Umfrageergebnis anzeigen: Kommt tatsächlich ein Mindestlohn, wenn die SPD mit regiert?

Teilnehmer
26. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

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  • Nein

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Ergebnis 121 bis 130 von 149

Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

Erstellt von i_g, 12.09.2009, 12:50 Uhr · 148 Antworten · 7.574 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="781240
    Das war reine Zeitverschwendung, sowohl Abi als auch Studium. Gerade mal 1% der Ausbildung ist heute noch brauchbar. 99% habe ich durch Selbstbildung. Und das kann heutzutage jeder.
    Ich muss Dir das recht geben. Wenn ich meine Zeit nicht mit Matura und Studium verschwendet hätte, wäre ich heute dort, wo ich mit 45 sein möchte, also in der Situation, in der ich nicht mehr wegen Geld, sondern wegen der Aufgabe als solche arbeiten würde.

    Ich habe das leider zu spät erkannt.

  2.  
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  3. #122
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    In der Regel ist aber nach wie vor so, dass man seine Qualifikation bei einer Bewerbung durch Zeugnisse und Zertifikate nachweisen muss und ohne hinreichend nachgewiesene Qualifikation nicht die geringste Chance hat.

    Aber wenn Du keine Ansprüche an deine Leute hast….
    Wenn ich keine Ansprüche an die Leute hätte, dann würde ich Zertifikate und staatliche Zeugnisse als Einstellungskriterium wählen. Wahrscheinlich würde ich das auch machen, wenn ich hier nicht die Möglichkeit hätte Leute, die nichts können, auch zu kündigen, etwa weil der Kündigungsschutz ausgeweitet wird. Das ist aber hier nicht der Fall, weswegen ich jedem eine Chance gebe, der beim Bewerbungsgespräch einen vernünftigen Eindruck macht.

    Mir ist es viel wichtiger, dass mir die Leute selber sagen, was sie können, als dass sie mit irgendwelchen Zetteln herumwedeln und der Meinung sind, dass das ausreicht um erfolgreich zu arbeiten.
    Das Problem dabei ist nämlich das, dass die Leute dann glauben, dass sie, nur weil sie gute Noten hatten, oder irgendwelche Scheine gemacht haben, sie auch qualifiziert wären, obwohl die Erlangung dieser Zelleln den tatsächlichen beruflichen Anforderungen nur in einem einstelligen Prozentbereich entspricht.

    Wie gesagt, viel mehr wert als solche Zettel ist es für mich, wenn mir die Leute selber sagen, was sie können, nicht was irgendwelche Dritte, die ich gar nicht kenne, irgendwo draufschreiben.

  4. #123
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Thaimax, das solltest Du evtenuell in einer ruhigen Stunde nochmal genau hinterfragen.

    Ich und viele alle anderen die ich kenne, könnten ohne eine gute Ausbildung ihren Job nicht machen. Und das sowohl als Unternehmer als auch Arbeitnehmer.

  5. #124
    Avatar von franky_23

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Offensichtlich reduzieren hier einige Bildung auf Bildungsinhalte.

    Unabhängig davon verleiht eine höhere Bildungs meist auch Strategien der Wissensaneignung. Optionen mit unbekannten Dingen zurechtzukommen.

    dies ist viel wichtiger und in sofern ist ein Uni oder Abschlusszeugnis nicht das non plus Ultra, aber es kann durchaus Dampfplauderer entlarfen.

  6. #125
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von aalreuse",p="781319
    Ich und viele alle anderen die ich kenne, könnten ohne eine gute Ausbildung ihren Job nicht machen. Und das sowohl als Unternehmer als auch Arbeitnehmer.
    Ich hinterfrage nicht das Wissen, oder die Ausbildung, sondern die Bestätigung dessen über irgendwelche Schmierzettel, die man Zertifikate oder Zeugnisse nennt. Das wird in vielen Bereichen masslos übertrieben, zum Schaden jener, die eine gute Ausbildung haben, aber eben keine Zettel, auf denen dies bestägigt wird.

    Bestätigt werde ich darin, wenn Lohnunterschiede bei "Gelernt/Ungelernt" gemacht werden, was in vielen Fällen sogar dazu führt, dass man aufgrund des niedrigeren Preises auf "ungelernt" zurückgreift. Keine Ahnung wie stark dies in Deutschland ausgeprägt ist.

    Ich für meinen Teil entscheide bei der Wahl der Angestellten lieber nach "Können/nicht Können" als nach "Gelernt/Ungelernt". Mag schon sein, dass ich damit falsch liege, sehe ich aber nicht so. Ich habe zb. auf Stundenbasis einen absolut genialen ITler, meines Wissens hat der gar keine staatlich anerkannte Berufsausbildung, sicherlich, ich könnte von einem ITler fordern, dass er mir einen "Computerführerschein" *lach* als Qualifikationsbestätigung vorlegt. Nur kann ich darin keinen Vorteil erkennen.

