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Was von Europa bleibt ......

Erstellt von strike, 12.05.2011, 11:35 Uhr · 26 Antworten · 1.611 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von strike

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    Was von Europa bleibt ......

    Wenn ich die letzten Jahre betrachte halte ich fuer mich fest, dass Europa entweder noch lange braucht um das zu werden, was mal die Vision war oder aber bald stirbt.

    Urspruengliches Ziel war die gezielte wirtschaftliche und politische Verflechtung.
    Dies sollte vor allem neue militaerische Konflikte für die Zukunft unmoeglich machen und durch den groesseren Markt das Wirtschaftswachstum beschleunigen.
    Gewachsen ist das Ganze auf 27 Mitgliedsstaaten.

    Dinge, die mir (mehr als 50 Jahre nach Beginn der Umsetzung dieser Idee) durch den Kopf gehen:

    - nur 17 der Mitgliedsstaaten gehoeren auch der Europaeischen Wirtschafts- und Währungsunion an

    - Vertraege wurden von einzelnen Staaten - dort wo dem Buerger Mitspracherecht erlaubt war (Irland, Daenemark, Frankreich) - geblockt bzw. zu deren Gunsten abgeandert und modifiziert

    - dem Schengen Vertrag sind bis heute nicht alle Mitgliedsstaaten beigetreten

    - der Umzug bzw. unbehinderte Nachzug von Familienangehoerigen von EU-Buergern - und damit die Reisefreiheit - stehen auf dem Pruefstand

    - Inlaenderdiskriminierung ist gang und gaebe

    - Daenemark verkuendet nun sogar wieder Kontrollen an den Grenzen einzufuehren

    - die EURO-Krise zwingt (zu eigentlich mal fuer immer ausgeschlossenen) Transfers von Milliarden in die Krisenlaender

    - die EU-Aussenpolitik (siehe Libyen) kommt alles andere als geschlossen rueber

    - .....



    Bitte nennt mir Gruende, warum ich weiter fest an die Vison "Europa" glauben soll.
    Welchen greifbaren Vorteil hat mir, hat uns Europa schon beschert, welche Vorteile winken uns?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von thai-robert

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    Und was sagt uns das ?
    Schau nach Amerika !

  4. #3
    Avatar von Dreamsailor

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Wenn ich die letzten Jahre betrachte halte ich fuer mich fest, dass Europa entweder noch lange braucht um das zu werden, was mal die Vision war oder aber bald stirbt.....Bitte nennt mir Gruende, warum ich weiter fest an die Vison "Europa" glauben soll.
    Welchen greifbaren Vorteil hat mir, hat uns Europa schon beschert, welche Vorteile winken uns?[/B]
    Vermutlich ist man mit manchen Sachen einfach über das Ziel hinausgeschossen...

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    der Euro war die logische Konsequenz, sich im amerikanischen Waehrungskrieg besser zu schuetzen,
    Sorros hatte 1997 die Asienkrise ausgeloesst, und Billionenwerte in asiatischen Laendern vernichtet,
    Europa wollte nicht ebenfalls zum Opfer werden.

    Mit Waehrungsangriffen braucht man keine Kriege mehr fuehren, man macht ein Land einfach platt,
    indem man die dreifache Menge des Kapitals, was das Land wert ist, in die Spekulation gegen das Land einsetzt.

  6. #5
    Avatar von Samuianer

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    Die Urspruenge liegen in den Leiden und Wirren die, die beiden Weltkriege brachten... Schumann loeste damals die Debatte um die Montanunion, ein Buendniss zwischen franzoeischen und deutschen Kohle-und Stahlproduzenten, dem folgte bald der Wunsch Churchills, der ein steter Gast im weissen Haus war, nach den "Vereinigten Staaten von Europa" ohne Kriege, ohne die fatalen wirtschaftlichen und humanistischen Folgen... andere hatten aehnliche, oder hochehrgeizige Visionen wie z.B. die Vereinigung mit den nordafrikanischen Mittelmeerlaendern und die Trockenlegung des Mittelmeers....und ein Panatlantikeuropa.

    Nur haben die USA eine gaenzlich von Europa verschiedene Grundlage, die erste und massgeblichste ist, das sich diese USA aus Migranten die zu einem erheblichen Teil aus Europa teils geflohen, teils ausgewandert, teils wegen politischen oder gar Glaubensfragen weggegangen sind, um sich im "gelobten Land" nach ihrem Gutduencken nieder zu lassen und in echter Freiheit einen neuen Traum zu leben, den "great american dream" zu verwirklichen!

    Und 2. das alle eine, dem anglikanischen meist fremde Muttersprache und Kultur hatten, die anglikanische Sprache Englisch aber das A und O fuer jegliche Kommunikation war und die ueberall von Alaska bis Florida, von New England bis New Mexico verstanden und gesprochen wurde, das die Waehrung schon IMMER der US$ war.... das war ein feiner, aber der PRAEGNANTE Unterschied, den man meinte in der EU weg bueorkratisieren zu koennen.... und der Wahn, laenderparlamente und Eu-Parlament nebenher 'fahren" zu koennen - Fehlanzeige!

