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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 80.989 Aufrufe

  1. #2781
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="776309
    Die Leute begreifen ja nicht mal das "die Manager" ihre Gehälter von einer Firma bekommt und die zahlt nur, wenn die entsprechende Leistung erbracht wird.
    Es geht ja um die Nachhaltigkeit dieser "Leistungen" und die ist nach der Maxime "schnelles Geld" machen und "25% Rendite", nicht gegeben.

  2.  
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  3. #2782
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Unsere Königsdisziplin
    Exporte brechen massiv ein

    Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Exporte deutscher Unternehmen im ersten Halbjahr massiv einbrechen lassen. Insgesamt lieferten deutsche Firmen zwischen Januar und Juni Waren im Wert von 391,2 Mrd. Euro ins Ausland, was einem [highlight=yellow:71671aab52]Rückgang von 23,5 Prozent [/highlight:71671aab52]im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 entsprach, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Export...cle515389.html

  4. #2783
    Avatar von Conrad

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    8.820

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="776320
    Unsere Königsdisziplin
    Exporte brechen massiv ein

    Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Exporte deutscher Unternehmen im ersten Halbjahr massiv einbrechen lassen.
    Weil deutsche Firmen nicht mehr konkurrenzfähig sind auf dem Weltmarkt, die "soziale Gerechtigkeit" ist eben zu teuer. Das fing in den 80ern mit der 35-Std-Woche an, die ebenfalls die deutschen Produkte unbezahlbar gemacht hat. Aber die Gewerkschaft hat immer erzählt, die 35-Std.-Woche schafft Arbeitsplätze, stattdessen sind viele Firmen pleite gegangen.

    Jetzt sind Mercedes und BMW dran, warum werden wohl in Deutschland z.B. keine Schiffe mehr gebaut, keine Kameras usw. ? Ich würde mich nichtmal wundern, wenn Mercedes auch noch insolvent geht.

    Viel Zulieferer gehen in Insolvenz, weil sie so einfach Personal abbauen können ohne die Gewerkschaft zu fragen. Den Rest stellen sie dann wieder ein für 30% weniger Lohn. Und die Leute können noch froh sein, das die Firma nicht ganz dicht macht, so haben sie wenigstens überhaupt noch einen einigermaßen bezahlten Job.

    Und, die bösen Banken "dopen" immer weiter weil die bösen gierigen Anleger immer mehr Zinsen u. Rendite haben wollen:

    "Crashs wird es immer geben"
    Die Banken dopen immer weiter

    Kurz vor dem Treffen der weltweit wichtigsten Industrie und Schwellenländer (G20) zur Regulierung der Finanzmärkte sind die Erwartungen gedämpft. "Die wichtigen Fragen sind noch gar nicht angesprochen worden", kritisiert der Wirtschaft5experte Henrik Enderlein gegenüber n-tv.de. "Wir sind noch nicht weit genug gekommen bei einer globalen Bankenregulierung, bei einem globalen Ansatz, Märkte stärker unter politische Kontrolle zu stellen."

    http://www.n-tv.de/politik/Die-Banke...cle511839.html

  5. #2784
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="776326
    Und, die bösen Banken "dopen" immer weiter weil die bösen gierigen Anleger immer mehr Zinsen u. Rendite haben wollen
    Und die bösen Dealer dealen immer weiter, weil die gierigen Konsumenten immer mehr Drogen haben wollen.

    Tolles Argument! :bravo:

  6. #2785
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="776326
    Weil deutsche Firmen nicht mehr konkurrenzfähig sind auf dem Weltmarkt, die "soziale Gerechtigkeit" ist eben zu teuer.
    Dies wird immer nur vorgeschoben um die Arbeitnehmer unter Druck zu setzen und auf Einkommen und soziale Errungenschaften zu verzichten. Ich bin immer wieder überrascht wie viele wie schnell immer wieder bereit sind zu verzichten und glauben, das es uns allen besser geht wenn wir alle weniger haben.

