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Unions-Politiker planen höhere Abgaben für Kinderlose

Erstellt von Leipziger, 14.02.2012, 07:46 Uhr · 39 Antworten · 2.247 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Und deshalb ist Deutschland bald am Ende und muss sich solchen Quatsch halt gefallen lassen. Dannn zahlt mal schön....
    Na ja, unzählige Abzüge sind in der Tat ärgerlich. Aber letztlich zählt - frei nach Helmut Kohl - das was hinten raus kommt.
    Und in Relation dazu, der Aufwand, den man für so ein Nettoeinkommen leisten muss. Und da sieht D insgesamt mit seinen immer noch unzähligen Chancen und Möglichkeiten nicht ganz so schlecht aus. Es gibt Länder wo man sich für ein vergleichbares Nettoeinkommen ungleich mehr krumm legen muss - trotz vergleichsweise geringerer Abzüge.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Und da sieht D insgesamt mit seinen immer noch unzähligen Chancen und Möglichkeiten nicht ganz so schlecht aus.
    Es gibt in Deutschland durchaus einige Möglichkeiten. Ich verdiene mein Geld ja auch vorwiegend dort, weil Deutschland eben noch(!) mit das meiste Geld hat. Nur: welche Chancen und Möglichkeiten meinst du denn, die es in anderen Ländern nicht gibt?

    Ich sage mal so: das, was ich aus Thailand auf dem deutschen Markt mache, könnte praktisch jeder Afrikaner, Asiate und Südamerikaner auch. Wenn die erst dahinter kommen (und dazu braucht man nicht viel Bildung und Infrastruktur) und nicht nur Deutschland, sondern den kompletten europäischen und nordamerikanischen Markt aufmischen, dann kommen noch ganz andere Probleme für Deutschland & Co. auf.

    Denn in den Märkten der Zukunft benötigt man eben nicht mehr so viel Straßen-Infrastruktur, viele Schulen usw. (was ja immer das Totschlagargument für die hohen Steuern ist). Da kann sich in schneller Zeit erheblich viel verändern auf unserem Globus. Und Deutschland schaut nur zu, weil es die Zeichen der Zeit nicht erkennt. Und dann schauen wir mal, wieviel netto noch übrig bleibt. Ich bereite jedenfalls meinen wirtschaftlichen Abgang aus Deutschland schon mal vor.

  4. #33
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Na ja, ich denke halt schon etwas weiter...
    ...du extrapolierst (und das mit falschen Annahmen).


    Warum man sich ueber den eines politischen Hinterbaenklers so aufregen kann ist mir raetselhaft.

    Es gibt im Sekunden-Takt so viele von irgendwelchen Deppen, die ihre Freude haben wenn sich andere Menschen Gedanken (Sorgen) darueber machen.

    Um macht man einen grossen Bogen und damit ist's gut.

  5. #34
    Avatar von Leipziger

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    Hallo Ban Bagau

    Als Arbeitnehmer bezahlt man da nicht Rentenbeiträge?
    Nur die werden ja sofort umgelegt und daher ist es realökonomisch ohne Relevanz in Bezug auf die eigene Altenlast was ein Kinderloser gezahlt hat ....... so viel Wissen sollte man haben auch wenn das einige sicher nicht hören wollen !

    In Frankreich zahlen Kinderlose übrigens schon seid Jahrzehnten eine Extraabgabe (die nicht umgelegt wird) oder sie nehmen eine verminderte Altersversorgung in Kauf .......

  6. #35
    Avatar von Derk

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    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    In Frankreich zahlen Kinderlose übrigens schon seid Jahrzehnten eine Extraabgabe (die nicht umgelegt wird) oder sie nehmen eine verminderte Altersversorgung in Kauf .......
    Und die verminderte Altersversorgung nehmen wir ja in Deutschland in Kauf.
    OK, nicht nur die Kinderlosen sondern alle...

    Ich rechne mit €500.- Einheitsrente (nach heutiger Kaufkraft).

    Bye,
    Derk

  7. #36
    Avatar von jai po

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    Merkel pfeift junge Abgeordnete zurück

    Kaum hatten die jungen Unionsabgeordeten um den Parlamentarier Marco Wanderwitz ihre Vorschläge zur Mehrbelastung von Kinderlosen präsentiert, hat Bundeskanzlerin Merkel sie wieder gestoppt. Mit einer Sonderabgabe für Kinderlose, wie von den jungen Abgeordneten gefordert, wird es wohl nichts. Das stellte Merkel am Nachmittag klar.

    "Schon eine Einteilung in Menschen mit und ohne Kinder ist nicht zielführend", sagte Merkel. "Ich glaube, wir müssen andere Wege finden." Das Anliegen, die sozialen Sicherungssysteme nachhaltig zu machen, sei berechtigt. Sie glaube aber nicht, dass der Vorstoß die Probleme lösen könne.

    Familienministerin Schröder: Kinderwünsche befördern


    Auch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder erteilte den Vörschlägen eine klare Absage. In der Zeitung "Die Welt" warnte die CDU-Politikerin davor, die Sozialversicherungssysteme auf diese Weise zu stabilisieren: "Ich finde es vernünftiger, Kinderwünsche zu befördern statt Kinderlosigkeit zu bestrafen."


