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Vietnam - Krieg ohne Sieger?

Erstellt von Dieter1, 01.03.2015, 12:03 Uhr · 145 Antworten · 5.612 Aufrufe

  1. #11
    ccc
    Avatar von ccc

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    @Dieter

    Können wir uns, etwas frei nach Graf Lambsdorff, auf folgende Formulierung einigen:

    "Die USA haben keine militärische Niederlage erlitten, sondern ein ruhmreiches militärisches Patt erkämpft. Ihr Kriegsziel wurde aber verfehlt und der Krieg daher nur unmilitärisch verloren." ????

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    "Die USA haben keine militärische Niederlage erlitten, sondern ein ruhmreiches militärisches Patt erkämpft. Ihr Kriegsziel wurde aber verfehlt und der Krieg daher nur unmilitärisch verloren." ????
    Lass doch diese ideologisch angehauchte Polemik.

    Es ist doch wohl keine Frage, dass die USA in Vietnam und die Russen in Afghanistan in kurzer Zeit gesiegt haetten, wenn sie ihr volles militaerisches Potential eingesetzt haetten.

    Das haette bedeutet, dass in Vietnam 5 Millionen anstatt ca. 500.000 GI's gekaempft haetten und in Afghanistan 10 Millionen Russen anstatt ca. 120.000.

  4. #13
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    [...] Es ist doch wohl keine Frage, dass die USA in Vietnam und die Russen in Afghanistan in kurzer Zeit gesiegt haetten, wenn sie ihr volles militaerisches Potential eingesetzt haetten. [...]
    Irgendwie erkenne ich darin aber nicht die Antwort auf meine Frage.

    Ich war die ganze Zeit der Meinung, es geht darum, wie der Krieg seinerzeit ausgegangen ist, nicht wie er hätte ausgehen können.

    Habe ich da was verpasst??

  5. #14
    Avatar von Nokhu

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    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    Können wir uns, etwas frei nach Graf Lambsdorff, auf folgende Formulierung einigen:
    Dies hat mit dem eigentlichen Thema nix zu tun !

    Passt besser in den Russland Threat.

  6. #15
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    Ich war die ganze Zeit der Meinung, es geht darum, wie der Krieg seinerzeit ausgegangen ist, nicht wie er hätte ausgehen können.
    Das hatten wir doch schon. Solange die USA in Suedvietnam und die Russen in Afghanistan praesent waren, kontrollierten sie die Staedte und die wichtigsten Verkehrsverbindungen, die in Guerilla Taktik operierenden Gegner den Rest.

    Beide Seiten waren zu einer militaerischen Entscheidung nicht in der Lage. Das ist im militaerischen Sprachgebrauch ein Patt oder ein Remis.

  7. #16
    Avatar von Loso

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    ... in kurzer Zeit gesiegt haetten, wenn sie ihr volles militaerisches Potential eingesetzt haetten.

    Das haette bedeutet, dass in Vietnam 5 Millionen anstatt ca. 500.000 GI's gekaempft haetten...
    Immerhin haben die Amerikaner auf Vietnam mehr Bomben geworfen, als alle Bomben zusammengerechnet, die im 2. Weltkrieg auf Europa fielen. Kämpfen im engeren Sinn (=Feindberührung jeder Art am Boden oder in der Luft) tun auch nur die wenigsten Soldaten in einem Krieg. Rund 3/4 sind für Planung, Logistik, Nachschub, Instandsetzung etc. zuständig. Im Vietnamkrieg war der kämpfende Anteil allem Mythos zu Trotz sogar noch deutlich niedriger, allerhöchstens 1/5.

  8. #17
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Das hatten wir doch schon. ...
    Nicht wir hatten das schon, sondern nur Du!

    Wie sagte doch Rocky Balboa in seiner überragenden Weisheit: "Es ist erst dann vorbei, wenn es vorbei ist".

    Als es in Vietnam vorbei war, hatte der Vietkong alle Kriegsziele erreicht, die USA aber kein einziges und stand sogar schlechter da als zuvor.

    Deine Argumentation mit dem Patt kommt mir so vor wie bei einem fiktiven WM-Finale USA gegen Vietnam. Nach 90min steht es 1:1, aber die USA treten nicht mehr zur Verlängerung an, erklären das Match für unentschieden und fahren heim. Leider ist so ein WM-Finale aber erst nach der Verlängerung vorbei, und vor der haben sich die USA in diesem fiktiven Match gedrückt, also haben sie verloren!

  9. #18
    ffm
    Avatar von ffm

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Es ist doch wohl keine Frage, dass die USA in Vietnam und die Russen in Afghanistan in kurzer Zeit gesiegt haetten, wenn sie ihr volles militaerisches Potential eingesetzt haetten.
    Da hast du völlig recht. Aber die USA konnte ihr volles Potenzial nicht einsetzen weil die Heimatfront bröckelte und eine weitere Eskalation mit den entsprechenden Fernsehbildern das eigene Selbstverständnis in Frage gestellt hätte. Die Sowjetunion dagegen war Mitte der 80er Jahre wirtschaftlich völlig am Ende, und das nicht zuletzt durch den immer weiter ausufernden Einsatz in Afghanistan.

    Die Ergebnisse waren vergleichbar, aber die Gründe waren völlig andere. In der Sowjetunion gab es keine Öffentlichkeit die Kriegsverbrechen anprangerte, und die USA waren nicht aus wirtschaftlichen Gründen zum Rückzug gezwungen.

  10. #19
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von ffm Beitrag anzeigen
    ... die USA konnte ihr volles Potenzial nicht einsetzen weil die Heimatfront bröckelte und eine weitere Eskalation mit den entsprechenden Fernsehbildern das eigene Selbstverständnis in Frage gestellt hätte. ...
    Die berühmte Dolchstoßlegende, diesmal als US-Version. Mag sein, aber das Ergebnis ist dennoch eine Niederlage der USA.

  11. #20
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von ffm Beitrag anzeigen
    .......die USA waren nicht aus wirtschaftlichen Gründen zum Rückzug gezwungen.
    Das ist schon richtig, aber das ganze kostete auf einmal viel mehr als sie einzusetzen bereit waren und das war der springende Punkt. Nicht militaerische Niederlagen.

    Die Nordvietnamesen und das bischen was nach der 68iger Tet Offensive noch von den Vietcong uebrig war, erreichten erst nach Abzug der USA entscheidende Siege ueber Suedvietnam.

    Ohne den freiwilligen Abzug der USA, der uebrigens mit einer nicht eingehaltenen Bestandsgarantie fuer Suedvietnam von Nordvietnam erkauft wurde, haetten sie das nie geschafft.

    Kriegsziel der USA war es, Suedvietnam vor dem Terror des Kommunismus zu schuetzen. Dies gelang nicht und bedeutete fuer viele Intellektuelle und geistig schaffende in Suedvietnam den Tod.

    Ausserdem loeste es eine gewaltige Fluechtlingsbewegung aus. Bei uns damals bekannt als "boat people".

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