    Das ist schon fast die Quadratur des Kreises.

    Ein Aspekt wird dabei immer weg geschoben. Etwas womit die deutsche Wirtschaft in der nächsten Zeit sehr zu kämpfen haben wird.

    Wenn ein junger Mensch nach Studium, Ausbildung, Wehrdienst usw auf den Arbeitsmarkt kommt ist er in Deutschland durchschnittlich 23.

    Im Jahr 2011 drängt also der Jahrgang 1988 auf den Arbeitsmarkt

    Ab dem Jahr 2011 gehen die Nachkriegsjahrgänge ab 1946 auf Rente.

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20071126172230

    1.050.000 Neurentnern stehen nur 850.000 Nachrücker entgegen. Dem deutschen Arbeitsmarkt, d.h. auch den Unternehmen, gehen im nächsten Jahre etwa 200.000 Arbeitskräfte verloren. Dieses Verhältnis wird immer schlechter. Spitze im Jahr 2028 da stehen etwa 1.400.000 Millionen Neurentnern nur 650.000 Nachrücker aus dem Jahrgang 2005 gegenüber. In dem Jahr gehen dem deutschen Arbeitsmarkt also 750.000 Arbeitskräfte verloren.

    Im Durchschnitt verliert der deutsche Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2040 jährlich 400.000 Arbeitskräfte (Zuwanderer jetzt mal nicht berücksichtigt), weil zu wenig Nachwuchs da ist. Ein gewisse Zeit wird man das durch Arbeitsplatzabbau und zurückgreifen auf Arbeitslose und Zuwanderer ausgleichen können (da kommen u. a Steinmeiers 4 Mio. Arbeitsplätze in den nächsten 10 Jahren her). Aber spätestens in 10 Jahren kann Deutschland den (internationalen) Arbeitsmarkt schlicht nicht mehr bedienen. Viele Firmen wandern ab weil sie heute schon Nachwuchsprobleme haben und sie fürchten, dass ihnen der Absatzmarkt Deutschland wegbricht und nicht weil ihnen die Arbeiter zu teuer sind. Das ist eine Mär.

    Das bringt noch eine andere Problematik mit sich. Durch den Nachwuchsmangel werden ausländische Fachkräfte ins Land geholt, die das Wissen welches sie sich hier aneignen in die Heimat tragen. Damit Exportieren wir unser auch unser wichtigstes Gut. Unsere Technik und unser know how und verlieren dadurch auch noch unseren immer noch vorhandenen Wissensvorsprung. Daher ist sehr wichtig die Fachkräfte vom Facharbeiter bis zum Ingenieur und Professor in Deutschland auszubilden und zu halten. Dafür ist eine anständige Bezahlung die einzig richtige Grundlage. Viele Fachleute, Ingenieure und Facharbeiter wandern ab, weil sie woanders mehr Geld verdienen als in Deutschland. Meine Brüder arbeiten seit Jahren in Dänemark und Schweden, auf dem Bauernhof eines Bekannten arbeiten inzwischen Rumänen, Weißrussen und Ukrainer, weil die polnischen Arbeiter/Erntehelfer jetzt nach Holland, England und Skandinavien gehen, weil sie dort doppelt so viel bekommen wie hier. Nur hier glauben noch alle, das alles besser wird, wenn man dem Arbeitnehmer alles wegnimmt und alles den großen Raffkes in den Rachen schmeißt. Die wollen nur Deutschland aussaugen und ihre Schäflein ins trockene bringen bevor Deutschland zugeschlossen wird. Genau dieses Aussaugen gilt es zu stoppen. Daher bin ich gar nicht verärgert, wenn so mancher Finanzhai oder die eine oder andere Heuschrecke Deutschland verlassen.

    Das macht gar nichts, dann wird man sich halt nach und nach wie nach dem Krieg wieder auf die eigenen Kräfte besinnen und nicht auf ausländische Großkotze setzen.

