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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 80.777 Aufrufe

  1. #2181
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von strike",p="766691
    Zitat Zitat von Thaimax",p="766662
    ...
    Für mich steht fest, dass die Bürger, die gierig von Bank zu Bank laufen um höhere Zinsen auf Sparguthaben, und niedrigere Zinsen für Kredite, zu bekommen die Schuld an der Krise haben. ...


    Aktien der Telekom halten, hohe Renditen forden und gleichzeitig über deren Preise zu meckern ist für mich genauso seltsam
    Ja, genauso wie der Bürger, der seinen Hausbau mit 4,5% Kreditzinsen verwirklichen möchte, sich aber aufregt, wenn seine Sparbuchzinsen nicht bei 5% liegen.

  2.  
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  3. #2182
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von wingman",p="766678
    Knarf schrieb:
    Dafür gibt es mehrere Möglichhkeiten:
    - beim Einstellungsgespräch möglichst viel fordern
    - Tariflöhne durch Streiks über die Gewerkschaften anheben

    wenn du das tust ist dein einstellungsgespräch möglicherweise schnell beendet.
    Das kommt drauf an. Nicht alle Unternehmer achten nur aufs Geld und stellen lieber qualitativ hochwertige Arbeitnehmer als die günstigsten ein.
    Und es kommt auch auf die eigene Situation an. Als Arbeitsloser steht man natürlich auf schlechtem Posten. Mit einem gesicherten Job im Hintergrund sieht die Sache schon anders aus.

    Dazu eine Anekdote aus meinem Arbeitsleben:
    aus einem gesicherten Job heraus hatte ich mich mal spaßeshalber woanders beworben. Das war noch knapp in der D-Mark-Zeit. Ich wollte 1000 DM mehr verdienen. Und das zu erreichen, pokerte ich und verlangte gleich 2000 DM mehr.
    Ich dachte, die gehen ohnehin auf meinen Wunschlohn runter. Und wenn es nicht klappt, wäre es egal. Ich hatte ja einen Job.
    Aber nein. Die akzeptierten mein Angebot. Aber blieb mir nichts anderes übrig, als zu wechseln.

    Daher sage ich ja immer: lieber den Job wechseln, wenn es gut läuft und bevor Krisenzeiten beginnen oder man gar arbeitslos ist. Nur wenn mein Gegenüber merkt, dass man den Job unbedingt braucht, habe ich schlechte Karten bei der Lohnforderung.

    Noch ein Wort zum Mindestlohn. Vielleicht werde ich ja doch noch ein Fan davon. Gestern wurde im ZDF darüber am Beispiel einer Friseurin mit einem Lohn von 5 Euro/Std. diskutiert. Ein FDP-Politiker erklärte sehr realistisch, was passiert, wenn es einen Mindestlohn von 7,50 oder gar 10 Euro geben würde.

    Szenario 1: die Frieseurin müsste entlassen werden, weil der Besitzer sie sich nicht mehr leisten kann. Ob die Dame dann mit Hartz IV auf 7,50 Euro käme, ist fraglich.

    Szenario 2: die Preise müsste der Friseur anheben. Der Männer-Haarschnitt würde dann also statt 10 Euro nun 15 Euro kosten. Die Linken glauben, die Verbraucher würden das hinnehmen (daraufhin meine Frage: wenn alles um 50% teurer wird, bringt doch ein Lohnanstieg um 50% auch nichts - also absoluter Schwachsinn).
    Die FDP meint, dass die Verbraucher das nichtz akzeptieren. Sie würden sich dann lieber die Haare von bekannten schneiden lassen - also schwarz.

    Da ich ja ein großer Fan von Schwarzarbeit bin (weil man dem Staat damit eins auswischen kann), müsste ich also jetzt für Mindestlohn sein. Allerdings würde der Friseur ja nicht mehr so viel Kunden haben. Also Mindereinnahmnen und die Friseurin müsste ebenso entlassen werden.

    Fazit: Mindestlöhne fördern die Arbeitslosigkeit und die Schwarzarbeit.

  4. #2183
    Avatar von Thaimax

    Registriert seit
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    4.075

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Noch ein Wort zum Mindestlohn. Vielleicht werde ich ja doch noch ein Fan davon. Gestern wurde im ZDF darüber am Beispiel einer Friseurin mit einem Lohn von 5 Euro/Std. diskutiert. Ein FDP-Politiker erklärte sehr realistisch, was passiert, wenn es einen Mindestlohn von 7,50 oder gar 10 Euro geben würde.

