Seite 103 von 198 ErsteErste ... 35393101102103104105113153 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1.021 bis 1.030 von 1977

Weltmacht USA!?

Erstellt von strike, 28.10.2013, 09:14 Uhr · 1.976 Antworten · 94.276 Aufrufe

  1. #1021
    KKC
    Avatar von KKC

    Registriert seit
    11.12.2006
    Beiträge
    9.671
    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich.
    ..................................

    Als Standorte geschlossen wurden, bedauerte man das generell quer durch die Bevölkerung - im Osten war man nur erleichtert und erfreut.
    Nun das Bedauern wurde doch grösstenteils durch den Wegfall der Kaufkraft der Amerikaner und der deutschen Arbeitsplätze insbesondere bei der Wirtschaft ausgelöst.

    Soweit ich weiß waren die Russen weitgehend einkasserniert und daher kein wirtschaftlicher Faktor!

  2.  
    Anzeige
  3. #1022
    Avatar von Loso

    Registriert seit
    14.07.2002
    Beiträge
    5.650
    Habe ich auch schon einmal geschrieben: Das Verhältnis zu den Alliierten war im Westen (Ausnahme Berlin) sehr gleichmütig. Ausser im Nachkriegs-Jahrzehnt waren die ein Staat im Staat, Verbündete, Beschützer, aber Miteinander gab es nur noch wenig. Auch durch die Anschläge der IRA auf die Rheinarmee und die Rote Armee Fraktion auf die Amis. Ich habe selber als Handwerker bei den Amis gearbeitet, mein Vater zivil in einer Bundeswehr-Kaserne mit Amerikanern. Das war eine andere, fremde Welt mit sehr wenigen Berührungspunkten. Weder Bedauern noch Freude über ihren Abzug. Sie sind bei Herbstmanövern nachts an unserem Haus vorbeigerollt, wenn man nach der Schule neugierig mit der Fitz zum Rheinübergang gefahren ist, waren da nur noch die amphibischen Einheiten der BW, die Fremden schon verschwunden. Die Pfalz hat wirtschaftlich sehr von den Amis profitiert, hier an Rhein und Ruhr haben sich die Stadtplaner über die Entwicklungsmöglichkeiten und Bebauungsgebiete der freigewordenen Flächen gefreut. Der Lärm der britischen Tiefflieger vom Niederrhein Richtung Niedersachsen (200-300m) bei uns auf dem Land war an schönen Sommertagen in den 70ern höllisch. Gefreut hat sich andererseits auch niemand über den Abzug, er war aber irgendwie auch erleichterndes Symbol der weggefallenen Bedrohungslage und des Wegfalls des eisernen Vorhangs.

  4. #1023
    Avatar von joachimroehl

    Registriert seit
    25.05.2008
    Beiträge
    4.935
    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Also ich möchte am liebsten gar keine Besatzer!!
    Und Fakt ist, die Amis mit ihren A-Bomben sind noch da!!
    Gibt viele die das ebenso sehen und nach dem friedlichen Abzug der Russen im Sommer 1994 einen ebensolchen von den US-Amerikanern erwarten. Die flotte Losung AMI GO HOME ist bekanntlich schon nach Kriegsende entstanden, hat aber bis auf ein kurzes Aufflammen in den Sechzigern unterm Strich nicht viel gebracht. In Westdeutschland hat man sich in passivem Widerstand geübt und über die Jahre mit den Besatzern mehr oder weniger arrangiert. Kaugummis und Nylonstrümpfe und Popkultur waren die süße Medizin um die Menschen nach Kriegsende einzulullen. Und inzwischen ist das Hundehalsband so eng geworden, die Politik und die Medien von handverlesenen US-Sympathiesanten durchsetzt, daß schon die vorsichtige Frage nach unserer Souveränität oder gar einem Friedenvertrag sofort als rechtes Ansinnen abgetan wird. Fürchte wenn wir den Allerwertesten nicht hoch bekommen werden die Deutschen vielleicht schon in zwei Generationen Englisch als Muttersprache verwenden und der Anteil der Schwarzafrikaner und Moslems dürfte eine magische Zahl erreichen, um auch das politische System der heutigen BRD restlos zu kippen.




    Ein schönes Beispiel der aktuellen Massenverblödung; in Berlin vor dem Reichstag fordern junge überwiegend studentische Jugendliche zu Tausenden das EUROPA EINWANDERUNGSKONTINENT wird. Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Keiner erkennt, daß das amerikanische Bomben in der moslemisch-arabischen Welt die Fluchtwelle ausgelöst hat und jetzt auch unser Land bedroht..

    Quelle: News | Das Zentrum für Politische Schönheit

  5. #1024
    ccc
    Avatar von ccc

    Registriert seit
    09.07.2011
    Beiträge
    3.936
    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Gibt viele die das ebenso sehen und nach dem friedlichen Abzug der Russen im Sommer 1994 einen ebensolchen von den US-Amerikanern erwarten. [...]
    ... was umso unwahrscheinlicher wird, als nach dem friedlichen(?) Abzug der Russen aus der Ukraine (nach Zusammenbruch der UdSSR) ein paar Jahre später ein kriegerischer Einzug ebendort stattfand. Unter diesem Aspekt werden nur stramme Rechte und Hardcore-Putinversteher wirklich auf einen Abzug der Amis warten.

    Lieber die Amis, die ohnedies schon da sind, als die Russen, die dann kommen könnten, und der ganzen Welt schon gezeigt haben, dass sie sich mit der derzeitigen Westgrenze Russlands nicht zufrieden geben.

