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Willkommen in der EU

Erstellt von brumfiz, 23.05.2013, 02:21 Uhr · 110 Antworten · 9.357 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Dune

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    Bohlen würde sagen, ich kollabier gleich und ich nenne es mal Schnappatmung. Knarf, welchen Gedanken verbindest Du mit persönlichen Verlusten, weil wir ja Griechenland & Co. unter die Arme greifen? Meinen kann ich Dir benennen, die Lohnsteigerungen in Deutschland gehen nicht ganz konform mit der Inflationsrate und auch nicht mit der damit verbundenen Verteuerungen aller Dinge. Somit ist die eigene Zufriedenheit mit geleisteter Arbeit und der Entlohnung, nennen wir es mal milde ausgedrückt wenig zufrieden. Zudem sollte auch benannt werden, dass wir 'persönlich' als Deutsche und nicht die Politik der EU dafür verantwortlich gemacht werden. Es begegnet einem schon etwas Argwohn in Griechenland, wenn man dort Urlaub macht. Ich spreche hier aus erster Handerfahrung, weil ich einmal im Jahr dort bin. Glaube mir, es nutzt auch keine Diskussion darüber, warum und weshalb dort so ein finanzielle Misere ist, das macht die Kluft nur noch größer. Ich finde es befremdlich, wenn wir die soziale Hängematte aufspannen, selber in Deutschland z.B. Rentner an der Grenze zur Armut leben haben und anderen helfen, aber nicht den Menschen vor unsere Haustier.
    Dein Afrika- Einwurf... ich denke, dies sind unterschiedliche Paar Schuhe. Das Problem mit der dortigen Armut, haben wir länger als überhaupt ein Gedanke an EU verschwendet wurde. Es wäre lösbar... es müsste dort niemand hungern, wenn man bedenkt, wieviel Lebensmittel in der westlichen Welt vernichtet wurden oder auch werden. Jetzt könnte man Vermutungen anstellen, warum das so ist.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Chris67 Beitrag anzeigen
    Schwafel doch nicht rum und stehe zu dem was Du geschrieben hast! Ich zitiere nochmal, etwas erweitert. Relevante Stelle von mir hervorgehoben:
    Ist ja auch völlig korrekt. Nur um das verständlich rüberzubringen, müsste ich länger ausholen. Daher habe ich es dann auf einen beschränkten Wirtschaftsraum bezogen. Grundsätzlich gilt das aber eben auch für Europa zu Afrika. Nur dann müsste man in der Tat die Kaufkraft nehmen, wodurch dann 100 EUR nicht 100 EUR wäre (also rein nominell), aber im Vergleich zur Kaufkraft dann sehr wohl. Ich denke nur, dass diesen recht komplexen mathematischen Ansatz hier keiner nachvollziehen kann.
    Irgendjemand wollte ja, dass ich mich verständlich ausdrücke. Das zwingt mich dann eben zu Kürzungen.

    Ich kann es aber auch gernell so versuchen: bekommt ein armes Kind in Afrika etwas geschenkt (egal, was) ist es glücklicher als ein reicher Europäer, der gerade seine 10 EUR Praxisgebühr hinblättern muß - selbst wenn das Kind 0 EUR besitzt und der Europäer Millionär ist. Man sieht also eher eine augenblickliche Situation als den Dauerzustand.

  4. #33
    Avatar von rolf2

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    ich ahne schlimmes

  5. #34
    Avatar von Chris67

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    @dune,

    Afrika könnte sich sehr gut selbst ernähren, wenn dort anständig gewirtschaftet würde. Und wenn die Menschen in Ruhe und Sicherheit ihre Felder bestellen könnten, ohne Angst haben zu müssen von irgendwelchen irren Rebellengruppen oder islamistischen "Milizen" niedergemetzelt zu werden. Stichworte Boko Haram in Nigeria, Al-Shabab in Somalia.

  6. #35
    Avatar von Chris67

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Ist ja auch völlig korrekt. Nur um das verständlich rüberzubringen, müsste ich länger ausholen. Daher habe ich es dann auf einen beschränkten Wirtschaftsraum bezogen. Grundsätzlich gilt das aber eben auch für Europa zu Afrika. Nur dann müsste man in der Tat die Kaufkraft nehmen, wodurch dann 100 EUR nicht 100 EUR wäre (also rein nominell), aber im Vergleich zur Kaufkraft dann sehr wohl. Ich denke nur, dass diesen recht komplexen mathematischen Ansatz hier keiner nachvollziehen kann.
    Irgendjemand wollte ja, dass ich mich verständlich ausdrücke. Das zwingt mich dann eben zu Kürzungen.

