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VW Krise und weitere Gesetzesbeugung der Politiker

Erstellt von phi mee, 20.08.2016, 12:08 Uhr · 57 Antworten · 2.299 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von MadMac

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    Frueher nannte man das "just in time". Hat wohl irdendein Doedel einen Dynamitpreis fuer gekriegt. Kaffee kann man auch 2x bruehen, oder Tee.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von rolf2

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    Just-in-Time bedeutet Produktionsfluß ohne Zwischenlagerhaltung, dabei kann es jedoch zu Überkapazitäten im Endverkauf kommen.

    Das Kanban-System geht einen Schritt weiter indem erst durch den Verkauf die Produktionskette ausgelöst wird.

    Sprich der angestellte Bäcker geht nicht mehr jeden Tag zur Arbeit und produziert 1000 Brötchen, sondern
    er wird erst dann zur Arbeit bestellt wenn Brötchen verkauft wurden für den nächsten Tag.

    Werden keine Brötchen verkauft braucht man weder den Bäcker noch das Mehl. Daraus ergeben sich dann prekäre Arbeitsverhältnisse bzw flexibel vorgehaltene Arbeiterkontingente die nur dann Kosten produzieren wenn tatsächlich Nachfrage besteht.

  4. #23
    Avatar von MadMac

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    Hab es jetzt auch mal gegoogelt. Japanischer Kram, also wird es wohl funktionieren. In Japan.

  5. #24
    Avatar von rolf2

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    aus der Sicht des Betriebswirtschafters ist das Kanbanprinzip zunächst von Vorteil da möglichst alle Absatzrisiken rein kalkulatorisch aus der Produktion herausgerechnet werden können.

    Das Kaizenprinzip aus der japanischen Wirtschaft habe ich in meinem Betrieb und in mein Leben einfließen lassen. Hier wird nicht versucht das Problem zu behandeln sondern das Problem zu erkennen und zu vermeiden bzw zu beseitigen.

    Ein Beispiel dazu was mich damals angeregt und überzeugt hatte.

    In einer deutschen Maschinenhalle steht unter jeder Maschine eine Edelstahlwanne um austretendes Öl aufzufangen.

    In einer japanischen Maschinenhalle gibt es diese Wannen nicht, dort hat man entsprechende Dichtungen an den Maschinen sodaß kein Öl austritt.

  6. #25
    Avatar von phi mee

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    aus der Sicht des Betriebswirtschafters ist das Kanbanprinzip zunächst von Vorteil da möglichst alle Absatzrisiken rein kalkulatorisch aus der Produktion herausgerechnet werden können.

    Das Kaizenprinzip aus der japanischen Wirtschaft habe ich in meinem Betrieb und in mein Leben einfließen lassen. Hier wird nicht versucht das Problem zu behandeln sondern das Problem zu erkennen und zu vermeiden bzw zu beseitigen.

    Ein Beispiel dazu was mich damals angeregt und überzeugt hatte.

    In einer deutschen Maschinenhalle steht unter jeder Maschine eine Edelstahlwanne um austretendes Öl aufzufangen.

    In einer japanischen Maschinenhalle gibt es diese Wannen nicht, dort hat man entsprechende Dichtungen an den Maschinen sodaß kein Öl austritt.

    Kaizen bedeutet eigentlich alle Produktionsabläufe in Frage zu stellen und alles zu hinterfragen. Hintergrund sind die Reduzierung der Fehlerquote Richtung 0 Fehler und natürlich Kostenreduzierungen. Ein Kaizen führt der Zulieferer intern aus und lädt dazu gezielt Fachkräfte einzelner Unterlieferanten ein um auch diese Teile detailliert zu hinterfragen. So ein Kaizen dauert je nach Bauteil 1 - 2 Wochen. Wird häufig von den Autoherstellern verlangt als Vorbereitung zu einem Wertanalysegespräch.

    Diese Kaizen ist grundsätzlich nichts schlechtes, jedoch bei den Zuliefern bedeutet es zusätzliche Bindung von qualifizierten Fachpersonal ohne dafür bezahlt zu werden oder an möglichen erkannten Einsparungen beteiligt zu werden.


    Deswegen regt mich ja die Aussage einiger schwachköpfiger Politiker mal wieder so auf, die jetzt von einer Erpressung durch die Zulieferanten sprechen. Die jahrzehntelangen Erpressungen der Zulieferanten durch VW aber wortlos akzeptiert haben, solange sie ja schön an den Aktiengewinnen beteiligt waren.

  7. #26
    Avatar von rolf2

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    @phi mee

    Wir sind uns sicher einig das seitens der Konzerne versucht wird Entwicklungskosten und Risiken der Produktion und des Verkaufs an Dritte, Staat und Zulieferer, auszulagern.

    Das Kaizen ist im Prinzip jedoch eine andere Problemlösungsphilosophie die unabhängig von der Kostenvermeidungsschiene als sehr sinnvoll zu betrachten ist. Wie im Zen wird jedes Ding, jede Handlung, auf seinen Kern und seine Bedeutung hin untersucht wobei das
    anzustrebende Ergebnis Klarheit bedeutet. Das Ergebnis kann Kostensenkung bedeuten muss aber nicht, sondern kann genausogut zu Vereinfachung, höherer Stabilität, Langlebigkeit usw führen.

    Das Kaizen beobachtet und analysiert, die Betriebswirtschaft entscheidet und bewertet anschließend die Ergebnisse dieser Betrachtung.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann." nichts anderes als dieser Spruch ist das Ziel des Zen.

  8. #27
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Hab es jetzt auch mal gegoogelt. Japanischer Kram, also wird es wohl funktionieren. In Japan.
    Ich kenn den Begriff aus der Projektwelt.
    Bei uns wurden zunächst Projekte nach KANBAN gesteuert, weil wir es einfach und wenig formal halten wollten. Später wurde allerdings auf SCRUM gesetzt, da wohl externe Projektmanager eher SCRUM können ;)

    Kanban - Eine Einführung
    https://www.it-agile.de/wissen/methoden/kanban/

  9. #28
    Avatar von MadMac

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    Ja, nee, die Systeme machen sicher Sinn, wo sie passen. Passen halt nicht ueberall. Hatte gerade wieder den Spass in Jakarta, wo jemand Demand-Supply-Balancing tun wollte bei einem Telekom-Rollout. Das macht man, wenn man Zahnpasta mit Pfefferminzgeschack herstellt. Aber egal....

  10. #29
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Ich kenn den Begriff aus der Projektwelt.
    Bei uns wurden zunächst Projekte nach KANBAN gesteuert, weil wir es einfach und wenig formal halten wollten. Später wurde allerdings auf SCRUM gesetzt, da wohl externe Projektmanager eher SCRUM können ;)

    Kanban - Eine Einführung
    https://www.it-agile.de/wissen/methoden/kanban/
    ich finde sowas total interressant, danke

  11. #30
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Ja, nee, die Systeme machen sicher Sinn, wo sie passen. Passen halt nicht ueberall. Hatte gerade wieder den Spass in Jakarta, wo jemand Demand-Supply-Balancing tun wollte bei einem Telekom-Rollout. Das macht man, wenn man Zahnpasta mit Pfefferminzgeschack herstellt. Aber egal....
    diese Systeme machen immer Sinn, man muss jedoch wissen was man erreichen will und kann und unter welchen Opfern.

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