  7. #2786
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Im Jahr 2011 drängt also der Jahrgang 1988 auf den Arbeitsmarkt

    Ab dem Jahr 2011 gehen die Nachkriegsjahrgänge ab 1946 auf Rente.

    http://de.wikipedia.org/[...]=20071126172230

    1.050.000 Neurentnern stehen nur 850.000 Nachrücker entgegen. Dem deutschen Arbeitsmarkt, d.h. auch den Unternehmen, gehen im nächsten Jahre etwa 200.000 Arbeitskräfte verloren. Dieses Verhältnis wird immer schlechter. Spitze im Jahr 2028 da stehen etwa 1.400.000 Millionen Neurentnern nur 650.000 Nachrücker aus dem Jahrgang 2005 gegenüber. In dem Jahr gehen dem deutschen Arbeitsmarkt also 750.000 Arbeitskräfte verloren.
    Absolut richtig.

    Zusätzlich zu den in etwa 200.000 fehlenden Arbeitskräften aufgrund der schlechten demographischen Entwicklung verlassen aber jedes Jahr ca. 150.000 Deutsche Deutschland. Vorwiegend gut ausgebildete Leute, die Leistungsträger wären. Anscheinend haben gut ausgebildete Leute gar nicht soviel Lust auf "Soziale Errungenschaften" und damit verbundene hohe Abgaben, wie man denken mag.

    Am witzigsten finde ich immer das Beispiel von Conrad mit den IT-Indern ;-D Sieht fast so aus, als ob die auf "soziale Errungenschaften" gepfiffen haben ;-D Ich frag mich nur warum sie nicht bereit waren diese Errungenschaften mit der Hälfte ihres Einkommens zu sponsorn, schliesslich profitieren wir doch alle davon, oder?

  8. #2787
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Aber das ist nicht nur ein deutsches, sondern ein westeuropäisches Problem. Innerhalb der EU wird es bald ein intensives Gebuhle um Fachkräfte geben. Dann wird der Unternehmer und das Land auf der Strecke bleiben, wo es den geringsten Lohn und die schlechtesten Sozialleistungen gibt. Ein schlauer und langfristig denkender Unternehmer setzt daher schon heute auf Ausbildung, Weiterbildung und anständige Bezahlung.

    An diesem ganzen Szenario sieht man wie dumm Lohn- und Sozialdumping sind. Wie hirnrissig es ist, das Geld in den Bundeswehreinsatz in Afghanistan statt in eine vernünftige Betreuung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen zu stecken, als ob die Polizei in Afghanistan wichtiger ist als unsere eigene Jugend.

    Aber so weit denkt ja keiner. Hauptsache der Shareholder hat heute seinen maximalen Gewinn und Deutschland darf wieder Krieg spielen…..

    Dazu fällt mir nur noch eine Zitat von Wilhelm Busch ein: „Ach wie ist die Welt geräumig und der Kopf ist so beschränkt“

  9. #2788
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    [highlight=yellow:d0e21cf185]Passt alles nicht zusammen[/highlight:d0e21cf185]

    Bei Wahlsieg ...?

    Die Parteien lassen die Wähler kurz vor dem Urnengang weiter im Unklaren über Belastungen in den kommenden Jahren. Für heilloses Durcheinander sorgt die CSU, die Milliarden-Steuersenkungen und keinerlei "unsoziale Einschnitte" (Seehofer) verspricht, fast in gleichem Atemzug aber ein "hartes Jahr" mit Sparkurs (Guttenberg) ankündigt.

    Wenige Tage vor der Bundestagswahl wissen die Bundesbürger immer noch nicht, was an Belastungen in den kommenden Jahren auf sie zukommt. Die CSU versprach neben Milliarden-Steuersenkungen: "Es wird nicht zu unsozialen Einschnitten kommen." CSU-Chef Horst Seehofer sagte in München: "Und dabei bleibt´s auch." Dies gelte für die Rente, das Arbeits- und Sozialrecht sowie den Gesundheitsbereich. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier warf Union und FDP vor, im Fall eines Wahlsieges zusätzliche Belastungen für Rentner und Krankenversicherte anzugehen. Die CDU wies dies als absurd zurück.