    Ich kann es aber auch gernell so versuchen: bekommt ein armes Kind in Afrika etwas geschenkt (egal, was) ist es glücklicher als ein reicher Europäer, der gerade seine 10 EUR Praxisgebühr hinblättern muß - selbst wenn das Kind 0 EUR besitzt und der Europäer Millionär ist. Man sieht also eher eine augenblickliche Situation als den Dauerzustand.
    Ich habe den Eindruck Du verstehst das nicht. 100€ sind in Afrika nicht nur nominell nicht 100€, sondern auch von der Kaufkraft her wesentliich mehr wert als hier bei uns.

    100€ sind z.B. zur Zeit 904 Ägyptische Pfund (EGP). Das ist der nominelle Unterschied.

    Ich war des öfteren in Ägypten, daher weiß ich wie lange man in Ägypten mit 100€ überleben kann. Ich war ausserhalb der Touristenorte und hatte Selbstverpflegung. Selbst wenn man im Restaurant essen geht, was sich der Durchschnittsägypter nur alle Jubeljahre mal erlaubt, kommt man locker für etwa 4-5€ am Abend mit Getränken hin. Ein Ägypter kommt mit 500 EGP im Monat aus, und damit füttert er noch seine frau und zwei Kinder durch. Soviel zur kaufkraft

    In Indonesien z.B. waren wir mit 14 Personen im Restaurant (kein schlechtes) und haben inkl. Getränke etwa 54 US$ bezahlt.

    Und Du erzählst hier 100 € hätten in Afrika die gleiche kaufkraft wie in Europa???

  7. #36
    Avatar von Dune

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    Zitat Zitat von Chris67 Beitrag anzeigen
    @dune,

    Afrika könnte sich sehr gut selbst ernähren, wenn dort anständig gewirtschaftet würde. Und wenn die Menschen in Ruhe und Sicherheit ihre Felder bestellen könnten, ohne Angst haben zu müssen von irgendwelchen irren Rebellengruppen oder islamistischen "Milizen" niedergemetzelt zu werden. Stichworte Boko Haram in Nigeria, Al-Shabab in Somalia.
    Vielleicht hätte ich besser schreiben sollen, man könnte noch weitere Vermutungen anstellen.

  8. #37
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Dune Beitrag anzeigen
    Meinen kann ich Dir benennen, die Lohnsteigerungen in Deutschland gehen nicht ganz konform mit der Inflationsrate und auch nicht mit der damit verbundenen Verteuerungen aller Dinge.
    Das ist aber kein Faktum, sondern nur ein Gefühl. Die angeblichen Verteuerungen müssen ja mit anderen Dingen "verrechnet" werden (z.B. Benzinsparen wegen größerer Supermarkt-Fülle). Da die Deutschen immer reicher werden muss ja die Kaufkraft ständig höher werden. Die Inflationshöhe berücksichtigt ja lediglich bestimmte Preise. Auch die Löhne kann man nicht einfach so für sich stehen lassen. Was zählt, ist das Gesamtergebnis.

    Und selbst wenn alles ein wenig teurer werden würde, fällt das bei dem Reichtum doch gar nicht auf. 10% Abzug von extrem viel ist immer noch sehr viel. Dagegen sind 1% Abzug von sehr wenig relativ viel.

    Zitat Zitat von Dune Beitrag anzeigen
    Zudem sollte auch benannt werden, dass wir 'persönlich' als Deutsche und nicht die Politik der EU dafür verantwortlich gemacht werden.
    Tja, das sind eben die fatalen Folgen der sogenannten Demokratie. Die Regierung entscheidet ja immer im Namen des Volkes. Die meisten Deutschen glauben ja ernsthaft, man würde in einer Demokratie leben. Wenn dem so ist, dann müssen natürlich auch alle Leute mit der Entscheidung ihrer Vertretung leben. Das ist ja Demokratie.
    Mal abgesehen davon, dass das System kaum etwas mit Demokratie zu tun hat, hat man es eben allen eingeimpft. Und die Griechen denken sich dann eben, dass alle Deutschen eben so entschieden haben.

    Dass die Griechen an ihrer Misere selbst Schuld sind, verdrängen sie natürlich. Aber so sind die Sozis in Deutschland ja auch. Schuld sind immer nur die Reichen. Es gibt keine Faulen, sondern nur Menschen, die ungleiche Chancen hatten. Daher müsse man umverteilen. Also das hört man in Deutschland und eben auch in Griechenland. Wer will auch plötzlich arbeiten, wenn man jahrelang schlafend durchs Leben gehen konnte? Das ist halt menschlich. Daher kann man den Ärger der Griechen schon verstehen, auch wenn er natürlich falsch ist.

