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Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr?

Erstellt von LuckyTom, 25.01.2009, 10:17 Uhr · 3.258 Antworten · 81.217 Aufrufe

  1. #1031
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Beitrag aus GEAB (siehe Link)

    Angesichts der steil ansteigenden öffentlichen Defizite in den USA drängt sich die Zahlungsunfähigkeit der USA im Sommer 2009 als logische Folge einer langjährigen verantwortungslosen Schuldenpolitik auf: Die Ausgaben sind um 41% gestiegen, während die Einnahmen um 28% einbrachen. Wir haben diese Entwicklung schon vor einem Jahr vorher gesagt. Allein im März 2009 hat sich das Bundesdefizit um beinahe 200 Milliarden Dollar erweitert und damit die pessimistischsten Einschätzungen noch übertroffen. In nur einem Monat haben die öffentlichen Haushalte (Bund, Staaten, Kreise, Gemeinden) in den USA soviel Schulden angehäuft wie in sechs Monaten des bisherigen Rekordjahrs 2008.
    http://www.leap2020.eu/Alles-was-Sie...ollen_r45.html

  2.  
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  3. #1032
    Avatar von Conrad

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Fiat verspricht nur Erhalt von drei Opel-Werken

    Rüsselsheim, Bochum, Eisenach: Diese drei Opel-Werke in Deutschland will Fiat erhalten, wenn ein Kauf des maroden Autobauers klappt. Das sagte Wirtschaftsminister Guttenberg nach einem Gespräch mit dem italienischen Konzernchef Marchionne - Kaiserslautern steht damit zur Disposition
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,622720,00.html

    Ich schätze mal, da verspricht er zuviel. Als Produktionsstandort kann man Deutschland vergessen. Zu teuer... Oder es werden die Löhne gedrückt, da ist man ja bei Daimler schon kräftig dabei.

  4. #1033
    Avatar von wingman

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    das lohndumping nahm seinen lauf als man in deutschland die zeit und arbeitnehmerverleiher zugelassen hat. das öffnete dem ganzen desaster tür und tor. das ergebnis haben wir heute........es gibt kaum noch normale jobs.
    den preis dafür zahlen die berufsanfänger, kaum ausbildungsplätze und dank dieser geierfirmen bereits jetzt von allgegenwärtiger hire und fire gangart konfrontiert.
    wo also geht der zug hin? was ist der nächste schritt? tagelöhner.....??
    man komme nun nicht mit der phrase das dies inzwischen normalität sei. klar begrüssen es unternehmen wenn sie überschüssige angestellte einfach los werden können.
    fehler können (und sollten) behoben werden, sonst sehe ich für die kommenden berufsanfänger rabenschwarz.

  5. #1034
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von wingman",p="720652
    [...] es gibt kaum noch normale jobs. [...]
    Quellen, Links?

    Oder ist das mal wieder Bild-Zeitungs-Propaganda?

  6. #1035
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="720687
    Zitat Zitat von wingman",p="720652
    [...] es gibt kaum noch normale jobs. [...]
    Quellen, Links?

    Oder ist das mal wieder Bild-Zeitungs-Propaganda?
    Pure Polemik.

    Es gibt vermehrt Städte und Landkreise in D, da braucht es keine BILD um diesen Zustand festzustellen. Von Brasilien aus kann man das allerdings nicht.

  7. #1036
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="720690
    [...] Von Brasilien aus kann man das allerdings nicht.
    In deinem Fenster liegend wohl eher, nicht wahr?

    Ich habe natürlich den ganzen Tag nicht so viel Zeit wie du, konnte aber auf die Schnelle einige Zahlen von 2007 erlangen. Diese sollten, entsprechend interpoliert, auch auf die jetzige Situation zumindest hinweisend gültig sein.

