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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 80.773 Aufrufe

  1. #2751
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Schreib ich doch eh immer. Man muss keinen Mindestlohn einführen, es reicht vollkommen aus, dass man Löhne nicht mit H4 ergänzt, und niemanden zwingt Jobs anzunehmen, die weniger als zb. 100 Euro mehr einbringen als H4 das tut. - Das ist doch die ganze Zeit mein Reden.
    Mit dem Beitrag davor, Streichung der Bemessungsgrenze (private KVs als reine Zusatzversicherungen), bin ich voll einverstanden. Zusätzlich - aber da kenne ich mich ungenügend aus - sollten Renten über einen Niveau X schrittweise eingefroren werden, um so auf lange Sicht die Basis einer kapitalgedeckelten Rente zu schaffen.

    Mit dem allgemeinen Mindestlohn habe ich Schwierigkeiten. Mit dem letzteren nicht, einen Menschen gegen seinen Willen zu einem unterbezahlten Hiwi-Job zu verdonnern - von dem letzlich tatsächlich i. d. R. nur clevere und unmoralische Arbeitgeber profitieren - kann nicht der Weisheit letzter Schluß sein. Dann bitte auch gleich Arbeitslager bzw. Stadtreinigung per Zahnbürste für alle Betroffenen - soll ja fair zugehen.

    Schwierigkeiten sehe ich im Bereich Familieneinkommen. Papa bringt genug nach Hause, daß es zum Leben reicht. Mama, jahrelang Hausfrau o. ä., Kinder in der Schule, möchte einfach nur unter Leute, arbeiten, egal was. Friseuse für 5.- Euro, ok, why not. Gleichzeitig noch ein nettes Zubrot für die Familie. Klingt vielleicht etwas konstruiert, dürfte aber hunderttausende solcher Fälle geben.

    Mehrwertsteuererhöhung betrifft in erster Linie Geringverdiener (Inlandskonsumquote inkl. Miete etc. gegen 100 %) bis hin zum kleineren Mittelstand (Quote ca. 80 %). Für Leute am Existenzminimum wird man Kompensationsmöglichkeiten finden. Die wirklich Gutverdienenden werden prozentual genau wie bei der Bemessungsgrenze deutlich geringer "geschröpft", wären also wieder einmal "die Gewinner" der Steuererhöhung. Gewinner ist natürlich Quatsch, aber sie verlieren am wenigsten, die Schere klafft weiter auf...

  2.  
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  3. #2752
    Avatar von strike

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von waanjai_2",p="776023
    Hab gerade diesen fred entdeckt. Kann mir jemand kurz beschreiben, was hier schon bereits angesprochen wurde? Will ja keinen mit Doubletten erschrecken. :P
    waanjai_2,
    Du kannst Dich zu jedem Aspekt, wirklich jedem, der Dir wichtig ist äussern.
    Es schadet überhaupt nicht, dass es eventuell schon mal angeschnitten wurde.
    Permanente, gebetsmühlenartige Statements sind Dir ja hoffentlich nicht völlig fremd und rauben Dir nicht den letzten Nerv

  4. #2753
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Tademori",p="776025

    Mehrwertsteuererhöhung betrifft in erster Linie Geringverdiener (Inlandskonsumquote inkl. Miete etc. gegen 100 %) bis hin zum kleineren Mittelstand (Quote ca. 80 %). Für Leute am Existenzminimum wird man Kompensationsmöglichkeiten finden. Die wirklich Gutverdienenden werden prozentual genau wie bei der Bemessungsgrenze deutlich geringer "geschröpft", wären also wieder einmal "die Gewinner" der Steuererhöhung. Gewinner ist natürlich Quatsch, aber sie verlieren am wenigsten, die Schere klafft weiter auf...
    War im Prinzip mein erster Gedanke, weswegen ich zu der Meinung gelangte, dass diese schon funktionieren kann, wenn man Wohnungsmieten und Lebensmittel rausnimmt.

    Ich habe ja an und für sich etwas gegen eine "Reichensteuer", oder welchen Namen man diesen Dingen aktuell gerade gibt, aber eine Ehrhöhung der Kest (heisst das in Deutschland so? Kapitalertragssteuer?) kann nur sinnvoll sein. Einkommen durch Arbeit sollte nicht stärker besteuert sein als Einkommen durch Kapitalerträge, zumindestens nicht in Zeiten von Mangel an Arbeitsplätzen.
    Man könnte die Kapitalgewinne zum Gesamteinkommen des Bürgers hinzuziehen und gleich besteuern.

