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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 80.761 Aufrufe

  1. #1881
    KKC
    Avatar von KKC

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Na ja, das sich offensichtlich an der 'Wiedervereinigung' einige kräftig gesund gestossen haben ist wohl weitverbreitete Erkenntnis in Deutschland.
    Das Aufarbeitung ist allerdings wohl erst in 50 Jahren möglich.

  2.  
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  3. #1882
    Avatar von franky_23

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Tademori",p="757802

    Daß der Osten wirtschaftlich marode war, wird keiner ernsthaft bestreiten. Laut Wiki gehörte er zur Wende noch zu den führenden 25 Industrienationen, aber was heißt das schon.

    Fakt ist, ....

    Tademori, das Problem der DDR war, dass es auf den Ostmarkt fixiert war. Mit der Perestroika brachen die ganzen Märkte weg. Im Westen waren nur wenige Produkte konkurrenzfähig.

    Die Zahlen dass es ein tolle Volkswirtschaft war beruhen auf Schätzungen vor der WEnde, als man noch vieles schönredete.

    Was ist ein Unternehmen mit überhöhter Belegschaft, somit schlechter Produktivität, veraltetem Equipment, ohne nennenswertes Umweltmanagement bei weggebrochenem Markt realistisch noch Wert.

    Schau doch die Betriebe im Westen an, die von Finanzinvestoren übernommen werden. Der Wert entsteht erst, nachdem eine überzählige Belegschaft abgebaut, alte unproduktive Hüte eliminiert wurden und das Management sich im Wesentlichen auf die Pflege des Kapitals spezialisiert.

    Auch heute ist ein Unternehmen wie Mercedes an der Börse zu weniger zu haben als der physische Wert der Produktionsanlagen, ...



    Sicherlich verdienten Einige sich eine goldene Nase, ...
    Das waren nicht nur Wessies!!!!
    Die überhöhten Grundstückpreise waren eine Immobilienblase, ähnlich der Finanzblase, ... GAb genug Ossies die sich danach im Nichtstun übten,.... Dauerurlauber in Spanien, Italien wurden, ...

    Aber die Investitionen lohnten und lohnen sich. Denn vor der WEnde sah die DDR kaum anders aus als Polen und Tschechien. Da ist heute sehr wohl ein Unterschied erkennbar.

  4. #1883
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    @Franky

    Da sind wir uns völlig einig, komplette Zustimmung. Evtl. bist Du über diesen Satz gestoßen und hast mich da falsch verstanden, ging conrad_r... wohl auch schon so:

    Die DDR-Betriebe sind nicht mangels Konkurrenzfähigkeit pleite gegangen, sie wurden - da Staatseigentum und damit später "Eigentum" der Treuhand - abgewickelt.
    Damit wollte ich einfach nur mal den Unterschied klarmachen, es ist schlicht falsch, daß sie pleite gegangen sind - sie wurden aufgrund negativer Einschätzungen der Treuhand und mangels Investoren letztlich nicht weitergeführt. Richtig ist aber, daß die meisten mit Sicherheit pleite gegangen wären bzw. mit der Wiedervereinigung mangels Eigenkapital etc. de facto schon pleite waren.

    Ich hatte damals beruflich zumindest am Rande mit der Treuhand zu tun. Und mußte mich dadurch zwangsläufig etwas tiefer in diese Materie einarbeiten, zumal da auch immer wieder Stellungnahmen in Form von Presseerklärungen fällig waren.

    Mein Standpunkt war da relativ simpel: Möglichst meistbietend verticken, keine Subventionen, Rest einstampfen. Kündigungsschutzregeln, bürokratische Auflagen etc. für eine Übergangsphase für die neuen Bundesländer soweit wie möglich außer Kraft setzen. Entschädigung geht vor Rückgabe. Damit wäre auch einem großen Teil der Betrügereien ein Riegel vorgeschoben worden.

    Hinterher kann man natürlich schlau reden, aber egal wie man die Werte letztlich einschätzt, so waren sie doch in jedem Fall deutlich höher als die reinen Einstampfkosten.

    Im Endeffekt hat je nach Schätzung die Erhaltung der von der Treuhand verwalteten Jobs 300 000.- - 400 000.- DM pro Arbeitsplatz gekostet (Treuhandminus je nach Quelle 200 - 275 Mrd. DM). Da fallen die paar Mrd. an Betrügereien natürlich nicht groß ins Gewicht. Und so etwas ärgert mich dann als Steuerzahler, es wird ständig überlegt, wie man den Ärmsten und der kleineren Mittelschicht der Gesellschaft noch ein paar Cent mehr aus der Tasche nehmen kann - auf der anderen Seite wird das Geld verballert, als könnte man auf Knopfdruck neues bekommen. Tatsächlich wird genau das wohl auch bald passieren, zumindest die Jobs der Bundesdruckerei dürften im Moment absolut ungefährdet sein.