    Szenario 1: die Frieseurin müsste entlassen werden, weil der Besitzer sie sich nicht mehr leisten kann. Ob die Dame dann mit Hartz IV auf 7,50 Euro käme, ist fraglich.

    Szenario 2: die Preise müsste der Friseur anheben. Der Männer-Haarschnitt würde dann also statt 10 Euro nun 15 Euro kosten. Die Linken glauben, die Verbraucher würden das hinnehmen (daraufhin meine Frage: wenn alles um 50% teurer wird, bringt doch ein Lohnanstieg um 50% auch nichts - also absoluter Schwachsinn).
    Die FDP meint, dass die Verbraucher das nichtz akzeptieren. Sie würden sich dann lieber die Haare von bekannten schneiden lassen - also schwarz.
    Das mit der Friseurin ist natürlich das gemeinste Beispiel gegen einen Mindestlohn

    Ich bring ein Gegenbeispiel, und das, obwohl ich auch gegen einen staatlich geregelten Mindestlohn bin.

    Ein Supermarkt verkauft im Monat Waren für eine Million Euro und hat 6 Beschäftigte, die ihm im Monat 9.000 Euro Personalkosten verursachen. Um wieviel Prozent wären die Waren teurer, und zusätzlich, zu besseren Veranschaulichung, wieviel würde 1kg Brot für 1,50 Euro kosten, wenn die plötzlich das Doppelte verdienen würden, also 18.000 Euro, statt bisher 9.000 Euro?

  5. #2184
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="766706
    Zitat Zitat von wingman",p="766678
    Knarf schrieb:
    Dafür gibt es mehrere Möglichhkeiten:
    - beim Einstellungsgespräch möglichst viel fordern
    - Tariflöhne durch Streiks über die Gewerkschaften anheben

    wenn du das tust ist dein einstellungsgespräch möglicherweise schnell beendet.
    Das kommt drauf an. Nicht alle Unternehmer achten nur aufs Geld und stellen lieber qualitativ hochwertige Arbeitnehmer als die günstigsten ein.
    Und es kommt auch auf die eigene Situation an. Als Arbeitsloser steht man natürlich auf schlechtem Posten. Mit einem gesicherten Job im Hintergrund sieht die Sache schon anders aus.

    Dazu eine Anekdote aus meinem Arbeitsleben:
    aus einem gesicherten Job heraus hatte ich mich mal spaßeshalber woanders beworben. Das war noch knapp in der D-Mark-Zeit. Ich wollte 1000 DM mehr verdienen. Und das zu erreichen, pokerte ich und verlangte gleich 2000 DM mehr.
    Ich dachte, die gehen ohnehin auf meinen Wunschlohn runter. Und wenn es nicht klappt, wäre es egal. Ich hatte ja einen Job.
    Aber nein. Die akzeptierten mein Angebot. Aber blieb mir nichts anderes übrig, als zu wechseln.

    Daher sage ich ja immer: lieber den Job wechseln, wenn es gut läuft und bevor Krisenzeiten beginnen oder man gar arbeitslos ist. Nur wenn mein Gegenüber merkt, dass man den Job unbedingt braucht, habe ich schlechte Karten bei der Lohnforderung.

    Noch ein Wort zum Mindestlohn. Vielleicht werde ich ja doch noch ein Fan davon. Gestern wurde im ZDF darüber am Beispiel einer Friseurin mit einem Lohn von 5 Euro/Std. diskutiert. Ein FDP-Politiker erklärte sehr realistisch, was passiert, wenn es einen Mindestlohn von 7,50 oder gar 10 Euro geben würde.

    Szenario 1: die Frieseurin müsste entlassen werden, weil der Besitzer sie sich nicht mehr leisten kann. Ob die Dame dann mit Hartz IV auf 7,50 Euro käme, ist fraglich.

    Szenario 2: die Preise müsste der Friseur anheben. Der Männer-Haarschnitt würde dann also statt 10 Euro nun 15 Euro kosten. Die Linken glauben, die Verbraucher würden das hinnehmen (daraufhin meine Frage: wenn alles um 50% teurer wird, bringt doch ein Lohnanstieg um 50% auch nichts - also absoluter Schwachsinn).
    Die FDP meint, dass die Verbraucher das nichtz akzeptieren. Sie würden sich dann lieber die Haare von bekannten schneiden lassen - also schwarz.