    Stand 2007:
    Anzahl abhängig Beschäftigter: ca. 26 Mio.
    http://www.ahkungarn.hu/wirtschaftsn...chewirtschaft/

    Dem entgegen stehen die Bschäftigten in der gewerblichen Zeitarbeit: ca. 614.000
    http://www.bza.de/54.html

    Zumindest rein mathematisch gesehen treffen Attribute wie "kaum" und "noch" eher weniger zu.

    Dass es jedoch eine stark wahrnehmbare Tendenz zu einer Verringerung der erstgenannten Gruppe gibt, ist nicht von der Hand zu weisen...
    http://www.dia-vorsorge.de/downloads/df010112.pdf
    ... ist m. E. aber eher als Umstrukturierung als ein Nachteil zu sehen.

  8. #1037
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="720692
    Zitat Zitat von Paddy",p="720690
    [...] Von Brasilien aus kann man das allerdings nicht.
    In deinem Fenster liegend wohl eher, nicht wahr?

    Ich habe natürlich den ganzen Tag nicht so viel Zeit wie du...
    Du meinst also, wenn Lamai seine negative Phantasie auslebt, müsstest Du Dich gleich dranhängen?

    Ich liege niemals im Fenster und meine Zeit ist knapp.

    Aber Traumtänzer wissen das ja bessser. ;-D

  9. #1038
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von Paddy",p="720694
    Du meinst also, wenn Lamai seine negative Phantasie auslebt, müsstest Du Dich gleich dranhängen? [...]
    Meine vollständige Meinung darf ich aus Gründen der Nutzungsbedigungen des Nittaya leider nicht von mir geben, da sie dir gegenüber nicht wohlwollend wär.

    Was hältst du denn zur Abwechselung davon, mal auf Argumente zu antworten, anstelle deinen Lieblingsgegner vorzuschieben.

    [...]
    Ich liege niemals im Fenster und meine Zeit ist knapp.
    [...]
    Stell' dir vor, du müsstest einen Gutteil deiner Zeit mit Arbeit verbringen - was bliebe dann?

  10. #1039
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Zitat Zitat von wingman",p="720652
    das lohndumping nahm seinen lauf als man in deutschland die zeit und arbeitnehmerverleiher zugelassen hat. das öffnete dem ganzen desaster tür und tor.
    Das ist ein Teil der Wahrheit.
    Neben den Zeitarbeitern werden eben vermehrt auch Azubis, studentische Aushilfskräfte oder günstige Quereinsteiger den teuren ausgebildeten Experten vorgezogen.
    Ich must leier mehrmals selber darunter leiden.

    Aber will man es den Unternehmen vorwerfen? Warum sollte eigentlich ein Unternehmen sozial denken, wenn es die Neid-Gesellschaft selber nicht gebacken bekommt?
    Die Firmen haben halt gemerkt, dass es viele Jobs gibt, wo eine Ausbildung gar nicht nötig ist, weil sich die Zeit so schnell wandelt, dass man das Erlernte nach kurzer Zeit eh nicht mehr anwenden kann. Und wer hat Zeit und Geld, seine Mitarbeiter ständig zu schulen? da setzt man lieber auf neue Hilfskräfte, die zumindestens up-to-date sind.

    Viele Unternehmer müssen selber ums Überleben kämpfen (dank der Steuerpolitik und anderen Hürden des Staates). Wie soll er sich da noch um die persönlichen Belange seiner Angestellten kümmern.

    Aus dem Gesichtspunkt kann man diese Geschäftspraktiken durchaus nachvollziehen. Nur wer langfristig erfolgerich bleben will, kann auch als Unternehmer so nicht denken. Da sind die Angestellten halt mehr als Büromaterial. Doch wer kann denn heutzutage überhaupt langfristig denken? Man sieht doch, dass auch Traditionsunternehmen (die ja zumeist sehr wohl viel für ihre Mitarbeiter getan haben) alle pleite gehen.

    Man sollte also sich von der Wunschvorstellung, Unternehmen sollten ein soziales Gewissen haben, verabschieden. Einige Unternehmer hatten das eh nie und die anderen können es sich einfach nicht mehr leisten.

