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Ukraine - Ereignisse, Analysen

Erstellt von hueher, 22.02.2014, 08:23 Uhr · 2.307 Antworten · 120.119 Aufrufe

  1. #481
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    ... eingeimpftes Weltbild ...
    Klar, selbstredend.
    Alle die Deiner Meinung nicht folgen (können) haben eben ein "eingeimpftes Weltbild".
    Eigentlich sind die alle krank, gelle?

    Dagegen müssten sich doch ganz sicher irgendwelche Versicherungen verkaufen lassen, da schlummert ein enormes Potential!

  2.  
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  3. #482
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    ... der querdenkende Wittenberger Pfarrer Martin Luther ...
    ... ist die bisher harmloseste Unwahrheit in Deinem eingeimpften Weltbild ...

  4. #483
    KKC
    Avatar von KKC

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    Vielleicht könnte man die 'Diskussion' mal etwas Deemotionalisieren.

    Hat ja wohl noch jeder das Recht eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu vertreten.

    Im übrigen finde ich den Artikel im CICERO durchaus lesenswert.

  5. #484
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Ich benenne immer Roß und Reiter!
    So leicht läßt sich also die Humangenetik erklären:

    jüdisch klingender Name (Spielberg, Zuckerberg usw.) - ergo ewiger Jude, selbst wenn in der x-ten Generation nicht mehr in Israel lebend!

    polnisch klingender Name (Podolski, Tillkowski usw.) - ergo ewiger Pole,.......

    .usw. usw

  6. #485
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Chumpae Beitrag anzeigen
    ... einen interessanten Artikel ...
    ... kann ich auch bieten ;)

    Dr. Elke Fein

    Im Zusammenhang mit der aktuellen Krim-Krise wird – von russischer Seite, aber nicht selten auch von sich die Augen reibenden, verstehen wollenden, Legitimation suchenden Kommentatoren im Westen – immer wieder das russische Trauma über den „Verlust“ des sowjetischen Imperiums als Argument für das russische Vorgehen auf der Krim angeführt.

    Die Sache mit dem post-sowjetischen Trauma ist jedoch eine äußerst zweischneidige. Denn dieses Argument suggeriert im Grunde, Russland habe ein Recht darauf, in seinem gerne so genannten “nahen Ausland” unkonventionelle Einflusskanäle einzusetzen oder gar nach Gutdünken schalten und walten zu können, um seine Nachbarn “auf Linie” zu bringen. Das ist letztlich die aktuelle russische Position – genauer gesagt die Position der Regierung Putin.

    Was ist 1991 passiert? Die Sowjetunion ist implodiert. Sie ist an ihrer eigenen Schwäche und ihrer unendlichen inneren Verlogenheit zusammengebrochen, von der Missachtung grundlegender Rechte ganz zu schweigen. Als die Kraft und der politische Wille nicht mehr ausreichten, um das Riesenreich zusammenzuhalten, haben die Menschen in den Teilrepubliken diese Chance genutzt und sich für unabhängige Nationalstaaten entschieden. Die Mitglieder des Warschauer Pakts haben sämtlich das Weite gesucht, einige von ihnen haben sogar umgehend die Seiten gewechselt und sich seither prächtig entwickelt. Zweifellos ihr gutes Recht und insgesamt nach den jeweiligen Erfahrungen mit dem „großen Bruder“ mehr als verständlich. – Der Erfolg der Staatsbildungen in manchen postsowjetischen Nachfolgestaaten, insbesondere an der südrussischen Peripherie, ist ein anderes Thema.

    Das alles mögen die Russen nun als “Trauma” erleben und – wie Putin – den Untergang der SU als größte Tragödie des Jahrhunderts beklagen. Aber weggenommen hat niemand Russland etwas, schon gar nicht widerrechtlich. Es haben sich Nachbarn aus bestimmten Gründen und aus eigenem Antrieb von Russland abgewendet, um über ihr Schicksal zukünftig selbst zu entscheiden. Traumatisch sind solche und andere Ereignisse immer nur dann, wenn man innerlich nicht darauf vorbereitet ist, oder wenn man psychologisch nicht bereit oder in der Lage ist, sich ihnen in ihrer nackten Faktizität und/oder den mit ihren für das eigene Ego mitunter unbequemen Fragen zu stellen. Dies ist im postsowjetischen Russland – dem politischen Russland – nicht nur in Bezug auf den „Verlust“ des Imperiums leider in ganz erheblichem Maße der Fall.

