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Volksaufstand in Tunesien und Ägypten

Erstellt von Conrad, 29.01.2011, 11:42 Uhr · 466 Antworten · 16.752 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    das wird China aber nicht machen. Die wollen kein wiedervereinigtes Korea, wo danach die US-Truppen vor der chin. Grenze stehen. Die benötigen Nordkorea als Pufferzone.
    Aber wenn der Kim-Clan irgendwie plötzlich und völlig unerwartet bei einer Explosion ums Leben käme, beispielsweise von einer verirrten Rakete, wäre man vielleicht nicht so richtig traurig in China. Die armen Menschen in Nordkorea tun mir jedenfalls wirklich von ganzem Herzen leid, dass sie nicht die Freiheit und den Wohlstand genießen können, den wir in Deutschland haben.

    Ein glückliches und gütiges Schicksal hat uns hier in Deutschland auf der "richtigen" Seite des Planeten zur Welt kommen lassen und im "richtigen" Land und zur "richtigen" Zeit. Wenn man für die Menschenrechte und die Freiheit aller Menschen auf diesem Planeten ist, kann man nicht Partei ergreifen für Massenmörder und Diktatoren.

  2.  
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  3. #122
    Avatar von Dieter1

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    Hitori, das Streben der Menschheit nach Gerechtigkeit und Demokratie ist in etwa so alt wie die Menschheit, daran wird auch China nichts aendern.

    Es ist auf Dauer unmoeglich ein Volk gegen dessen Willen zu regieren und der Wille der Voelker strebt nach demokratischer Mitbestimmung. Auch der Wille des chinesichen Volkes und angesichts dessen ist das derzeitige Pekinger Militaerregime nichts anderes als eine Regierung auf der Warteposition zum Muellhaufen der Geschichte.

  4. #123
    KKC
    Avatar von KKC

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Hitori, das Streben der Menschheit nach Gerechtigkeit und Demokratie ist in etwa so alt wie die Menschheit, daran wird auch China nichts aendern.

    Es ist auf Dauer unmoeglich ein Volk gegen dessen Willen zu regieren und der Wille der Voelker strebt nach demokratischer Mitbestimmung. Auch der Wille des chinesichen Volkes und angesichts dessen ist das derzeitige Pekinger Militaerregime nichts anderes als eine Regierung auf der Warteposition zum Muellhaufen der Geschichte.
    Wenn dieses passiert werden wir uns weltweit wohl warm anziehen müssen. China ist mittlerweile ja kein Bananenstaat mehr. Da wird die Weltwirtschaft nämlich kräftig geschüttelt (und nicht gerührt!) werden.

  5. #124
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Aber wenn der Kim-Clan irgendwie plötzlich und völlig unerwartet bei einer Explosion ums Leben käme, beispielsweise von einer verirrten Rakete, wäre man vielleicht nicht so richtig traurig in China. Die armen Menschen in Nordkorea tun mir jedenfalls wirklich von ganzem Herzen leid, dass sie nicht die Freiheit und den Wohlstand genießen können, den wir in Deutschland haben.
    ja, nur wenn die Rakete nicht genau treffen sollte, dann gute Nacht Südkorea - dann gibt es zu China hin, eine grössere Pufferzone

  6. #125
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    Auch wenn das Volk nur noch Frösche essen kann bringt das deren Regime nicht zu Fall.
    Wieso. Genau das passiert doch gerade. Armut und hohe Lebensmittelpreise sind die Auslöser.
    Der Umbruch funktioniert auch , weil die Armee nicht hinter dem autoritären Präsidenten steht (das ist der Unterschied z. B. zu Nordkorea und damit auch der Unterschied zu einer Diktatur). Diese Armee ist sicherlich ebenso selbständig gegenüber den Moslembrüdern. Nicht aus edlen Absichten, sondern weil sie in einem Gottestaat Einfluß abgeben müßte, wird sie den sicherlich verhindern.
    Eine ähnliche Konstellation gibt es ja in der Türkei: Dort regiert eine religiöse Partei, doch die Armee garantiert den Fortbestand des säkularen Staates.

