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Weltmacht USA!?

Erstellt von strike, 28.10.2013, 09:14 Uhr · 1.976 Antworten · 94.406 Aufrufe

  1. #781
    Avatar von joachimroehl

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    Nationale Identität ungleich Nationalsozialismus
    Autobahn ungleich Nationalsozialismus ff.
    ...
    ..
    .

  2.  
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  3. #782
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Amsel Beitrag anzeigen
    Da musste ich eben mal grinsen.

    Diese Art der Ueberlebensstrategie findet sich bei jenen, die sich willfaehrig einer der vielen Seiten unterordnen.

    Du kritisierst die Amis und die Deutschen.

    Ich gehe da wesentlich weiter.

    Bei der Kritik an Amis und Deutschen bleibe ich nicht stehen. Kritik haben die Russen und Chinesen und Andere ebenso verdient. Die Mittel der Menschenfuehrung aehneln sich doch sehr. Da kannst du mir nichts vormachen. Die oberflaechlichen Unterschiede in den jeweiligen Systemen gilt es zu durchdringen.

    Ach ja, wenn ich von nationaler Identitaet lese muss ich an braune N.A.Z.I denken.
    Vermutlich hast Du keine Diktaturerfahrung, sonst würdest Du diese "innere Emigration (Immigration ist schon Quatsch) nicht mit einer "willfährigen Unterordnung" gleichsetzen. Wenn Gefängnis und Schlimmeres droht und man nicht wirklich Emigrieren (Auswandern) kann, also auf Gedeih und Verderb der Diktatur ausgeliefert ist - dann ist man nicht "willfährig" dabei.
    Die meisten von denen, die sagen "wie konntet ihr das nur mitmachen" wären, falls selbst dem System ausgeliefert, ganz brav gewesen - oder gar eifrig, um Karriere zu machen. Karrieristen ändern sich nicht mit dem System, sondern passen sich an (alles schon gehabt).

    Man hat auch keinen Grund, sich heutzutage erhaben zu fühlen und zu meinen, daß man mit einer kritischen Haltung zur Obrigkeit was Besonders darstellt.
    Bekanntlich ist Politikverdrossenheit weit verbreitet und die Nichtwähler sind die größte "Partei".

    Bei Jemanden, der ausdrücklich betont, kein "Schaf" zu sein, setze ich voraus, daß er sich gesellschaftlich entsprechend kritisch engagiert, bei den heutigen Möglichkeiten. Ansonsten wäre das nur Gerede.

    Was die aus dem Osten betrifft: Es war ein Totschlagargument der SED, daß ein Kritiker der DDR automatisch ein "Lakai des Imperialismus" sei. Das ist natürlich Quatsch. Wer kritisch denkt, der macht das allseits, so wie Du.
    Wenn ich aus persönlicher Erfahrung in der DDR heraus den Russen (berechtigt) mißtraue, dann bin ich kein "Schaf" der USA.

  4. #783
    Avatar von Amsel

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    Zur Bedeutung von "willfährig": gedankenlos und ohne auf die eigene Würde zu achten, für die Vorhaben anderer arbeitend.

    willfährig ? Wiktionary

    JRs Kommentar habe ich so verstanden, dass sich jemand insich zurueckzieht, wegen ausserem Druck.

    Das waere aber nach meiner Ansicht als wuerde man "gedankenlos und ohne auf die eigene Würde zu achten, für die Vorhaben anderer arbeiten" willfaehrig, wie ich es schrieb.

    Es ist nicht immer leicht etwas so zu formulieren, wie man es selbst empfindet.



    Was die eigene Erfahrung mit einer Diktatur angeht habe ich sie im "Westen " gemacht.


    Das war nicht weniger brutal. Ich habe in einem Bereich gearbeitet, in dem oberste Prioritaet der Profit war. Diese Massgabe hat zwei meiner Ex-Kollegen das Leben gekostet. Sie haben Suizid begangen. Das hatte direkten Bezug zu ihrer Arbeit.


    Als mir das glasklar wurde bin ich in mich gegangen (aber nicht immigriert) sondern habe mich auf menschliche Werte besonnen und diese zu meiner Richtschnur gemacht. Wobei ich schreiben muss, diese Richtschnur haben bereits viele andere Menschen vor mir erfolgreich, im Sinn von befreiend, in die Hand genommen, um sich aus einem ueblen Sumpf zuloesen.

    Die Zeiten das mich jemand vor seinen Karren (ob politisch, wirtschaftlich oder religioes) spannen will sind vorbei.

  5. #784
    Avatar von Micha L

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    Nichts für ungut. Das ist eben keine wirkliche Diktaturerfahrung, wenn man aussteigen kann.

    Wer willfährig ist, der macht aktiv mit.
    Wer innerlich emigriert, der sagt sich los, "kocht vor Wut", kann aber nichts machen, ohne seine Existenz zu gefährden.
    Nicht jeder ist so mutig, für seine Überzeugung ins Gefängnis zu gehen.
    Wären die inneren Emigranten in der DDR gedankenlos und würdelos gewesen, dann wär es nicht zur Massenbewegung 1989 gekommen.
    Dabei bedeutete der damalige Machtverfall als Ursache dieses Aufbruchs noch lange nicht, daß es im entferntesten eine Freiheit gab wie im Westen. Die Demonstranten mußten zunächst mit dem Schlimmsten rechnen.
    Man hat also gut reden in relativer Freiheit. Ich denke aber nicht, daß dies bösartig ist. Man kann es sich nur nicht vorstellen, wenn man unter anderen Umständen aufgewachsen ist. Tatsächlich mit der Brutalität konfrontiert, knicken vielleicht die eher ein, als die "Abgehärteten", wenn sie für ihr "aufmüpfiges Verhalten" einen "Dämpfer" bekommen, dessen Ausmaß ihnen unbekannt ist.

