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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 81.118 Aufrufe

  1. #2771
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Dachte ich mir. So wie ich das sehe müsste die Firma um über 3 Mio. Euro weniger Steuern bezahlen, wenn sie dem Manager statt 10 Mio. Euro nur 500.000 euro im Jahr bezahlt.

    Aber die 3 Mio. Euro weniger für den Staat pro Manager sind ja gerechtfertigt, schliesslich geht es ja nicht darum, dass etwas gerecht und vorteilhaft ist, sondern dass etwas gerecht und vorteilhaft aussieht

  2.  
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  3. #2772
    Avatar von Conrad

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Was mich auch wundert, warum sich alle über die angeblich gierigen Manager aufregt. Wieso zahlte die Deutsche Bank dem Ackermann wohl so ein wahnsinniges Gehalt ? Weil die Deutsche Bank froh ist, dass sie einen Ackermann hat. Ausserdem kann ja jeder der neidisch ist, sich auch auf so einen Job bewerben.

    Wenn ich ein Firma habe, kann ich doch den Leuten soviel zahlen wie ich will, oder ? Es ist meine Firma, es ist mein Geld und mit meinem Geld kann ich machen was ich will.

    Wenn ich so einen Super-Manager habe, der absolute irrsinnige Gewinnsteigerungen hinkriegt, bin ich doch froh und glücklich. Aber daran sieht man das vergiftete Neid-Klima in Deutschland, einer der Hauptgründe warum es hier seit Jahren bergab geht. Hier gönnt der eine dem anderen nicht die Butter aufs Brot.

    Einen Mercedes kannst du hier in Berlin nachts nicht mehr auf der Straße parken, den zünden dir die Linksfaschisten ihrem Neid-Wahn an. Traurig aber wahr.

    Und Vollpfosten wie Finanzminister Steinbrück, der Deutschland aus Faulheit, Dummheit und Unfähigkeit an den Rand des Ruins bringt, läuft noch frei rum und schwingt im Fernsehen noch seine Schwachsinnsreden und spielt sich als Krisenmanager auf. Für die Finanzkrise ist Steinbrück allein verantwortlich, aber das traut sich keiner zu sagen. Einen richtigen Journalismus, der diesen Namen verdient, gibt es in Deutschland leider auch nicht mehr.

  4. #2773
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Und was ich auch nicht verstehe, nur mit den Steuern, die er für seinen Lohn abgeben muss bezahlt Ackermann den Hartz4-Bezug von mindestens 500 Leuten. Eher mehr.

    Ich verstehe nicht, wieso man sich da aufregt.

  5. #2774
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="776295
    Für die Finanzkrise ist Steinbrück allein verantwortlich, aber das traut sich keiner zu sagen.

  6. #2775
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Thaimax",p="776298
    Und was ich auch nicht verstehe, nur mit den Steuern, die er für seinen Lohn abgeben muss bezahlt Ackermann den Hartz4-Bezug von mindestens 500 Leuten. Eher mehr.

    Ich verstehe nicht, wieso man sich da aufregt.
    Toll. Dann brauchen wir ja nur 1000 Ackermänner und der Rest der Republik ist bestens versorgt.

  7. #2776
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="776301
    Zitat Zitat von Thaimax",p="776298
    Und was ich auch nicht verstehe, nur mit den Steuern, die er für seinen Lohn abgeben muss bezahlt Ackermann den Hartz4-Bezug von mindestens 500 Leuten. Eher mehr.

    Ich verstehe nicht, wieso man sich da aufregt.
    Toll. Dann brauchen wir ja nur 1000 Ackermänner und der Rest der Republik ist bestens versorgt.
    Nein, zuerst braucht man 1000 Firmen, die überhaupt in der Lage sind Ackermänner einzustellen. Das erreicht man aber nicht mit Hetzkampagnen gegen diese.

  8. #2777
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="776299
    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="776295
    Für die Finanzkrise ist Steinbrück allein verantwortlich, aber das traut sich keiner zu sagen.
    Was ist daran so lustig? Er war es, der den Derviraten-Handel in Deutschland zugelassen hat. Kann man, glaube ich, sogar bei Wikipedia nachlesen.

  9. #2778
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Thaimax",p="776306
    Zitat Zitat von Paddy",p="776299
    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="776295
    Für die Finanzkrise ist [highlight=yellow:83888da567]Steinbrück allein [/highlight:83888da567]verantwortlich, aber das traut sich keiner zu sagen.
    Was ist daran so lustig? Er war es, der den Derviraten-Handel in Deutschland zugelassen hat. Kann man, glaube ich, sogar bei Wikipedia nachlesen.
    Mir musst Du nicht erzählen, daß Rot/Grün Schei.... gebaut hat. Aber von einem Widerstand von CDU/CSU und FDP habe ich auch nie etwas gelesen.

    Die Finanzkrise aber ausschliesslich Steinbrück anzulasten geht wohl doch etwas zu weit.

