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Ukraine - Ereignisse, Analysen

Erstellt von hueher, 22.02.2014, 08:23 Uhr · 2.307 Antworten · 120.428 Aufrufe

  1. #771
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Das die USA den Sturz der ukr. Regierung mit aller Macht forciert haben ist bekannt.
    Nein, das ist lediglich russische Propaganda, der Du aber mehr auf den Leim gehst als es gesund waere.

  2.  
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  3. #772
    Avatar von strike

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    An anderer Stelle im Internet gefunden.

    Ukraine, Erbe der Vergangenheit
    von Václav Klaus

    Die Ukraine und Russland verstehen.
    Václav Klaus erklärt klar und verständlich den Zusammenhang von Russland, der Ukraine mit samt der Historie und verweist auf das fragile, politische Gebilde der Ukraine mit samt den Problemen der Einmischung von außen und dem Nationalismus der Westukraine.

    Teil I

    Der heutige Zustand der Ukraine ist das traurige Ergebnis der Versuche Stalins, bestehende Völkerschaften und Grenzen aufzulösen, natürlich gewachsene historische Zusammenhänge zu zerstören und aus diesen ethnischen Rückständen und historischen Überbleibseln einen neuen sowjetischen Menschen zu formen. Diese Überlegung, die den Ausgangspunkt für unsere Betrachtung darstellt, findet leider in der heutigen politischen Debatte so gut wie keine Beachtung.

    In der Kakophonie der Kommentare und Aussagen über die jüngsten Ereignisse in der Ukraine wird regelmäßig übersehen, dass der erste und wichtigste Beitrag zur aktuellen dramatischen Situation das offensichtliche Versagen der Ukraine als unabhängiger Staat ist, und zwar in politischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Dieses Versagen wurde unserer Ansicht nach von den folgenden Faktoren verursacht:

    1. Die Ukraine, wie wir sie heute kennen, hat keine historische Tradition der Staatlichkeit und hat es auch in den mehr als zwanzig Jahren ihres Bestehen verabsäumt, eine Staatlichkeit zu schaffen, welche von der Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert werden könnte. Der Staat wurde nicht aus dem Bestreben der Menschen nach Selbstbestimmung und Souveränität geboren, sondern entstand infolge der Auflösung der Sowjetunion durch deren eigene politische Führung und durch die Emanzipation der zuvor von Moskau künstlich geschaffenen Sowjetrepubliken mit deren jeweiligen ebenso künstlichen Grenzziehungen.

    2. Die Anti-Moskau-Stimmung einer weitgehend passiven Bevölkerung wurde durch Gorbatschows Perestroika und ihre katastrophalen Folgen noch verstärkt. Die lokale sowjetische Partei-Nomenklatura befürchtet zudem, dass Jelzins Politik darauf abzielen würde, das alte System völlig zu zerschlagen.

    3. Am Beginn ihrer Unabhängigkeit funktionierte die Ukraine unter der Führung ihrer russischsprechenden sowjetischen Elite aus dem östlichen Teil des Landes wie eine Art zweiter russischer Staat, als ein Teil des großen postsowjetischen Raumes mit enormem Potenzial. Zumindest auf dem Papier: mit ihren 52 Millionen Menschen (der zweitgrößten Bevölkerungszahl nach Russland), mit ihrer industriellen Basis im Donbass, mit ihrem landwirtschaftlichen Potenzial (dem größten auf dem europäischen Kontinent), mit ihren bedeutenden Schwarzmeerhäfen, mit der Krim, mit einer relativ gut ausgebildeten Elite und mit Mitteleuropa als Handelspartner vor der Tür.

