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Ungleichheit in Deutschland

Erstellt von Chak, 07.06.2010, 16:58 Uhr · 97 Antworten · 6.025 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Chak

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    Sombath, und wir zahlen keine Umsatzsteuer deiner Meinung nach?
    Ich denke das Gegenteil ist der Fall. Auf Nahrungsmittel gilt 7% USt, auf Restaurantbesuche 19%, um nur ein Beispiel zu nennen. ÖPNV 7%, PKW 19%, dazu kommt, je größer das Auto, desto mehr Umsatzsteuer und Mineralölsteuer. Ich denke da kommen wir dann auf über 70%.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von sombath

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    hallo chak,
    oh entschuldigung , mir war nicht klar , daß du zu den oberen 10% gehörst !
    die oberen 10% lassen sich im restaurant eine rechnung geben und setzen 50% von der Steuer ab .
    die autos sind geleast und werden am monatsende von der steuer abgesetzt .
    da die oberen 10% ( einkommen höher als 3 000 000,00 eur. ) nur einen bruchteil ihres einkommens
    verbrauchen , zahlen sie auch nur für diesen teil mehrwertsteuer .
    ich wohne auf dem land und fahre pkw , der wagen ist mein eigentum ( nicht auf firma geleast ) und ich
    habe die 6840,00 eur. mehrwertsteuer aus eigener tasche bezahlt und kann sie auch nicht als vorsteuer
    abziehen .
    meist koche ich selbst und bezahle dann den verminderten mehrwertsteuersatz .
    wenn du immer in restaurants speist , mußt du halt den vollen satz bezahlen .
    die oberen 10% , sind nicht die , die 10 oder 15 000,00 eur. monatlich haben ; sie haben weit weit höhere
    einkommen und zusätslich noch hohe vermögen .
    keine sorge , ich bin nicht aus der unterschicht und habe mir in 45 berufsjahren aus meinem versteuerten
    einkommen etwas zusammensparen können
    ich halte jede wette , kein mensch der oberen 10% zahlt 70% steuer .
    das nennt sich dann gewinn vor steuermindernen maßnahmen .
    es leben die steuerberater !

    gruss
    sombath

  4. #13
    Avatar von DisainaM

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    Der Trick dieses Artikels von Chak,
    er verteilt die 10 % der vermögenden Bevölkerung, welche 80% des Vermögens inne hat,
    auf Gruppierungen, wie Rentner, Selbständige, Ost und West,
    und rechnet auf diese frei gewählten Kategorien den statistischen Durchschnitt aus.

    Dies ist natürlich Lobbypropaganda der ersten Güte,
    und das Land wird mit solchen Desinformationen seit Jahrzehnten von bezahlten Journalisten gefüttert,
    um die einseitige Klientelpolitik der konservativen Regierung weiterhin zu rechtfertigen.

    Richtig ist viel mehr, das Deutschland in der Einkommens und Vermögenssteuer im europäischen Vergleich,
    zu den niedrigsten Besteuerungsländern gehört,
    und das die OECD vor dieser eingetretenden Fehlentwicklung auf Kosten der armen Bevölkerung dringenst warnt.

    Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich in Deutschland seit der Jahrtausendwende im internationalen Vergleich deutlich stärker geöffnet. Die Einkommensunterschiede und der Anteil armer Menschen an der Bevölkerung nahmen in der Bundesrepublik schneller zu als in den meisten anderen Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Dies geht aus der OECD-Studie „Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?“ hervor. Der Anstieg zwischen 2000 und 2005 habe dabei die Zunahme in den gesamten vorherigen 15 Jahren übertroffen.
    Während die Armutsquote in Deutschland Anfang der 90er-Jahre noch rund ein Viertel geringer war als im OECD-Mittel, liegt der Anteil der Menschen, die in relativer Armut leben, der Studie zufolge 2005 knapp über dem OECD-Schnitt. Auch die Einkommensunterschiede, die im internationalen Vergleich lange Zeit eher gering gewesen seien, hätten fast das OECD-Niveau erreicht. Abgesehen von Frankreich, Spanien, Irland, Griechenland und der Türkei hat in allen 30 OECD-Ländern die Einkommensungleichheit zwischen 1985 und 2005 zugenommen, heißt es in der Untersuchung.
    Die OECD macht mehrere Entwicklungen für die Zunahme von Einkommensungleichheit und Armut in Deutschland verantwortlich. Zum einen haben sich die Löhne und Gehälter drastisch auseinander bewegt. Zum anderen trage in der Bundesrepublik die Arbeitslosigkeit mehr als in den meisten OECD-Ländern zur ungleichen Einkommensverteilung bei: Zwischen 1995 und 2005 sei der Anteil der Menschen, die in Haushalten ohne jedes Erwerbseinkommen leben, auf 19,4 Prozent gestiegen - der höchste Wert innerhalb der OECD.
    Schließlich haben der Studie zufolge Veränderungen bei der Haushaltsstruktur zu mehr Ungleichheit in Deutschland geführt. In den vergangenen Jahren habe sich die Zahl der Single-Haushalte und Alleinerziehenden deutlich erhöht – und kleinere Haushalte benötigten ein höheres Pro-Kopf-Einkommen als größere, um denselben Lebensstandard zu erreichen.

    Vermögen sind noch ungleicher verteilt

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    Noch ungleicher verteilt sind die Vermögen. Die obersten zehn Prozent besitzen etwa die Hälfte des Gesamtvermögens – die einkommensstärksten zehn Prozent erzielen dagegen nur etwas mehr als ein Viertel des Gesamteinkommens. Deutlich zugenommen hat den Angaben nach die Kinderarmut. 1985 lebten noch sieben Prozent der Kinder in einem Haushalt, der weniger als die Hälfte des deutschen Durchschnittseinkommens bezog. 2005 seien es bereits 16 Prozent gewesen. Bei Kindern von Alleinerziehenden weise Deutschland nach Japan, Irland, den USA, Kanada und Polen die höchste Armutsquote auf. Dagegen blieb die Armutsrate älterer Menschen stabil bei rund neun Prozent, während sie im OECD-Durchschnitt 13 Prozent beträgt.
    Langzeitarmut ist der OECD zufolge dagegen ein Phänomen, das in Deutschland seltener als anderswo auftritt. Etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen, gelten also über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren als arm. Nur in Dänemark und den Niederlanden sei der Anteil noch geringer, der OECD-Schnitt liege doppelt so hoch. Auch materielle Entbehrungen seien in Deutschland seltener als in vielen anderen Ländern. Etwa acht Prozent der Bevölkerung müssten deutliche Abstriche am Lebensstandard machen – im OECD-Schnitt seien es zwölf Prozent.
    OECD-Studie: Soziale Kluft öffnete sich in Deutschland rasant - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

    Die Fakten sind lange bekannt.

    Welchen Sinn macht es also, wenn die Lobbiisten weiterhin die Presse mit Desinformationen,
    wie in Chaks erwähnten Artikel, füttern lassen,
    obwohl jedem bekannt sein dürfte, dass dieseEntwicklung zur Entsozialisierung einer deutschen Volksgemeinschaft führt,
    welche am Ende, a la Französische Revolution, zu einem ebenso unverhältnismässigen Gegenextrem führen wird,
    einer Abschlachtung von Reichen, aus privaten Initiativen.

    Geschichte wiederholt sich immer, und es ist unnötig, diese momentane Entwicklung bis zur eintretenden Gegenreaktion erleben zu müssen.

    Länder, wie Russland zeigen, wo die Entwicklung hin führt,
    wer reich ist, muss sehr viel Geld für persönlichen Schutz ausgeben.
    Noch mehr Steine werden von Autobahnbrücken auf teure Autos fallen,

    irgendwann wird eine politische Gegenbewegung amerikanische Gesetze einführen,
    wonach es keinen steuerbefreiten Auslandsdeutschen mehr geben wird,
    wer den Pass hat, muss eine Steuererklärung machen,
    wer Einkommen nicht deklariert, hinterzieht und wird auch im Ausland aktiv gejagt.

