Umfrageergebnis anzeigen: Kommt tatsächlich ein Mindestlohn, wenn die SPD mit regiert?

Teilnehmer
26. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    9 34,62%
  • Nein

    17 65,38%
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Ergebnis 101 bis 110 von 149

Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

Erstellt von i_g, 12.09.2009, 12:50 Uhr · 148 Antworten · 7.582 Aufrufe

  1. #101
    Avatar von Khun Sung

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="781042
    Zudem weiß ich, dass es viele Leute gibt, die Heimwerkerarbeiten selber machen (ohne Ausbildung!).Es mähen auch viele ihren Garten selber (ohne Ausbildung). Es soll auch Leute geben, die selber für die Familie kochen (ohne Ausbildung).
    Dass man zum Rasenmähen gegen Entgelt einen Gesellen- oder gar Meisterbrief braucht ist mir neu.

    Und wenn meine Familie von meiner selbstgemachten Mayonaise eine Salmonellenvergiftung bekommt, ist das für mich und die Meinen einfach nur dumm gelaufen. Ein Küchenmeister hat in solch einem Fall aber umgehend den Wirtschaftskontrolldienst am Hals, und das ist auch gut so.

    Es ging mir um sicherheits- und gesundheitsrelevante Handwerksberufe.

  2.  
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  3. #102
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von Khun Sung",p="781049
    Und wenn meine Familie von meiner selbstgemachten Mayonaise eine Salmonellenvergiftung bekommt, ist das für mich und die Meinen einfach nur dumm gelaufen. Ein Küchenmeister hat in solch einem Fall aber umgehend den Wirtschaftskontrolldienst am Hals, und das ist auch gut so.
    Also ich werde auch weiterhin Essen von meiner Frau, von deutschen Restaurants und von Thai Garküchen essen. Mir ist es wurscht, welche Ausbildung der jeweilige "Koch" hat. Haupstache, es schmeckt. Und wenn ich beim Essen drauf gehe, dann beginne ich halt ein neues Leben.
    That's life. No risk no fun.

    Ein gute Ausbildung macht noch langen keinen guten Arzt oder Heimwerker! Das ist nämlich der Irrglaube!

    Wer Sicherheit will, kann sich in den Keller einmauern.

    Und 8% Arbeitslosigkeit sind sehr viel. Thailand hat z.B. nur 2%. Da wird ja auch die Sicherheit nicht so penibel genommen.

  4. #103
    Avatar von resci

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Mindestlohn ist absoluter Schwachsinn!

    Wird jeder Wirtschaftsprofessor bestätigen, daß untere Mindestgrenzen auf die Dauer niemals funktionieren.
    Wird ein Mindestpreis für 1 kg Brot festgelegt, so wird mit erhöhter Wasserzufuhr, minderwertigerem Korn bzw. Füllstoffen das Problem seitens des Bäckers umgangen damit er auf seine Kosten kommt.

    Bei einem Mindestlohn passiert selbiges, Leistungsverdichtung des Arbeitnehmers mit legalen oder illegalen Methoden wie psychischem Druck oder erpresserischem Verhalten wie permanenten Kündigungsandrohungen etc. sind die Folgen. Die Arbeit wird auf weniger Köpfe verteilt, Überstunden werden teilweise oder ganz gestrichen. Die Folgen sind klar, man sieht es heute schon in vielen Betrieben wo Mitarbeiter Zielvorgaben unterschreiben müssen die jenseits des gesunden Menschenverstandes zu Papier gebracht werden.

    resci

  5. #104
    Avatar von messma2008

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von resci",p="781062
    Mindestlohn ist absoluter Schwachsinn!
    resci
    Na das sehe ich genau anders herum. Wenn ich mir vorstelle ich sollte für 6 Euro p.Std. arbeiten, dann wüsste ich jetzt schon wie meine Arbeitsmoral wäre. Nämlich dem Lohn entsprechend.
    Ein alter Dozent sagte früher mal, "Wer seine Angestellten nur mit Erdnüsse bezahlt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er irgendwann nur noch von Affen umgeben ist."

  6. #105
    Avatar von ernte

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Ausbildung ist das a und o. Wer eine gute Ausbildung hat, der braucht auch nicht für 6 Euro zu arbeiten.

  7. #106
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von ernte",p="781067
    Ausbildung ist das a und o. Wer eine gute Ausbildung hat, der braucht auch nicht für 6 Euro zu arbeiten.
    Das gilt doch schon seit 20 Jahren nicht mehr. Schau doch mal in die Call Center, wieviele Akademiker dort für wenig am Geld am Telefon sitzen, weil es eben keine Jobs mehr gibt.
    Die verfügbaren Arbeitsplätze werden dagegen mit günstigen ungelernten Kräften besetzt - eben weil man fast alles schnell anlernen kann.