    Gruß

    Micha

  7. #126
    KKC
    Avatar von KKC

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    Ist ja mittlerweile richtiges Steintischniveau geworden, hier in dem Fred.
    Der eine schreibt von Freiheit und Wohlstand a'la Deutschland für Nordkoreaner, der ander bombt mal eben die Regierenden weg.
    Sonst noch Vorschläge?
    Liegt das am Wochenende oder ist das der verspätete Freitags-Fred!!

  8. #127
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Eine ähnliche Konstellation gibt es ja in der Türkei: Dort regiert eine religiöse Partei, doch die Armee garantiert den Fortbestand des säkularen Staates.
    ja, wie seinerzeit in Algerien.
    Dort wurde auch versucht freie Wahlen abzuhalten - als sich abzeichnete, das die radikalen Moslems gewinnen würden, stoppte die Armee diese Wahlen.
    Das wäre dann aber eben wieder undemokratisch.

  9. #128
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Und denen, die es tun, muss man nur erklaeren, dass sie fuer eine gute Sache leiden, naemlich den Kampf gegen Unglaeubige oder ersatzweise Klassengegner.
    Das hat jahrzehntelang sogar in der DDR und in der UdSSR funktioniert.
    Na, auch wir im Osten haben die Hosen nicht mit der Kneifzange angezogen.
    1953 war der erste Volksaufstand (wegen Normen und Preisen), der mit russischen Panzern gewaltsam beendet wurde. Danach wurde die Mauer gebaut, weil die Leute eben nicht für eine Idee darben wollten und abhauten.
    Danach wurde dem verbliebenen Volk auch nicht nahegelegt, den Gürtel enger zu schnallen, sondern es wurde stets kommender Wohlstand versprochen und auch ein relativer Wohlstand erreicht. Ohne den hätte es beizeiten neue Unruhe gegeben.
    D. h. die Ökonomie bestimmte alles (selbst der SED war das Grundsatz). Deshalb verlängerte auch keine Überzeugung, sondern der von Strauß vermittelte Milliardenkredit die SED-Herrschaft. Intern war denen aber klar, daß der wirtschaftliche Zusammenbruch das Ende der DDR bedeutete.
    Trotz der Forderung nach geistiger Freiheit, die auch mir wichtig war, wollten die meisten schließlich vor allem die D-Mark und konsumieren wie im Westen.

    Die Vorstellung, daß das Volk ideologisch verblendet Entbehrungen auf sich nahm, ist also nicht richtig.

    Diejenigen, welche der Ideologie fanatisch folgten, waren privilegiert - d.h. auch bei denen gings in Wirklichkeit nur ums Wohlleben. Als es für die unteren Chargen der Partei nicht mehr reichte, folgte eine Austrittswelle.

    Gruß

    Micha

  10. #129
    Avatar von Micha L

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    Es geht mich nichts an, aber ich vermute mal, daß die Verwandten mehr oder weniger privilegiert waren, so wie ich es oben beschrieb. Anders kann ich mir das nicht erklären.
    Die meisten, die nach "drüben" auf Besuch durften, schwärmten vom Westen.

    Ein gewisser Vorteil war, daß man vor einem individuellen sozialen Abstieg sicher war. Ich muß gestehen, daß ich damals die Möglichkeit, im Westen unverschuldet arbeitslos zu werden, furchtbar fand.

    Die Leute im Nationalsozialismus waren definitiv stärker ideologisch verblendet als wir in der DDR und religiöse Verblendung kann m. E. stärker sein als ideologische.

  11. #130
    Avatar von Hitori

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Die Leute im Nationalsozialismus waren definitiv stärker ideologisch verblendet als wir in der DDR und religiöse Verblendung kann m. E. stärker sein als ideologische.
    Das mischt sich halt. Der "Führerkult" hatte auch religiöse Züge und Religionen können von Ideologien durchzogen sein. Der fundamentalistische Teil des Islam ist auf jeden Fall stark ideologisch ausgerichtet.
    Die hunderten von Moslems die heute in Kairo auf dem zentralen Platz einen Gottesdienst der Kopten unterstützt haben sind bestimmt keine ideologisch verblendete Islamisten.

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