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Volksaufstand in Tunesien und Ägypten

Erstellt von Conrad, 29.01.2011, 11:42 Uhr · 466 Antworten · 16.718 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von Samuianer

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    Zu dem Thema vermeldet "Die Zeit":


    Ägypten Die Stunde des Militärs


    Wer künftig in Ägypten regieren will, kommt am Militär nicht vorbei. Die größte Armee Afrikas verfügt über erheblichen Einfluss.







    ...... Am Montagabend bezeichnete die ägyptische Armee die Forderungen der Demonstranten als "legitim" und kündigte an, "keine Gewalt gegen das ägyptische Volk einzusetzen". Die Stellungnahme des Armeesprechers ist das letzte und eindeutigste Indiz dafür, dass sich Präsident Hosni Mubarak nicht mehr umfassend auf seinen riesigen Militärapparat verlassen kann.
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    Andeutungen dafür hatte es schon in den vergangenen Tagen gegeben. Als am vergangenen Freitagabend Soldaten in die Stadtzentren einrückten, um die Rolle der verhassten Polizei zu übernehmen, wurden sie von den Menschen mit Jubelrufen begrüßt.


    aber:


    Ahmed Shafiq, der neue Ministerpräsident, war vor seiner politischen Karriere Chef der Luftwaffe. Und auch Mubaraks neuer Vize, Omar Suleiman, der bis vor dem Wochenende den Geheimdienst geleitet hatte, hat eine lange militärische Karriere hinter sich. Er brachte es bis zum General. Gemeinsam mit Suleiman und Shafiq traf sich Mubarak am Sonntag in einem Hauptquartier der Streitkräfte mit führenden Militärs. Was bei dem Gespräch vereinbart wurde, drang nicht an die Öffentlichkeit
    Quelle: Ägypten: Die Stunde des Militärs | Politik | ZEIT ONLINE

    ...ist mir von irgendwoher bekannt, 2006... in - na wo?

  2.  
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  3. #72
    antibes
    Avatar von antibes
    Auf jeden Fall zeigt das Beispiel Mubaraks wieder die grenzenlose Loyalität der USA zu ihren ehemaligen Verbündeten (Marionetten), die jahrzehntelang ihnen treu die Stange gehalten haben. Die Geschichte ist voll von diesen ehemaligen "Freunden" der USA, wie z.B. Sadam Hussein, der als Gegner der Islamischen Republik Iran ein gern gesehener Freund der USA war, um ihn dann bei übermäßigem Öldurst zu hängen. Sicher erinnert man sich dann schnell an Völkermord in Kurdistan und die enorme Bedrohung des Westens durch die Militärmaschinerie des alten Regimes. Sein Vorvorgänger auf der anderen Seite Shah Reza Pahlew hätte Sadam eine Warnung sein sollen. Hektische Betriebskeit auch in Jordanien. Scheindemokratien sollen noch auf die Schnelle installiert werden. Der Weg für Muslimbrüderschaften scheint frei. Deren ägyptische Abteilung sind die Gründungsväter der Hamas, die im Gazastreifen regiert. Gut geplant und langfristig.

    Irgendwie scheint nur Israel die sich anbahnende Gefahr zu kapieren. Eine diplomatische Offensive in allen westlichen Staaten läuft um Mubarak zu stützen. Nur hätten wenigstens die Israelis ihre Hausaufgaben gemacht, dann wäre die Situation vor Ort wesentlich entspannter.

    Gestern kam ein "netter" Bericht über die Ölförderung 100 km vor Iraks Küste. Diese Plattformen werden durch grosse Marineverbände der ewig zum Nutzen des irakischen Volkes agierenden USA, Engländer und Ausstralier gesichert. Diese Allianz verhindert zumindest ein babylonisches Sprachengewirr. Allein die Förderung dort entspricht einer Summe von 75 Mrd. Euro jährlich. Da soll mir einer erzählen dass Angriffskrieg kein lukratives Geschäft sei.