    Haderthauer: Es ist nicht egal, wie man lebt

    Die bayerische Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) sprach sich hingegen für eine Besserstellung von Menschen mit Kindern aus. Derzeit gebe es in den Sozialversicherungssystemen eine Gerechtigkeitslücke zwischen Menschen mit und ohne Kindern, sagte Haderthauer der "Welt". Wer Zukunft baue und Kinder habe, dürfe nicht mit denselben Beiträgen belastet werden wie jemand, der das egal aus welchen Gründen nicht mache. "Wir müssen wieder in eine Gesellschaft hineinwachsen, in der es nicht völlig egal ist, wie man lebt", betonte die Ministerin.
    Widerspruch bekamen die bayerische Familineministerin sowie die jungen Unionsabgeordneten von CSU-Chef Horst Seehofer. "Das ist kein guter Vorschlag. Das ist so Abzocke. Jetzt so eine Art Kindersoli einzuführen - das wird's nicht geben", stellte er klar.

    Die Grünen: Haderthauer unverschämt und reaktionär

    Auch die familienpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Katja Dörner, kritisierte die Vorschläge und griff zugleich Bayerns Familienministerin scharf an. "Christine Haderthauers pauschaler Vorwurf an Kinderlose, sie würden keine Verantwortung übernehmen und nicht an der Zukunft bauen, ist unverschämt und reaktionär", erklärte Dörner.
    "Wenn es der bayrischen Familienministerin wirklich um die Förderung von Familien ginge, würde sie sich unserer Forderung anschließen, das Ehegattensplitting abzuschaffen. Damit könnten erhebliche Steuererleichterungen, die rein an den Trauschein geknüpft sind, beendet und Milliardenbeträge tatsächlich für die Unterstützung des Lebens mit Kindern investiert werden", fügte Dörner hinzu.

    Kinderlose zahlen schon heute zusätzlich


    Die Idee, Kinderlose stärker zu belasten, ist nicht neu. Schon seit Januar 2005 müssen sie einen Beitragsaufschlag zur Pflegeversicherung in Höhe von 0,25 Prozent zahlen, wenn sie das 23. Lebensjahr vollendet haben. Den Beitragszuschlag tragen die Versicherten allein. Zudem unterstützen Kinderlose schon heute indirekt Familien mit Kindern, die in den Genuss der kostenlosen Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung kommen.

    http://www.tagesschau.de/inland/kind...steuer104.html

  8. #37
    Avatar von Uns Uwe

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    Das ist wohl, wieder einmal, eine kalkulierte Luftkotteletnummer um von anderen Dingen abzulenken um diese dann in Ruhe einzulenken. Das wird jetzt für Jauch und Co die feste Nahrung für die nächsten Wochen.

  9. #38
    Avatar von Leipziger

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    Hallo jai po
    Merkel pfeift junge Abgeordnete zurück
    Dass das Merkel früher oder später einknickt war zu erwarten ........ ein kinderloser Kanzler mit einer Stamm-Wählerschaft die selbst überwiegend kinderlos oder alt ist !

    Im Prinzip sollte doch nur ein Teil der Last den Kinderlose später im Alter hinterlassen über diese Rücklagen abgefangen werden und mehr nicht !

    Man entlastet damit etwas die heutigen Kinder als spätere Sozialabgabenzahler und die Kinderlosen würden im Alter nicht komplett als Schmarotzer angesehen ....... hätten quasi alle was davon !

  10. #39
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    ...du extrapolierst (und das mit falschen Annahmen).
    Warum man sich ueber den eines politischen Hinterbaenklers so aufregen kann ist mir raetselhaft.
    Auch du denkst nicht weit genug. Es geht doch nicht um den einen, der jetzt solchen Vorschlag macht. Es war schon immer so, dass es jemanden gab, der vorpreschte. Vermutlich wird es ausgelost, wer zum temporären Buhmann werden muß. Entscheidend ist doch, dass dann ein Thema in die Schlagzeilen kommt und die Regierung fast schon genötigt wird, irgendetwas zu tun, was dem dann schon sehr nahe kommt - natürlich politisch korrekt und unter einer heuchlerischen Bezeichnung.

    Man muss doch nur mal in die Vergangenheit blicken, was uns da alles aufgetischt wurde. Man denke nur mal an den Solidaritätsbeitrag, der für 1 Jahr (!!!) gefordert wurde. Das haben die Bürger sogar gerne akzeptiert. Jetzt sind es schon 20 Jahre und wir werden noch in 1000 Jahren den Soli zahlen, wenn die Ex-DDR schon längst dem Eurasiatischen Bund angehört.

    Spätestens seit der Abwrackprämie wissen wir, dass der Staat so manche unkonventionelle Idee hat. Und wenn man es aus Verfassungsgründen nicht durchdrücken kann (wie z.B. den Bundestrojaner), dann findet man eben andere (wenn auch gleiche) Wege.

    Im konkreten Fall heißt es dann halt: keine Zusatzbesteuerung für Kinderlose, dafür aber generell Steuern rauf für alle und Kindergeld erhöhen. Es kommt dann auf genau dasselbe raus, ist aber politisch korrekt. Und anders geht es ja auch gar nicht. Bald hat jeder Rentner seinen persönlichen Sklaven, der für ihn anschafft. Dafür gibt es für den jungen Menschen aber wenigstens freie Kost. Darauf steuert Deutschland doch wohl hin.

  11. #40
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Auch du denkst nicht weit genug.
    Doch - ich denke weit genug, denn erstens - kommt es anders, zweitens - als man denkt .



    Die grobe Richtung war mir vor Jahren klargeworden, daher mein Umzug nach Thailand.

    Bei einigen Punkten stimme ich dir zu, aber du siehst manche Dinge zu "linear".

    Das kann "frustrierend bis laehmend " werden.

    Die Kunst mit den Gegebenheiten klarzukommen sehe ich in der Faehigkeit 'kreativ' zu sein.

    Da hapert es bei der Mehrzahl der Zeitgenossen - die wollen alles bequem und das fuer immer.

    Angepasste Deppen mit ueberzogenen Vorderungen an den Staat (Gesellschaft).

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