    4. Der neue Staat Ukraine ging aus einem im wesentlichen künstlichen administrativen Teil der totalitären Sowjetunion hervor, einer Sowjetunion, die unter Beweis stellen wollte, dass die nationale Frage ein für alle Mal gelöst werden kann, indem man einzelne gewachsene Völkerschaften durch ein “sowjetisches Volk” ersetzt. Die russischen und russifizierten Gebiete im Osten und Süden der Ukraine (die immerhin 300 Jahre russische Geschichte durchlaufen hatten) wurden plötzlich künstlich verbunden mit dem ursprünglich polnischen Galizien sowie mit Ruthenien bzw. dem Karpathenvorland, also Gebieten, welche Stalin infolge des Zweiten Weltkrieg zugefallen waren und zuvor nie zu einem der alten slawischen Staaten im Osten gehört hatten.

    5. Ein unabhängiger ukrainischer Staat existiert erst ab 1991, wenn wir die kurze Zeit des Bürgerkrieges nach der Oktoberrevolution von 1917 außer Betracht lassen, als es erfolglose Versuche gab, die Unabhängigkeit der Ukraine zu errichten, wofür umstrittene Figuren wie General Skoropadsky, die Atamane Machno und Petljura oder Stepan Bandera im Zweiten Weltkrieg standen. Ihr Erbe – nämlich der Antisemitismus und ihre Affinität zum Nationalsozialismus – gilt außerhalb der nationalistischen West-Ukraine als sehr umstritten.

    6. Die ältere historische Traditionen spricht für starke Bindungen an Russland – die Zeit der Kiewer Rus, die Annahme des orthodoxen Christentums oder die Tradition der Saporoger Kosaken, welche gegen die Türken und die Polen kämpften und das Gebiet, das heute die Ukraine darstellt, in das zaristische Russland einbrachten. Die gemeinsame russisch-ukrainische Erfahrung während der Sowjetzeit und dem Zweiten Weltkrieg schufen zudem starke menschliche, soziale, wirtschaftliche und politische Bindungen, die nicht einfach ignoriert werden können.

    7. Die darauf folgenden mehr als zwanzig Jahre der Unabhängigkeit der Ukraine waren nicht genug, um eine gemeinsame ukrainische Identität zu schaffen und die Menschen in diesem äußerst heterogenen Land zu überzeugen, dass eine unabhängige Ukraine die geeignete Gesellschaftsform sei, um ihre nationalen Bestrebungen zu erfüllen. Solche Bestrebungen gibt es vor allem unter den ethnischen Ukrainern, welche im Westen des Landes leben (Galizien, Wolhynien) und die tragischen Erfahrungen der Sowjetzeit (Deportationen, Gulags, Hungersnöte) durchgemacht haben, antirussische Gefühle hegen und die Ukraine als eine Art ukrainischen Nationalstaat aufbauen wollen. Das Modell der Ukraine als ein “zweiter” russischer Staat, wie sie von den Präsidenten Krawtschuk und Kutschma verfolgt wurde, ist für sie unannehmbar. Es ist kein Zufall, dass dieser eher rückständige und schwache westliche Teil der Ukraine die treibende Kraft hinter der “orange Revolution” 2004 sowie den Maidan-Protesten im heurigen Jahr war. Durch den Sturz von Janukowitsch erlangte der nationalistische westliche Teil des Landes die Vormacht und versuchte, die lange bestehenden traditionellen Beziehungen der Ukraine zu Russland zu zerstören und sie durch eine exklusive Ausrichtung auf den Westen, die EU und die Vereinigten Staaten zu ersetzen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die westliche Ukraine zur Erfüllung solcher Pläne nicht stark genug ist – das wirtschaftliche Gewicht des östlichen Landesteil hinderte sie daran.