  4. #73
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von antibes Beitrag anzeigen

    Gestern kam ein "netter" Bericht über die Ölförderung 100 km vor Iraks Küste. Diese Plattformen werden durch grosse Marineverbände der ewig zum Nutzen des irakischen Volkes agierenden USA, Engländer und Ausstralier gesichert. Diese Allianz verhindert zumindest ein babylonisches Sprachengewirr. Allein die Förderung dort entspricht einer Summe von 75 Mrd. Euro jährlich. Da soll mir einer erzählen dass Angriffskrieg kein lukratives Geschäft sei.
    Jetzt wissen die eben alle, wo der Hammer hängt. Wir brauchen das Öl, zahlen dafür und gut ist es.

    Wer glaubst du, hat wohl Saudi-Arabien gegründet. Die Amis. Die haben sich da nen Scheich ausgesucht, haben gesagt, den machen wir zum Staatschef und der Staat heißt Saudi-Arabien.

    Die Amis und Briten brauchten einen Handespartner, denn die Gegend zum Bundesstaat der USA zu erklären, wäre wohl doch etwas zu abenteuerlich gewesen.

    Der Westen braucht nunmal das Öl. Währenddessen sichert sich China die Ölreserven Afrikas. Die wollen eben, genau wie der Westen, ihre Interessen vertreten. Und das kann man ihnen auch nicht zum Vorwurf machen.

    Gründung des Königreichs Saudi-Arabien

    1901 eroberte Abd al-Aziz ibn Saud (1880-1953) Riad zurück und begründete das Saudi-Reich neu. Nach der Unterwerfung des Hedschas und der Vertreibung der dort bisher herrschenden konkurrierenden Dynastie der Haschemiten durch die Dschihadzüge der Ichwan (1924/25) und nach der Eroberung der südlicher gelegenen Region Asir 1923 proklamierte er am 18. September 1932 das vereinigte Königreich Saudi-Arabien. Im Zweiten Weltkrieg verhielt sich Saudi-Arabien neutral, bis es den USA gegen Mitte des Krieges gestattete, einen Luftwaffenstützpunkt auf seinem Territorium zu errichten, und sich damit mit Deutschland im Kriegszustand befand.



    Nach 1945 stieg das Land zum wichtigsten Erdöllieferanten für die Weltwirtschaft auf. Die USA erhielten dazu vom saudischen König ein Monopol. Damit begann der rasche wirtschaftliche Aufschwung des Landes. Der Großteil der bis dato als Nomaden lebenden Bevölkerung wurde sesshaft.


    Geschichte Saudi-Arabiens


    Komisch, als einzigstes Land erhalten die USA ein Monopol auf die saudische Erdölförderung. Warum wohl ? Und was glaubst du, was in einigen Jahren passieren wird, wenn das Öl in der Region alle ist ? Dann werden diese ganzen Staaten in der totalen Bedeutungslosigkeit verschwinden. Dann können die Saudis, Perser usw. wieder wie vorher als Nomaden durch die Wüste eiern und sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Und keinen Menschen im Westen wird es interessieren.

  5. #74
    antibes
    Avatar von antibes
    Schon richtig. Wenn das Öl alle ist, besteht kein Interesse mehr an diesen Ländern.

  6. #75
    Avatar von Samuianer

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    Beachtenswert finde ich dass das Thema a.) in einemThailandforum, in einem Beitrag ueber:
    Thema: Volksaufstand in Tunesien und Ägypten

    auf "die Israelis und "die US" undOel abrutscht,als fahren in Deutschland schon alle Autos, kraftwerke, Lokomotiven und sonstige Gefaehrte mit Verbrennungsmotoren mit Wasser oderauf Luft..... die Verdraengungs-und Schuldzuweisungseffekte, obwohl die Geschichte vieles ganz anders schreibt, sind echt bemerkenswert!

    Zitat Zitat von antibes Beitrag anzeigen

    Irgendwie scheint nur Israel die sich anbahnende Gefahr zu kapieren. Eine diplomatische Offensive in allen westlichen Staaten läuft um Mubarak zu stützen. Nur hätten wenigstens die Israelis ihre Hausaufgaben gemacht, dann wäre die Situation vor Ort wesentlich entspannter.

