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Volksaufstand in Tunesien und Ägypten

Erstellt von Conrad, 29.01.2011, 11:42 Uhr · 466 Antworten · 16.739 Aufrufe

  1. #341
    Avatar von Nokhu

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    Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele. Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende, und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage. Das ist das wahnsinnige daran."

    John Lennon

    RIP

  2.  
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  3. #342
    Avatar von strike

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    .................

  4. #343
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Ein simples Video treibt die Leute auf die Strasse.
    Keine steigenden Brotpreise, keine Verarschung durch die Regierenden.
    Das ist ein bisschen zu einfach gedacht.
    Meine erste Reaktion war auch: diese Idioten. Das ist Meinungsfreiheit. Und das sollen die endlich mal kapieren.
    Doch als Analytiker lasse ich mich nicht so einfach vom ersten Abdruck einlullen.
    Also habe ich mal geschaut, wann denn dieser Hollywood-Streifen in die Kinos kommt. Wie, gar nicht?
    Vielleicht gibt es aber einen illegalen Mitschnitt. Ich muste gar nicht laneg suchen: das teil ist ganz öffentlich legal und frei bei Youtube drin. Ungewöhnlich, weil die zumindest die aktuellen Filme aus Lizenzrechten sperren.
    Es ist also nur ein Online-Film.

    Okay, dann habe ich mir das Ding mal angeschaut - wie bislang nur rund 0,01% der Menschheit (wenn man nach den dort zusammenaddierten Klickzahlen geht)

    Ich empfehle mal jedem, sich dieses Machwerk Innocence of Muslims ("Die Unschuld der Muslime") mal anzuschauen. Es ist noch auf Youtube in mehr oder weniger langen Ausschnitten in den meisten Ländern zu sehen.

    Es ist ein Film, der wohl in einem Keller vor einem Bluescreen gedreht wurde und dann mit einem Freeware-Tool billig zusammengeschnitten wurde. Die Schauspieler wurden mit dem Drehbuch verascht, wie sich mittlerweile herausgestellt hat und vieles wurde danach nachsynchronisiert. Die Produzenten- und Regisseurnamen sind Fakes. Und dann ab damit auf Youtube mit Zulieferungen an Medien, so dass das ägyptische Fernsehen darüber berichtet hatte.

    Es wurde mir also schon nach 5 Minuten klar, das das eine billige Provokation ist, um bewusst Unruhen zu schaffen. Man sagt nun, dass die Produzenten radikale Kopten seien. Was konkret damit bezweckt wird (vermutlich passende Gegenreaktionen, um die Moslems auszulöschen), ist noch offen.

    Jedenfalls ist dieser Fall eindeutig: es geht nicht um Meinungsfreiheit, sondern um Provokation.
    Ich bin sehr froh, dass zumindest einige deutsche Medien auch diese Taktik erkannt haben (z.B. die ARD) und nicht den totalen Krieg fordern.

    Ich hätte mir aber auch gewünscht, dass die Muslime das ebenfalls sehen. So ein Film kann man doch nun wirklich nicht ernst nehmen. das ist eine Beleidigung. Aber nicht für Mohammed, sondern für die amerikanische Filmindustrie.

    Natürlich bleibe ich dabei, dass Muslime begreifen müssen, wie hoch der Wert Meinungsfreiheit ist. Und da hat Gewalt nichts zu suchen.

    Aber ich denke, der Film ist nur ein Anstoß.
    Es geht eher darum, dass sich die arabisch-muslimische Welt vom Westen ausgenutzt fühlt. Es ist eher so wie im Arm-Reich-Konflikt, den es ja auch in Thailand gibt (Gelb-Rot) und auch auf anderer Ebene in Deutschland ("die Reichen sollen den Armen mehr abgeben").
    Und da kommt halt wieder die Psychologie ins Spiel. Die USA und Europa als Weltführer in allen Bereichen - selbst propagiert. Dazu kommen die historischen Übergriffe auf jetzt muslimische Gebiete, die Kriege im Irak und Afghanistan....
    es ist daher durchaus verständlich, dass sich da eine Menge Haßpotential angestaut hat.

    Ob das nun in jedem Fall begründet ist, spielt in der Psychologie ja keine Rolle. Jedenfalls nutzt der scheinbare "kleine" dann jede Chance, dem Großen ans Bein zu pinkeln. So viele Möglichkeiten gibt es ja dafür nicht. Und so einen Anlaß gab es eben nun.

    Dass das natürlich schlimm und nicht akzeptabel ist, ist klar.
    Nur die Lösungen dafür finden wir vor allem bei uns selber. Entweder müssen wir eben vom hohen Roß steigen und auch andere länder mit ins Boot holen oder aber diesen Ländern einleichtend erklären, warum der american way of life das beste für alle Menschen ist, auch für Muslime. Diese Mühe muss man sich halt machen.