    Die Russen in der Ukraine können als Mitglieder einer großen Kulturnation, die schon zuvor die gesamte Region beherrschte, solche nationalistische Bestrebungen der westlichen Ukrainer natürlich nicht teilen. Eine Unterbrechung der engen Beziehungen zu Russland, das heute generell wohlhabender, erfolgreicher und besser geordnet ist, ist für sie undenkbar. Sie betrachten die Sowjetzeit nicht als Besetzung durch eine fremde Macht, sehen sich selber als Sieger des Zweiten Weltkriegs und nicht als Besiegte. In ihren Augen sind Bandera-Sympathisanten Verräter und Faschisten und ein Staat, der auf solchem Erbe aufbauen möchte, ist für sie inakzeptabel. Wie alle Russen misstrauen sie dem Westen und wollen nicht Teil eines gegen Russland gerichteten Blocks werden. Der militante Russlandhass der westukrainischen Nationalisten ist für sie eine Herausforderung und Bedrohung. Infolge der sowjetischen Vergangenheit hat sich dieser Teil der Bevölkerung lange Zeit gegenüber nationalen Themen gleichgültig verhalten. Die gegenwärtigen Ereignisse führen jedoch dazu, dass diese Bevölkerungsgruppe sich immer mehr ihrer nationalen Gefühle bewusst wird und ihr Einstellung gegenüber dem westlichen Landesteilen zunehmend antagonistisch wird.

    Nach zwanzig Jahren der Unabhängigkeit ist die Ukraine ein geteiltes Land an der Schwelle des wirtschaftlichen Bankrotts. Sie beheimatet zwei Nationen mit unterschiedlichen und teils sogar antagonistischen Zukunftsvisionen, zwei Nationen, die Tag für Tag mehr auseinanderwachsen. Beide Nationen haben unrealistische Erwartungen, was die sie umgebende Welt betrifft – eine mit Blick auf den Westen, die andere mit Blick nach Russland.

    Die Ukraine hätte in ihrer aktuellen Form vielleicht durch eine mehrere Jahrzehnte andauernde friedliche Entwicklung mit einer entsprechend angepassten und zurückhaltenden Außenpolitik gerettet werden können, wobei die geopolitischen Lage des Landes beachtet und eine schrittweise Verbesserung der Wirtschaft und des Lebensstandards angestrebt hätte werden müssen. Im Falle der Ukraine war jedoch nichts davon zu vermerken. Der Versuch eines radikalen Wandels stellt in einem so zerbrechlichen, heterogenen und politisch sensiblen Land eine fundamentale Bedrohung dar. Genau dies passiert aber leider heute in der Ukraine, und dies birgt zugleich enorme Risken für Europa und die Welt in sich.


    Teil II: Die gescheiterte Transformation der Ukraine

    Wie oben ausgeführt, ist die Ukraine nach dem Untergang des Kommunismus entstanden, und zwar als ein im Wesentlichen nicht historisch gewachsener Staat, der vom ersten Tag seines Bestehens an mit einem grundlegenden Identitätsproblem belastet war. Dieses Faktum war immer schon ein ernstes Hindernis für die Entwicklung des Landes und ist dies auch heute noch.Westeuropa und die Vereinigten Staaten, oder besser gesagt die Politiker in diesen Regionen denken, dass es lediglich der “Einführung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit” bedürfe, um alles ins rechte Lot zu bringen. Bis heute haben diese Leute leider noch immer nicht verstanden, dass alle ihre bisherigen Versuche des “Exports von Demokratie” versagt haben und dass sogar zwei Jahrzehnte massiver westlicher Unterstützung für Bosnien und Herzegowina, also für einen Staat, der nach dem Zerfall Jugoslawiens künstlich auf die Beine gestellt wurde, keinerlei Früchte trugen. Vom “Arabischen Frühling” gar nicht zu reden.