    Doch bei aller Kritik muß man doch anerkennen, daß insgesamt relativ zügig eine Grundlage geschaffen wurde, die Wirtschaft Ost soweit wie möglich auf eigene Beine zu stellen.

    Und die Hauptgewinner waren wahrscheinlich neben einigen SED-Insidern die ostdeutschen Bauern, da die tatsächlich in größerem Umfang über privates Land verfügten.

    Meine Tante hat sich ein Haus an der Ostsee Nähe Lübeck (Ostseite) gebaut, der Verkäufer - bis zur Wende einfacher Bauer - hatte insgesamt 9 Hektar größtenteils Bauland direkt an der Ostsee. Der Quadratmeterpreis Bauland dürfte inzwischen bei rund 100.- € liegen. Einen landwirtschaftlichen Teil davon hat er vor ein paar Jahren an Fielmann für dessen private Ökolandwirtschaftsideen verpachtet...

  5. #1884
    Avatar von Conrad

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Tademori",p="757951

    Und die Hauptgewinner waren wahrscheinlich neben einigen SED-Insidern die ostdeutschen Bauern, da die tatsächlich in größerem Umfang über privates Land verfügten.

    .
    Du hast nun wirklich überhaupt keine Ahnung, oder ? Schon mal was von LPG gehört ? Privaten Landbesitz von Bauern gab es in der DDR nicht. Und die DDR war schon Anfang der 80er pleite, wenn sie den von F.J. Strauß vermittelten Milliardenkredit nicht bekommen hätten, die lebten zum großen Teil von den Transitgebühren für die von der Bundesrepublik bezahlten Autobahnen nach West-Berlin.

    Die DDR-Betriebe waren pleite, weil sie keinerlei konkurrenzfähige Produkte anzubieten hatten, nach 1989 hat kein Mensch mehr Ostprodukte gekauft. Nenn mir mal ein Ostprodukt, welches konkurrenzfähig war. Ein einziges nur !

    Schau dir mal Bilder von Bitterfeld 1989 an, eine Umweltkatastrophe sondergleichen, Teile von Dresden u. Leipzig lagen in Trümmern, alle Altbauten verrottet. In Teilen Ostberlin sah es aus, als wenn der 2. Weltkrieg vor 5 Minuten vorbei war.

    Seit 20 Jahren werden jedes Jahr über 100 Milliarden Euro in den Osten gepumpt, warum wohl ? Weil es "die zehntgrößte Industrienation" der Welt war ? Schon mal was von Solidarbeitrag gehört ?

    Der "Sozialismus" ist halt ein asoziales System, das konnte nur in der totalen Pleite enden, siehe Nordkorea oder Kuba.

