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Und was sagt Ihr? Thema Hartz4.

Erstellt von EO, 27.02.2014, 03:44 Uhr · 186 Antworten · 13.954 Aufrufe

  1. #1
    EO
    Avatar von EO

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    Und was sagt Ihr? Thema Hartz4.

    Habt ihr schon gelesen?oder selbst mal auf der Schiene Hartz4 gewesen?.
    Ich kann nur sagen, spät diese Erkennung.
    Wohlstand : Hartz-Gesetze ruinieren Vermögen vieler Deutscher - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

  2.  
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  3. #2
    Avatar von x-pat

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    Das war zu erwarten.

    Sowohl die politischen Entscheidungen nach der Jahrtausendwende als auch die Bevölkerungsentwicklung haben diesen Prozess eingeleitet. Leider haben wir in Deutschland nun die finanziellen Nachteile eines Hochsteuerlandes kombiniert mit einem bröckelnden Sozialsystem.

    Cheers, X-pat

  4. #3
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von EO Beitrag anzeigen
    Habt ihr schon gelesen?oder selbst mal auf der Schiene Hartz4 gewesen?.
    Ich kann nur sagen, spät diese Erkennung.
    Wohlstand : Hartz-Gesetze ruinieren Vermögen vieler Deutscher - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT
    Weder ist diese Erkenntnis neu, also spät, noch innerhalb des Textes immer richtig.

    1. die Renten in den sogenannten NBL sind im Durchschnitt höher als in den ABL (ohne Betriebsrenten), da die Frauen in den NBL zu über 90% bis zur Rente Vollzeit gearbeitet und damit Rentenansprüche erworben haben. (Durchschnitt ist der Witz mit dem 50cm tiefen Teich wo die Kuh trotzdem ersoffen ist)

    2. ohne H4 und früher Sozialhilfe, würde das Vermögen von jemanden welcher nicht mehr Einkommen z.B. durch Arbeit generiert, auch
    schrumpfen, das sogar sicher und schneller.

    Wer nicht arbeitet, obwohl er gesundheitlich in der Lage ist ( wer genug Vermögen hat ausgenommen) kann von mir aus auf der Strasse schlafen, und bei der Heilsarmee essen, diese Faulheitsalimentation geht mir auf den S.... .
    Hatte auch mal ne schlechte Phase, hab halt jeden Job gemacht und von 20 Eur/Woche gelebt (Miete musste halt als wichtigstes weiterlaufen), halte halt nix davon beim Be Amt en betteln zu gehen, halte aber auch nix davon, diesen zuviele Steuern in den Rachen zu werfen. A weng mehr Amerika feeling, würde uns eventuell auch ne ganze Menge Kostgänger vom Halse/aus'm Lande halten.

    3. Im Osten wurde auch Vermögen aufgebaut, nur war das meiste Allen, Volksvermögen, und schnell getreuhandet weg. ( die Czechen haben einen etwas faireren Weg gewählt, mehr Eigenverantwortung incl. , hatten auch natürlich keinen Nachbarn, wo der Boss in die Analen der Geschichte eingehen wollte, und dafür seine Bürger "bluten" lassen konnte.

  5. #4
    Avatar von thai-robert

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    Da gibt's nicht viel zu sagen.

    Die Antwort hab' ich auf meinem Anhänger !


  6. #5
    Avatar von hueher

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    @tuxlux..........bin Deiner Meinung! habe in meiner Vergangenheit auch andere Arbeiten gemacht als mein erlernter Beruf! Habe nach einer Wintersaison mal am Bau gearbeitet, mal in einem Autoverleih, mal als Dachdecker usw........hauptsache es kommt was rein. Ich finde das Hartz4 System ist nicht ganz so schlecht, denn viele sitzen lieber zu hause rum und halten die Hand auf als zu arbeiten!? Ö sollte ein ähnliches Modell einführen, denn in Ö ist es sehr einfach, nix zu tun, aber genug Geld vom Arbeitsamt zu bekommen od. vom Sozialamt!
    Ein schlimmes Beispiel: meine jüngere Tochter ( 26 ) lebt mit einem "Nichtsnutz" zusammen, als sie vor 2 Jahren keine Lust mehr hatte ihre gut bezahlte Arbeit zu erledigen, kündigte sie folgendes an........, "hab keine Lust mehr, schei.... Job, ich laß mir ein Kind machen und gehe zum Sozialamt"!! zuerst dachte ich an einen Witz, aber als dies nach 9 Monaten wahr wurde, wurde ich sehr grob und verabschiedete ich mich von meiner jüngeren Tochter, bis heute!! Sie bekommt vom Amt alles bezahlt, in Summe so um die € 1500,- pro Monat!! Ich hatte fast 45 Jahre malocht und wenn ich meine heutige Rente ansehe........????
    Solche Fälle gibt es zur Genüge in Ö........wenn man nichts tut und die Hand aufhält, daher würde ich eine Hartz4 Lösung wünschen!!