    Die Ukraine hat keine einheitliche postkommunistische Transformation durchgemacht, wie es in anderen postkommunistischen Ländern der Fall war. Es gab vor allem keine politische Transformation. Es wurde kein “normales” politisches Parteiensystem eingeführt, und auch das ukrainische Parlament ist kein “normales” Parlament. Wiederholte TV-Übertragungen von Faustkämpfen unter Abgeordneten sind dafür ein beredtes Zeugnis. Die “orange Revolution” (die ebenfalls vom Ausland inspiriert war) fand 20 Jahre nach unserer tschechischen “samtenen Revolution” statt, aber selbst diese zeitliche Verzögerung hat es nicht vermocht, die notwendigen Veränderungen im staatlichen System herbeizuführen.Es gab auch keine einheitliche wirtschaftliche Transformation, obwohl das kommunistische System aufgegeben wurde. Das Ergebnis war die Übernahme der Wirtschaft durch Oligarchen-Clans, Stagnation, industrieller Verfall, hohe Arbeitslosigkeit, fortdauernde Abhängigkeit von Russland usw.
    Der Vergleich mit Weißrussland ist sehr aufschlussreich, ob man jetzt ein Freund des dortigen Präsidenten Lukaschenko ist oder nicht. Nach dem Fall des Kommunismus wiesen beide Länder noch vergleichbaren Ergebnisse auf, aber heute liegt das Pro-Kopf-BIP Weißrusslands um 50 Prozent höher als das der Ukraine. Dieser Vergleich ist fast so etwas wie ein “kontrolliertes Experiment”. Auch andere Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: in der Ukraine haben mehr als 5 Millionen Menschen oder 10 Prozent der Bevölkerung in den letzten zwanzig Jahren das Land verlassen.Die unerbittlichen Zweikämpfe zwischen Juschtschenko, Timoschenko und Janukowitsch (lassen wir die kleineren Spieler einmal beiseite) hatten ebenfalls kein gutes Omen.

    Der enorme Reichtum von Politikern und Oligarchen in der Ukraine, wie sie uns in den Medien präsentiert wird, ist im übrigen Osteuropa etwas Unvorstellbares. Die Frustration hat jedenfalls ein Ausmaß erreicht, dass es sogar für diejenigen leicht erkennbar ist, die sonst über die Ukraine wenig wissen. Die Ukraine ist ein fragiles, instabiles Land, das durch Einmischung von außen leicht verwundbar ist. Dabei muss es sich gar nicht um eine militärische Intervention handeln, bereits eine politische Einmischung reicht vollauf. Diese erfolgt in Form von Anstiftung zu Unruhen, Straßenkämpfen, Aufhetzung von Bevölkerungsgruppen gegeneinander, populistischer Aufrufe gegen kommunale Behörden, Anstiftung von Neid, gegenseitiger Vorwürfe der Korruption und des Diebstahls, und nicht zuletzt durch Entfesselung nationalistischer Konflikte oder regelrechter Hasskampagnen.
    Alle oben genannten Phänomene waren in der Ukraine zu beobachten und können auch heute noch beobachtet werden.

    Václav Klaus


    Quelle: Václav Klaus, Jiří Weigl, Politische Erklärung des Václav Klaus Instituts Nr. 25. IVK, Prag, 15. April 2014. Übersetzung aus dem Tschechischen (leicht gekürzt).

    Ich finde die Analyse recht ausgewogen und auch nachvollziehbar.
    Eure Meinung?

  4. #773
    Avatar von Micha L

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    Richtig, das begann mit dem Sturz des rußlandfreundlichen Präsidenten.
    Aber bloße Richtungskämpfe erklären nicht die heftige Reaktion der Russen.

    Das hat eher damit zu tun, daß es den russische Minderheiten im benachbarten Ausland in den Jahren der sowjetischen Hegemonie zur Gewohnheit geworden ist, privilegiert zu sein.
    Sie wollen es einfach nicht akzeptieren, nun nicht mehr "die erste Geige zu spielen".

    (siehe bei strike, Pkt. 3 - habe ich erst jetzt gelesen)

  5. #774
    KKC
    Avatar von KKC

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    An anderer Stelle im Internet gefunden.

    Ukraine, Erbe der Vergangenheit
    von Václav Klaus
    .....................................

    Ich finde die Analyse recht ausgewogen und auch nachvollziehbar.
    Eure Meinung?
    Absolut deiner Meinung.
    Aus der Beschreibung von V. Klaus ist doch die logische Konsequenz: Aufteilung in 2 Staaten wie in der Vergangenheit bei anderen Ostblockländern auch.
    Ging halt leider nicht immer so friedlich wie bei den Tschechen und Slowenen.

