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Vietnam - Krieg ohne Sieger?

Erstellt von Dieter1, 01.03.2015, 12:03 Uhr · 145 Antworten · 5.646 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von waltee

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    Solange Dieter1 nicht einsieht dass die Amis den Vietnamkrieg verloren haben herrscht in dieser Diskussion ein Patt.

  2.  
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  3. #122
    Avatar von Chris67

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Die Verbrechen der Nordvietnamesen werden ohnehin gerne verdrängt, während die der USA umso mehr angeprangert werden.
    Ich war neulich noch im Kriegsmuseum in Hanoi, da ist nicht das geringste davon zu sehen, dass dort auch und vor allem Vietnamesen gegen Vietnamesen gekämpft haben. Man sieht nur Heldentaten die glorreichen Vietnamesen, die sich erfolgreich gegen das Joch der Unterdrückung zur Wehr gesetzt haben, und zwar erst gegen Franzosen, dann gegen Amerikaner.

  4. #123
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von changnoi1 Beitrag anzeigen
    Bei diesem Krieg, wie bei allen Kriegen, hat keine der Parteien gewonnen. Es gibt in Kriegen nur Verlierer und das ist die Zivilbevölkerung.
    Hirnlose Diskussion von ein paar Pseudo-Intellektuellen Volldeppen.
    Nunja überflüssig würde ich akzeptieren, hirnlos nicht.
    Der Krieg ist nunmal Bestandteil unseres Lebens von Anfang an und wird es immer sein. Sozialromantiker und Wiesenblumensammler vergessen sowas leicht. Wenn es nur Verlierer geben würde im Krieg dann gäbe es keine Kriege mehr.

  5. #124
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    ... aber das haben ja @Yogi, @Strike und @ Micha L irgendwie vergessen. ...
    Wo siehst Du denn irgendeinen Dissens zwischen Deiner Meinung und der von den Dir Benannten?


  6. #125
    Avatar von Loso

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    Nach der "Befreiung" Südvietnams durch den Mao-chinesischen Norden ...
    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    Der Genozid welcher in Kambodscha abgegangen ist wurde ja auch von den sauberen Nordvietnamesen übersehen, zumindest so lange bis die Chefs in China gesagt haben das jetzt gut ist und nun einzumarschieren sei um das Experiment des geisteskranken Mao zu beenden.
    Ohne jetzt nochmal nachzulesen meine ich mich zu erinnern, dass Vietnam damals wie schon seit Jahrhunderten in erbitterter Feindschaft zu China stand. Nord-Vietnam wurden ausschliesslich von der Sowjetunion unterstützt, die damals auch in einem scharfen ideologischen Gegensatz zu China stand (es gab sogar einen Grenzkrieg irgendwo am Amur untereinander). Nachdem Vietnam den Genozid des China-treuen Kambodscha durch Einmarsch beendet hat, gab es auch einen für beide Seiten sehr verlustreichen Krieg zwischen China und Vietnam, der von China als Strafaktion für diesen Einmarsch vom Zaun gebrochen wurde. Falls mich meine Erinnerung täuscht, mag mich jemand korrigieren.

  7. #126
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Loso Beitrag anzeigen
    ... dass Vietnam damals wie schon seit Jahrhunderten in erbitterter Feindschaft zu China stand. Nord-Vietnam wurden ausschliesslich von der Sowjetunion unterstützt, die damals auch in einem scharfen ideologischen Gegensatz zu China stand (es gab sogar einen Grenzkrieg irgendwo am Amur untereinander). Nachdem Vietnam den Genozid des China-treuen Kambodscha durch Einmarsch beendet hat, gab es auch einen für beide Seiten sehr verlustreichen Krieg zwischen China und Vietnam, der von China als Strafaktion für diesen Einmarsch vom Zaun gebrochen wurde. ...
    So habe ich es auch in Erinnerung.
    Der Zwischenfall denn Du meinst war der am Ussuri.

    USSURI-KONFLIKT: Zwei Fronten - DER SPIEGEL 12/1969
    Zwischenfall am Ussuri ? Wikipedia

  8. #127
    Avatar von Antares

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    So habe ich es auch in Erinnerung.
    Der Zwischenfall denn Du meinst war der am Ussuri.

    USSURI-KONFLIKT: Zwei Fronten - DER SPIEGEL 12/1969
    Zwischenfall am Ussuri ? Wikipedia
    Zitat Zitat von Loso Beitrag anzeigen
    Ohne jetzt nochmal nachzulesen meine ich mich zu erinnern, dass Vietnam damals wie schon seit Jahrhunderten in erbitterter Feindschaft zu China stand. Nord-Vietnam wurden ausschliesslich von der Sowjetunion unterstützt, die damals auch in einem scharfen ideologischen Gegensatz zu China stand (es gab sogar einen Grenzkrieg irgendwo am Amur untereinander). Nachdem Vietnam den Genozid des China-treuen Kambodscha durch Einmarsch beendet hat, gab es auch einen für beide Seiten sehr verlustreichen Krieg zwischen China und Vietnam, der von China als Strafaktion für diesen Einmarsch vom Zaun gebrochen wurde. Falls mich meine Erinnerung täuscht, mag mich jemand korrigieren.