  7. #6
    Avatar von DisainaM

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    Was die ärmeren Regionen brauchen, ist Wachstum ihrer Wirtschaft. Und dafür muss die Politik die richtigen Voraussetzungen bieten – gerade in den strukturschwachen Regionen und Städten, in denen die Arbeitslosigkeit besonders hoch ist.
    zu kurz gesprungen,
    denn das Problem ist das Lohndumping durch Zeitarbeitsfirmen,
    die Folge, Menschen in Zeitarbeitsfirmen arbeiten, und müssen trotzdem ergänzende Hartz4 Leistung beanspruchen,
    weil ihr Geld zum Leben nicht reicht.

    Vergleichen wir mit Frankreich, wo kein Lohndumping stattfand, sondern die Gehälter regelmässig erhöht wurden,
    die Bevölkerung hatte genug Geld in der Tasche, um sich regelmässige Kurzurlaube im eigenen Land zu leisten,
    die Folge, eine Vielzahl von Wochenend-Resorts, kleine romantische Liebesnester, die die regionale Wirtschaft, fern der Wirtschaftsstandorte, Geld in die Regionen brachte.

    In Deutschland ist dagegen das Umland, fern der Städte grösstenteils verkommen, Landflucht, keine Lebensqualität und keine Arbeit.

    Hinzu kommt ein Fehler im System,
    arbeitet ein Mann an einem unnötigen Arbeitsplatz als Schrankenwärter,
    und braucht deswegen in letzter Konsequenz kein AL bz. Hartz4,
    hat aber eine Mütze mit Wappen auf, wonach er ein gesellschaftlich anerkannter deutscher Schrankenwärter ist,
    haben wir einen glücklichen Menschen, der einer geregelten (wenn auch unsinnigen) Arbeit nach geht,
    er hat ein positives Lebensgefühl und will ev. eine Familie gründen.
    Ist der selbe Mensch ein Hartz4 Bezieher, lebt er im gesellschaftlichen Bewusstsein, von Gnaden des Staates zu exsistieren,
    in den Augen einiger sogar ein Sozialschmarotzer zu sein,
    er wird keine Familie gründen, und seine mangelnde gesellschaftliche Anerkennung ev. mit Alkohol betäuben.

    Selbst wenn er als Niedriglohnverdiener täglich Zeitungen austrägt, und ferner als Nachtwächter arbeitet,
    wird er zwar gerade eben sagen, dass er ohne Hartz4 über die Runden kommt,
    aber er wird durch die Arbeitszenerie sich eher als (working poor) Versager fühlen.

    Das nationale Gefühlsmanagement ist das Problem, fehlende Anerkennung, auch beim Leben ohne Hartz4,
    weil man nicht lebt, sondern nur exsistiert (vegetiert).

    Dieses Fehlen gesellschaftlicher Anerkennung von Niedriglöhnern, hat in seiner Konsequenz zu den gesellschaftlichen Verweigern geführt,
    ich lass mich vom Staat nicht ver.a.r.schen,
    (die schmeissen meine Steuergelder in Griechenland raus, für Renten für unverheiratete Militärtöchter,
    Vorstandsgehälter durch Beziehungsseilschaften)
    jetzt wehre ich mich, und lebe auch auf Kosten des Staates.
    Wenn ich schon sozialer Bodensatz bin, dann sollen die für mich auch bezahlen.

    So bildete sich die Schicht der Verweigerer, deren einzige Perspektive das Leben von Hartz4 ist.

    Der deutsche gelebte Thatcherism, und die Herrschaft der Bürokraten, die das eigene Land kaputtsparen,
    schuffen die Abzockkultur der sozialen Kälte, und den dauerhaften Bruch eines nationalen WIR-Gefühls.

    Sich nun über die Folgen und Synthome zu beklagen, bringt nix,
    Deutschland sollte sich erstmal den Lebensbedingungen von Frankreich annähern,
    und den benachteiligten Selbständigen des einstigen West-Deutschland,
    die bei der Wohlstandsverteilung an die zukünftigen Ost-Rentner in die Röhre sahen,
    ihre moralische Schuld begleichen.
    Klar, die Versorgung einer grösstenteils verbeamteten DDR Bevölkerung durch Renten im Alter,
    ist eine Ungerechtigkeit gegenüber vielen ehemaligen West-Selbständigen, die eben nicht Beamter werden konnten,
    und die nach den 80ger Jahren, nur den Niedergang in den 90gern erlebten,
    und in der Regel oft Altersarmut entgegen sehen, da nur wenige sich eine Altersvorsorge leisten konnten.