    .
    Das "die Israelis", d.h. die IDF laengst ihre "Hausaufgaben" gemacht haben und in der "Klausur" mehrfach den Agressoren bewiesen haben das sie nicht nur auf ihrem Hosenboden sitzen koenne,n das haben sie nicht nur einmal ganz klar bewiesen, ganz deutlich wurden sie als der junge Staat von der arabischen Liga, einer Allianz aus Streitkraeften Syriens, Aegyptens, des Iraks und Jordaniens israel "ein fuer alle male vom gesicht der heilgen Mutter Erde wegradieren" sollte (O-Ton Nasser)

    In nur 6 Tagen (5.-11. Juni 1967) hat diese 'arabische Allianz" eine demuetigend, vernichtende Niederlage erleiden muessen, die sie besser nie wieder vergessen haetten, sich aber darin angestrengt ueben und sich immer wieder den A_sch versengen!

    Die meisten syrischen Truppen flohen!

    Nach nur sechs Tagen hatten die IDF die feindlichen Linien durchbrochen und waren kurz davor, in Kairo, Amman und Damaskus einzumarschieren.





    Zitat Zitat von antibes Beitrag anzeigen

    Gestern kam ein "netter" Bericht über die Ölförderung 100 km vor Iraks Küste. Diese Plattformen werden durch grosse Marineverbände der ewig zum Nutzen des irakischen Volkes agierenden USA, Engländer und Ausstralier gesichert. Diese Allianz verhindert zumindest ein babylonisches Sprachengewirr. Allein die Förderung dort entspricht einer Summe von 75 Mrd. Euro jährlich. Da soll mir einer erzählen dass Angriffskrieg kein lukratives Geschäft sei.

    Sch_sse das es keine bedeutenden Oelvorkommen in Aegypten gibt, sonst waeren die schon laengst befreit... wahrscheinlich schon 1967 von der IDF!



    Hier, fuer Interessierte, die ihr Wissen ueber den Israel-Konflikt auffrischen moechten, etws Nachhilfeunterricht aus dem Wiki:


    Der 6 Tage Krieg:


    Kriegsverlauf [Bearbeiten]

    5. Juni [Bearbeiten]


    Der israelische Angriff auf die Westbank


    Der Krieg begann am 5. Juni mit einem gut geplanten und erfolgreichen Überraschungsangriff der israelischen Luftwaffe auf alle ägyptischen Flugfelder. Der Angriff erfolgte ohne Kriegserklärung. Die israelischen Piloten flogen unterhalb der ägyptischen Radarerfassung. Die meisten der 385 modernen Flugzeuge sowjetischer Bauart wurden am Boden vernichtet und die Startbahnen der Flugplätze beschädigt. 100 ägyptische Piloten wurden getötet.[13] Somit hatten die ägyptischen Truppen im Sinai keine Luftunterstützung mehr und standen schon am ersten Tag des Krieges am Rande der Niederlage. Vor allem die 30 Tupolew Tu-16 Bomber von mittlerer Größe waren eine beträchtliche Gefahr für die Israelis. Auch die modernen, aber weniger starken syrischen und jordanischen Luftstreitkräfte wurden in ähnlichem Umfang dezimiert. Dadurch hatte Israel für den Rest des Krieges die totale Luftüberlegenheit.
    Gleichzeitig rückten Bodenstreitkräfte der israelischen Armee gegen die ägyptischen Stellungen vor. Die nördlichste israelische Division, bestehend aus drei Brigaden, unter dem Entwickler der israelischen Panzerkriegsdoktrin Israel Tal, rückte durch den Gaza-Streifen vor. Im Zentrum stieß die Division von General Avraham Yoffe und im Süden die von Ariel Sharon vor.
    Während in den ersten Stunden von israelischer Seite kaum Informationen über den Kriegsverlauf herausgegeben wurden, verkehrte die ägyptische Propaganda den Kriegsverlauf ins Gegenteil und berichtete von angeblichen Siegen der arabischen Truppen. So kam es in der übrigen Welt zu dem falschen Eindruck, nicht Israel, sondern Ägypten habe den Krieg begonnen.
    Israel forderte König Hussein von Jordanien auf, nicht in den Krieg einzutreten. Er lehnte ab und ließ Westjerusalem und das Gebiet um Tel Aviv mit Artillerie beschießen. Israel antwortete mit Gegenangriffen. Die ersten Befehle, die Israels Verteidigungsminister Mosche Dajan für Jerusalem ausgab, lauteten: „Wir werden es, wenn es notwendig ist, umzingeln, werden es aber nicht stürmen.”
    6. und 7. Juni [Bearbeiten]