    Hinzu kommt nun aber, dass ausgerechnet Deutschland in Europa bestimmt, wo es lang geht. Immerhin war es Deutschland, die im letzten Jahrhundert die meisten Schulden gemacht haben und ander Länder durch ihre Weltkriege in den Ruin getrieben haben. Und Deutschland wurden die meisten Schulden von den Aliierten gestrichen.
    Auch war es Deutschland, das mit als erstes Land die geforderte Schuldengrenze der EU überschritten hat und eigentlich dafür bestraft werden müsste.

    Und ausgerechnet dieses Deutschland will nun anderen Ländern vorschreiben, wie sie mit Geld umgehen sollen.
    Das ist doch dann selbstverständlich, dass das viele nicht begreifen (wollen), zumal ja Deutschland als fast einziges Land in den letzten Jahren aus der sogenannten Krise unbeschadet herausging. Dass das hauptsächlich an den deutschen Unternehmern lag, die den Überblick bewahrten und eben nicht auf Politiker gehört hatten, verstehen die natürlich nicht.

    Und die ....-Vergangenheit wird Deutschland natürlich auch noch einige Jahrzehnte nachhängen. Man hätte eben keinen Weltkrieg anzetteln sollen. Das kann man sich eben vorher überlegen, wie beliebt man sich und seine Nachfahren damit in der Welt macht.

    Ich würde es als Grieche zwar anders machen, aber ich habe durchaus für die Wut Verständnis. Und das muss man eben auch als Deutscher aushalten. Angeblich haben wir ja eine Demokratie. Dann kann man ja auch Parteien wählen, die wirklich eurofreundlich sind. Allerdings gibt es die nicht, weil ja jede Partei erstmal nur an Deutsche denkt. Das finden ja auch die meisten Bürger richtig. Aber mit den Konsequenzen wollen sie dann nicht leben.... So, so...


    Zitat Zitat von Dune Beitrag anzeigen
    Ich finde es befremdlich, wenn wir die soziale Hängematte aufspannen, selber in Deutschland z.B. Rentner an der Grenze zur Armut leben haben und anderen helfen, aber nicht den Menschen vor unsere Haustier.
    .
    Kein Rentner lebt an der Grenze zur Armut. Rentner leben nur nicht im erhofften Luxus. Das ist ist ein Riesenunterschied.

    Zitat Zitat von Dune Beitrag anzeigen
    Dein Afrika- Einwurf... ich denke, dies sind unterschiedliche Paar Schuhe. Das Problem mit der dortigen Armut, haben wir länger als überhaupt ein Gedanke an EU verschwendet wurde. Es wäre lösbar... es müsste dort niemand hungern, wenn man bedenkt, wieviel Lebensmittel in der westlichen Welt vernichtet wurden oder auch werden. Jetzt könnte man Vermutungen anstellen, warum das so ist.
    Richtig, das Hungerproblem wäre auf viele Weise lösbar. Im Grunde jammern die ebenso wie die Deutschen. Doch da tut sich ja langsam gewaltig etwas auf. Es herrscht der Anfang eines wahren Wirtschaftsbooms, die hoffentlich alle anstecken.
    Was dann übrigens eine weitere Konkurrenz für Europa bringen wird und eine weitere Runde des Nicht-Reichtum-Wachstums. Da muss man sich eben darauf vorbereiten. Grund sind aber weder EU noch Euro, sondern in dem Fall die größere Leistung der Afrikaner.

    Aber das ist ja die Zukunft. Was ich vergleichen wollte ist eben die Relativität des Glücklichseins. Man geht immer vom hohen Anspruch aus. Warum aber? Einen 100 Meter-Lauf startet man auch immer von der Startlinie. Da hat der Vorjahressieger nicht automatisch 50 Meter Vorsprung.

  9. #38
    Avatar von Uns Uwe

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Ich kann es aber auch gernell so versuchen: bekommt ein armes Kind in Afrika etwas geschenkt (egal, was) ist es glücklicher als ein reicher Europäer, der gerade seine 10 EUR Praxisgebühr hinblättern muß
    Knarf, für einen Alleswisser und Profi- Klugscheisser bist Du sehr schlecht informiert und weisst über das Deutsche Tagesgeschehen ziemlich wenig. Wir schreiben in Deutschland das Jahr 2013 und die Praxisgebühr ist nämlich mittlerweile genau so tot wie Adolf .......

  10. #39
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von Chris67 Beitrag anzeigen
    In Indonesien z.B. waren wir mit 14 Personen im Restaurant (kein schlechtes) und haben inkl. Getränke etwa 54 US$ bezahlt.
    Na gut Chris, das war aber dann doch schon laenger her ....

  11. #40
    Avatar von Chris67

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Na gut Chris, das war aber dann doch schon laenger her ....
    April 2012

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