  5. #14
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    hallo chak,
    oh entschuldigung , mir war nicht klar , daß du zu den oberen 10% gehörst !
    die oberen 10% lassen sich im restaurant eine rechnung geben und setzen 50% von der Steuer ab .
    die autos sind geleast und werden am monatsende von der steuer abgesetzt .
    da die oberen 10% ( einkommen höher als 3 000 000,00 eur. ) nur einen bruchteil ihres einkommens
    verbrauchen , zahlen sie auch nur für diesen teil mehrwertsteuer .
    Wilst du ernsthaft behaupten, 10% in Deutschland verdienen mehr als 3 Mio. im Jahr? Hast du einen Beleg dafür?
    Ich setze mal einen Link aus einer Quelle, der sicherlich nicht gerade Lobbyismus für Unternehmer vorgeworfen werden kann. Deutschland, eine gespaltene Gesellschaft - Freiheit - Gerechtigkeit - Solidarität
    Danach beginnen die oberen 10% der Einkünfte bei 75.000 bis 100.000 €. Laut Einkommensteueranteile - Einkommen und Vermögen beginnt das obere Dezil, also die "oberen 0%" bei 88.900 €. Insofern ist man in den oberen 10% wesentlich schneller, als von dir behauptet.

    Von meinem Einkommen bleibt jedenfalls nicht viel übrig.

    Die Rechnung im Restarant ist nur zu 70% abzugsfähig, für den betrieblichen PKW muss eine Privatnutzung versteuer werden, nicht nur Einkommensteuer, sondern auch Umsatzsteuer. Was Leasing damit zu tun haben soll kannst du ja sicherlich erklären. Aber das waren ja auch nur Beispiele, die das Problem verdeutlichen sollten.
    ich halte jede wette , kein mensch der oberen 10% zahlt 70% steuer .
    das nennt sich dann gewinn vor steuermindernen maßnahmen .
    es leben die steuerberater !
    Stimmt, wir leben nicht schlecht, aber unsere Mandanten zahlen trotzdem mehr Steuern als du so annimmst. Aber durch Fakten muss sich ja niemand verwirren lassen.

  6. #15
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    irgendwann wird eine politische Gegenbewegung amerikanische Gesetze einführen,
    wonach es keinen steuerbefreiten Auslandsdeutschen mehr geben wird,
    wer den Pass hat, muss eine Steuererklärung machen,
    wer Einkommen nicht deklariert, hinterzieht und wird auch im Ausland aktiv gejagt.
    Du verschweigst dabei, dass in den USA die direkten Steuern niedriger sind und dass Deklaration von Auslandseinkünften erst ab 80.000 US$ notwendig ist.

  7. #16
    NEOT
    Avatar von NEOT
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen

    Aber durch Fakten muss sich ja niemand verwirren lassen.
    Mit Fakten kommst Du hier anscheinend nicht weiter. Hier liebt man die Parolen. Warum bekommt die Kohle Ackermann (die DB hat keine Hilfen bekommen), raus aus Afghanistan (noch sind wir aber in der NATO, glaube ich), nehmt es oben und gebt es nach unten, dann wird alles gut.

    Eine geballte Sammlung an Dummheit und Unwissen, gespeist aus der "Bild" und dem Nachmittags-TV.

    Ich würde das für einen hoffnungslosen Fall erklären. Aber amüsant ist es allemal.

  8. #17
    Avatar von atze

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    Seit wann fordert Bild "raus aus Afghanistan" und seit wann gehts im NachmittagTV um Politik?
    Es muss eine andere Form der Dummheit sein.

  9. #18
    NEOT
    Avatar von NEOT
    Zitat Zitat von atze Beitrag anzeigen
    Seit wann fordert Bild "raus aus Afghanistan" und seit wann gehts im NachmittagTV um Politik?
    Es muss eine andere Form der Dummheit sein.
    Schon gut, schon gut.

    Du hast den 1. Preis im Dummstellen gewonnen.

  10. #19
    Avatar von atze

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    Dummstellen hat schon einigen im Leben weitergeholfen.

  11. #20
    Avatar von sombath

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    na endlich , jetzt sind wir in einem unterschichtenforum .

    sombath

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