    Das ist die Situation. Es hilft nichts, darüber zu diskutieren, ob das nun gut oder schlecht ist. Es ist Realität und es zeigt, wie es in Zukunft laufen wird.
    Und da heißt es für jeden Einzelnen, sich anzupassen.

    Wenn ich also heute Schüler wäre, würde ich bereits während meiner Schulzeit einen eigenen Betrieb gründen und viel ausprobieren. Spätestens nach der 10.Klasse dann die Schule verlassen und dann viel Geld verdienen. Bis 30 Jahre so viel ansparen (notfalls mit mehreren Jobs), dass ich danach praktisch in "Rente" gehen kann.

    Dadurch spart man rund 10 Jahre (also potentieller Akademiker) oder mind. 3 Jahre als Lehrling. Und man ist relativ unabhängig vom aktuellen Arbeitsmarkt oder den Sozialsystemen.

  8. #107
    Avatar von wingman

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="781042
    Zitat Zitat von Khun Sung",p="781034
    Zitat Zitat von kcwknarf",p="781032
    Wo ist dann der Sinn von Meister oder Ausbildung?
    Nur mal so gefragt: Wolltest Du Dir von jemandem eine Gasleitung in Deinem Haus verlegen lassen, der sich sein entsprechendes Wissen z.B. im Internet angeeignet hat?
    Warum nicht?
    Wie lange dauert es, bis man es lernt, eine Gasleitung zu verlegen? 2-3 Jahre, wie eine Ausbildung ja normalerweise beraucht oder doch eher höchstens eine Woche?
    Wenn ich gegen Ausbildung bin heißt es ja noch lange nicht, dass ich auch gegen eine Schulung bin. Aber das kann man effektiver und zielgerichteter gestalten als es bislang üblich ist.

    Zudem weiß ich, dass es viele Leute gibt, die Heimwerkerarbeiten selber machen (ohne Ausbildung!).
    Es mähen auch viele ihren Garten selber (ohne Ausbildung). Es soll auch Leute geben, die selber für die Familie kochen (ohne Ausbildung). Und viele von euch sitzen hier vor einem PC (ohne Ausbildung). Kann also alles nicht so schwer sein. Und viele afrikanische Medizinmänner brauchten auch keine Ausbildung, um Zähne zu ziehen. Ich hätte da keine Probleme, mich behandeln zu lassen.

    Dieses Ausbildungssystem ist eine typisch deutsche Angewohnheit. Alles muss gesichert und geregelt sein.
    Was ist das für ein Leben? Furchtbar!

    Die Deutschen haben also zurecht eine hohe Arbeitslosenquote bei solch einem System. Die Welt schreitet voran mit Flexibilität und Deutschland muss das Wort erstmal in den Duden eintragen lassen.
    wenn dein haus in die luft geflogen ist, weil ein paar winzige unbedeutende installationsfehler begangen worden sind diskutieren wir erneut darüber .

  9. #108
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Wir haben über Jahrzehnte Mindestlöhne in Deutschland gehabt. Sie wurden durch die Tarifverträge definiert. Diese haben für den sozialen Frieden im Land gesorgt, der Deutschland groß gemacht hat. Allen ging es gut mit diesen Regelungen, aber manche können halt den Hals nicht voll bekommen.

    Da aber in Deutschland den Gewerkschaften die Mitglieder weglaufen (auch den Arbeitgeberverbänden, was aber weniger propagiert wird), weil viele der jungen Arbeitnehmer in der Sicherheit aufgewachsen sind, welche ihnen die früheren Generationen erkämpften, glauben sie, jetzt sei alles in trockenen Tüchern und gehen der stupiden Propaganda der Arbeitgeberverbänden und der Politik (vornehmlich die FDP) von angeblich mehr Freiheit und Eigenverantwortung auf dem Leim. Daher sind derzeit die Tarifverträge kaum noch das Papier wert auf dem sie gedruckt wurden. Dabei waren es erst die Gewerkschaften und ihre Verträge, welchen den Arbeitnehmern die Freiheit und Unabhängigkeit von den Feudalherren früherer Jahrhunderte beschert haben. In den Ländern Skandinaviens z.B. herrscht immer noch ein Organisationsgrad von über 90%. Da denken die Arbeitgeber nicht im Traum daran an den Löhnen zu rütteln.

    Hier in Deutschland sehen die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nicht als Partner in der Sache sondern als ihre natürlichen Feinde an, die nichts anderes im Kopf haben als sie zu ruinieren. Darum muss man sie schwächen wo man kann. Dass dies absoluter Quatsch ist, will den meisten heute einfach nicht mehr in den Kopf. Arbeitnehmerinteressen sind Unternehmerinteressen. Ich kenne keinen Arbeitnehmer der möchte, dass es dem Unternehmen in dem er arbeitet schlecht geht. Aber jeder Arbeitnehmer möchte und muss von seiner Arbeit so profitieren das er davon leben kann, und zwar ohne dass ihm der Staat unter die Arme greifen muss. Alles andere funktioniert auf Dauer nicht.