    Da ich ja ein großer Fan von Schwarzarbeit bin (weil man dem Staat damit eins auswischen kann), müsste ich also jetzt für Mindestlohn sein. Allerdings würde der Friseur ja nicht mehr so viel Kunden haben. Also Mindereinnahmnen und die Friseurin müsste ebenso entlassen werden.

    Fazit: Mindestlöhne fördern die Arbeitslosigkeit und die Schwarzarbeit.
    Wieder mal völliger Blödsinn. In meiner Umgebung kosten Herrenhaarschnitte bereits lange Zeit ab 15,00 € bis zu 30 €. Und keiner läuft mit langen Haaren rum.

    Bei Dir scheint es auch völlig egal, ob Du auf der Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite stehst. Loyalität ist nicht zu erwarten, nur purer Egoismus.

  6. #2185
    Avatar von Roah

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    [quote="Paddy",p="766712"]
    Zitat Zitat von kcwknarf",p="766706
    Zitat Zitat von wingman",p="766678


    Fazit: Mindestlöhne fördern die Arbeitslosigkeit und die Schwarzarbeit.
    Wieder mal völliger Blödsinn. In meiner Umgebung kosten Herrenhaarschnitte bereits lange Zeit ab 15,00 € bis zu 30 €. Und keiner läuft mit langen Haaren rum.

    Bei Dir scheint es auch völlig egal, ob Du auf der Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite stehst. Loyalität ist nicht zu erwarten, nur purer Egoismus.
    Also ich leiste mir das sicher nicht - 30 Euro da lebe ich ja schon eine Woche davon - ich lasse mir meine Haare umsonst schneiden - mit Loyalität kommt man nicht weiter - mit Egoismus schon.

  7. #2186
    Avatar von Yogi

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="766706
    Zitat Zitat von wingman",p="766678
    Knarf schrieb:
    Dafür gibt es mehrere Möglichhkeiten:
    - beim Einstellungsgespräch möglichst viel fordern
    - Tariflöhne durch Streiks über die Gewerkschaften anheben

    wenn du das tust ist dein einstellungsgespräch möglicherweise schnell beendet.
    Das kommt drauf an. Nicht alle Unternehmer achten nur aufs Geld und stellen lieber qualitativ hochwertige Arbeitnehmer als die günstigsten ein.
    Und es kommt auch auf die eigene Situation an. Als Arbeitsloser steht man natürlich auf schlechtem Posten. Mit einem gesicherten Job im Hintergrund sieht die Sache schon anders aus.

    Dazu eine Anekdote aus meinem Arbeitsleben:
    aus einem gesicherten Job heraus hatte ich mich mal spaßeshalber woanders beworben. Das war noch knapp in der D-Mark-Zeit. Ich wollte 1000 DM mehr verdienen. Und das zu erreichen, pokerte ich und verlangte gleich 2000 DM mehr.
    Ich dachte, die gehen ohnehin auf meinen Wunschlohn runter. Und wenn es nicht klappt, wäre es egal. Ich hatte ja einen Job.
    Aber nein. Die akzeptierten mein Angebot. Aber blieb mir nichts anderes übrig, als zu wechseln.

    Daher sage ich ja immer: lieber den Job wechseln, wenn es gut läuft und bevor Krisenzeiten beginnen oder man gar arbeitslos ist. Nur wenn mein Gegenüber merkt, dass man den Job unbedingt braucht, habe ich schlechte Karten bei der Lohnforderung.

    Noch ein Wort zum Mindestlohn. Vielleicht werde ich ja doch noch ein Fan davon. Gestern wurde im ZDF darüber am Beispiel einer Friseurin mit einem Lohn von 5 Euro/Std. diskutiert. Ein FDP-Politiker erklärte sehr realistisch, was passiert, wenn es einen Mindestlohn von 7,50 oder gar 10 Euro geben würde.

    Szenario 1: die Frieseurin müsste entlassen werden, weil der Besitzer sie sich nicht mehr leisten kann. Ob die Dame dann mit Hartz IV auf 7,50 Euro käme, ist fraglich.