    Das politische Russland hat sich bislang so gut wie gar nicht ernsthaft mit den großenteils hausgemachten Gründen dieser Entwicklungen auseinandergesetzt – ebenso wenig wie mit den problematischen Aspekten seiner sowjetischen Vergangenheit insgesamt. Zu dramatisch wären die Folgen für das nationale Selbstbild und die Konsequenzen, die daraus politisch zu ziehen wären. Man könnte auch sagen: ein großer Teil der Gesellschaft ist offenbar (noch) nicht bereit für diese Auseinandersetzung. Wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass das Nachkriegsdeutschland die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des N.azis-Regimes auch erst von außen aufgezwungen bekam. Aber immerhin. Sie wurde begonnen und gewann peu à peu an Tiefe und Ernsthaftigkeit. Und sie zog Erschütterungen nach sich, die unsere politische Kultur (zum Glück) nachhaltig verändert haben.

    Alles dies steht in Russland im Grunde noch aus. Zwar haben einige aufrechte Kämpfer (so etwa die Gesellschaft “Memorial”) schon seit Ende der 1980er Jahre wertvolle Arbeit zur Wahrung des Gedenkens etwa an die Opfer des Stalinismus geleistet. Es gibt eine russische Opposition, die ungeachtet massiver Drohungen und Sanktionen standhaft auf die Straße geht, unter anderem für ein friedliches Miteinander von Russen und Ukrainern in einem freien Europa. Doch diese engagierten Bürger mit ihrem Einsatz für Recht und Aussöhnung werden vom derzeitigen Regime nach Strich und Faden stigmatisiert, als Feinde Russlands diffamiert und unter fadenscheinigen Vorwänden in ihrer Arbeit behindert. Sie werden als “Agenten des Westens” angeschwärzt (ähnlich wie übrigens die Demonstranten auf dem Majdan), weil sie ein anderes als das momentane Russland wollen: Ein Russland, das sich seiner Vergangenheit stellt. Das aus seinen historischen Fehlern und Verbrechen lernt, das mit seinen Nachbarn in Frieden lebt und das die Wunden und das unsägliche Leid, das in 70 Jahren Sowjetherrschaft erzeugt wurde, heilen möchte.

    Dies geht leider nur, indem man sich diesem Leid – in all seiner Brutalität – und nicht zuletzt dem eigenen Anteil daran stellt. Die Regierung Putin tut seit nunmehr 14 Jahren genau das Gegenteil. Nun, bei einem ehemaligen KGB-Offizier ist das eigentlich auch nicht weiter verwunderlich. Umso verwunderlicher sind manche Reaktionen auf Putins Krim-Annexion, auch aus Kreisen der AfD.

    Ganz ehrlich, was sagen wir eigentlich aus, wenn wir Russland bzw. gewissen politischen Wortführern desselben – das “Recht” zubilligen, traumatisiert zu sein – oder genauer gesagt, seine Politik gegenüber den eigenen Bürgern und vor allem jenen der Nachbarstaaten durch die eigene “Traumatisiertheit” bestimmen zu lassen? Wir räumen ihm damit das Recht ein, wegzuschauen, das Recht, das Recht nicht zu beachten, und im übrigen auch das Recht, sich seiner Vergangenheit NICHT zu stellen – was in der Regel bedeutet, vergangene Fehler in der einen oder anderen Form zu wiederholen. Wir räumen ihm also quasi das Recht ein, politisch nicht erwachsen zu werden, das Recht, sich (psychologisch gesprochen) gleichsam wie ein Dreijähriger zu benehmen und sich nur vom eigenen Willen treiben zu lassen (“was kostet die Welt?!”), anstatt die Konsequenzen des eigenen Handelns für die Um- und Mitwelt mit zu bedenken.

    Ganz ehrlich, wollen wir das?

    Sicherlich, es steht uns (Deutschen) nicht unbedingt zu, hier als Lehrmeister aufzutreten. Aber soviel sollten wir immerhin aus unserer eigenen Geschichte gelernt haben: die wirklich wichtigen Lernprozesse – das gilt individuell genauso wie für eine Gesellschaft – sind selten schmerzfrei. Und sie gehen selten vonstatten, ohne dass man die eigene Identität auch einmal ernsthaft hinterfragt oder von Dritten in Frage stellen lässt.