    Das passt nicht zusammen

    Seehofer sagte, auch bei öffentlichen Investitionen solle nicht gespart werden. Er ließ aber offen, wo der Staat angesichts von mehr als 1,6 Billionen Euro Schulden, massiver Steuerausfälle und Beitragseinbußen in den Sozialkassen sparen soll.

    Steinmeier erklärte im NDR, die von Union und FDP angekündigten Steuersenkungen bei gleichzeitiger Haushaltssanierung passten nicht zusammen. "Wer das machen will, muss tief einschneiden." Nach seiner Ansicht ist absehbar, dass Schwarz-Gelb entweder die staatlichen Zuschüsse für die Rentenkassen von jährlich 80 Milliarden Euro oder die zweistelligen Milliarden-Hilfen aus Steuergeldern für die Krankenversicherung kürzen wolle. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte: "Steinmeier betreibt bewusste Wählertäuschung."

    Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte zuvor einen Sparkurs vorausgesagt und "ein hartes Jahr" angekündigt. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte klargemacht, dass als Folge der Wirtschaftskrise nach der Wahl am 27. September Maßnahmen für höhere Einnahmen und/oder niedrigere Ausgaben beschlossen werden müssten. Konkrete Aussagen über Kürzungen machten beide Politiker nicht.

    Opposition fordert vor Wahlen Klarheit

    Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin forderte die Unionsparteien auf, den Wählern ihre Kürzungspläne offenzulegen. [highlight=yellow:d0e21cf185]"Der Freiherr Guttenberg sollte frei heraus sagen, was er mit der Kürzung sogenannter liebgewonnener Gewohnheiten meint", sagte Trittin [/highlight:d0e21cf185]der "Berliner Zeitung". "Um bayerischen Villenerben Steuern zu sparen, soll im ganzen Land bei Polizistinnen, Lehrern, Erziehern, Professorinnen gespart werden."

    [highlight=yellow:d0e21cf185]Auch der stellvertretende Vorsitzende der Linken, Klaus Ernst, forderte mehr Ehrlichkeit. Seehofers Vorfestlegung auf Steuersenkungen führe zu sozialen Einschnitten nach der Wahl. Die CSU müsse ihre Pläne im Ganzen offenlegen. "Seehofers Steuersenkungswahn nervt. Der Mann leidet unter Realitätsverlust", sagte Ernst.[/highlight:d0e21cf185]

    [highlight=yellow:d0e21cf185]FDP-Vorsitzender Guido Westerwelle forderte von der Regierung noch vor der Bundestagswahl einen Kassensturz. Der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" sagte er. Steinbrück und Guttenberg machten "nebulöse Andeutungen" über harte Zeiten. "Offensichtlich verschweigen die beiden wichtige Zahlen." Grünen-Fraktionschefin Renate Künast warf Westerwelle vor, mit der Forderung "die Wähler restlos für dumm" zu verkaufen. Erst verspreche er Milliarden-Steuergeschenke für Reiche, dann tue er plötzlich so, als sei die Haushaltskrise über Nacht hereingebrochen. Seit Monaten seien Rekordschulden und Finanzlasten bekannt. [/highlight:d0e21cf185]

    Seehofer verteidigt - CDU bleibt skeptisch

    Seehofer verteidigte die CSU-Forderung nach raschen Steuersenkungen. Entlastungen in vernünftigem Maße seien ein notwendiger und finanzierbarer Impuls für Investitionen und Wachstum. Der bayerische Ministerpräsident forderte erneut, dass bei der angestrebten schwarz-gelben Bundesregierung rasche Steuersenkungen im Koalitionsvertrag stehen müssten. Seine Prognose sei, dass auch die Jahre 2011 und 2012 als Daten für eine Einkommensteuer-Senkung genannt werden, wie die CSU sie propagiert. CDU und FDP wollen ebenfalls die Steuern senken. Die CDU nennt hierfür keine konkreten Daten. Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hatte aber den Zeitraum 2011 bis 2013 für Entlastungen genannt.

    Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sieht die Forderung der CSU nach Steuersenkungen ab 2011 skeptisch. "Da ist ein Stück Optimismus dabei", sagte der CDU-Vize dem "Hamburger Abendblatt". Zunächst müsse abgewartet werden, ob die Steuereinnahmen ausreichten.

    Ökonomen plädieren für höhere Mehrwertsteuer

    [highlight=yellow:d0e21cf185]Der Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard rechnet mit höheren Steuern. "Sie sind nach der Bundestagswahl programmiert",[/highlight:d0e21cf185] sagte er der "Passauer Neuen Presse".Die "am wenigsten wachstumsschädliche Form der Steuererhöhung" sei eine höhere Mehrwertsteuer. Der Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Thomas Straubhaar, forderte im ZDF eine deutliche Erhöhung. Eine Anhebung um einen Prozentpunkt würde acht bis neun Milliarden Euro in die Staatskassen spülen. Eine Mehrwertsteuer-Anhebung hatte Merkel aber ausgeschlossen.

    dpa

    http://www.n-tv.de/politik/Bei-Wahls...cle516371.html

  10. #2789
    Avatar von Thaimax

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    4.075

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Aber das ist nicht nur ein deutsches, sondern ein westeuropäisches Problem. Innerhalb der EU wird es bald ein intensives Gebuhle um Fachkräfte geben. Dann wird der Unternehmer und das Land auf der Strecke bleiben, wo es den geringsten Lohn und die schlechtesten Sozialleistungen gibt. Ein schlauer und langfristig denkender Unternehmer setzt daher schon heute auf Ausbildung, Weiterbildung und anständige Bezahlung.
    Das ist ein westeuropäisches System, weil hier der Wirkungsgrad zwischen Arbeitsleistung und Lohnempfang durch Abgaben verschlechtert wird.

    Das weitere Prolbem liegt darin, dass der "schlaue und langfristig denkende Unternehmer" auf Wirtschaftstheorien, die nur eine unwichtige Region betreffen schei.sst und sich die "fertigen Arbeitskräfte" aus eben diesen Regionen holt. Die bezahlt er dann auch anständig, also so wie deutsche Unternehmer auch, nur halt mit dem Unterschied, dass der Wirkungsgrad-Dämpfer Abgaben dem braven Arbeiter nicht das Notwendige zum Leben wegnimmt.

    An diesem ganzen Szenario sieht man wie dumm Lohn- und Sozialdumping sind. Wie hirnrissig es ist, das Geld in den Bundeswehreinsatz in Afghanistan statt in eine vernünftige Betreuung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen zu stecken, als ob die Polizei in Afghanistan wichtiger ist als unsere eigene Jugend.
    Da gebe ich Dir recht. Der Staat sollte endlich damit aufhören anständige Löhne in Billiglöhne zu verwanden., dann würde es sich auch lohnen für Familien und Kinder mehr zu machen, weil die nach einer guten Ausbildung nicht in ein Land gehen müssen, in dem man ihnen ihren Lohn wegnimmt, über Abgaben....

    Aber so weit denkt ja keiner. Hauptsache der Shareholder hat heute seinen maximalen Gewinn und Deutschland darf wieder Krieg spielen…..
    Ist ein Teil der Wirtschaft. Glückliche Anleger sind nichts Verkehrtes, setzen aber glückliche Unternehmer voraus, die über glückliche Arbeitnehmer verfügen, die es nur dann geben kann, wenn der Staat ihnen nicht die Hälfte ihres Einkommens wegnimmt.

