen. Das ist den meisten Unternehmern schon viel zu lang und es wird vehemend für eine Abschaffung bzw. Lockerung gekämpft und forderst noch eine Verlängerung? Kaum zu glauben.....

    Das die Kündigungsfrist meist genutzt wird um Überstunden abzubummeln und/oder den Resturlaub zu nehmen ist gängige Praxis. Auch wenn Urlaub und Überstunden nicht reichen ist die sofortige freistellung durchaus üblich. Das man dies in verbindliche Verordnungen und Gesetze gießt, wird wahrscheinlich eher auf den Widerstand der meisten Unternehmer stoßen.....

    Bei den Ausnahmen des Schutzes vor ordentlicher Kündigung spiele ich auf werdende Mütter, Soldaten und Zivis nach Beendigung ihres Grunddienstes und amtierende Betriebsratsmitglieder an, die im einem geanu abgesteckten Rahmen tatsächlich vor einer ordentlichen Kündigung geschützt sind. Leicht erschwerte Bedingungen gibt es bekanntlich noch für Schwerbehinderte

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