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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 81.197 Aufrufe

  1. #2111
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Thaimax",p="765997
    Zitat Zitat von Paddy",p="765994
    Zitat Zitat von Thaimax",p="765992
    Für mich ist das ein wirklich unbegreifliches Phänomen, das eigentlich so gut wie überall vorkommt, das Treten auf die Kleinen, bei gleichzeitigem Zusehen bei den wahren Schmarotzern. Mir ist das wirklich unbegreiflich, und ich werde es wahrscheinlich auch nie so richtig kapieren.
    Mir ist die Beliebtheit und der vorausgesagte Wahlsieg
    unheimlich. So bekloppt kann doch eigentlich niemand sein. Immerhin sind die meisten Wählerinnen und Wähler Arbeitnehmer.
    Gab vor ein paar Wochen eine Umfrage, wieviele Prozent der Unterschicht der Meinung ist, dass Wahlen etwas ändern. Es kam, sicherlich auch aufgrund der Art der Fragestellung, satte 0% heraus. Diese Unterschicht widerspiegelt auch meine Meinung.

    Ich gehöre zu denen, die gar nicht wählen, weil ich einfach keine Partei kenne, der ich mit meinem Kreuz eine Legitimation geben möchte die nächsten Jahren nach Belieben zu schalten und zu walten, wie sie das eben gerade möchten. - Das liegt aber auch sicherlich daran, dass es einfach NULL Bindungspflicht einer Partei zu ihrem Wahlprogramm gibt. - Ist für mich eine lächerliche Fake-Veranstaltung, nichts weiter.
    Da ohnehin feststeht wer gewinnt und weil die SPD selbst in der Opposition, sich erstmal neu orientieren und sammeln muss (mit sich selbst beschäftigt sein wird), gibt es für mich die Dringlichkeit einer Opposition, die der Regierung Knüppel zwischen die Beine schmeisst. Zumindest aber eine wache Kontrolle ausübt. Ergo werde ich "die Linke" wählen.

  2.  
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  3. #2112
    Avatar von Nokhu

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="765994
    Mir ist die Beliebtheit und der vorausgesagte Wahlsieg
    unheimlich. So bekloppt kann doch eigentlich niemand sein.
    Jau! Könnte man meinen.

    Aber jeder 2. Nachname in Deutschland ist Lemming. :-(

    Und damit Du nicht alleine bist,
    Zitat Zitat von Paddy",p="765999
    Ergo werde ich "die Linke" wählen.
    ich auch!

  4. #2113
    Avatar von chrissibaer

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    682

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="765994
    Mir ist die Beliebtheit und der vorausgesagte Wahlsieg
    unheimlich. So bekloppt kann doch eigentlich niemand sein. Immerhin sind die meisten Wählerinnen und Wähler Arbeitnehmer.
    Wahrscheinlich will die Mehrheit auch morgen noch einen Job haben und folgt nicht besinnungslos dem Rattenfänger von [s:ac443162e0]Hameln[/s:ac443162e0] Saarbrücken.

  5. #2114
    Avatar von alhash

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Fragt sich welchen Rattenfängern sie noch auf den Leim gehen.

    Kahlschlag kommt nach der Wahl

    Die deutsche Industrie will Stellen im großem Umfang streichen - sobald die Bundestagswahl vorüber ist. Dann läuft das Stillhalteabkommen mit Berlin aus.
    weiter hier:http://www.ftd.de/politik/deutschlan...hl/557336.html

    AlHash

  6. #2115
    Avatar von strike

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    28.011

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Thaimax",p="765997
    Gab vor ein paar Wochen eine Umfrage, wieviele Prozent der Unterschicht der Meinung ist, dass Wahlen etwas ändern. Es kam, sicherlich auch aufgrund der Art der Fragestellung, satte 0% heraus. Diese Unterschicht widerspiegelt auch meine Meinung....
    Na immerhin.
    Wenigstens das haben die Befragten begriffen.
    Wie heisst es: wenn Wahlen wirklich etwas ändern würden, wären sie längst verboten.
    Die Priviligierten lassen sich ihre Tröge nicht mehr nehmen.