    Dazu fällt mir nur noch eine Zitat von Wilhelm Busch ein: „Ach wie ist die Welt geräumig und der Kopf ist so beschränkt“
    Interessant, diesen Spruch kenne ich, und er schwirrt jedesmal in meinem Kopf herum, wenn ich Vorschläge höre, die Unternehmen in Deutschland benachteiligen sollen. Diese Vorschläge kommen meistens von Leuten, die eben genau nicht über die Grenzen ihres Landes blicken und die EU als Feindbild, das sie noch nicht verinnerlicht haben, sehen. Eigene Süppchen kochen kann man in einer grossen, europäischen Gemeinschaft nicht mehr, das sollte klar werden. Und anstatt das zu kritisieren, was ja nichts bringt, sollte man danach trachten die Vorteile der EU zu nutzen. Tut man das nicht, entweder als Regierung, oder als Unternehmer, oder aber auch als Arbeitnehmer, wird man irgenwann übrigbleiben, zumindestens aber nicht seinen Status halten können.

  11. #2790
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Jaja der böse Staat, die scheiß Solidarität in der Bevölkerung gehört abgeschafft.

    Rentenversicherung einstampfen ist der größte Scheiß….. Kein Geld für die Alten. Die sollen einfach arbeiten bis sie umfallen, noch einmal die Sonne aufgehen sehen und dann sozialverträglich abkratzen….. am besten führen wir noch die Senioreneuthanasie ein, denn Kinder welche sich kümmern können gibt es ja nicht, denn die müssen 18 Stunden am Tag puckeln und mit einem Teller mit dünner Suppe als Tageslohn zufrieden sein….eben damit sie nicht alt werden

    Kranken- und Pflegeversicherung privatisieren…… Im Fordergrund steht bei privatwirtschaftlichen Unternehmen erst mal der Gewinn. Alte, chronisch Kranke, Behinderte, Pflegefälle… viel zu hohes Risiko…. die werden nicht versichert…. Achso! Behinderte! Wozu sind die gut? Ab in die Gaskammer. Aber wer kann noch eine KV bezahlen? Also komplett weg damit

    Unfallversicherung….weg mit den Unfallverhütungsvorschriften, Sicherheit kostet Geld, wozu Absauganlagen, sollen sich die Arbeiter doch eine Staublunge holen, was geht mich das an (chronisch Kranke siehe oben), soll sich der Arbeiter doch an der Kreissäge oder Fräse die Finger absägen, scheiß was drauf (Behinderte siehe oben)

    Der Staat schafft sämtliche Schulen ab, denn es sind keine Steuern mehr da um sie zu bezahlen. Krankenhäuser? Was sind das? Hol dir einen Shamanen und lasse dich bei vollem Bewußtsein auf dem Küchentisch operieren. Zahnarzt? Wozu gibt es einen Frisör?

    Straßen auf denen Güter von LKW transportiert werden? Brauchen wir nicht, hol die .......... von der Koppel und spann sie vor den Panjewagen.

    Wohnhäuser mit vernünftiger Isolierung? Wozu? Sind doch noch genug Wälder zum Abholzen da und zum Wohnen reicht ein Bretterverschlag und zum Schlafen ein Haufen halb vergammelter Blätter ach nee die gibt es ja mangels Bäume nicht mehr.

    Mit dem freien, aus jeder Verantwortung entlassenen und zügellosen Unternehmer voran zurück in die Steinzeit! Versklavt die Arbeitnehmer und führt die Peitsche wieder ein.

    Ist das dein Weltbild in dem du Leben möchtest?

    Steuern und Abgaben müssen in unserem Lande sein, sonst kann unser Gemeinwesen nicht funktionieren. Nur alle Last dem Arbeitnehmer und alles geschenkt für den Unternehmer das passt nicht. Jeder muss seinen Beitrag leisten. Also gerechte Verteilung der Steuerlast weniger für den Arbeitnehmer (da stimmen wir überein) aber auch mehr für den großen Unternehmer und andere Wohlhabende. Das hat nicht nur etwas mit Belastung sondern mit Gerechtigkeit zu tun. Last die großen Unternehmer und Reichen zur Abwechslung mal jammern, die haben sich auf Kosten der Allgemeinheit lange genug die Taschen vollgestopft.

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