    Eine innere Emigration ist nicht ohne Grund einfach da, sondern das Ergebnis gescheiterter Aufstände.
    1953 war das in der DDR.
    Aber nicht mal das mußte sein. 1965 demonstrierten Jugendliche in Leipzig für nichts weiter als Beatmusik (!).
    Dafür bekamen sie die volle Härte der Staatsmacht zu spüren. Drei Wochen ohne Urteil im Tagebau, ohne zu wissen, wann das zuende geht, für harmlose Jugendliche.
    Innere Emigration bedeutet auch Abwenden vom Regime mit subtile Formen des Widerstands, z. B:

    Hippies in der DDR: Mit Jesuslatschen gegen das Regime - SPIEGEL ONLINE

    Gruß
    Micha

  6. #785
    Avatar von joachimroehl

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    Man kann sich @Amsel einer Schnecke gleich schützend im Haus verstecken. Das gefällt den Herrschenden, denn es geht keinerlei Risiko aus. Man kann aber auch wie die Vögel in der Luft miteinander kommunizieren..

    Ja, manchmal habe es Systemlinge und Doofe am einfachsten, man könnte sie beneiden oder wie ein Philosoph mal treffend feststellte Verstand schafft Leiden.

    Heute ist es modern den Kopf zu schütteln über das angepasste Verhalten der Großeltern oder der Anverwandten in der Ostzone. Unsere Nachfahren dürften ebenfalls verwundert sein und werden uns wahrscheinlich einstufen in die Kategorien a) zu dumm, um die Lage zu durchschauen oder b) aufgeklärt, aber feige dem System entgegen zu treten.

    "Wie konntet ihr es nur zulassen dass Jahrzehnte nach Kriegsende das Land damals nicht unabhängig wurde, warum habt ihr nicht gegen die amerikanischen Besatzer demonstriert, warum habt ihr die Alliierten Vorbehaltsrechte von 1954 nicht aufgekündigt, warum seit ihr nicht anderen Ländern einer Schweiz gleich gefolgt, warum habt ihr euch als Vasall der Amerikaner erneut gegen den Osten in Stellung bringen lassen.."

    Über die ganzen anderen Baustellen Ausländerpolitik, Bildungssystem, EU, Freihandelsabkommen, Familienpolitik bis hin zur Wehrtüchtigkeit der Bundeswehr will ich hier gar nicht sprechen..

  7. #786
    Avatar von Amsel

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Nichts für ungut. Das ist eben keine wirkliche Diktaturerfahrung, wenn man aussteigen kann.

    Wer willfährig ist, der macht aktiv mit.
    Wer innerlich emigriert, der sagt sich los, "kocht vor Wut", kann aber nichts machen, ohne seine Existenz zu gefährden.
    Nicht jeder ist so mutig, für seine Überzeugung ins Gefängnis zu gehen.

    Mich haben die Selbstmorde meiner zwei Exkollegen wachgeruettelt. Ich sehe sie immernoch als Opfer von gnadenloser diktatorischer Profitsucht. Daraus habe ich Konzequenzen gezogen und bin froh, den Absprung geschafft zu haben.

    Wenn diese Exkollegen einen Weg gesehen haetten um auszusteigen, dann haetten sie es versucht. Ich bin im Kapitalismus aufgewachsen und kenne die Verlockungen sehr gut. Die Methoden Menschen gefuegig zu machen sind perfide. (Zuckerbrot und Peitsche) Wenn man in einer Mangelwirtschaft aufgewachsen ist, dann fehlt einem meist der Sinn, dass jemand den Kapitalismus kritisiert, auf die Art wie ich es mache.

  8. #787
    Avatar von joachimroehl

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    Das ist richtig und wird erst dann durchschaut, wenn man feststellt das man Geld nicht essen kann.

  9. #788
    Avatar von clavigo

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    Nur erstaunlich das 1,3 Milliarden Chinesen diesen Kapitalismus offensichtlich erstrebenswert finden - in erster Linie die Nachfahren des großen Führers Mao, die für sich und ihre Sprösslinge Millionen (wenn nicht Milliarden) im kapitalistischen Ausland bunkern, bzw. für teueres Geld Pässe dieser Länder erwerben.

    Das jede Gesellschaftsform zu Exzessen neigt sei dabei nicht ignoriert.

  10. #789
    Avatar von Amsel

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    Man kann sich @joachimroehl schein-kritisch geben und nur seine Agenda abarbeiten und nicht erkennen, dass die verschiedenen Systeme alle das gleiche Ziel haben.

    Alle je von Menschen "installierten" Systeme sind von den jeweiligen Machthabern so aufgebaut, dass sie Gehorsam erzwingen. Die Methoden moegen etwas abweichend erscheinen und dem ein oder anderen Mitlaeufer (Profiteur) zusagen oder nicht.

    Am duemmlichsten finde ich den nationalen Ansatz, denn er ist am entlarvendsten. Nach dem Motto, wir sind wir und die anderen sind...

  11. #790
    Avatar von Amsel

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    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Das ist richtig und wird erst dann durchschaut, wenn man feststellt das man Geld nicht essen kann.

    Das gilt besonders fuer "FIAT-GELD".