  5. #2754
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Die Kapitalertragssteuer wurde mittlerweile Abgeschafft und durch die Abgeltungssteuer ersetzt. Einheitlicher Steuersatz 25%.

    Bei Steuerpflichten deren persönlicher Steuersatz bei der Einkommnesteuer unter 25% liegt, wird bei Kapitalerträgen auf antrag der niedriegere Steuerstatz angewendet. Liegt der persönliche Steuersatz bei der Einkommenssteuer höher bleibt es bei 25%

  6. #2755
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von strike",p="776028
    Permanente, gebetsmühlenartige Statements sind Dir ja hoffentlich nicht völlig fremd und rauben Dir nicht den letzten Nerv
    Ich halte es da wie Christian Anders. Ohne die oder der Maria, koennte ich garnicht mehr so recht leben. Wenn schon der Zug nach Nirgendwo faehrt. Also lasst Euch nicht stoeren. :-)

  7. #2756
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von aalreuse",p="776031
    Die Kapitalertragssteuer wurde mittlerweile Abgeschafft und durch die Abgeltungssteuer ersetzt
    Ah ja... heisst im Prinzip eigentlich trotzdem, dass Gewinne aus Kapital einem fixen Steuersatz unterliegen, unabhängig von der Höhe dieser Erträge, oder der Höhe der sonstigen Einkünfte des Anlegers, oder Sparers. Richtig?

  8. #2757
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Thaimax",p="776035
    Zitat Zitat von aalreuse",p="776031
    Die Kapitalertragssteuer wurde mittlerweile Abgeschafft und durch die Abgeltungssteuer ersetzt
    Ah ja... heisst im Prinzip eigentlich trotzdem, dass Gewinne aus Kapital einem fixen Steuersatz unterliegen, unabhängig von der Höhe dieser Erträge, oder der Höhe der sonstigen Einkünfte des Anlegers, oder Sparers. Richtig?
    Njein.

    Die Abgeltungsteuer gilt jetzt pauschal für alle Kapitalerträge. Eine weitere Berechnung/Verrechnung von/mit Einkommenssteuer, sollte der persönliche Einkommenssteuersatz höher als 25% liegen, findet nicht statt. Bei Sparern wird ein Freibetrag von 800 Euro angerechnet

    Ausnahme: liegt der persönliche Steuersatz bei unter 25% kann auf Antrag das FA den niedrigeren persönlichen Steuersatz anwenden.

    Das heißt z.B. für Geschäftsbanken (Deutsche Bank), die ja meistens Aktiengesellschaften sind und der Körperschaftssteuer unterliegen, sie brauchen ihre Kapitalerträge nur noch mit 15% versteuern, denn die Körperschaftsteuer beträgt zur Zeit nur noch 15% (incl. Soli 15,825%). Damit liegt der persönliche Steuersatz der Juristischen Person Deutsche Bank unterhalb der Pauschalsteuer.

    Der Spitzensteuersatz für Einkommensteuerpflichtige (z.B. Arbeitnehmer, Einzelunternehmer) liegt bei 45% der Eingangssteuersatz bei 14%, Der Grundfreibetrag 2009 beträgt 7834 Euro

    Übrigens im Jahr 2008 brachte die Körperschaftssteuer gerade mal 5,5% der gesamten Steuereinnahmen des Bundes

  9. #2758
    Avatar von Roah

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    844

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von aalreuse",p="775993
    Soziale Zuwendungen nicht mehr finanzierbar. Ah ja, dann streichen wird doch die Sozialhilfe für Unternehmen. Forschungsgelder, Investitionszulagen, Lohnsubventionierung über H4….
    Sozialhilfe für Unternehmen -??? das gibts =? Wird sicher gestrichen werden - ein Unternehmen welches von Sozialhilfe lebt ist untragbar - Forschungsgelder zu streichen ist falsch. Harz oder wie das Ding heißt - das wird wohl gestrichen werden müssen - über kurz oder lang.

