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VW Krise und weitere Gesetzesbeugung der Politiker

Erstellt von phi mee, 20.08.2016, 12:08 Uhr · 57 Antworten · 2.308 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von franki

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    Offenbar hat das Management bei VW nichts aus der Lopez-Krise vor einigen Jahren gelernt und das rächt sich jetzt. So eine Politik kann man gegenüber den Zulieferfirmen, von denen man abhängig ist, nicht betreiben. Bei BMW oder Daimler scheint das ja besser zu laufen. Leid tun mir wieder - wie bei der Abgaskrise - die vielen engagierten Mitarbeiter bei VW, die dafür nichts können.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von franki Beitrag anzeigen
    Offenbar hat das Management bei VW nichts aus der Lopez-Krise vor einigen Jahren gelernt und das rächt sich jetzt. So eine Politik kann man gegenüber den Zulieferfirmen, von denen man abhängig ist, nicht betreiben. Bei BMW oder Daimler scheint das ja besser zu laufen. Leid tun mir wieder - wie bei der Abgaskrise - die vielen engagierten Mitarbeiter bei VW, die dafür nichts können.
    Das läuft bei Daimler auch nicht anders. Mein Weihnachts/Neujahrsurlaub (Betriebruhe) ist 2015/2016 ausgefallen, da Daimler ein paar Zulieferer welche bei daimler aufm Gelände produziert haben, runtergeworfen hat, jetzt schaffen sie die Teile nicht mehr über den "Hof" sondern über 30 Km die Autobahn rauf, immer noch natürlich just in time, und ohne einen Pfennig mehr zu bekommen, sondern die Transportkosten bleiben beim Zulieferer hängen.
    Ergebniss, Arbeitnehmer Kündigung und Austausch gegen billigere.

  4. #13
    Avatar von rolf2

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    da werden höchst fragile Strukturen aufgebaut die von einer just-in-Time Produktionskette ohne irgendwelche Lagerung und Vorratshaltung ausgehen. Dieses System ist äußerst instabil und schnell zum Erliegen zu erbringen. Teile werden aus aller Welt zusammengekauft um mit einem Zeitfenster von maximal einem Tag in der Produktion zur Verfügung zu stehen.

    Ich hab das mal bei einem Zulieferer für Mercedes Bremen beobachten können wo morgens um 6 die Order für die Produktion des gleichen Tages bis Mittag eintrudelten, ab Mittag für den Rest des Tages.

    Ein Streik in Italien verhinderte dann den zeitnahen Transport für spezielle Teile und setzte dann sowohl den Lieferanten wie auch das Mercedeswerk in Bremen mit sofortiger Wirkung lahm.

  5. #14
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    da werden höchst fragile Strukturen aufgebaut die von einer just-in-Time Produktionskette ohne irgendwelche Lagerung und Vorratshaltung ausgehen. Dieses System ist äußerst instabil und schnell zum Erliegen zu erbringen. Teile werden aus aller Welt zusammengekauft um mit einem Zeitfenster von maximal einem Tag in der Produktion zur Verfügung zu stehen.

    Ich hab das mal bei einem Zulieferer für Mercedes Bremen beobachten können wo morgens um 6 die Order für die Produktion des gleichen Tages bis Mittag eintrudelten, ab Mittag für den Rest des Tages.

    Ein Streik in Italien verhinderte dann den zeitnahen Transport für spezielle Teile und setzte dann sowohl den Lieferanten wie auch das Mercedeswerk in Bremen mit sofortiger Wirkung lahm.
    Ja aber nun stell Dir mal vor, wie es hier ein Stueck weiter vorn schon mal anklang-die Bundesregierung sourced in zunehmenden Masse auch immer mehr Leistungen aus, zuletzt erarbeitet ein Unternehmen eine Strategie fuer die Fluechtlingskrise aus.Ich meine , damit gibt man auch "Betriebsinterna"preis und macht sich abhaengig und erpressbar und bezahlt dafuer diese Truppen auch noch fuerstlich.Im ersten Moment vertraut der Auftraggeber auf die "Weisheit"des Auftragnehmers.Der aber durfte zumindest die besseren Anwaelte haben und am Ende des Tages ist der Auftraggeber der Gelackmeierte.Zumindest in Sachen Bundesregierung machen dich spaetestens dann die Verantwortlichen eiben schlanken Fuss und der Steuerzahler blecht die Runde.Beispiele nenn ich jetzt bewusst nicht, da auch hier allumfassend schon genug gewuerdigt.

