Umfrageergebnis anzeigen: Kommt tatsächlich ein Mindestlohn, wenn die SPD mit regiert?

Teilnehmer
26. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    9 34,62%
  • Nein

    17 65,38%
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Ergebnis 21 bis 30 von 149

Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

Erstellt von i_g, 12.09.2009, 12:50 Uhr · 148 Antworten · 7.603 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von maphrao",p="773427
    Mindestlohn wäre ok, wenn man den Kündigungsschutz lockern würde, sonst nicht.
    Über den Kündigungsschutz könnte man tatsächlich reden, wenn man dafür z.B. für alle Branchen das Sozialkassenprinzip des Bauhauptgewerbes einführt. Bei diesem System gehen den Arbeitnehmern trotz mehrmaligen Wechsel das Arbeitgebers innerhalb eines Jahres, die Ansprüche auf Urlaub, Urlaubsvergütung, zusätzliche Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, betriebliche Altervorsorge usw nicht verloren.

    Ferner geht es den Arbeitgebern beim Kündigungsschutz um das Kündigungsschutzgesetz. Dieses hält nämlich schlechtere Bedingungsn bereit als mancher Tarifvertrag aus dem die AGs gerade geflüchtet sind. Auch das Kündigungsschutzgesetz hat eine Öffnungsklausel zu den Tarifverträgen.

    Eine Öffnungsklausel beim Mindestlohn macht branchenspezifische Abweichungen möglich. Ein möglichst hoch angesetzter gesetzlicher Mindestlohn treibt die AG an den Verhandlungstisch....

  2.  
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  3. #22
    Thai-Robert
    Avatar von Thai-Robert

    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Ihr habt mal wieder Sorgen !
    Lohn gibt´s nach Leistung und Können ....Basta !

    Wer unter einer gewissen Grenze arbeitet,
    den sollte man in den A.... treten !

    Aber,
    für gutes Geld sollte auch eine gute Leistung erbracht werden !

    Bis jetzt hat sich noch keiner beschwert :-)
    ( ja doch einer, den ich in die Wüste geschickt habe wegen Saufen ! ).

  4. #23
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von Thai-Robert",p="773446
    Ihr habt mal wieder Sorgen !
    Lohn gibt´s nach Leistung und Können ....Basta !

    Wer unter einer gewissen Grenze arbeitet,
    den sollte man in den A.... treten !

    Aber,
    für gutes Geld sollte auch eine gute Leistung erbracht werden !

    Bis jetzt hat sich noch keiner beschwert :-)
    ( ja doch einer, den ich in die Wüste geschickt habe wegen Saufen ! ).
    Lohn nach Leistung und Können?! Schön wärs!
    Wer unter eine Gewissen Grenze....
    Heute heißt es doch arbeite für weniger als 4 oder eine anderer macht deinen Job

  5. #24
    Avatar von franky_23

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von maphrao",p="773427
    Mindestlohn wäre ok, wenn man den Kündigungsschutz lockern würde, sonst nicht.
    was willst an dem derzeitigen Kündigungsschutz noch lockern.

    Eine nicht unübliche Situation

    Start über Zeitarbeitsfirmen

    Übernahme mit Zeitverträgen und Probezeiten bis 6 Monaten

    Dann ???

    Bei Arbeitsmangel kannst doch jederzeit kündigen. Sozialplan? für einen kleinen Unternehmer keineswegs vorgeschrieben. Abfindung? Nicht vorgeschrieben.

  6. #25
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Es geht dabei hauptsächlich um die Kündigungsfristen.

    Es soll die Staffelung nach Betriebszugehörigkeit wegfallen und die Fristen verkürzt werden.

    Die meisten Tarifverträge sahenKündigungen mit Fristen von 2 Wochen zum Wochenende oder gar mit täglicher Frist vor. Die gesetzliche Kündigunsgfrist (außer für Kleinbetriebe von weniger als 10 Mitarbeiter) beträgt 4 Wochen zur Monatsmitte oder zum Monatsanfang. Da die meisten Betriebe aber nicht mehr an Tarife gebunden sind, greifen für sie nicht mehr die per Öffnungsklausel im Kündigungsschutzgesetz gültigen verkürzten Fristen aus den Tarifverträgen, sondern die gesetzlichen Fristen.

    Mit den Leiharbeitsfirmen wird meist eine Frist von 1 Woche zum Wochenende bei längere Einsätzen von 2 Wochen vereinbart. Praxis ist aber, das die Chefs am Mittwoch bei den Zeitarbeitsfirmen anrufen und der Freitag ist der letzte Tag.