    Eroberung der Sinai-Halbinsel


    Am 6. und 7. Juni rückten die israelischen Truppen durch den Sinai auf die strategisch wichtigen Pässe Mitla und Gidi vor. Durch kombinierten Einsatz von Fallschirmjägern, Luftangriffen, Artillerie und Panzern konnten sie den zahlenmäßig überlegenen feindlichen Truppen eine vernichtende Niederlage bereiten – auch weil der ägyptische Verteidigungsminister Abdel Hakim Amer nach ersten Berichten von Niederlagen in Panik geriet und den Rückzug hinter den Sueskanal befahl. Dajan wollte ursprünglich einen Vormarsch bis zum Sueskanal unter allen Umständen verhindern, da er befürchtete, dass die Ägypter unter diesen Umständen nicht bereit seien, die Kämpfe zu beenden. Außerdem befürchtete er einen größeren internationalen Druck auf Israel für diesen Fall. Am 7. Juni wurde deshalb sogar einigen Truppen von Generalmajor Tal der Rückzug befohlen, doch der Vorwärtsdrang der Armee war nicht mehr zu stoppen.
    Gleichzeitig rückten die Israelis in Ostjerusalem und auf das von Jordanien besetzte Westjordanland (Judäa und Samaria) vor. Auch die jordanischen Truppen konnten keinen entscheidenden Widerstand leisten. Der Angriff auf Jerusalem war schließlich vor allem auf Druck Menachem Begins und Jigal Allons gegen den Willen Dajans und orthodoxer Kabinettsmitglieder ausgeführt worden. Die Minister, die eine sofortige Besetzung Jerusalems verlangten, fürchteten, dass der UN-Sicherheitsrat einen Waffenstillstand verhängen würde, bevor das Gebiet um die Klagemauer erobert wäre. Die syrischen Golanhöhen wurden währenddessen heftig von Israels Artillerie und Luftwaffe beschossen.
    8. bis 10. Juni [Bearbeiten]