    Denn damit kommen wir zur zweiten Wahrheit:
    die Globalisierung.
    Heute kann man seine Löhne, preiswert etc. eben nicht mehr alleine mit dem Geschäft im Nachbarort vergleichen, sondern eben auch weltweit mit Firmen aus Indien, Thailand oder China.
    Es ist leichter denn je (gerade für internationale Konzerne), sich den Standort weltweit auszusuchen. Natürlich wähle ich dann den optimalen Ort mit günstigen Mitarbeitern, die trotzdem clever genug sind, einsatzbereit und wo der Staat den Untermehmen auch kein großen Hürden hinstellt.
    Da kann Deutschland natürlich nie und nimmer mithalten.
    Auch das ist nun mal eine unverrückbare Tatsache.

    Zitat Zitat von wingman",p="720652
    wo also geht der zug hin? was ist der nächste schritt? tagelöhner.....??
    Durchaus möglich. Die Löhne werden garantiert weiter sinken. Damit sollte man sich abfinden. Wenn man sie künstlich hochhält führt das zwangsläufig zu höheren Arbeitslosenzahlen.

    Aber der Arbeitnehmer kann doch etwas dagegen tun. Zum einen fallen ja auch logischerweise die Preise (passiert ja im Moment mal wieder wie ALDI usw. belegen). Insofern benötigt der Deutsche auch nicht mehr so viel zum Leben.
    Zum anderen bietet die Globalisierung auch dem deutschen Verbraucher die Chance, einzukaufen, wo man will. Man suche einfach im Internet Shops aus China oder Thailand und bestelle dort. Im Moment gibt es noch den Zoll, aber der wird auch bald sein Dasein beenden müssen.

    Und man kann eben auch seinen Wohnort ändern. Wenn man in Deutschland nicht mehr so viel verdinet, kann man auch nach Indien ziehen und dort arbeiten. Man verdient auch nicht viel, aber die Lebenshaltunsgkosten sind noch günstiger und es ist wärmer. Aber am Ende wird sich alles weltweit angleichen.

    Man sollte die Zeit also nutzen, um persönliche Alternativen zu suchen. Sich von deutschen Firmen und der Politik abhängig zu machen, ist ohnehin der falsche Weg.

    Zitat Zitat von wingman",p="720652
    ... sonst sehe ich für die kommenden berufsanfänger rabenschwarz.
    Aber nur für diejenigen, die auf den Rat der Eltern hören und sich in veralteten Berufen ausbilden lassen.
    Das alte Bildungssystem hat ausgedient. Es ist unflexibel, zu zeitaufwendig und absolut nicht mehr zeitgemäss.
    Das siehst du doch selber an deíner Ausbildung, oder?
    Ich als Diplom-Informatiker kann auch nur noch 1% meiner Ausbildung fachlich nutzen. Der Rest ist völlig überholt und sogar eher kontraproduktiv.

    Es entstehen täglich so viele neue Berufsarten. Und mit etwas Grips im Kopf schafft man sich selber seinen eigenen einzigartigen Beruf. Dazu muss man sich nicht ausbilden lassen. Im Gegenteil: da kann man bald selber ausbilden.

    Wenn ich nur an die globale Welt denke, fallen mir auf Anhieb sicherlich 100 Dinge ein, die es noch nicht gibt, aber mit denen ich jeweils gut leben könnte.

    Daher mein Rat an die Jugend:
    schon während der Schulzeit versuchen, mit seinem Hobby Geld zu verdienen. Da hat man genügend Zeit, vieles auszuprobieren (ggf. über die Eltern als Scheinfirma).
    Wenn es nicht klappt, entweder nicht aufgeben oder etwas neues testen. Wenn man dann mit 18 immer noch kein Millionär sit, kann man ja nebenbei trotzdem noch eine Ausbildung oder Studium starten.