    Letzteres ist die Flexibilität, welche sich die meisten Bosse wünschen.... Hire and Fire von heute auf morgen.

    Es sind die langen gesetzlichen Fristen weswegen die Bosse gegen den Kündigungsschutz wettern. Mit einem Kündigungsschutz auf Niveau der Tarifverträge könnten die meisten Betriebe gut Leben

  7. #26
    Avatar von Conrad

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von aalreuse",p="773597
    Es geht dabei hauptsächlich um die Kündigungsfristen.

    Es soll die Staffelung nach Betriebszugehörigkeit wegfallen und die Fristen verkürzt werden.

    Die meisten Tarifverträge sahenKündigungen mit Fristen von 2 Wochen zum Wochenende oder gar mit täglicher Frist vor. Die gesetzliche Kündigunsgfrist (außer für Kleinbetriebe von weniger als 10 Mitarbeiter) beträgt 4 Wochen zur Monatsmitte oder zum Monatsanfang. Da die meisten Betriebe aber nicht mehr an Tarife gebunden sind, greifen für sie nicht mehr die per Öffnungsklausel im Kündigungsschutzgesetz gültigen verkürzten Fristen aus den Tarifverträgen, sondern die gesetzlichen Fristen.

    Mit den Leiharbeitsfirmen wird meist eine Frist von 1 Woche zum Wochenende bei längere Einsätzen von 2 Wochen vereinbart. Praxis ist aber, das die Chefs am Mittwoch bei den Zeitarbeitsfirmen anrufen und der Freitag ist der letzte Tag.

    Letzteres ist die Flexibilität, welche sich die meisten Bosse wünschen.... Hire and Fire von heute auf morgen.

    Es sind die langen gesetzlichen Fristen weswegen die Bosse gegen den Kündigungsschutz wettern. Mit einem Kündigungsschutz auf Niveau der Tarifverträge könnten die meisten Betriebe gut Leben
    Du erzählst hier mal wieder einen Blödsinn, dass sich die Balken biegen. Schon mal was von gesetzlicher Kündigungsfrist gehört ?


    Bei Ihrer Kündigung sollten Sie die geltenden Kündigungsfristen beachten. Diese ergeben sich entweder aus Ihrem Arbeitsvertrag, aus dem geltenden Tarifvertrag oder aus den Vorgaben des Gesetzgebers (§ 622 BGB).
    Fristen, die sich aus einem Tarifvertrag ableiten, haben Vorrang. Sind aber - trotz eines anwendbaren Tarifvertrages - in Ihrem individuellen Arbeitsvertrag für Sie günstigere Fristen festgehalten, so gelten diese.

    Die gesetzlich Kündigungsfrist nach § 622 BGB beträgt vier Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende; ist also in Ihrem Arbeitsvertrag nichts Anderes festgehalten, gilbt diese Frist, wenn Sie als Arbeitnehmer von sich aus kündigen.

    Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber kündigt, dann richtet sich die Kündigungsfrist zusätzlich noch nach der Dauer, die Sie bei diesem Unternehmen beschäftigt waren. Dabei zählt allerdings nur die Zeit ab Ihrem 25. Lebensjahr.

    In diesem Fall gelten folgende Fristen:

    Während der Probezeit:
    2 Wochen zum Kalendertag
    Nach der Probezeit:
    4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
    Beschäftigungsdauer mindestens 2 Jahre:

    [highlight=yellow:6391d6b618]Ausnahmen:
    - In Betrieben, in denen in der Regel nicht mehr als 20 Arbeitnehmer beschäftigt sind, kann im Arbeitsvertrag vereinbart werden, dass die vierwöchige Kündigungsfrist ohne festen Kündigungstermin ausgesprochen werden kann. Bei der Feststellung der Anzahl der Beschäftigten sind teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5 und Arbeitnehmer mit nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu berücksichtigen.

    - Einzelvertraglich kann eine kürzere als die Grundkündigungsfrist nur vereinbart werden, wenn es sich lediglich um eine bis zu dreimonatige Aushilfstätigkeit handelt.[/highlight:6391d6b618]

    http://www.hk24.de/produktmarken/rec...ngsfristen.jsp

  8. #27
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Letzteres ist die Flexibilität, welche sich die meisten Bosse wünschen.... Hire and Fire von heute auf morgen.

