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Vietnam - Krieg ohne Sieger?

Erstellt von Dieter1, 01.03.2015, 12:03 Uhr · 145 Antworten · 5.616 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    Weder die Vietnamesen noch die amerikanische Geschichtsschreibung nennen dieses Ergebnis ein Patt.
    Ich zitiere abschliessend noch einmal Wikipedia zum Ergebnis des Krieges:

    Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen 1968 waren auf der Seite Südvietnams rund eine Million einheimische Soldaten und über 500.000 US-Soldaten im Einsatz. Dennoch zeichnete sich im Kriegsverlauf zunehmend ab, dass weder der von den sozialistischen Ländern unterstützte Norden noch der Süden unter US-Kriegsführung den jeweiligen Gegner bezwingen konnte.

  2.  
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  3. #72
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Ich zitiere abschliessend noch einmal Wikipedia zum Ergebnis des Krieges:

    Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen 1968 waren auf der Seite Südvietnams rund eine Million einheimische Soldaten und über 500.000 US-Soldaten im Einsatz. Dennoch zeichnete sich im Kriegsverlauf zunehmend ab, dass weder der von den sozialistischen Ländern unterstützte Norden noch der Süden unter US-Kriegsführung den jeweiligen Gegner bezwingen konnte.
    Das was Du da aus Wikipedia zitierst betrifft aber keineswegs das Ergebnis des Krieges (wie von Dir nonchalant in den Raum gestellt), sondern ist eine Momentaufnahme von zwischendrin ('1968', 'im Kriegsverlauf zunehmend', ...).

    Das tatsächliche Ergebnis war hingegen eindeutig, nämlich die US-Niederlage.

    Es ist vorbei, wenn es vorbei ist (copyright Rocky Balboa) und es ist natürlich nicht vorbei, wenn man mittendrin noch so etwas wie ein Patt zu sehen glaubt, oder gar eine Textstelle als "Ergebnis" verkauft, die auf 1968 bzw. den zunehmenden Kriegsverlauf Bezug nimmt, aber nicht auf das was nachher kam.

    Abgerechnet wird, auch im Krieg, immer zum Schluss!

  4. #73
    Avatar von Dieter1

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    1968 wurden in Erkenntnis der Pattsituation die ersten Schritte zu den Pariser Friedensgespraechen und der Anfang 1969 beginnende US Truppenabzug eingeleitet, der bis Anfang 1973 abgeschlossen war.

    In den Pariser Friedensgespraechen verpflichteten sich Nordvietnam, Suedvietnam und die USA im Januar 1973 zur Einhaltung eines Waffenstillstandes.

    Das sind einfach nur historische Tatsachen.

  5. #74
    Avatar von DisainaM

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  6. #75
    Avatar von lucky2103

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    Also ein Patt wäre, wenn es nach 1975 immer noch Nord- und Südvietnam gegeben hätte...und wir wissen ja, dass Südvietnam 1975 untergegangen ist.

  7. #76
    Avatar von rolf2

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    was Dieter hier einfach nicht verstehen will ist das eine intervenierende Armee im fremden Land auch dann schon verliert wenn sie nicht gewinnen kann, also ihre Ziele der Dominanz und Niederringen des Gegners nicht erreicht.

    Wenn man die Situation der Amerikaner im Vietnamkrieg als einen Zweikampf ansehen würde, dann würde sich meiner Meinung nach folgendes Bild ergeben.

    Großer starker Ami geht in die Kneipe und trifft dort auf einen kleinen Vietnamesen und sagt zu diesem

    "verpiss Dich, sonst gibts auf die Fresse" worauf der Vietnamese kontert "verpiss du dich, ich bleib hier"

    nun geht die Klopperei los und keiner der Parteien kann sich richtig durchsetzen,
    nun setzt der Ami noch seinen Schlagring, sein Messer, den mitgebrachten Baseballschläger ein, aber selbst das reicht nicht gegen den mit bloßen Fäusten kämpfenden Vietnamesen, der gibt einfach nicht auf
    trotz mittlerweile gebrochnener Nase und einigen fehlenden Zähnen.

    irgendwann bittet der Ami um Verhandlungen als er merkt das er so nicht klarkommt, aber der Vietnamese sagt nachwievor " verpiss Dich "


    irgenwann hat der Ami genug und verpisst sich, der Vietnamese bestellt sich in seiner Kneipe eine Schale Reiswein und trinkt auf seinen Sieg, denn er ist in der Kneipe, der Ami nicht mehr.

    Das soll ein Patt sein ? wohl kaum.

  8. #77
    Avatar von Antares

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    Der Vietnamkrieg wurde nicht in den Bergen, im Dschungel oder im Mekong Delta entschieden sondern auf den Straßen der amerikanischen Großstädte. Die Nation war kriegsmüde, der Krieg zog sich hin, der Blutzoll war hoch und die Kosten noch höher.

  9. #78
    Avatar von clavigo

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    Aber "isn't it ironic ?" das letztendlich das verhasste System, der Kapitalismus, durch die Hintertür gesiegt hat? Auch wenn Südvietnam 1975 ein kommunistisches System "übergestülpt" bekam, wurde hat sich der Südvietnamese aufgrund seiner Geschäftstüchtigkeit schneller erholt als der verkaderte Norden. Schon 1990 machte Saigon auf mich einen erheblich betriebsameren und modernen Eindruck als Hanoi - trotz des Verlustes von Hundertausenden Flüchtlingen - die ihre Geschäftstüchtigkeit anderswo unter Beweis stellen durften.

  10. #79
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    Aber "isn't it ironic ?" das letztendlich das verhasste System, der Kapitalismus, durch die Hintertür gesiegt hat? Auch wenn Südvietnam 1975 ein kommunistisches System "übergestülpt" bekam, wurde hat sich der Südvietnamese aufgrund seiner Geschäftstüchtigkeit schneller erholt als der verkaderte Norden. Schon 1990 machte Saigon auf mich einen erheblich betriebsameren und modernen Eindruck als Hanoi - trotz des Verlustes von Hundertausenden Flüchtlingen - die ihre Geschäftstüchtigkeit anderswo unter Beweis stellen durften.
    richtig, mal sehen wies weitergeht mit dem globalen Kapitalismus, der sich anschickt sich so zu entwickeln das die Vorteile ins Gegenteil verkehrt werden. Kapitalismus ohne ethische Werte ist Fortführung des Krieges mit anderen Mitteln.

  11. #80
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    Der Vietnamkrieg wurde nicht in den Bergen, im Dschungel oder im Mekong Delta entschieden sondern auf den Straßen der amerikanischen Großstädte. Die Nation war kriegsmüde, der Krieg zog sich hin, der Blutzoll war hoch und die Kosten noch höher.
    ich würde es eher so ausdrücken, da die Amerikaner trotz ihrer überlegenen Armee nicht in der Lage waren zu gewinnen wurde es den Leuten in der Heimat dann zuviel. Ursächlich war also das Unvermögen der Armee einen überzeugenden Sieg zu präsentieren, trotz Aufbietung enormer militärischer Mittel.

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