    Doch Überzeugungsarbeit leistet der Westen ja meist durch militärische Eingriffe. Das wäre für mich wenig überzeugend. Im Gegenteil: es erhöht den Haß.

    Dieser Fall ist also kein religiöses oder gar nur muslimisches Problem, sondern hat ganz weltlich-politische Ursachen.

  5. #344
    Avatar von Jarga

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Meine erste Reaktion war auch: diese Idioten. Das ist Meinungsfreiheit. Und das sollen die endlich mal kapieren.
    Doch als Analytiker lasse ich mich nicht so einfach vom ersten Abdruck einlullen.


    Es wurde mir also schon nach 5 Minuten klar, das das eine billige Provokation ist, um bewusst Unruhen zu schaffen.

    Jedenfalls ist dieser Fall eindeutig: es geht nicht um Meinungsfreiheit, sondern um Provokation.
    Ich bin sehr froh, dass zumindest einige deutsche Medien auch diese Taktik erkannt haben (z.B. die ARD) und nicht den totalen Krieg fordern.



    Aber ich denke, der Film ist nur ein Anstoß.
    Es geht eher darum, dass sich die arabisch-muslimische Welt vom Westen ausgenutzt fühlt. Es ist eher so wie im Arm-Reich-Konflikt, den es ja auch in Thailand gibt (Gelb-Rot) und auch auf anderer Ebene in Deutschland ("die Reichen sollen den Armen mehr abgeben").

    Und da kommt halt wieder die Psychologie ins Spiel. Die USA und Europa als Weltführer in allen Bereichen - selbst propagiert. Dazu kommen die historischen Übergriffe auf jetzt muslimische Gebiete, die Kriege im Irak und Afghanistan....
    es ist daher durchaus verständlich, dass sich da eine Menge Haßpotential angestaut hat.

    Nur die Lösungen dafür finden wir vor allem bei uns selber.
    Doch Überzeugungsarbeit leistet der Westen ja meist durch militärische Eingriffe. Das wäre für mich wenig überzeugend. Im Gegenteil: es erhöht den Haß.

    Dieser Fall ist also kein religiöses oder gar nur muslimisches Problem, sondern hat ganz weltlich-politische Ursachen.
    Guter Beitrag, unterscheidet sich enorm vom Politically_Incorrect nachplapperer und abschreiber @Nokhu.

    Wir haben es mit einer generellen Schuldenkrise des Westens zu tun, die dessen Vormachtstellung in der globalen Wirtschaft zu gefährden droht.

    Die langfristigen Ausmaße dieser Krise sind kaum überschaubar.
    Die derzeitige globale Ordnung basiert auf folgenden Säulen:
    *Der Dollar als Weltleitwährung und Transaktionswährung.
    *Die Finanzierung der militärischen Macht der USA durch den Dollar.
    *Die Dominanz des Westens durch seine militärische und wirtschaftliche Führungsmacht des zion-atlantischen Verbunds, inkl. NATO mit Europa als Vasall.
    *Die globalisierte Marktwirtschaft, deren Ordnung allein durch die oben genannten aufrecht erhalten werden soll.
    *Des neoliberalen Glaubensbekenntnises als Konsequenz des ausbeuterischen, globalisierten Raubtums.

    Wir sind die Zeugen des Untergangs dieser Ordnung! Aber da ja alle diese Probleme angeblich nicht existieren, werden sie derzeit auch nicht Gegenstand der öffentlichen Debatte hervor gehoben, sondern explizit auf die selbst gemachte "Achse des Bösen" gelenkt.
    Nach 'abarbeitung' dieser ca. 1,3 Millarden moslemischer Anhänger der "Teufelsbrut" Islam, werden die ca. 2,1 Milliarden Anhänger des Christentums auf die ca. 1,4 Milliarden Mitmenschen der "gelben Gefahr" gelenkt.

    Nur die Lösungen dafür finden wir vor allem bei uns selber.

  6. #345
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Jarga Beitrag anzeigen
    Nach 'abarbeitung' dieser ca. 1,3 Millarden moslemischer Anhänger der "Teufelsbrut" Islam, werden die ca. 2,1 Milliarden Anhänger des Christentums auf die ca. 1,4 Milliarden Mitmenschen der "gelben Gefahr" gelenkt.
    Das befürchte ich ebenso. Es wäre ja die logische Konsequenz.

  7. #346
    Avatar von strike

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    Eure Meinung sei euch unbenommen und ich lerne gern.

    Wo aber liegt denn in diesen Faellen der nachvollziehbare Vorteil fuer den Westen?
    Soll der Westen in der Tat z.bsp. kuenstlerische Freiheiten (weiter) eingrenzen, jedes noch so beschissene YouTube-Machwerk auf "Provokationspotential" untersuchen - und hilft das?