    Szenario 2: die Preise müsste der Friseur anheben. Der Männer-Haarschnitt würde dann also statt 10 Euro nun 15 Euro kosten. Die Linken glauben, die Verbraucher würden das hinnehmen (daraufhin meine Frage: wenn alles um 50% teurer wird, bringt doch ein Lohnanstieg um 50% auch nichts - also absoluter Schwachsinn).
    Die FDP meint, dass die Verbraucher das nichtz akzeptieren. Sie würden sich dann lieber die Haare von bekannten schneiden lassen - also schwarz.

    Da ich ja ein großer Fan von Schwarzarbeit bin (weil man dem Staat damit eins auswischen kann), müsste ich also jetzt für Mindestlohn sein. Allerdings würde der Friseur ja nicht mehr so viel Kunden haben. Also Mindereinnahmnen und die Friseurin müsste ebenso entlassen werden.

    Fazit: Mindestlöhne fördern die Arbeitslosigkeit und die Schwarzarbeit.
    Szenario 3
    Der Staat sennkt die horrenden Belastungen für kleine und mittelständige Betriebe.
    Der Friseur kann seine Mitarbeiter leistungsgerecht bezahlen und hat auch noch was davon.

  8. #2187
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    [quote="Roah",p="766715"]
    Zitat Zitat von Paddy",p="766712
    Zitat Zitat von kcwknarf",p="766706
    Zitat Zitat von wingman",p="766678


    Fazit: Mindestlöhne fördern die Arbeitslosigkeit und die Schwarzarbeit.
    Wieder mal völliger Blödsinn. In meiner Umgebung kosten Herrenhaarschnitte bereits lange Zeit ab 15,00 € bis zu 30 €. Und keiner läuft mit langen Haaren rum.

    Bei Dir scheint es auch völlig egal, ob Du auf der Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite stehst. Loyalität ist nicht zu erwarten, nur purer Egoismus.
    Also ich leiste mir das sicher nicht - 30 Euro da lebe ich ja schon eine Woche davon - ich lasse mir meine Haare umsonst schneiden - mit Loyalität kommt man nicht weiter - mit Egoismus schon.
    Kannst ja mal meine ehemaligen Angestellten fragen, die mich und ihre Kollegen durch Illoyalität in die Sch... geritten haben. Ich bin sicher, einen solchen Job haben sie ihr Leben lang nie wieder gekriegt.

    Wenn Du zu geizig bist angemessenen Lohn zun zahlen, dann musst Du Dir eben privat die Haare schneiden lassen. Kein Beinbruch. - Jedoch ist nicht einzusehen, daß Menschen zu Hungerlöhnen arbeiten, weil andere ihr Geld lieber versaufen.

  9. #2188
    Avatar von Roah

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    14.06.2006
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    844

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    [quote="Paddy",p="766722"]
    Zitat Zitat von Roah",p="766715
    Zitat Zitat von Paddy",p="766712
    Zitat Zitat von kcwknarf",p="766706
    Zitat Zitat von wingman",p="766678


    Fazit: Mindestlöhne fördern die Arbeitslosigkeit und die Schwarzarbeit.
    Wieder mal völliger Blödsinn. In meiner Umgebung kosten Herrenhaarschnitte bereits lange Zeit ab 15,00 € bis zu 30 €. Und keiner läuft mit langen Haaren rum.

    Bei Dir scheint es auch völlig egal, ob Du auf der Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite stehst. Loyalität ist nicht zu erwarten, nur purer Egoismus.
    Also ich leiste mir das sicher nicht - 30 Euro da lebe ich ja schon eine Woche davon - ich lasse mir meine Haare umsonst schneiden - mit Loyalität kommt man nicht weiter - mit Egoismus schon.
    Kannst ja mal meine ehemaligen Angestellten fragen, die mich und ihre Kollegen durch Illoyalität in die Sch... geritten haben. Ich bin sicher, einen solchen Job haben sie ihr Leben lang nie wieder gekriegt.

    Wenn Du zu geizig bist angemessenen Lohn zun zahlen, dann musst Du Dir eben privat die Haare schneiden lassen. Kein Beinbruch. - Jedoch ist nicht einzusehen, daß Menschen zu Hungerlöhnen arbeiten, weil andere ihr Geld lieber versaufen.
    Ich trinke nicht -- ich baue Haus und kaufe Wohnungen.