    Die Schlacht um den Golan


    Am 8. Juni erreichten die israelischen Panzer den Sueskanal. Am 9. Juni griff Israel die syrischen Stellungen auf den Golanhöhen an, von wo aus Syrien 205 Häuser sowie Obstgärten und Ackerland beschossen und zerstört hatte. Durch die massive Unterstützung aus der Luft, die sich auf durch Agenten des Mossad aufgeklärte Positionen der syrischen Stellungen stützen konnte, gelang dies trotz des schwierigen Geländes. Die israelischen Luftstreitkräfte hatten schon am 5. Juni zwei Drittel der syrischen Luftwaffe zerstört, die übrig gebliebenen syrischen Flugzeuge wurden in entlegene Stützpunkte gezwungen und spielten deshalb keine Rolle mehr im Krieg. Eine kleine syrische Truppe versuchte, die Wasseranlage in Tel Dan zu erobern, die zwei Jahre zuvor der Grund einer zwischenzeitlichen Eskalation zwischen den beiden Staaten war. Es wurde berichtet, dass mehrere syrische Panzer im Jordan untergegangen seien, letztlich gab die syrische Armee einen Einmarsch recht schnell auf und verlegte sich darauf, israelische Städte im Hula-Tal mit Granaten zu beschießen. Diese Lage blieb auch am 7. und 8. Juni so. Dann begann eine Debatte in der israelischen Regierung darüber, ob der Golan auch bestürmt werden solle. Man ging von militärischer Seite davon aus, dass der Angriff viele Opfer fordern werde, da gegen höher und damit taktisch günstiger gelegene Einheiten gekämpft werden müsse, die sich äußerst gut verschanzt haben.
    Der Westen der Golanhöhen besteht aus einer Steilstufe, die sich vom See Genezareth und dem Jordan aus mehr als 500 Meter in die Höhe erstreckt, um dann wieder etwas abzufallen. Mosche Dajan war davon überzeugt, dass eine solche Operation 30.000 Soldaten das Leben kosten würde, und war ihr entschiedener Gegner.
    Levi Eschkol, auf der anderen Seite, war zusammen mit dem Chef des Nördlichen Kommandos, David Elazar, eher zu einer Operation auf den Golanhöhen bereit. Elazar dürfte mit seinem mitreißenden Enthusiasmus und seiner Überzeugung in die Durchführbarkeit der Operation einen Meinungsumschwung bei Dajan erreicht haben, und als sich die Lage an den südlichen und mittleren Fronten besser gestaltete, änderte Dajan seine Meinung und stimmte der Operation zu.
    Die meisten syrischen Truppen flohen, so dass die Berge schon am 10. Juni völlig in israelische Hand gerieten. Nach nur sechs Tagen hatten die Israelis die feindlichen Linien durchbrochen und waren kurz davor, in Kairo, Amman und Damaskus einzumarschieren.
    Kriegsfolgen und Nachwirkungen [Bearbeiten]