    Fuer die Bildung ihrer Bewohner koennten die betreffenden empoerten Laender doch mittlerweile selbst sorgen.
    Und gebildete Menschen wuerden sich sicherlich schwerer von irgendwelchen Ajatollahs aufhetzen und missbrauchen lassen.
    Hier sind also vor allem - fuer mich(!) - die muslimschen Staaten selbst in der Pflicht - aber wollen die denn Bildung fuer ihre Buerger?

  8. #347
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Fuer die Bildung ihrer Bewohner koennten die betreffenden empoerten Laender doch mittlerweile selbst sorgen.
    Und gebildete Menschen wuerden sich sicherlich schwerer von irgendwelchen Ajatollahs aufhetzen und missbrauchen lassen.
    Hier sind also vor allem - fuer mich(!) - die muslimschen Staaten selbst in der Pflicht - aber wollen die denn Bildung fuer ihre Buerger?
    [/quote]

    Schau mal das BIP vom Jemen an. Vom Sudan, der derzeit die Abspaltung des christlich geprägten Südsudans hinnehmen musste.

    In Nordafrika Libyen scheint es ein gezielter Anschlag zu sein. Den neuesten Meldungen zu Folge soll in Karthum der Governeur mitinvolviert sein.

  9. #348
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Jarga Beitrag anzeigen

    Die langfristigen Ausmaße dieser Krise sind kaum überschaubar.
    Die derzeitige globale Ordnung basiert auf folgenden Säulen:
    *Der Dollar als Weltleitwährung und Transaktionswährung.
    *Die Finanzierung der militärischen Macht der USA durch den Dollar.
    *Die Dominanz des Westens durch seine militärische und wirtschaftliche Führungsmacht des zion-atlantischen Verbunds, inkl. NATO mit Europa als Vasall.
    *Die globalisierte Marktwirtschaft, deren Ordnung allein durch die oben genannten aufrecht erhalten werden soll.
    *Des neoliberalen Glaubensbekenntnises als Konsequenz des ausbeuterischen, globalisierten Raubtums.

    Wir sind die Zeugen des Untergangs dieser Ordnung! .
    Für Europa ist es die europäische Schuldenkrise, die die EU-Staaten rauskatapultiert und uninteressant macht für internationale Investitionen. Vor einigen Jahren wurde noch mit gehässigem Blick auf die USA prophezeit, dass der Euro den US-Dollar als Welt-Leitwährung ablöst. Das war wohl nichts. Der US-Dollar mußte in den Jahrhunderten seines bestehens kein einziges Mal gerettet werden, der Canadian Dollar auch nicht.

    Keiner investiert in Staaten mit einer unsicheren Währung wie dem Euro. Letztendlich hat die englischsprachige Welt den Kampf (um die Weltherrschaft ?) endgültig gewonnen. Wir sind also nur Zeugen des Untergangs eines Teils des Systems, denn es ist ja nur der europäische Teil des Systems der untergeht. Und das auch noch selbst verschuldet.

    Die Ölvorräte in einigen islamsichen Ländern werden bald zuende sein. Der innovative Westen wird Alternativen finden für das Öl und die islamische Welt wird in der Versenkung verschwinden, weil sie absolut in keiner Hinsicht noch etwas zu bieten hat und ohne das Öl jeden Machtanspruch verliert. Das Interesse des Westens an diesen Staaten wird dann gegen Null gehen.

  10. #349
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    ... Die Ölvorräte in einigen islamsichen Ländern werden bald zuende sein. Der innovative Westen wird Alternativen finden für das Öl und die islamische Welt wird in der Versenkung verschwinden, weil sie absolut in keiner Hinsicht noch etwas zu bieten hat und ohne das Öl jeden Machtanspruch verliert. Das Interesse des Westens an diesen Staaten wird dann gegen Null gehen.
    Genau deswegen waere es wichtig, dass diese Staaten ihren Buergern - allen! - Bildung zukommen zulassen.
    Das Gegenteil passiert - reaktionaeres Religionsgeschwafel ersetzt die Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Aufklaerung.

  11. #350
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Wo aber liegt denn in diesen Faellen der nachvollziehbare Vorteil fuer den Westen?
    Soll der Westen in der Tat z.bsp. kuenstlerische Freiheiten (weiter) eingrenzen, jedes noch so beschissene YouTube-Machwerk auf "Provokationspotential" untersuchen - und hilft das?
    An dieser Stelle kann und sollte der Westen nichts tun. Denn die "künstlerische" Freiheit sollte natürlich gesichert werden (sie ist es ja innerhalb des Westens aber nicht mal).
    An dieser Stelle muss tatsächlich der - ich nenne es einfach mal "Osten" aufgrund der bald anstehenden Ausdehnung - lernen, sich nicht provozieren zu lassen. Denn im Grunde liegt es ja auch an ihnen zu entscheiden, ob es eine bewusste Provokation, einfach nur Humor, echte Kritik oder einfach nur Schwachsinn ist.