  10. #2189
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="766712
    Bei Dir scheint es auch völlig egal, ob Du auf der Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite stehst. Loyalität ist nicht zu erwarten, nur purer Egoismus.
    Loyal wem gegenüber?
    Es gibt ja da ganz tolle Beispiele.
    Man sollte gefälligst DEUTSCHE Autos kaufen, um den deutschen Arbeitsmarkt anzukurbeln. Ja, und was ist dann mit den Japanern? Ich wäre doch dann unloyal gegenüber den Japanern.

    Oder man sollte zu Tante Emma-Läden gehen, damit die kleinen Geschäfte überleben. Aber was ist dann mit den Verkäufern im großen Supermarkt?

    Man kann eben nicht loyal zu allen sein.

    Und natürlich gehe ich zu dem Friseur, der am günstigsten ist oder der mir den besten Service bietet. Warum soll ich loyal zu jemanden sein, der unloyal zu seinen Kunden ist?

    Und so wie ich denke eben fast alle. Und daher kann es eben nicht funktionieren mit den Mindestlöhnen.
    Im Beispiel mit dem Supermarkt von Thaimax sieht es durchaus etwas anders aus, weil die Preise in der Breite eher langsam anwachsen. Aber trotzdem kann es dazu führen, dass die Bürger z.B. verstärkt im Internet kaufen. Nicht gerade die Butter, aber Haushaltswaren etc.

    Der Bürger ist doch nicht doof. Das wäre ja auch sonst wie eine Spirale, die niemals endet. Alles würde teurer, also fordert man selber mehr Lohn, dann wir wieder alles teurer usw. Die Hyperinflation wäre mit Mindestlohn unausweichlich. Vom Export will ich dann gar nicht mehr sprechen. Deutsche Produkte wären unbezahlbar fürs Ausland, deren Löhne ja nicht mit steigen.

    Also einfach völliger Schwachsinn. Vor allem ist es einfach zu umgehen. Man fordert einfach den Angstellten auf, als freier Mitarbeiter selbstständig für ihn zu arbeiten - ohne Sozialleistungen versteht sich. Und schon kann der Mindestlohn ausgehebelt werden. Scheinselbstständigkeit wird ja mittlerweile kaum noch verfolgt. Ist doch alles schon gang und gebe.

    Ein Mindestlohn wäre also nur eine Heuchelei mehr, die nur blind vor der Realität macht (von allen Seiten aus).
    Aber mir kann es ja egal sein.

  11. #2190
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    [quote="Roah",p="766730"]
    Zitat Zitat von Paddy",p="766722
    Zitat Zitat von Roah",p="766715
    Zitat Zitat von Paddy",p="766712
    Zitat Zitat von kcwknarf",p="766706
    Zitat Zitat von wingman",p="766678


    Fazit: Mindestlöhne fördern die Arbeitslosigkeit und die Schwarzarbeit.
    Wieder mal völliger Blödsinn. In meiner Umgebung kosten Herrenhaarschnitte bereits lange Zeit ab 15,00 € bis zu 30 €. Und keiner läuft mit langen Haaren rum.

    Bei Dir scheint es auch völlig egal, ob Du auf der Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite stehst. Loyalität ist nicht zu erwarten, nur purer Egoismus.
    Also ich leiste mir das sicher nicht - 30 Euro da lebe ich ja schon eine Woche davon - ich lasse mir meine Haare umsonst schneiden - mit Loyalität kommt man nicht weiter - mit Egoismus schon.
    Kannst ja mal meine ehemaligen Angestellten fragen, die mich und ihre Kollegen durch Illoyalität in die Sch... geritten haben. Ich bin sicher, einen solchen Job haben sie ihr Leben lang nie wieder gekriegt.

    Wenn Du zu geizig bist angemessenen Lohn zun zahlen, dann musst Du Dir eben privat die Haare schneiden lassen. Kein Beinbruch. - Jedoch ist nicht einzusehen, daß Menschen zu Hungerlöhnen arbeiten, weil andere ihr Geld lieber versaufen.
    Ich trinke nicht -- ich baue Haus und kaufe Wohnungen.
    Hauptsache, daß Du nicht vom Friseurangestellten erwartest, daß er Dir dies über seinen Hungerlohn mitfinanziert.

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