    Israel konnte große Gebiete unter seine Kontrolle bringen: Die Sinai-Halbinsel, den Gazastreifen und das Westjordanland mit der historischen Altstadt von Jerusalem sowie die Golanhöhen. Strategisch waren vor allem die Golanhöhen interessant, da das übersichtliche Gelände gut zu verteidigen ist. Die Sinai-Halbinsel wurde 1982, nach dem Friedensvertrag von Camp David, an Ägypten zurückgegeben, ein ähnliches Abkommen mit Syrien scheiterte mehrmals. Die von Israel besetzten Gebiete Gazastreifen, Westjordanland und Ost-Jerusalem bleiben bis heute ständige Unruheherde. Die israelische Armee zog sich 2005 nach 38 Jahren Besetzung aus dem Gaza-Streifen zurück.
    Bereits am 11. Juni 1967 wurde der letzte Waffenstillstand unterzeichnet. Daraufhin fand im August 1967 in der sudanesischen Hauptstadt Khartum eine Gipfelkonferenz aller arabischen Staaten statt, die mit der Khartum-Resolution ihre weitere Politik auf drei klare „Nein“ festlegten: „Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels.“
    Die israelische Wirtschaft, die vor dem Krieg in einer Krise gesteckt hatte, florierte dank des Tourismus, Spenden aus dem Ausland und der Ölquellen auf dem Sinai. Generalstabschef Jitzhak Rabin durfte dem Krieg einen Namen geben - aus israelischer Sicht eine Ehre. Aus einer Reihe mehrerer Möglichkeiten (beispielsweise Erlösungskrieg) wählte er den am wenigsten großsprecherischen: „Sechstagekrieg”. Auf arabischer Seite bezeichnete man ihn als den „Rückschlag”, das „Desaster” oder „Juni-Krieg”, Nasser bezeichnete ihn nach dem UN-Diplomaten Ralph Bunche als den „Bunche-Krieg”.
    Am 22. November 1967 erließ die UNO in New York City die Resolution 242, in der das Recht jedes Staates der Region betont wird, „innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen frei von Drohungen und Akten der Gewalt in Frieden zu leben” und Israel zum Rückzug „aus besetzten Gebieten” aufgefordert wurde. Im Gegensatz zum Sinaifeldzug zog sich Israel jedoch nicht hinter die Waffenstillstandslinien von 1949 zurück. Israel begann, im Sinne des Allon-Plans, schon bald mit intensivem Bau von staatlich geförderten Wehrdörfern und Siedlungen. Obwohl nur Ostjerusalem offiziell und die Golanhöhen de facto annektiert wurden (der Golan steht, im Gegensatz zu Westjordanland und Gaza, unter israelischer Rechtsprechung), deutete dies auf den Willen hin, diese Gebiete langfristig zu kontrollieren oder gar zu behalten.
    Die Waffenstillstandslinien von 1967 blieben bis 1973 die israelischen Grenzen. Die ägyptischen Terroranschläge hörten auf, die jordanischen und syrischen verringerten sich erheblich. Obwohl die israelischen Streitkräfte in der Lage waren, viele Terrorakte zu verhindern, war es den Terroristen trotzdem möglich, Sicherheitsbasen in Jordanien und im Libanon zu halten, die zu internen Konflikten in diesen beiden Ländern führten.
    Hussein I. strebte 1972 eine Vereinigung Jordaniens mit den verlorenen Gebieten Westjordanland und Ostjerusalem als Vereinigtes Arabisches Königreich an, welches von der PLO und den meisten arabischen Staaten abgelehnt wurde. Im März 1972 befürwortete jedoch der stellvertretende israelische Außenminister Jigal Allon den Vorschlag Jordaniens als Lösung des Nahostkonfliktes.[14] Dieser Versuch scheiterte am Widerstand der Palästinenser und am Ausbruch des Jom-Kippur-Krieges.
    Die PLO bekam reichlich Zulauf und verstärkte ihren militärischen Druck unter anderem auch in Form von Terroranschlägen gegen Zivilisten, was 1968 zur Schlacht von Karame führte, die Widersprüche zwischen PLO und König Hussein von Jordanien auf die Spitze trieb, was im Schwarzen September zur Vertreibung der PLO aus Jordanien führte.
    Ab 1968 führte Ägypten mit sowjetischer Unterstützung während drei Jahren den sogenannten Abnutzungskrieg gegen Israel. Er wurde am 7. August 1970 durch eine dreimonatige Waffenruhe unterbrochen[15].
    Der Versuch israelischer Soldaten, nach dem Krieg eine israelische Flagge am Felsendom zu hissen, wurde vom damaligen türkischen Generalkonsul verhindert.[16]
    Als direkte Folge des Sechstagekriegs blieb der Sueskanal über Jahre für die Schifffahrt geschlossen und stellte von da an die territoriale Grenze zwischen Ägypten und Israel dar. Die mit der Schließung verbundene Unterbrechung der wichtigen Seeverbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer bedeutete eine bedeutende Einschränkung im Seehandel. Der Konflikt hatte damit Konsequenzen weit über die Region hinaus. Israel errichtete am Ostufer des Sueskanals eine Verteidigungslinie, die Bar-Lew-Linie.
    Opfer und Kriegsgefangene