    Hier 7 Thesen zu Wahlen:

    1. Was Du wählst kommt nicht bei raus:
    Egal was du wählst, dies führt am Ende nicht unbedingt dazu, dass die Partei mehr Einfluss hat, die Du gewählt hast. Im Zweifelsfall hilfst Du damit sogar einer entgegengesetzten Partei. Aber wenn Deine Stimme nicht eindeutig ist, wozu sie dann vergeben?
    2. Wahlergebnisse: Wer hat DIE eigentlich gewählt?
    Wenn man sich anschaut wie viele der Wahlberechtigten tatsächlich diejenigen gewählt haben, die dann für ALLE Entscheidungen treffen, dann ist das immer eine Minderheit. Deine Stimme ist eine Stimme für ein System, das einer Minderheit die Herrschaftsgewalt über eine Mehrheit verleiht, die dieses System ablehnt. Dabei noch von Mehrheiten zu sprechen ist abwegig.
    3. Wer nicht wählen geht, darf hinterher nicht meckern?
    Aber wenn ich wählen gehe und die Partei meiner Wahl baut Mist, dann bin ich mitverantwortlich. Man sollte nur dann etwas wählen, wenn man auch Vertrauen dazu hat, oder? Auch wenn die eigene Partei keine Mehrheit hat, sondern nur Mehrheitsbeschaffer ist, oder dazu führt, dass sich andere Koalitionen bilden, weil mit Deiner Partei keiner koalieren will: Dann bis Du mit schuldig an Koalitionen, die Deine Partei verhindern wollen!
    4. Herrschaft braucht Legitimation
    Jede Form von Herrschaft sucht eine Legitimation, auf deren Basis sie agieren kann. Ob nun von Gott hergeleitet, vom Blut/Abstammung her, oder durch Wahlen. Deine Stimme rechtfertigt, dass Entscheidungen für uns alle getroffen werden, die Du inhaltlich vielleicht sogar ablehnst. Wenn viele Leute diese Art der Legitimation verweigern würden, so würden diese Entscheidungen auch nicht legitimiert werden.
    5. Was ändert es, zu Wählen?
    Wenn Wahlen etwas ändern würden, warum sind sie dann erlaubt? Oder anders gefragt: Wenn man in die Vergangenheit schaut: Wo haben Stimmen wirklich eine Veränderung gebracht? Vor der Wahl 1998 verkündeten SPD und GRÜNE, das sie Tempo 100 auf Autobahnen einführen wollten. Trotzt Mehrheiten wurde dies nicht umgesetzt. Wir haben dazu bis heute keine Regelungen. D.h. Papier ist geduldig – zu glauben das irgend etwas von dem umgesetzt werden müsse, was in Parteiprogrammen steht ist bestenfalls naiv. Ergo: Du weisst nie was mit Deiner Stimme passiert. Warum sollte man etwas wählen, wenn dies also keine Wahl darstellt?
    6. Aber man muss doch etwas tun? Oder sollen wir immer nur zuschauen?
    Dies ist kein Aufruf zum Nichtstun. Man kann in der Tat sehr viel bewegen. Aber ein Kreuzchen machen kann jeder machen. Aber: Können wir nicht viel mehr? Warum lässt man uns nur einfache Wahlen? Warum ist es so schwer als einfacher Bürger gehört zu werden, wenn es mal wirklich um was geht? Warum hat man gegen die Mehrheitsmeinung eine Wiederaufrüstung der Bundesrepublik, die Stationierung von Mittelstreckenraketen oder auch den Ausbau der Kernenergie betrieben?
    7. Als was soll dann die Alternative sein?
    Direktes Engagement. Anarchie statt Herrschaft von oben. Wir wissen selbst am besten, was für uns gut ist. Es besteht eine gewisse Notwendigkeit diese Interessen zu koordinieren oder auch auszufechten. Die herrschende Demokratie tut dies aber, in dem sie dem einzelnen Macht wegnimmt unter Zurhilfenahme demokratischer Werkzeuge also Macht von Unten nach Oben verlagert. Entscheidungen werden weniger von Leuten vor Ort oder von Betroffenen getroffen, sondern in erster Linie für sie und über ihre Köpfe hinweg. Volksabstimmungen sind kein probates Mittel der Bürgerbeteiligung – denn auch hier herrscht ein relatives Mehrheitsprinzip vor. Eine relative Mehrheit mag eine bestimmte Entscheidung mit ihrer Stimme unterstützen. Aber vielleicht überstimmen sie damit lediglich eine Minorität die als einzige betroffen ist. Dies ist weder klug noch fair. Es muss also darum gehen, dem Einzelnen mehr Kompetenz einzuräumen – und es sollte auch ein solidarisches Prinzip unterstützt werden. Es kann nicht darum gehen Entscheidungen zu treffen, die einzelne gesellschaftliche Gruppen noch weiter stärken. Gesellschaftliche Gruppen stärken in erster Linie die eigenen Interessen, sozusagen für ihre eigene Klasse. Diese sind in modernen Demokratien zwar teilweise durchlässig, ein gesellschaftlicher Aufstieg ist möglich, aber immer nur zulasten derjenigen, die zurück bleiben. Wir brauchen aber mehr Miteinander und weniger Gegeneinander. Weil im gesellschaftlichen Konflikt immer der Stärkere über den Schwächeren dominieren wird. Die Last der Folgen aber tragen alle. Es gibt keinen goldenen Weg für eine bessere Zukunft – und es gibt auch kein einfaches Kreuz, das alleine ausreichen würde, um Änderungen herbeizuführen. In dem Sinne stellen Wahlen eher eine Scheinbeteiligung dar, die anstelle ECHTER Beteiligung propagiert wird, WEIL sie überschaubar ist und für diejenigen, die vom bisherigen System profitieren, das geringere Übel darstellt: Man weiss, das Regierungen wechseln, aber man weiss auch, das keine Wahl wirklich etwas WESENTLICHES an den Verhältnissen ändern wird. Der Wähler geht zur Urne und somit seine Stimme ab an seine Repräsentanten, die damit dann tun und lassen können, was sie wollen!