  7. #126
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Richtig, auch das Lernen will gelernt sein. Es ist auch richtig, dass man den Umgang mit bestimmten, auch neuen Situationen nur durch Erfahrung lernen kann.

    Das ist wie beim Autofahren, wenn man den Führerschein hat, kann man ein Auto zwar den Verkehrsregeln entsprechend von einem Ort zum anderen Bewegen. Aber Autofahren kann deshalb noch lange nicht.

    Für die Unfallvermeidung durch vorausschauendes Fahren fehlt es an Erfahrung, wo soll sie auch herkommen und zum technisch guten Autofahrer, der in Gefahrensituationen gut und richtig reagieren kann, wird man nur durch Weiterbildung. Die Crashausbildung im Straßenverkehr sollte man tunlichst vermeiden.

    Die hier so verächtlich gemachten „Zettel“ sind daher na klar nur ein Grundstock.

    Als ich noch als Geselle unterwegs war, hat mich kaum ein Meister nach meinem Gesellenbrief gefragt. Seit ich in den kaufmännischen Bereich umsatteln musste, sieht das ganze völlig anders aus. Da nützte es mir gar nichts, das ich mich zum Bilanzbuchhalter hocharbeitete. Als mein Job wegrationalisiert wurde, bekam ich ohne entsprechenden Zettel, trotz guter Reputation meines ehemaligen Chefs keinen Job. Erst als ich nach 6-monatiger Weiterbildung in Vollzeit und Prüfung das entsprechende Zertifikat vorweisen konnte, bekam ich wieder einen Job.

    Viele Dinge sind Möglich und viele Wege sind denkbar. Aber das der hier gerade glorifizierte Weg des Autodidakten immer und überall der einzig richtige ist, dürfte nicht pauschal für alle Branchen, Länder und Lebensentwürfe gelten.

  8. #127
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Als mein Job wegrationalisiert wurde, bekam ich ohne entsprechenden Zettel, trotz guter Reputation meines ehemaligen Chefs keinen Job. Erst als ich nach 6-monatiger Weiterbildung in Vollzeit und Prüfung das entsprechende Zertifikat vorweisen konnte, bekam ich wieder einen Job.
    Und das findest Du für richtig? Also mal ehrlich, jemand, der seinen Job ernst nimmt, und ich gehe sehr stark davon aus, dass das bei Dir der Fall ist, hätte sich das notwendige Zusatzwissen, welches der Job erfordert, auch selbst angeeignet. (das schliesst freiwillige Kurse nicht aus)

    Weg des Autodidakten immer und überall der einzig richtige ist, dürfte nicht pauschal für alle Branchen, Länder und Lebensentwürfe gelten.
    Das mit Sicherheit nicht, es wird in vielen Bereichen aber einfach so masslos übertrieben, speziell in jenen Bereichen, wo die Facharbeit dann aus Kostengründen von billigen Hilfsarbeitern aller Herren Länder ausgeführt wird.
    Das wird über kurz oder lang zu falschen Suggestionen führen, die sich sehr stark negativ für die Leute mit scheinbar guter Ausbildung auswirken wird.

    Sehr häufig lese ich hier, dass Leute mit guter Ausbildung immer einen guten Job finden werden, das stimmt so nicht ganz, Leute mit herausragendem Können werden immer einen Job finden, eine gute Ausbildung(also diese Zetteln, nicht das tatsächliche Können ) werden mehr und mehr an Bedeutung verlieren, stellen heute in vielen Bereichen gerade mal eine Eintrittskarte dar, ohne der man zwar schwieriger, aber auch, unterkommt.

    In Ländern wie Österreich, oder Deutschland, mag das zwar noch nicht so stark in Erscheinung treten, aber auch in diesen Ländern ist ja schon die starke Konkurrenz der Leute ohne offizieller Ausbildung zu erkennen, die natürlich den Lohn drückt, im Endeffekt dazu führen wird, dass der "Ungelernte" den gleichen Lohn wie der "Gelernte" bekommt, wenn er das gleiche, für die Firma Wichtige, kann.

  9. #128
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Ich nehme für mich in Anspruch Praktiker zu sein. Denn von wenigen, leider notwendigen Ausnahmen abgesehen, habe ich meine Berufe von pieke an in der Praxis gelernt und die sieht nach meiner Erfahrung nun mal anders aus als Eure. Chefs und Personaler im kaufmännischen Bereich, die bei einer Stellenausschreibung bei Bewerbern nicht auf schriftlich nachgewiesene Qualifikation als Auswahlkriterium setzen, sind mit bisher nicht begegnet. Sicherlich gibt es auch hier Ausnahmen, aber Ausnahmen sind nun mal nicht die Regel.