  6. #775
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von Hermann2 Beitrag anzeigen
    ... dem wohlbekannten USA-Haß ....
    Wo der wohl herkommt?

  7. #776
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Wo der wohl herkommt?
    Leider bezahlt die USA jetzt den Preis für ihre zum grossen Teil selbsverschuldete und ruinierte Glaubwürdigkeit.
    Dennoch käme ich bei aller Kritik an den USA nie auf die Idee, Leute wie Putin als neuen Heiland zu feiern oder die Hamas als tatsächlichen Interessensvertreter der sogenannten Palästinenser zu sehen.

    Aber das ist nur meine Sicht der Dinge, die ja niemand übernehmen muss

  8. #777
    Avatar von joachimroehl

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    DANKE an strike, das er den umfangreichen und sehr ehrlichen Text von Vaclav Klaus hier eingestellt hat. Hätte ich mir gar nicht getraut, denn sehr oft - wie man auch in der #241 sieht - sind die lederhosenen Stammschreiber mit ihrer Ferndiagnostik oder auch die Jungs von der Bundeszentrale für politische Bildung einfach überfordert. Da gebe ich mal noch ein Fundstück zu aus der Schweizer Expresszeitung ->Wer sind die neuen Machthaber in Kiew ? vom Mai diesen Jahres. Ist aktuell, denn die führenden Personen sitzen ja weiterhin am Schalter. Zu Petro Poroschenko muss man sicher nicht viel sagen, da hat das Wahlvolk einen eher moskautreuen Oligarchen gegen einen USA-treuen gewechselt. Und unten, da stelle ich mal die Videos von zwei typischen Verantwortlichen ein. Die deutschen Untertitel kann man bei YouTube unten rechts einfach aktivieren.


    Nationalgarde -> Oleg Ljaschko

    Separatisten -> Pawel Gubarew

  9. #778
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Leider bezahlt die USA jetzt den Preis für ihre zum grossen Teil selbsverschuldete und ruinierte Glaubwürdigkeit.
    Ich würde sogar "zum großen Teil" weglassen. Ob es @Dieter1 passt oder nicht (wahrscheinlich nicht), die USA-Politik wird seit jeher von den dort dominierenden Krämerseelen gemacht, mal mehr mal weniger und auch schon mal von "kranken Köpfen" (McCarthy) beeinflusst. Es ging in den letzten Jahrzehnten um Machtzuwachs, um wirtschaftlichen Machterhalt($-Hoheit), um Sicherung von Rohstoffen (insbesondere Rohöl), usw.
    Selbst der sog. Marshall-Plan nach dem 2. Weltkrieg wird heute von der Wissenschaft als "nur bedingt" hilfreich für den Wiederaufbau in Europa und überschätzt bezeichnet. Außer an Österreich, waren das auch Kredite und keine Geschenke! Kann man beim vielleicht unbequemen Wiki nachlesen.

  10. #779
    KKC
    Avatar von KKC

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Nein, das ist lediglich russische Propaganda, der Du aber mehr auf den Leim gehst als es gesund waere.
    Mach dir um meine Gesundheit keine Sorgen; alles im grünen Bereich.

    Wer allerdings meint die Demokratie wird am Hindukusch verteidigt sollte mal vor dem Hintergrund der US-amerikanischen Erfolge in sich gehen (jetzt mal sehr zurückhaltend ausgedrückt!!).

  11. #780
    Avatar von andiho

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    Auch ist es nichts Neues, dass US - Berater, Beobachter, Ausbilder usw. und deren Auftraggeber ganze Länder und Regionen ins Chaos stürzen um so "vorteilhafte" Destabilisierungen zu erreichen. Saddam und die Mujahedin / Taliban waren ja auch mal Freunde der USA, bis die dann ihre eigenen Vorstellungen verwirklicht haben und dann plötzlich Feinde waren.

    Sicher haben die USA und EU keine direkte Schuld / Beteiligung an MH17. Den Nährboden haben sie aber sehr wohl hergerichtet. Wer dies nicht begreift, ist eben nicht zu helfen.

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