  6. #15
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Chumpae Beitrag anzeigen
    Ja aber nun stell Dir mal vor, wie es hier ein Stueck weiter vorn schon mal anklang-die Bundesregierung sourced in zunehmenden Masse auch immer mehr Leistungen aus, zuletzt erarbeitet ein Unternehmen eine Strategie fuer die Fluechtlingskrise aus.Ich meine , damit gibt man auch "Betriebsinterna"preis und macht sich abhaengig und erpressbar und bezahlt dafuer diese Truppen auch noch fuerstlich.Im ersten Moment vertraut der Auftraggeber auf die "Weisheit"des Auftragnehmers.Der aber durfte zumindest die besseren Anwaelte haben und am Ende des Tages ist der Auftraggeber der Gelackmeierte.Zumindest in Sachen Bundesregierung machen dich spaetestens dann die Verantwortlichen eiben schlanken Fuss und der Steuerzahler blecht die Runde.Beispiele nenn ich jetzt bewusst nicht, da auch hier allumfassend schon genug gewuerdigt.
    alles Ergebnisse der Betriebswirtschafter die ihren Focus sehr einseitig scharfstellen. Gewinne und Umstrukturierungen ohne Kontext zum Großen und Ganzen.

    Wenn ich heute alles esse und verbrauche dann gehts mir heute gut, was morgen ist das ist uninterressant.

  7. #16
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen

    Wenn ich heute alles esse und verbrauche dann gehts mir heute gut, was morgen ist das ist uninterressant.
    Und da wirft manch einer den Thai vor kurzfristig zu denken. Dabei sind die Politiker und Wirtschaftler hier nicht besser.

  8. #17
    Avatar von Ferdinand

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    Zitat Zitat von phi mee Beitrag anzeigen
    Der laufende Vertrag wird mal eben gekündigt und der Lieferant kriegt einen neuen Vertrag vorgelegt mit einem 5, 10 Prozent niedrigem Preis. Das heißt der Lieferant wird gezwungen jedes teil mit Verlust zu liefern.
    Ich bin auch kein Freund der OEMs aber so ganz schwarz würde ich das nicht malen. So richtig kleine Zulieferer gibt es nicht mehr, man muss schon neben Europa Standorte in China und USA oder zumindest America haben um überhaupt anbieten zu können.
    Auch wenn es jährliche Preisabschläge gibt so bedeutet das noch lange nicht die Lieferanten arbeiten mit Verlusten ab dem 2. Jahr. Sie führen ja ihrerseits Verhandlungen über Kostenreduzierungen mit den Unterlieferanten oder suchen nach günstigeren Alternativen, damit beschäftigen sich ganze Abteilungen. Und auch die eigenen Prozesse laufen mit der Zeit besser und mit weniger Ausschuss.
    Trotzdem ist der Preisdruck sehr hoch und der Wettbewerb ist immens - andererseits bauen OEMs auch mal neue Lieferanten auf teilweise um bisherige zu "motivieren", Beispiel Technisat, früher von SAT-Anlagen bekannt und nun einer der Hauplieferanten für VW head units.
    Kann mir schon vorstellen, dass mittelfristig die Lieferanten durch andere ergänzt oder gar ersetzt werden - Verlierer könnten die Beschäftigten sein, wenn sie keinen VW-Auftrag mehr bekommen - hoffentlich haben sie noch viele andere Kunden.

  9. #18
    Avatar von phi mee

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    Eine kleine Korrektur. "Just in time" ist für die Automobilindustrie ein alter Hut, der vollständige Verzicht auf Lagerhalterung und Lieferung direkt ans Band nennt sich "ship to line". Bei Daimler auch sehr beliebt ist das "Kanban System". Wurde seinerzeit von der Daimler Tochter CTS (Verdecke) eingeführt.

  10. #19
    Avatar von franki

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    Bei Daimler auch sehr beliebt ist das "Kanban System". Wurde seinerzeit von der Daimler Tochter CTS (Verdecke) eingeführt.
    Aha. Und was versteht man unter dem 'Kanban-System'?

  11. #20
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von franki Beitrag anzeigen
    Aha. Und was versteht man unter dem 'Kanban-System'?
    das musste ich auch googeln, das ist ein durch Sog am Ende der Produktionskette ausgelöster Produktionsprozeß der alle vorhergehenden Produktionsschritte und Transporte auslöst.

    Kunde kauft Auto und dadurch wird die Produktion rückwärts ausgelöst. Mit dem Ziel nur dann und nur soviel zu produzieren wie der Markt aktuell braucht.

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