    Zuviel gefühlte Ungerechtigkeiten bilden nur die Basis, für weitere Verweigerer,
    die lieber Hartz4 beziehen, als mit 60 Jahren, durch nächtliches Zeitungsaustragen, sich ein Leben ohne Hartz4 erkämpfen.

  8. #7
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen

    Klar, die Versorgung einer grösstenteils verbeamteten DDR Bevölkerung durch Renten im Alter,
    ist eine Ungerechtigkeit gegenüber vielen ehemaligen West-Selbständigen, die eben nicht Beamter werden konnten,
    und die nach den 80ger Jahren, nur den Niedergang in den 90gern erlebten,
    und in der Regel oft Altersarmut entgegen sehen, da nur wenige sich eine Altersvorsorge leisten konnten.
    Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe.
    Die verbeamtete DDR-Bevölkerung ist schuld, dass sich ein West-Selbstständiger keine Altersvorsorge leisten konnte?

    Oder anders herum, ohne Wiedervereinigung hätte sich jeder Selbstständige eine Altersvorsorge leisten können? (aber nicht unbedingt umsetzen müssen)
    Ich halte das für nicht glaubhaft.

  9. #8
    Avatar von DisainaM

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    Die ehem. DDR hatte als Rentenversicherung eine Bürgerversicherung. Alle, aber auch wirklich alle Werktätigen im Arbeiter- und Bauernstaat waren in dieser Rentenversicherung für ihre Alterversorgung versichert!

    Die ehem. DDR kannte keine Beamte! Alle Berufsgruppen der Staatsdiener waren z.B. als Behördenangestellte in dieser Bürger-Rentenversicherung integriert. Auch NVA und Polizei, Stasi und Regierungsmitglieder waren rentenversichert!

    Die so genannte Beschäftigungsbiografie der Arbeitnehmer aus der ehem. DDR ist meist lückenlos, d.h. kein Fehlen von Beitragszahlungen durch Arbeitslosigkeit oder Kindererziehungszeiten. Der Arbeiter und Bauernstaat der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik kannte keine Arbeitslosigkeit! Alle waren durchgängig beschäftigt auch während Erziehungszeiten oder wenn gar keine, oder wenig Arbeit in den Kombinaten vorhanden war!
    - Ost/West-Renten

    Da es in der DDR keine Arbeitslosigkeit gab (Mütter an der Urlaubsfront), erhielt jeder Staatsbürger des Ostens Rentenansprüche,
    solange die DDR exsistierte, und diese Ansprüche wurden im Einigungsvertrag, wenn auch mit gewissen Abschlägen, übernommen.

    West Selbständige, die in dieser Zeit ebenfalls gearbeitet hatten,
    und es sich nicht leisten konnten,
    in eine Altersvorsorge einzuzahlen, oder sie wurde ihnen bei einer Pleite gepfändet,
    stehen im Vergleich mit ihren Ost Brüdern ohne jegliche Renten-Ansprüche da.

  10. #9
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    West Selbständige, die in dieser Zeit ebenfalls gearbeitet hatten,
    und es sich nicht leisten konnten,
    in eine Altersvorsorge einzuzahlen, oder sie wurde ihnen bei einer Pleite gepfändet,
    stehen im Vergleich mit ihren Ost Brüdern ohne jegliche Renten-Ansprüche da.
    Jetzt habe ich verstanden. Es sind als doch nicht die Ostrentner daran Schuld, wenn sich westliche Selbstständige nicht versichert haben.

    War in deinem vorherigen Beitrag nicht so klar.

  11. #10
    Avatar von tuxluchs

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    Wusste gar nicht das die Rentner im Osten (korrekt Mitteldeutschland, Ostdeutschland ist seit 1945 überwiegend in polnischer Verwaltung)
    verbeamtet sind. da es eh seit rund 57 Jahren eine auf Umlagebasis existierende Versicherung gibt, ist die Spinnerei über die, die Rentenkasse aussaugenden Ostrentner eh mühsig. Schaut man sich die Bevölkerungs-Alterspyramide 1990 an, sieht man das der Beitritt zu einer geringen Verjüngung der Gesamtbevölkerung beigetragen hat.
    Ach, und im "Osten" waren Selbstständige normalerweise zwangsrentenversichert.
    Wenn Politiker zu blöd sind ein System vernünftig zu steuern und zu verwalten, ist es dümmlich das die Leidtragenden sich gegenseitig fetzen, besser wäre es den Po litikern gemeinsam in den Allerwertesten zu treten.

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