    Ein Beispiel aus meiner Praxis. Als ich mich um einen Weiterbildungsplatz zum Bilanzbuchhalter bewarb, musste ich als Praktiker einen Kaufmannsgehilfenbrief und wenigstens 6 Jahre Berufserfahrung nachweisen. Ein Abiturient macht ein 2-jähriges Bachelor-Studium, hat dann formal die gleiche Qualifikation und bekommt, weil er im Weltbild der Personaler angeblich höher gebildet ist, als ersten einen Job. Soviel ist hier in Realität eine praktische Qualifikation noch wert, null. Wenn die Arbeitgeber hierzulande von qualifizierten Arbeitnehmern sprechen, sprechen sie von Abiturienten mit Uni-Abschluss. Alles andere ist nur noch dummes Fußvolk das mit einem Teller Suppe zufrieden sein soll.

  10. #129
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von Thaimax",p="781343
    Als mein Job wegrationalisiert wurde, bekam ich ohne entsprechenden Zettel, trotz guter Reputation meines ehemaligen Chefs keinen Job. Erst als ich nach 6-monatiger Weiterbildung in Vollzeit und Prüfung das entsprechende Zertifikat vorweisen konnte, bekam ich wieder einen Job.
    Und das findest Du für richtig? Also mal ehrlich, jemand, der seinen Job ernst nimmt, und ich gehe sehr stark davon aus, dass das bei Dir der Fall ist, hätte sich das notwendige Zusatzwissen, welches der Job erfordert, auch selbst angeeignet. (das schliesst freiwillige Kurse nicht aus)
    Natürlich finde ich das nicht richtig. Ich hatte mir das notwendige Wissen für den Job in der Praxis angeeignet, aber es glaubte mir, trotz entsprechender Zeugnisse vom Chef und vom Steuerberater keiner. Es blieb mir gar nichts andere übrig als den Lehrgang zum Bilanzbuchhalter zu machen, auch wenn ich das Wissen und Können schon hatte und ich mich tierisch gelangweilt habe. Das war dann in der Tat verschenkte Zeit, aber es sind leider die Spielregeln

    Edit

    Das mir letztlich nur der Weg in die Selbständigkeit blieb, ist eine völlig andere Geschichte

    Aber da wiederum gab es ein recht merkwürdige Phänomen, als Selbständiger war meine lange Berufspraxis auf einmal wieder sehr gefragt und die entscheidende Basis überhaupt Auftrage zu brauchbaren Konditionen zu bekommen. Und das z. T. von Firmen bei denen ich mich vorher vergeblich als Angestellter für die gleiche Arbeit zu günstigeren Konditionen beworben hatte.

  11. #130
    Avatar von Thaimax

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von aalreuse",p="781363
    Zitat Zitat von Thaimax",p="781343
    Als mein Job wegrationalisiert wurde, bekam ich ohne entsprechenden Zettel, trotz guter Reputation meines ehemaligen Chefs keinen Job. Erst als ich nach 6-monatiger Weiterbildung in Vollzeit und Prüfung das entsprechende Zertifikat vorweisen konnte, bekam ich wieder einen Job.
    Und das findest Du für richtig? Also mal ehrlich, jemand, der seinen Job ernst nimmt, und ich gehe sehr stark davon aus, dass das bei Dir der Fall ist, hätte sich das notwendige Zusatzwissen, welches der Job erfordert, auch selbst angeeignet. (das schliesst freiwillige Kurse nicht aus)
    Natürlich finde ich das nicht richtig. Ich hatte mir das notwendige Wissen für den Job in der Praxis angeeignet, aber es glaubte mir, trotz entsprechender Zeugnisse vom Chef und vom Steuerberater keiner. Es blieb mir gar nichts andere übrig als den Lehrgang zum Bilanzbuchhalter zu machen, auch wenn ich das Wissen und Können schon hatte und ich mich tierisch gelangweilt habe. Das war dann in der Tat verschenkte Zeit, aber es sind leider die Spielregeln
    Siehst Du, das, und das im Vorpost von Dir genannte Beispiel, zeigen die völlige Übertreibung in diesem Bereich. Wie ich vorher bereits gesagt habe, in Ländern wie Deutschland oder Österreich ist das noch nicht so stark zu bemerken, aber sonst wird mehr auf Können als auf Zertifikate wertgelegt. Mit der Grösse der Unternehmen steigt aber das Interesse an diesen Zetteln trotzdem noch, die sind auch vom Gehalt interessanter, wären aber von den Entfaltungsmöglichkeiten nichts für mich, ich passe leider in keine Strukturen, oder Strukturen passen nicht zu mir, wie auch immer..

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