  10. #2779
    Avatar von Conrad

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Thaimax",p="776298
    Und was ich auch nicht verstehe, nur mit den Steuern, die er für seinen Lohn abgeben muss bezahlt Ackermann den Hartz4-Bezug von mindestens 500 Leuten. Eher mehr.

    Ich verstehe nicht, wieso man sich da aufregt.
    Das ist eben die deutsche Mentalität. Die Leute werden aufgehetzt von der Stasi-Partei und den linkslastigen Medien, aber keiner ist sauer auf die Firma, die solche Gehälter zahlt. Ausserdem sinds keine Gehälter sondern Provisionen / Boni, der nur für besondere Gewinnsteigerungen gezahlt werden.

    Die Leute begreifen ja nicht mal das "die Manager" ihre Gehälter von einer Firma bekommt und die zahlt nur, wenn die entsprechende Leistung erbracht wird.

    Ausserdem kann sich ja jeder auf so einen Job bewerben, statt sich vor Neid die Hose nass zu machen.

  11. #2780
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    "Crashs wird es immer geben"
    Die Banken dopen immer weiter

    Kurz vor dem Treffen der weltweit wichtigsten Industrie und Schwellenländer (G20) zur Regulierung der Finanzmärkte sind die Erwartungen gedämpft. "Die wichtigen Fragen sind noch gar nicht angesprochen worden", kritisiert der Wirtschaft5experte Henrik Enderlein gegenüber n-tv.de. "Wir sind noch nicht weit genug gekommen bei einer globalen Bankenregulierung, bei einem globalen Ansatz, Märkte stärker unter politische Kontrolle zu stellen."

    Der große Strukturwandel, "die Jahrhundertreaktion auf die Jahrhundertkrise" haben laut Enderlein bislang nicht stattgefunden. Auch in Zukunft könnten Regulierungen weitere Crashs nicht verhindern. [highlight=yellow:e932c68261]"Die Regulierung wird den Bank-Instituten immer so hinterherhinken wie Doping-Agenturen den Sportlern"[/highlight:e932c68261], so der Dozent an der Hertie School of Governance in Berlin.

    [highlight=yellow:e932c68261]Enderlein fordert eine globale unabhängige Instanz zur Kontrolle der internationalen Finanzmärkte[/highlight:e932c68261]. "Was wir brauchen ist aber das supranationale Interesse, das im Sinne der Weltbevölkerung die Finanzmärkte und die Weltwirtschaft besser unter Kontrolle bringt." Nur so ließen sich nationale Interessen überwinden. Dass sich über den G20-Kontext eine solche Gemeinschaft bildet, sieht der Wirtschaft5experte zurzeit nicht. "Vielleicht ist die Krise dafür - auch wenn es zynisch klingt - zu kurz gewesen. Der Problemdruck geht wieder zurück, übergeordnete Interessen verlieren wieder an Gewicht."

    n-tv.de: In Pittsburgh treffen sich am 24. und 25. September die 20 wichtigsten Industrie und Schwellenländer, die G20. Ihr Ziel ist es, die Finanzmärkte stärker zu regulieren. Wird es einen Crash wie im vergangenen Jahr also künftig nicht mehr geben?

    Henrik Enderlein: Crashs wird es immer wieder geben, keine Regulierung kann das verhindern. Die Regulierung wird den Bank-Instituten immer so hinterherhinken wie Doping-Agenturen den Sportlern: Wenn die Doping-Agentur eine verbotene Substanz feststellen kann, haben die Sportler schon wieder eine neue. Genauso verhält es sich zwischen Regulierern und Banken. Grundsätzlich sind Krisen auch Teil des Kapitalismus und sollten deshalb nicht verteufelt werden. Was wir derzeit erleben, ist eine Jahrhundertkrise, bei der viele Dinge zusammenkommen. Jetzt würde ich daher nicht darüber reden, wie man so eine Krise verhindern kann, sondern lieber nach vorne gucken und mir überlegen, wie man aus der Krise herauskommt.

    Welche Rezepte sehen Sie da?

    Die wichtigen Fragen sind noch gar nicht angesprochen worden. Man hat sich mit vielen kleinen Aspekten beschäftigt: Die Boni von Bankern oder Managergehälter sind sicherlich Stellschrauben in dem großen Ganzen, aber es sind nicht die entscheidenden Stellschrauben. Ich glaube, wir sind noch nicht weit genug gekommen bei einer globalen Bankenregulierung, bei einem globalen Ansatz, Märkte stärker unter politische Kontrolle zu stellen. Wir sind auch nicht weiter gekommen bei der Frage, wie man eine Regierbarkeit der Weltwirtschaft und der Weltfinanzmärkte herstellen kann. Solange das nicht geklärt ist, werden wir weiter mit der Paradoxie leben müssen, dass die Krise global ist, die Antworten aber national sind.

    Nationale Antworten bleiben also unwirksam?