    So wehren sich die Franzosen noch Heute vehement Anglikanismen in "ihre Sprache" einfliessen zu lassen, aehnliche Stimmen hoert man in Deutschland, Italiener behaupten Stein und Bein ihre Kueche sei die beste in ganz Europa, wenn nicht in der ganzen Welt... und der franzoesiche Wein ist im Vergleich zu ihrem Wasser.... Tuerken und Griechen, das Zypernproblem, dieser Tage Daenemark, Yugoslawien, die ehemalige CSSR, das Finanzdesaster in Griechenland, Irland, Island, Portugal und Spanien .... sind alle nur Zeugen dafuer das man die wichtigsten Schritte zu einer echten Fusion weg zu taeuschen versuchte, einfach zu viele Ungereimtheiten, die man geflissentlich "uebersehen" hattedie EU ist ausschliesslich einen Wirtschaftsunion der Finanzgrossen - und die profitieren davon...reisen und leben konnte Mensch schon in den meisten Laendern der Kern-EU schon lange ohne Pass und Visum..

  7. #6
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    der Euro war die logische Konsequenz, sich im amerikanischen Waehrungskrieg besser zu schuetzen,
    Sorros hatte 1997 die Asienkrise ausgeloesst, und Billionenwerte in asiatischen Laendern vernichtet,
    Europa wollte nicht ebenfalls zum Opfer werden.
    Mit Waehrungsangriffen braucht man keine Kriege mehr fuehren, man macht ein Land einfach platt ....
    Interessante Theorie.
    Wie laeuft so etwas ab und wieso schuetzt der Euro davor?

  8. #7
    Avatar von Conrad

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    Jetzt kommen die Dumpinglöhner aus Osteuropa und machen denen, die eh schon wenig verdienen diese Jobs auch noch streitig. Der deutsche Steuerzahler muß sogar noch für die Pleiten anderer Mitgliedsstaaten aufkommen, der Bürger wird natürlich überhaupt nicht mehr gefragt und muckt auch nicht auf, fast könnte man sagen, die deutsche Regierung steht dem Bürger nicht mehr wohlgesonnen gegenüber.

    Aber solange man sich alles gefallen läßt, kann die Regierung ja machen was sie will. Seitdem die Rente mit 67 durchgegangen ist, ist ja klar, dass man mit dem deutschen Bürger und Steuerzahler umspringen kann, wie man will. Jeder der was dagegen sagt, ist ein "Rechtspopulist".

    Rechtspopulismus in Deutschland

    Europa wird zum Schreckgespenst

    Von Jakob Augstein

    Die Dänen führen wieder Grenzkontrollen ein, Frankreich fürchtet Flüchtlingswellen: Bei unseren Nachbarn greift die EU-Skepsis um sich - doch auch die Einstellung der Deutschen zu Europa ist erschreckend.

    Das Forsa-Institut hat im Auftrag des "Freitag" eine repräsentative Zahl von Bundesbürgern mit den Aussagen von vier europäischen Rechtspopulisten konfrontiert. Die Ergebnisse sind unerwartet eindeutig: Rechtspopulistisches Gedankengut trifft längst auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Am anfälligsten zeigen sich die Wähler von Union und FDP - und die der Linkspartei. Besonders erschreckend: Zwanzig Jahre nach der Wende stehen Ostdeutsche rechtspopulistischem Gedankengut offenbar deutlich näher als Westdeutsche.

    • 70 Prozent der Befragten finden, Deutschland gibt zu viel Geld nach Europa.
    • Knapp die Hälfte verlangt, dass die Zuwanderung nach Deutschland drastisch reduziert werden muss.
    • 38 Prozent sind der Meinung, der Islam passe nicht zu unserem Lebensstil und sei eine Bedrohung unserer Werte.
    • Und 30 Prozent fordern ein "unabhängiges Deutschland ohne den Euro, in das keine Europäische Union hineinregiert".

    Rechtspopulismus in Deutschland: Europa wird zum Schreckgespenst - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Verleumdung von Menschen mit anderer, nicht regierungskonformer Meinung, als Rechtspopulist ist nichts anderes, als plumpe Zensur, der Versuch Andersdenkende mundtot zu machen.

  9. #8
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Interessante Theorie.
    Wie laeuft so etwas ab und wieso schuetzt der Euro davor?

    um eine Waehrung spekulationssicherer zu machen, muss man das Volumen der Waehrung aufblasen,
    damit die Angriffs-Kapitalmenge nicht mehr zusammenkommt.

    Eine DM oder ein schweizer Franken ist leichter zu knacken, als eine Euro Gemeinschaftswaehrung.

  10. #9
    Avatar von Micha L

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    Vielleicht ist das wirtschaftspolitische Europa zu schnell gewachsen. Jedenfalls wurde das im Fall Griechenland hinterher zugegeben.

  11. #10
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    .... Eine DM oder ein schweizer Franken ist leichter zu knacken.
    Wie muss man sich ein solches "Knacken" vorstellen?

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