  10. #2759
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Brandbrief an die Kanzlerin
    BA will Staatshilfe wegen Krise

    Wenn die Krise auf dem Arbeitsmarkt richtig durchschlägt, dann wird die Bundesagentur für Arbeit eine Menge Geld brauchen. Geld, das die BA nicht hat. Nun will auch sie Staatshilfen.

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) fordert vom Bund staatliche Unterstützung zur Abfederung der Kosten durch die internationale Wirtschaftskrise. "[highlight=yellow:f7bcc275cf]Bisher werden die enormen Sonderlasten aus dem Überschwappen der Finanzkrise auf den Arbeitsmarkt ganz alleine von den Beitragszahlern zur Bundesagentur geschultert, obwohl hierfür die Solidargemeinschaft aller Steuerzahler geradestehen müsste[/highlight:f7bcc275cf]", heißt es in einem Brief des Verwaltungsrats der Arbeitsagentur an Bundeskanzlerin Angela Merkel, der dem "Handelsblatt" vorliegt.

    "[highlight=yellow:f7bcc275cf]Dies ist eine nicht zu rechtfertigende Diskriminierung[/highlight:f7bcc275cf]", schreiben die beiden Verwaltungsratsvorsitzenden, Annelie Buntenbach und Peter Clever weiter. [highlight=yellow:f7bcc275cf]Es drohe eine deutliche Beitragsanhebung[/highlight:f7bcc275cf].

    Die Bitte um Staatshilfe begründet der BA-Verwaltungsrat mit der Sorge vor einer finanziellen Schieflage. Nach aktueller Gesetzeslage muss die Agentur Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt wieder zurückzahlen. Experten rechnen damit, dass die BA wegen der steigenden Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr auf ein milliardenschweres Darlehen des Bundes angewiesen sein wird.

    Kredit ist nicht genug

    Buntenbach und Clever, die den Deutschen Gewerkschaftsbund und die Arbeitgeberverbände im Verwaltungsrat der BA vertreten, fürchten, dass die Arbeitsagentur deshalb mit einem Schuldenberg in den nächsten Aufschwung starten muss. "Mit der derzeitigen Darlehensregelung ist dieses Problem nicht lösbar", heißt es in dem Brandbrief an die Kanzlerin, den auch Arbeitsminister Olaf Scholz und Finanzminister Peer Steinbrück (beide SPD) erhalten haben.

    Eine Rückzahlung der Bundeshilfen wäre "ohne eine deutliche Beitragsanhebung beziehungsweise arbeitsmarktpolitische Leistungseinschnitte völlig illusorisch". Auf die erfolgreichen und allgemein anerkannten Reformen der Bundesagentur dürfe die Politik nicht damit antworten, "dass sie der Arbeitslosenversicherung zumutet, milliardenschwere Sonderlasten der Finanzkrise allein zu schultern statt sie in die solidarische Finanzierung aller Steuerzahler zu überführen". Eine Finanzierung der Krisenlasten durch die Beitragszahler schade der Beschäftigung und sei im Ergebnis auch sozialpolitisch nicht zu rechtfertigen.

    sba/dpa

    http://www.n-tv.de/politik/meldungen...cle514800.html

  11. #2760
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Roah",p="776060
    Sozialhilfe für Unternehmen -??? das gibts =? Wird sicher gestrichen werden - ein Unternehmen welches von Sozialhilfe lebt ist untragbar - Forschungsgelder zu streichen ist falsch. Harz oder wie das Ding heißt - das wird wohl gestrichen werden müssen - über kurz oder lang.
    Tja, Subventionen wie Forschungsgelder und andere Liebesgaben an Unternehmen, welche durchaus auch in der Lage wären ihr Risiko allein zu stemmen, werden als absolut normal und notwendig angesehen. Sie unterliegen zwar nicht dem Sozialgesetzbuch (warum eigentlich nicht) aber sie sind letztlich nichts anderes als Sozialhilfe für Unternehmen.

    Subventionen an Bedürftige hingegen müssen nach Meinung vieler abgeschafft werden. H4-Empfänger sind doch die Schmarotzer der Nation.

    Ich wollte nur auf die Doppelmoral und das Doppelmaß hinweisen.

    Es gibt sicherlich viele andere Punkte die man im Bundeshaushalt wegstreichen könnte ohne das es der breiten Masse sonderlich weh tut. Also warum immer bei den armen und schwachen ansetzen

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