    Es ist es aber das politische und betriebswirtschaftliche Ziel der Arbeitgeberverbände, die überwiegend von der FDP und großen Teilen der CDU repräsentiert werden, die Tarifautonomie noch weiter aufzuweichen. Am besten sogar die Gewerkschaften und die Arbeitnehmerrechte komplett abzuschaffen. Während des Eisenbahnerstreiks hat Westewelle in einem Fernsehinterview gesagt, die Gewerkschaften und die Arbeitnehmerrechte seien die größten Hemmschuhe der freien Wirtschaft und der Unternehmer und gehörten verboten. Es hat sich damit klar gegen ein im GG verankertes Grundrecht ausgesprochen.

    Warum wurde dieses Recht Gewerkschaften zu gründen und Verträge zur Regelung der Arbeitswelt abzuschließen wohl als unumstößliches Grundrecht ins GG geschrieben? Damit Leute wie Westerwelle und die welche er repräsentiert, daran nicht so leicht rütteln können.

    Seit Jahren arbeiten die Arbeitgeberverbände und ihre Vertreter in den Parteien an der Aushebelung der Tarifverträge, damit sie personaltechnisch endlich wieder wie 18-Hundert schieß mich tot wilde Sau spielen können.

    Das diese Institutionen, jetzt wo sie es weitgehend geschafft haben durch Entsolidarisierung der Arbeitnehmerschaft die Tarifverträge so gut wie auszuhebeln und damit ihr politisches Ziel fast erreicht haben, sich mit Händen und Füßen gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes wehren, ist klar.

    Ein Grund mehr für den Erhalt der Arbeitnehmerrechte in unserem Land zu kämpfen. Ich bin immer wieder verwundert, wie freimütig so viele auf so viel verzichten. Viele sind sich halt nicht darüber im klarem, dass viele Regelungen die heute im Gesetz stehen früher nur tarifliche Regelungen waren. Mit dem aushebeln der Tarifverträge und der Entsolidarisierung der Arbeitnehmerschaft ist dann auch mittelfristig der Weg frei die Gesetze zum Schutze der Arbeitnehmerschaft im großem Ausmaß zu ungunsten der Arbeitnehmerschaft zu ändern oder aufzuheben.

    Sicherlich kann nur das verteilt werden was erwirtschaftet wird. Aber der beste Unternehmer kann nur etwas erwirtschaften wenn seine Kunden Geld in der Tasche haben. Die Einsicht darin, dass es diese gegenseitige Abhängigkeit gibt, geht vielen Unternehmern heute völlig ab und sie versuchen daher ihre Leute zu knechten und zu knebeln. Sie merken aber nicht, dass sie sich mittelfristig damit selbst den Ast absägen.

    Also Arbeitnehmer vereinigt Euch. Nur gemeinsam seit ihr stark.

    Diese Parole ist zwar über 100 Jahre alt aber nach wie vor richtig und leider aktueller denn je.

  10. #109
    Avatar von aalreuse

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="781032
    Berufe kommen und gehen logischerweise. Wo ist dann der Sinn von Meister oder Ausbildung?
    Sicherlich gibt es eine gewisse Fluktuation der Berufsbilder aber es gibt Berufe die es schon über Jahrtausende gibt.

    Z.B. der des Kaufmannes. Dieser wird ja in allen seinen Schattierungen derzeit glorifiziert, ist aber fast so alt wie die Menschheit selber.

    Jesus von Nazareth war bekanntlich von Haus aus gelernter Zimmermann. Pflegeberufe gibt es auch seit ewig und drei Tagen, so what?

    Hier wurde eben die Sicherheit angeführt. Der Maurer und der Zimmermann und andere Handwerker haben genauso viel Verantwortung für menschliches Leben wie Ärzte. Wenn die ihre Arbeit nicht vernünftig machen, stürzen die Häuser ein. Auch ein Busfahrer trägt tagtäglich Verantwortung für fremdes Leben. Fast jedes Gewerk ist daher sicherheitsrelevant.

    Eine solide Ausbildung ist daher unumgänglich.

    Eine Meisterausbildung umfasst ja nicht nur das Handwerkliche. Es geht auch um Betriebswirtschaft und Menschführung. Denn jeder Meister ist auch ein Kaufmann. Und das will auch gelernt sein, sonst geht man mit seinem Unternehmen zwangsläufig pleite.

  11. #110
    Avatar von kager

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    Re: Wie real ist die Forderung/ Umsetzung eines Mindestlohn?

    Mal eine Frage, im wievielten Leben ist der Herr knarf mittlerweile?
    (oder vom Wickeltisch gefallen?)

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