  6. #1885
    Avatar von Ban Bagau

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    DDR hin oder her heute nicht mehr zeitgemäß.Abstzprobleme wie hier angesprochen beim PKW mit Bestllfrist über 10 Jahre und anderen Produkten hatten sie wohl nicht.Aber das hatte wohl andere Gründe.Konkurenzfähig waren sie auch auf dem osteuropäischen Markt.Warum?Weil sie zu dieser Zeit nur für den Osteuropäischen Makt produzieren mußten.Ob die Produkte schön waren?Geschmackssache.Ging wohl eher um die funktionalität.
    (Die politischen fehler wurden beiderseits der Grenzen gemacht.)
    Nur heute 20 Jahre später, nach politischen Umbrüchen und einer umstruktuierung des Weltmakthandels steuern wir in Deutschland auf die selbe Klippe zu, die wir vermemeintlich als Grund zu erkennen gesehen haben, für den Untergang der DDR.Dies finde ich höchst bedenklich.Nur niemand in der Politik erinnert sich daran und wenn, dann wird es nur damit begründet das Banken werden müssen oder Arbeitsplätze gerrettet werden müssen.Für die betroffenen schon klar.Aber zu welchen Preis?...und welcher zukunftsicherheit?Ist das ein stabiles unangreifbares System das bei der kleinsten Erschütterrung oder Veränderrung von außer standhält oder gleich wieder in Totenstarre verfällt?
    Outsourcen, klar weil die Lohnkosten zu hoch sind.Warum?Weil an der Börse die besten und schnellsten Gewinne zu erziehlen sind für eine schmale Produktion.Aber ich unterspüle mir damit das eigene Fundament.Da ich die eiserne Regel des Kapitelismus breche und der heißt Konsum und nichts anderes.Alles ist darauf ausgelegt.Anders kan das System nicht funktionieren und tut es ja auch nicht mehr.Wenn ich den Verbraucher die Einnahmequelle entziehe kann er nicht mehr konsumierenalso auch keine Produkte kaufen.Vertraue das in den Outgesourcten Ländern die Produkte abgesetz werden,nun das hat man ja in Polen und Tschechien gesehen.wie sollen die kaufen wenn sie nur ein Bruchteil dessen verdiehnen.Die Lohnkosten reichen zwar für einigermaßen für ihre Lebenshaltungkosten in ihren Ländern aber nicht für Deutsche,für deutsche schon überteuerte Produkte.So daß zB. VW seine PKW dort für 10 bis 15Tausend Euro billiger anbietet,wenn mann einen Wohnsitz in Polen hat.Nun Frage?Wer bezahlt das?Der Steuerzahler?Oder verarscht man uns und macht die Produkte küstlisch teurer.Wenn nicht,gehts also doch billiger?
    Mit den Eintritt der Lander in die EU sind die Lebenshaltungskosten bei denen auch gestiegen.So daß sich die Erdbeerpflücker sich es auch nicht mehr leisten können für 1.50-2.50EUR auf deutschen Feldern zu verbringen,sondern nach Holland oder Spanien ziehen wo sie mehr verdiehnen.Oh wunder?Warum können die Hölländischen und Spanischen Bauern das?Bekommen die mehr Subverntionen von der EU oder wie?
    ...und das Debakel mit China ist ja bekannt.Wo man mehr verschenkt hat als eingenommen.Aus der Geschichte unlehrnfähig das man in China kein Fuß in die Tür bekommt.
    Hin oder her Beispiele der Grenzenlosen Saublödheit unser Wirtschaft und unserer Politik gäbe es noch tausende.
    Fakt ist solange nur kurzfristig gedacht wird,hier mal ein paar Mill.da mal ein paar Mill.um unter dem vorwand Arbeitsplätze zu sichern Geld verschleudert wird,wird die Talfahrt weitergehen,vielleicht nich so rasant aber immer schön kontinuierlich.Es hilft nur ein radikaler Kahlschlagmit einem Strich unter der Endabrechnung das jedem der Vorteil einer Nachhachaltigkeit in der Firmenpolitik vor Augen geführt wird und schluß gemacht wird mit dem in Watte gepacke und den politschen Gewinsel das nur den Sinn hat die übrig gebliebenen Steuergelder geschickt an die Unternehmen zu verteilen.

  7. #1886
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Du hast nun wirklich überhaupt keine Ahnung, oder ? Schon mal was von LPG gehört ? Privaten Landbesitz von Bauern gab es in der DDR nicht.
    Wiki:
    Die meisten LPG-Statuten sahen vor, dass die Genossenschaftsbauern neben ihrer Tätigkeit in der LPG in geringem Umfang eine "individuelle Hauswirtschaft" betreiben konnten. Diese beschränkte sich auf eine profitable Nutztierhaltung. Jedem Mitglied standen meist 0,5 Hektar Land zu.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Br...art128,2470056

    Nach der Wiedervereinigung wurde das ostdeutsche „Volkseigentum“ wieder in Privateigentum umgewandelt. Für die ehemaligen Bodenreform-Grundstücke wurde festgelegt, dass sie nur an diejenigen rückübertragen werden sollten, die in der DDR landwirtschaftlich tätig waren – oder deren Erben, sofern sie ebenfalls landwirtschaftlich tätig waren. Und nur dann, wenn es solche Personen nicht gäbe, fiele das jeweilige Grundstück der Regelung zufolge dem Land zu – und auch das nur, sofern dieses seinen Anspruch bis Oktober 2000 gesichert hätte.

    Erfolgreiche Produkte (nur eins): Thüringer Bratwurst ;-D

  8. #1887
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    @ Ban Bagau Du hast ja so recht...... aber weiterdenkende wie Du und ich werden ja im allgemeinen als sozialromantische Spinner angesehen......

  9. #1888
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Tademori",p="757966
    [...]
    Erfolgreiche Produkte (nur eins): Thüringer Bratwurst ;-D
    Spreewald Gurken
    Nordhäuser Korn

  10. #1889
    Avatar von Yogi

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="758057
    Zitat Zitat von Tademori",p="757966
    [...]
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    und nicht zu vergessen die Goldbroiler. ;-D

  11. #1890
    Avatar von J-M-F

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    die nächste stufe der kriese kommt ins rollen - lohndeflation -

    diese lohndeflation setzt aber ohne eine großartige preisdeflation ein. ergo die kriese wird nur zum besseren umschichten des geldes von unten nach oben genutzt. wie die bankenkriese auch.



    quelle: http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/[/img]

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