    Das hat aber wenig mit Bildung zu tun, sondern mit einer Kontrolle seiner Gefühle, die von Generation zu Generation weitergereicht wird - im Prinzip bei allen Menschen ähnlich, jedoch teilweise kulturell bedingt unterschiedlich und natürlich auch individuell. Das erfordert ein inneres Gleichgewicht, Erkenntnis und dessen Weitergabe. Gebildet sein muss man dafür nicht.

    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Fuer die Bildung ihrer Bewohner koennten die betreffenden empoerten Laender doch mittlerweile selbst sorgen.
    Und gebildete Menschen wuerden sich sicherlich schwerer von irgendwelchen Ajatollahs aufhetzen und missbrauchen lassen.
    Hier sind also vor allem - fuer mich(!) - die muslimschen Staaten selbst in der Pflicht - aber wollen die denn Bildung fuer ihre Buerger?
    Ich denke mal, so ganz ungebildet waren die Deutschen 1933 auch nicht, oder?
    Und wie sie auch heute noch so manchem Führer hinterhetzen und blind den Angriffen auf Vietnam bis Afghanistan folgen oder sich in der DDR 40 jahre lang gefangen lassen hielten - obwohl die DDR ja recht viel für Bildung getan hat.

    Mit Bildung hat das alles sehr wenig zu tun. Genauso wenig wie mit Religion. Die Religionen werden immer nur als Deckmantel und zur Rechtfertigung genutzt.

    Mehr Bildung benötigt eigentlich der Westen. Denn dann würde er erkennen, dass diese Unruhen eher ein verzweifelter Schrei nach Hilfe sind. Jarga hat das aktuelle Weltbild ja ganz gut beschrieben. Da ist eben kein Platz für Muslime. Und das merken die natürlich und greifen nach jedem Strohhalm, um sich dagegen zu wehren. Die Art und Weise ist natürlich falsch und kontraproduktiv, bedingt eben durch die Entladung der provozierten Emotionen.

    Der Westen - wenn er denn wirklich will (was ich ja sehr bezweifle) könnte 2 Dinge machen:

    1. die Werte, die er angeblich verteidigen will (z.B. die Meinungsfreiheit, Demokratie, Menschenrechte etc.), selbst anwenden und nicht nur in heuchlerischen Verfassungen. Dann würden auch die Bürger des Westens der Meinung sein, dass es sich lohnen würde, dafür zu kämpfen. Und es wäre ein Vorbild für die restliche Welt, die man davon dann auch überzeugen könnte, was dann auch zu den nötigen Veränderungen innerhalb dieser Länder führen würde. Doch von dieser Traumwelt ist der Westen ja Lichtjahre entfernt.

    2. den Osten komplett in das Weltbild mit übernehmen. Dazu müsste er aber bereit sein, theoretisch sehr viel von seinem globalen Kuchen abzugeben. Die USA müsste z.B. seine Quasi-Weltherrschaft aufgeben. D.h. nicht, dass der Westen alles verschenken soll, sondern dass der Osten die gleichen Chancen bekommt. Was die dann daraus machen, ist dann ja wieder deren Problem.

    Ich fürchte jedoch, das wird nicht passieren. Denn viele wollen es ja nicht und viele anderen begreifen den ganzen Zusammenhang nicht und meinen, es ginge ja lediglich um einen billigen Film.

    Zur ersten Gruppe noch eine Anmerkung:
    bezeichnend sind ein paar Interview mit "Experten", die meinten, die Aufstände in Nordafrika hätten uns nichts gebracht. Der Westen habe jetzt keine verlässlichen Verbündeten mehr.
    Da schlägt es mir doch die Socke aus dem Schuh. Die Aufstände hätten UNS nichts gebracht. Das sagt doch schon alles, wie der Westen denkt. Alles wird aus rein egoistischer Sicht bewertet. Demokratie: ja klar. Aber wenn das Volk sich dann aus Versehen die falsche Regierung wählt, dann sind sie dann plötzlich doch lieber für einen Diktatur.

    Und diese geistige Haltung bekommen doch die Einwohner mit. Die freuen sich, dass sie mal einige westlichen Werte ausprobieren dürfen und dann bekommen sie einen auf den Deckel, weil sie sich nicht nach den westlichen Wünschen gerichtet haben.
    Ich überlege gerade, was passiert wäre, wenn die DDR-Bewohner damals bei der ersten Wahl zu 80% PDS gewählt hätten? Hätte sich dann Kohl auch wieder Honecker zurückgewünscht?

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