    Besser kann man es kaum formulieren.
    Quelle http://ritinardo.wordpress.com/2009/...sen-zu-wahlen/

    Gruss,
    Strike

  7. #2116
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von alhash",p="766003
    Fragt sich welchen Rattenfängern sie noch auf den Leim gehen.

    Kahlschlag kommt nach der Wahl

    Die deutsche Industrie will Stellen im großem Umfang streichen - sobald die Bundestagswahl vorüber ist. Dann läuft das Stillhalteabkommen mit Berlin aus.
    weiter hier:http://www.ftd.de/politik/deutschlan...hl/557336.html

    AlHash
    Darüber hinaus werden bei einer CDU/FDP Regierung weitaus mehr zusätzlich zu ihrer Arbeit Hartz4 beantragen müssen, als es jetzt schon der Fall ist. Auch die Leiharbeit wird zur Norm werden, Mindestlöhne und Kündigungschutz gestrichen, Renten verkürzt, usw..

    Also viel Spass beim schuften.

  8. #2117
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von chrissibaer",p="766001
    Zitat Zitat von Paddy",p="765994
    Mir ist die Beliebtheit und der vorausgesagte Wahlsieg
    unheimlich. So bekloppt kann doch eigentlich niemand sein. Immerhin sind die meisten Wählerinnen und Wähler Arbeitnehmer.
    Wahrscheinlich will die Mehrheit auch morgen noch einen Job haben und folgt nicht besinnungslos dem Rattenfänger von [s:6fc90d6ca4]Hameln[/s:6fc90d6ca4] Saarbrücken.
    Dafür folgt sie, wie Du, blind der Polemik vom Rattenfänger, damit sie anschliessend ergänzend Hartz4 beziehen darf.

  9. #2118
    Avatar von chrissibaer

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    31.08.2007
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    682

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von alhash",p="766003
    Fragt sich welchen Rattenfängern sie noch auf den Leim gehen.

    Kahlschlag kommt nach der Wahl

    Die deutsche Industrie will Stellen im großem Umfang streichen - sobald die Bundestagswahl vorüber ist. Dann läuft das Stillhalteabkommen mit Berlin aus.
    weiter hier:http://www.ftd.de/politik/deutschlan...hl/557336.html

    AlHash
    Hast du den Artikel wirklich gelesen und vor allem auch verstanden???

    FTD: "Samuelsson zufolge verliert Deutschland in vielen Fällen hinsichtlich notwendiger Umstrukturierungen kostbare Zeit. Die USA seien im Anpassen schneller."

    FTD: "Mehr als 90 Prozent der Chefvolkswirte, die die FTD in ihrer monatlichen Exklusivumfrage für den Konjunkturschattenrat befragt, schließen einen Anstieg der Arbeitslosenzahl auf fünf Millionen bis Anfang 2011 aus."

    Also wenn man schon die FTD zitiert, dann sollte man auch darauf hinweisen, dass die in dieser Zeitung geforderten Reformen weit darüber hinausgehen, was selbst die FDP in einer (recht unwahrscheinlichen) Alleinregierung niemals beschließen könnte.

  10. #2119
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von chrissibaer",p="766010
    Also wenn man schon die FTD zitiert, dann sollte man auch darauf hinweisen, dass die in dieser Zeitung geforderten Reformen weit darüber hinausgehen, was selbst die FDP in einer (recht unwahrscheinlichen) Alleinregierung niemals beschließen könnte.
    Gefordert wird seit Jahrzehnten, versprochen wurde viel, gehalten wurde nichts.

    Arbeitsbedingungen und Entlohnung wurde immer schlechter, die Gewinne der Unternehmen immer grösser.

    Das Lied kann man schon nicht mehr hören, geschweige denn glauben.

  11. #2120
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="766018
    Arbeitsbedingungen und Entlohnung wurde immer schlechter, die Gewinne der Unternehmen immer grösser.
    Ja, deswegen gehen in Deutschland auch jedes Jahr 30.000 Unternehmen in Insolvenz, weil die Gewinne immer grösser werden......

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