    Aber gerade heutzutage haben junge Leute doch so viele Chancen wie noch nie vorher. Sie brauchen nur die RICHTIGE Unterstützung von den Eltern, Motivation, Kreativität und Selbstvertrauen (auch in die Zukunft).

    Ich wäre jedenfalls gerade heute nochmal gerne Kind, weil mir die Welt zu Füssen liegen würde.

    Oder wie willst du den Status Quo erhalten? Rückkehr ins Deutschland mit Mauern? Strafen für Unternehmen, die das Land verlassen? Mindestlöhne, die kaum jemand bezahlen kann? Wie willst du dann die Inflation in den Griff bekommen?

    Natürlich ist es zum Jammern, wie sich viele Unternehmen verhalten. Ging mir doch genauso. Aber im Grunde ist es doch die eigene Schuld, weil man sich einfach zu sehr zurücklehnt und glaubt, der Moment besteht für die Ewigkeit. Nein, das war einmal (für eine realtiv kurze Zeitspanne, wenn man mal die gesamte deutsche Geschichte betrachtet). Der Sozialsstaat war ein schönes Märchenschloss, dass auch 30 bis 40 Jahre einigermassen funktuionierte. Aber wie jedes Schloß, das nicht gepflegt wird, fällt es eben auch mal zususammen.

    Und so kommt halt wieder der natürliche Prozeß zum Tragen. Der Mensch ist wieder wie ein Tier, das täglich auf Futtersuche gehen muss. Das ist halt das Naturgesetz. Da kann man niemanden einen Vorwurf machen. Man kann es halt nur akzeptieren und dementsprechend handeln oder jammern und verhungern.

  11. #1040
    Avatar von Conrad

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    Re: Wirtschaftskrise - Wo geht der "Zug hin" - was denkt Ihr

    Wenn ich dieses Geunke höre von wegen "die Arbeitslosigkeit wird ja noch gewaltig ansteigen".....das haben die Schwarzmaler schon vor 6 Monaten erzählt. Tatsache ist, dass wir eine Arbeitslosigkeit von ca. 8% haben, was nicht gerade viel ist, denn wir hatten vor einigen Jahren schon erheblich höhere Arbeitslosigkeit und verhungert ist trotzdem keiner.

    SPIEGEL ONLINE: Herr Häuser, Sie wissen, wie Armut in Deutschland aussieht. Macht Ihnen die sich verschärfende Krise Angst?

    Gerd Häuser: Angst nicht, aber ich bin unsicher geworden. [highlight=yellow:008c347747]Die wirtschaftliche Entwicklung lässt sich nicht mehr voraussagen, die Prognosen sind nicht mehr verlässlich.[/highlight:008c347747] Nur eines ist klar: Die Zahl der Arbeitslosen wird deutlich steigen - und damit auch die Zahl der Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621758,00.html

    Was der Mann da für einen Blödsinn erzählt, merkt der überhaupt noch was ? Einerseits erzählt er, die wirtschaftliche Entwicklung läßt sich nicht vorhersagen, andererseits widerspricht er sich im nächsten Satz schon und prognostisziert ein Steigen der Arbeitslosigkeit.

    Also was denn nun ?

    Für mich zählen nur Fakten und nicht das Unken von irgendwelchen Sozialheinis. Und da muß man mal feststellen, dass die Arbeitslosigkeit nicht angestiegen ist, obwohl letztes Jahr im Herbst über 4 Mio. Arbeitslose vorhergesagt wurden.

    Im übrigen sind Firmen wie Opel eh schon lange pleite, wenn ich da arbeiten würde, würde ich mir mal langsam überlegen, ob ich nicht ne Weiterbildung oder Umschulung machen sollte, statt mir von dieser Zitterpartie ohne Ende das Leben vermiesen zu lassen.

    PS.: 3.5 Mio. Arbeitslose hatten wir vor 10 Jahren auch schon und da wurde auch der Untergang des christlichen Abendlandes (wie wir es kennen) heraufbeschworen. Geändert hat das alles nichts. Business as usual.......

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