    Es sind die langen gesetzlichen Fristen weswegen die Bosse gegen den Kündigungsschutz wettern.
    Diese bösen "Bosse". ;-D

    Unglaublich, welche Vorstellungen die haben. Die wollen doch tatsächlich keine Leute beschäftigen, die sie nicht brauchen können. Richtig unverschämt, diese Bosse.

  9. #28
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Der gute Conrad wettert mal wieder los ohne den Beitrag richtig gelesen zu haben. Ich spreche die ganze Zeit von den gesetzlichen Kündigungsfristen. Einzig bei der Kleinbetriebsregelung habe ich mich vertan. Da ist zwischenzeitlich die Mitarbeiterzahl von 10 auf 20 aufgestockt worden


    Noch mal! Das Kündigungsschutzgesetz enthält eine Öffnungsklausel zu den Tarifverträgen §622 Satz 4 BGB . Ist ein Unternehmen an einen Tarifvertrag gebunden, können auch die für die Mitarbeiter meist schlechteren Kündigungsbedingungen der Tarifverträge beim Arbeitsverhältnis angewendet werden.

    Da aber auch den Arbeitgeberverbänden die Mitglieder weglaufen (was in den Medien leider nicht so sehr propagiert wird), sind immer weniger Betriebe tarifgebunden und es gelten daher meist die für die Unternehmen schlechteren (oder die fürs Personal besseren- je nach Sichtweise) gesetzlichen Regelungen. Und es sind die gesetzlichen Regelungen gegen die von den Arbeitgeberverbänden (die immerweniger Mitglieder repräsentieren) angewettert wird. Mit den etwas unterschiedlichen Branchenregelungen aus den Manteltarifverträgen, die für die Betriebe meist wesentlich günstiger sind, können die meisten AGs aber sehr gut leben.

    Im Übrigen kann sehr wohl vom Kündigungsschutzgesetz einzelvertraglich abgewichen werden. Ist ein Betrieb oder ein Arbeitnehmer nicht tarifgebunden, aber es gibt für die Region einen gültigen Tarifvertrag, kann man sich freiwillig ganz oder Teilweise an den Tarifvertrag anhängen. Dies steht auch im Satz 4 des §622 BGB Ferner kann immer zu Gunsten des Arbeitnehmers von sämtlichen gesetzlichen oder tariflichen Bestimmungen abgewichen werden.

    http://www.arbeitsrecht.de/arbeitsre...ngsfristen.php

    Für die Leiharbeit gelten wiederum ganz andere Bestimmungen. Hier greift das Kündigungsschutzgesetz überhaupt nicht. Die Leiharbeit ist über das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geregelt. Die Leihfirma und die Auftraggeber schließen Verträge mit Kündigungsfristen von max. zwei Wochen zum Wochenende. Diese sind, zumindest im Handwerk, meist nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben sind. Wenn der Meister am Mittwoch bei der Leihfirma anruft, ist für den Mitarbeiter der Freitag der letzte Arbeitstag beim Auftraggeber.

    Das zwischen der Leiharbeitsfirma und dem Arbeitnehmer andere Fristen gelten, interessiert den Auftraggeber einen feuchten Kehricht. In der Leiharbeit gelten meist die Bedingungen aus den BZA/IGZ Tarifen. Diese siehen in den ersten drei Monaten der 6 Monatigen Probezeit eine Kündigungsfrist von einer Woche (täglicher Beginn) vor. Nach drei Monaten gelten die gesetzlichen Reglungen.

    Es gibt zwar durchaus Langzeiteinsätze in der Leiharbeit. Aber nach den Erfahrungen des DGB dauern die meisten Arbeitsverhältnisse in der Leiharbeit gerade mal 3-4 Monate.

    So das die wenigsten Leiharbeiter in den Genuss des Kündigungsschutzgesetzes kommt. Mit ein Grund warum das Krebsgeschwür Leiharbeit so wuchert

  10. #29
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von Thaimax",p="773624
    Letzteres ist die Flexibilität, welche sich die meisten Bosse wünschen.... Hire and Fire von heute auf morgen.

    Es sind die langen gesetzlichen Fristen weswegen die Bosse gegen den Kündigungsschutz wettern.
    Diese bösen "Bosse". ;-D

    Unglaublich, welche Vorstellungen die haben. Die wollen doch tatsächlich keine Leute beschäftigen, die sie nicht brauchen können. Richtig unverschämt, diese Bosse.
    Schon mal was von sozialer Verantwortung gehört?

  11. #30
    Avatar von franky_23

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Hören alleine ist nicht maßgebend.

    erworbene Informationen sachgerecht umsetzen, das ist entscheidend.

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