  6. #1025
    Avatar von Micha L

    Registriert seit
    10.06.2007
    Beiträge
    8.047
    Danke @KKC und @Loso für den Einblick in die westlichen Verhältnisse.
    Ich habe die Ereignisse dort aufmerksam in den Medien verfolgt. Als US-Standorte geschlossen wurden, berichtete man im TV ausführlich über Freundschaften und Ehen mit US-Soldaten.
    Sowas war im Osten mit den Russen nicht erwünscht und nicht möglich. Ebenfalls in einer Fernsehsendung erzählte ein russischer Wehrpflichtiger, daß noch in den 80ern von "Oben" von einer Stationierung im Feindesland gesprochen wurde. So die Realität der "Bruderschaft".

    Bei der Ostukraine hat sich mir eingeprägt, daß plötzlich gut bewaffnete Separatisten staatliche Stellen der Ukraine angriffen, das ukrainische Wappen herunterissen und daß ukrainische Garnisonen eingeschlossen wurden, deren Besatzungen hilflos passiv blieben oder kapitulierten.
    Danach mögen die von Dir genannten Panzer aus Kiew angerollt sein, selbstverständlich.

  7. #1026
    Avatar von joachimroehl

    Registriert seit
    25.05.2008
    Beiträge
    4.935
    Ideologische Brillen abnehmen Freunde, wir sitzen hier nicht in der ARD, sondern können noch die aktuellen Geschehnisse frei diskutieren.. also über Vietnamesische Frühlingsrollen werde ich mich nicht äußern, da ist der Leipziger klar vorn, aber den Ostukrainern zu unterstellen sie hätten den Ärger begonnen ist einfach die falsche Soße. Halten wir fest in Kiew gab es einen Regime Change im Februar 2014, der die USA nach eigenen Aussagen über mehrere Jahre insgesamt 5 Milliarden Dollar gekostet hat. Der vor allem von den Ostukrainern gewählte Oligarchenpräsident Janukowitsch wird weggeputscht und die im Osten sind verärgert drüber, weil er aus ihrer Ecke stammt und für die Industrieregion Donbass sehr viel (auch nicht uneigennützig klar als Oligarch..) getan hat. Und da selbst die ukrainische Verfassung den blutigen Wechsel nicht legalisiert, erkennen die im tiefen Osten die neue westukrainische Regierung auch nicht an. Und nun? niemand nimmt sie wahr, keinerlei Gesprächsangebote, auch Vorschläge auf eine mögliche Föderalisierung wie in der Bundesrepublik werden von den neuen Herrschern ausgeschlossen und genau dann erst geht's im Frühjahr weiter, wie von Micha beschrieben. Aber bitte nicht die Henne mit dem Ei verwechseln..

    Regime Change Victoria Nuland Admits: US Has Invested $5 Billion In The Development of Ukrainian, "Democratic Institutions"

  8. #1027
    Avatar von Micha L

    Registriert seit
    10.06.2007
    Beiträge
    8.047
    Vor allem sitzen wir nicht in den gleichgeschalteten russischen Staatsmedien (Unabhängige werden dort ja eingeschränkt oder gleich ausgeschaltet).

    Eine Regierung nicht anerkennen bedeutet noch lange nicht, separatistische Abspaltung.
    Aufstände und Revolutionen führen normalerweise zu neuen Regierungen (oder auch nicht) und niemand stellt dabei zwangsläufig die Einheit eines Landes in Frage.
    Das Problem ist die russische Minderheit. Wären das Ukrainer, dann gäbe es das Problem der Abspaltung nicht.
    Wie schon gesagt, können sich die einstigen "Herrenmenschen" mit sowjetischen Privilegien nicht mit ihrer heutigen Rolle als Minderheit abfinden und vertreten einen aggressiven Nationalismus.
    Ist bei uns Dänisch oder Sorbisch Amtssprache? Nein!
    Also wozu die alten Sowjetprivilegien beibehalten. Wie Sorben und Dänen Deutsch, haben die Russen in der Ukraine selbstverständlich ukrainisch zu lernen, wenn sie was erreichen wollen.

    Das alles hole ich mir nicht aus den Medien, sondern das sind Lehren aus eigener Erfahrung mit denen.
    "Geßlers Hut" mag sicherlich keiner mehr grüßen in Osteuropa, außer den Russen selbst.

  9. #1028
    Avatar von Dieter1

    Registriert seit
    10.08.2004
    Beiträge
    30.302
    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Ideologische Brillen abnehmen.....
    Waere Dir dringend anzuraten.

  10. #1029
    Avatar von joachimroehl

    Registriert seit
    25.05.2008
    Beiträge
    4.935
    Da lass ich Dir schon altersmäßig den Vortritt, hast aber hier und heute noch garnicht "gesenft" in Richtung schuldig sind immer die Russen.. bevor aber übliche Reflexe über die Krim kommen solltest Du endlich mal den Hamburger Professor Merkel lesen, dann bist Du im Bilde..

    -> http://www.faz.net/aktuell/feuilleto...ue#pageIndex_2

  11. #1030
    Avatar von Dieter1

    Registriert seit
    10.08.2004
    Beiträge
    30.302
    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Danke @KKC und @Loso für den Einblick in die westlichen Verhältnisse.
    Ich wuerde die beiden weder besonders ernst nehmen noch als repraesentativ betrachten was "westliche Verhaeltnisse" angeht.