    Nehmen Sie das Beispiel dieser Börsenumsatzsteuer, die von Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier vorgeschlagen wurde. Eine solche Regelung ließe sich nur umsetzen, wenn sich alle Länder daran beteiligen. Wenn auch nur ein Land ausschert, werden alle Geschäfte über dieses Land abgewickelt werden. Genauso ist es auch mit der Bankenregulierung. Wenn in einem Land laxere Regeln gelten als in anderen, dann wird dieses Land überproportional davon profitieren, dass sich Banken an diesem Finanzplatz niederlassen. Insofern brauchen wir eine Aufsichtsinstanz im internationalen Kontext, die dafür sorgt, dass solche individualistischen Vorgehensweisen von Ländern sich nicht durchsetzen.

    IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn fordert , dass internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) oder die Weltbank mehr Befugnisse bekommen. Ist das ein Weg?

    Der IWF hat keine Krise der vergangenen 20 bis 30 Jahre korrekt vorhergesagt, geschweige denn dazu beigetragen, dass solche Krisen verhindert werden können. Das war bei der lateinamerikanischen Schuldenkrise so, bei der Asienkrise, beim Dot-Com-Crash und das war auch bei der jetzigen Krise so. Wenn eine Institution so oft daneben liegt, dann sollte man ihr nicht zusätzliche Kompetenzen übertragen und hoffen, dass sich das in Zukunft ändert. Der IWF - ähnlich wie die Weltbank - steht für eine Aufaddierung von nationalen Interessen. Was wir brauchen ist aber das supranationale Interesse, das im Sinne der Weltbevölkerung die Finanzmärkte und die Weltwirtschaft besser unter Kontrolle bringt. Das kann meiner Ansicht nach nur ein neues, ein unabhängiges Gremium.

    Was aber erst gebildet werden müsste.

    Was wahrscheinlich auch nicht morgen entstehen wird, aber wir sollten den Wunsch nicht aufgeben, eine solche unabhängige Instanz in internationalen Währungs- und Finanzfragen aufzubauen. Im Sicherheitsbereich haben wir den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, im Handel gibt es die Welthandelsorganisation, in der regionalen Integration Europas die Europäische Kommission. Wir müssen akzeptieren, dass die Globalisierung Märkte hervorgebracht hat, die sich über die nationale Politik nicht mehr steuern lassen.

    Sehen Sie schon Ansätze für eine Interessengemeinschaft dieser Art?

    Ich hatte gehofft, dass sich über den G20-Kontext eine solche Gemeinschaft bildet. Das haben wir bis jetzt nicht gesehen. Vielleicht ist die Krise dafür - auch wenn es zynisch klingt - zu kurz gewesen. Im Augenblick geht der Problemdruck wieder zurück, übergeordnete Interessen verlieren wieder an Gewicht. Das ist schade. Ich hätte mir gewünscht, dass eine Dynamik entsteht, um endlich so etwas wie globale ökonomische Governance aufzubauen.

    Das heißt, letztlich ist nach der Krise alles wie vor der Krise.

    In Einzelbereichen hat es sicherlich Fortschritte oder Entwicklungen ergeben. Das sind technische Dinge, die Kapitalvorschriften für Banken betreffen, das sind auch institutionelle Aspekte wie der Aufbau dieses G20-Rahmens, aber das sind nur kleine Schritte und kosmetische Veränderungen. Der große Strukturwandel, die Jahrhundertreaktion auf die Jahrhundertkrise hat nicht stattgefunden.

    Wie lang wird uns die Krise noch begleiten?

    [highlight=yellow:e932c68261]Es gibt zwei mögliche Szenarien. Das erste Szenario ist, dass die Krise jetzt langsam vorüberzieht. Aber selbst wenn das so wäre, stünde uns eine soziale Krise über Arbeitslosigkeit, über steigenden Ungleichheiten in unseren Gesellschaften, aber auch global zwischen armen und reichen Ländern noch bevor. Wohlgemerkt: Das ist das positive Szenario.

    Das negative ist, dass wir eine so genannte W-Rezession sehen. Das leitet sich aus der Grafik des Buchstaben W ab: Wir haben einen ersten Knick nach unten, dann einen leichten Anstieg, und dann geht es zum zweiten Mal nach unten. Diese doppelte Rezession ist noch keineswegs ausgeschlossen. Es kann sein, dass wir 2010 oder vielleicht noch in diesem Jahr einen zweiten Rückschlag erleben werden, ausgelöst von Banken, die keine Kredite vergeben, und von der zweiten Welle beim Konsumeinbruch. Wenn das kommt, kann kein Mensch sagen, wie lange diese Krise noch anhalten wird. Das kann auch bis 2011 oder 2012 dauern.[/highlight:e932c68261]
    Mit Henrik Enderlein sprach Gudula Hörr

    http://www.n-tv.de/politik/Die-Banke...cle511839.html

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