    Also ich habe in Erinnerung das es eine breite Unterstützung Nordvietnams durch die damalige Sowjetunion und China gab, ferner lieferte die DDR auch medizinische Ausrüstung / Medikamente. (Letzteres habe ich irgendwo gelesen...ich such es mal raus.)

    Es ging für China und die Russen ja gegen den Erzrivalen USA, da hat das Kommunistenpack natürlich zusammengehalten.

    Ich zitiere mal aus Wiki:

    Ab Februar 1965 ließ US-Präsident Lyndon B. Johnson Nordvietnam bombardieren und entsandte ab März immer mehr US-Bodentruppen nach Südvietnam, die dort die NLF bekämpften. Daraufhin unterstützten die Sowjetunion und die Volksrepublik China Nordvietnam, sechs Staaten unterstützten die USA und Südvietnam militärisch......

    Vietnamkrieg ? Wikipedia

  9. #128
    Avatar von Micha L

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    Hallo Leute,

    als "Spezialist" zum Thema möchte ich Einiges klarstellen - objektiv ohne ideologisches Lagerdenken (der Vorwurf scheint mir indirekt vorzuliegen). Nebenbei sind die Vietnamesen, besonders im Ausland, generell keine beinharten Kommunisten mehr, eher Nationalisten, wie die im Süden. Und man kommt auch hier durchaus miteinander aus inzwischen - jedenfalls in meinem Umfeld.

    Selbstverständlich war Nordvietnam eine stalinistische Diktatur und daher nicht paradiesisch. Heute ist zumindest der Stalinismus abgehakt, s. u.

    Die Verbrechen seitens der nordvietnamesischen Armee und die Flucht der boat people habe ich nicht vergessen. Aber die waren zunächst nicht das Thema. Deshalb habe ich mich oben nur zu den Gründen für mehr oder weniger Kampfkraft in dem Konflikt geäußert.

    Auf Grund Jahrtausende langer Auseinandersetzungen mit China und der kolonialen Erfahrung mit Frankreich gibt es in Vietnam praktisch schon immer einen militanten Nationalismus.
    D.h. fremde Truppen im Land sind ein "rotes Tuch", was jeher große Kräfte freisetzte. Der tatsächliche und potentielle Dauergegner ist China. Die Anderen waren nur Episoden, die man heute pragmatisch behandelt.
    Aber die damalige Präsenz von Franzosen und dann Amerikanern war der Grund, warum der Norden den Süden angriff und sich im Süden eine Widerstandsorganisation bildete. Allein mit Kommunismus hätte das nicht funktioniert.
    Der Süden hatte dagegen nie die Absicht, den Norden zu erobern. Die wollten tatsächlich nur unbehelligt vom Kommunismus leben. Das auch fragwürdige Regime im Süden war das geringere Übel. Trotzdem kam es zu regelrechten Aufständen von Intellektuellen und Buddhisten. Die Selbstverbrennungen in Saigon waren nicht antikommunistisch.
    Die US-Präsenz garantierte lange das Überleben. Aber allgemein beliebt waren die Verbündeten aus den genannten Gründen nicht.

    Auf Grund der verinnerlichten Erfahrungen in der Vergangenheit gab und gibt es keinen "Mao-chinesischen" Norden. Anhänger Maos in der KP wurden entmachtet, sobald sie die Führung anstrebten.
    So sind die Vietnamesen nicht auf Weisung Chinas in Kamboscha einmarschiert. Im Gegenteil. Dieser Einmarsch führte zum Krieg mit China http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesi...esischer_Krieg (der Ussuri-Konflikt war was Anderes).
    Vietnam favorisierte die Sowjetunion nicht, weil es meinte, dort ginge man den rechten kommunistischen Weg. Der Grund war die Feindschaft zum gefährlichen Nachbarn China.

    Die Flüchtlingswelle 1954 war offiziell vereinbart, nachdem die Teilung des Landes unabwendbar war. Insbesondere die katholische Bevölkerung wanderte ungehindert gen Süden aus. Aber umgekehrt gingen auch Leute aus dem Süden in den Norden, wenn auch in geringerer Zahl.

    Die Frage, wie sich ein vereinigtes kommunistisches Vietnam entwickelt hätte, hat die Geschichte ab 1975, nach der Einnahme des Südens, beantwortet.
    Der Stalinismus endete, wie anderswo auch, aus Gründen seiner falschen Ökonomie.
    In Vietnam hat eine Hungersnot, verursacht durch diese Ökonomie, ein Umdenken bewirkt - diesmal tatsächlich nach dem chinesischen Vorbild.

    Gruß
    Micha

  10. #129
    Avatar von Antares

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    Ja da hat ja der Spezialist gesprochen, welcher ja zum Zeitpunkt der Ereignisse selber in der Sowjetzone eingesperrt war (nicht im Knast aber in der Zone), oder? Immerhin ist er selber im grünen Drillig-Zeug des Vietkong durch den Norden Vietnams gelaufen, später. Da gibts ja Fotos von.
    Also gemeint ist, der Micha L war ja auch wohl nicht dabei wie die allermeisten Member oder?

  11. #130
    Avatar von lucky2103

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    Ich trau dem @Micha L. aufgrund seiner Vita durchaus den Experten zu.

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