    Die Opferzahl bei den ägyptischen Streitkräften wird mit 10.000 bis 15.000 Soldaten und 1.500 Offizieren sowie 100 Piloten angegeben, Tausende mehr wurden verwundet und weitere 5.000 Soldaten werden vermisst. Auch etwa achtzig Prozent ihrer Ausrüstung wurde zerstört. 700 jordanische Soldaten kamen ums Leben und über 6.000 wurden verwundet oder werden vermisst. Die syrischen Verluste betrugen 450 Tote und etwa dreimal so viele Verletzte. Acht indische Blauhelmsoldaten fielen dem Beschuss durch die israelische Armee zum Opfer. Die Verluste auf israelischer Seite werden mit 777 Toten und 2.586 Verletzten angegeben. Davon fielen allein 115 Israelis bei der Eroberung der Golanhöhen. Die israelische Luftwaffe verlor etwa 20 Prozent ihrer 200 Piloten und Flugzeuge.
    Nicht nur Angehörige der Streitkräfte der beteiligten Staaten, sondern auch ungezählte Zivilisten, meist Frauen und Kinder, gehörten zu den Opfern. Sie kamen zumeist nicht durch die Kampfhandlungen selbst, sondern auf der Flucht (Wassermangel, totale Erschöpfung) oder in den Flüchtlingslagern ums Leben (katastrophale Hygiene). Juden in Ägypten, Jemen, Libanon, Tunesien und Marokko wurden gelyncht, verhaftet und ihre Synagogen angezündet. Nur die Staatschefs von Tunesien und Marokko verurteilten diese Handlungen. Aus den von Israel eroberten Gebieten, insbesondere aus dem Gaza-Streifen und dem Westjordanland, aber auch aus Ost-Jerusalem, flohen zwischen 175.000 (israelische Schätzung) und 250.000 (jordanische Schätzung) Palästinenser, teils aufgrund von Vertreibungen.
    5.000 ägyptische Soldaten (einschließlich 21 Generäle), 365 syrische Soldaten (darunter nur etwa 30 Offiziere) und 550 jordanische Soldaten sowie zwei sowjetische Militärberater gerieten in israelische Gefangenschaft. Auf der anderen Seite gerieten nur 15 Israelis in Kriegsgefangenschaft. Der Austausch der Kriegsgefangenen zog sich jedoch über Monate hin. Israel hoffte, auch ägyptische Juden, die seit 1954 wegen Spionage eingesperrt waren, sowie die Leichen exekutierter Agenten (unter anderem Eli Cohen) freizubekommen. Erschwert wurde der Austausch durch die Weigerung Syriens und Ägyptens, direkt mit Israel zu verhandeln.




  7. #76
    Avatar von Samuianer

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    Zitat Zitat von antibes Beitrag anzeigen
    Schon richtig. Wenn das Öl alle ist, besteht kein Interesse mehr an diesen Ländern.

    Warum auch... vielleicht noch Sand fuer die chin. Betonindustrie... aber die davon haben die selbst genug!

    Petro Dollars haben den Scheichs und den anderen oelfoerdernden Laendern gewaltige Umsaetze gebracht, wo sind die geblieben?
    Gewiss nicht in der FRB aber weltweit in Investitionen und ein biss'l in die einheimische Infrastruktur, schau mal Dubai an..... Doha... Bahrein, Abu Dhabi, die wuerden heute noch im Wuestensand stochern..... welch ein gigantisches Glueck das mit ihren gigantischen Oelreserven in ihren Schoss gelegt wurde.... nun wenn diemal erschoepft sind... dan setzen sie auf "Tourismus" wo sollen die dorthin kommen und vor ALLEM warum?

  8. #77
    antibes
    Avatar von antibes
    Das Projekt in Dubau mit den Inseln scheint wirklich auf Sand gebaut. Die normale Bevölkerung partizipiert kaum von den Pedrodollars.


  9. #78
    Avatar von Hitori

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    Zitat Zitat von antibes Beitrag anzeigen
    Das Projekt in Dubau mit den Inseln scheint wirklich auf Sand gebaut. Die normale Bevölkerung partizipiert kaum von den Pedrodollars.

    Naja, keine Steuern, freie Schulen und freies Gesundheitswesen, Phillipina's und Thai's als Haushaltshilfen in jedem normalen Haushalt, etc., kann nicht gerade als Ausschluss vom Wohlstand bezeichnen...

  10. #79
    antibes
    Avatar von antibes
    Wie lange noch?

  11. #80
    Avatar von Samuianer

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Bauchtanz und Kamelreiten?

    Kamelreiten, Bauchtanz gibt es schon "daheim", sogar in Abendschulkursen.... Sandkoener zaehlen und stapeln.. Aegypten und Jordanien haben Einiges an Kulturerbe zu bieten... aber die Emirate... naja Pilgerreisen nach Mekka und Medina in Saudi Arabien vielleicht noch, dazu muss Mensch aber Konvertit sein...also.. Sandsturmueberlebenstraining im Beduinenzelt - Survivaltraining in den Wuestengebieten...

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