    In puncto Trauma stünde es dem politischen Russland beispielsweise gut zu Gesicht, neben dem durch den Verlust des Großreiches Sowjetunion (das bekanntlich – nach innen wie außen – nur durch Gewalt zusammen gehalten wurde) traumatisierten nationalen “Ego” auch einmal die wirklichen, durch schier unfaßbare Gewalt verursachten Traumata zur Kenntnis zu nehmen, die mehr oder weniger die gesamte Gesellschaft dieses Landes durchziehen. Kaum eine Familie hat in der Stalinzeit keinen Angehörigen an den sinnlosen Terror eines offenbar paranoiden und in seinem Stolz gekränkten Staatsführers verloren. Gerade in der Ukraine starben über drei Millionen Menschen im Zuge einer von Stalin offenbar jedenfalls aktiv nicht verhinderten Hungersnot (dem Holodomor). Kaum ein Bürger hat vor – aber auch nach dem Ende der SU – noch nicht die Willkür der herrschenden Bürokratie und ihrer korrupten Helfershelfer am eigenen Leib erlebt. Kaum einer glaubt, dass das Recht im Putinschen Russland über der Politik steht.

    Von einer ernsthaften Adressierung dieser Probleme ist bei Putin, der doch angeblich sein Land modernisieren und demokratisieren will, allerdings leider weit und breit keine Spur erkennbar.

    Ganz ehrlich, sehen all die heutigen Putin-Versteher das nicht? Wollen sie es nicht sehen? Oder gehen sie gar dem geschickt in Szene gesetzten Machotum von Wladimir Wladimirowitsch (“männliche Härte ist s.exy!”) auf den Leim?

    Auch wenn 60% der Krim-Bewohner sich als Russen sehen, und auch wenn der Chruschtschowsche Schenkungsakt von 1954 (in wie üblich wohl nicht ganz nüchternem Zustand) tatsächlich eher als Farce zu bezeichnen ist: Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie gewisse Facetten der aktuellen Putin-Versteheritis mit unseren Grundsätzen der Achtung vor Recht, der Freiheit des Einzelnen und der Menschenwürde, zusammengehen sollen.

    Seien wir bitte nicht naiv! Die Psychologie eines Wladimir Putin ist [ ... ] genauso schädlich wie das Geschäftsgebaren von Goldman Sachs und Konsorten. Zumindest ersteres scheint unsere Frau Bundeskanzlerin zum Glück verstanden zu haben.

  7. #486
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    ... ist die bisher harmloseste Unwahrheit in Deinem eingeimpften Weltbild ...
    Ich will jetzt kein Öl ins Feuer gießen, denn ich bin mit meinem
    antiamerikanischen Weltbild hier schon genug angeeckt, aber
    @ccc, über Luther in dieser Hinsicht solltest Du erst mal Googeln!

  8. #487
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    ... Hat ja wohl noch jeder das Recht eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu vertreten.....
    Gegen Meinungen ist nichts einzuwenden.
    Gegen üble Pauschalisierungen schon.
    Und das letzte was man diesem Forum vorhalten kann, ist sicher die Nichtakzeptanz verschiedener Meinungen.

    Für Juden Bashing gibt es hinreichend Plattformen im Netz, dieses Forum hier muss nicht auch noch eine dafür werden.

  9. #488
    Avatar von Ban Bagau

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    Zitat Zitat von Hermann2 Beitrag anzeigen
    So leicht läßt sich also die Humangenetik erklären:

    jüdisch klingender Name (Spielberg, Zuckerberg usw.) - ergo ewiger Jude, selbst wenn in der x-ten Generation nicht mehr in Israel lebend!

    polnisch klingender Name (Podolski, Tillkowski usw.) - ergo ewiger Pole,.......

    .usw. usw
    Das war jetzt im Bezug auf "Roehl" wohl kein Argument.

  10. #489
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von Ban Bagau Beitrag anzeigen
    Das war jetzt im Bezug auf "Roehl" wohl kein Argument.
    Mag sein, wird aber von den üblichen Judenhassern so gehandhabt!

  11. #490
    Avatar von Pee Niko

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    [...] Juden Bashing [...]
    Der von mir sehr gern gelesene und leider schon verstorbene israelische Schriftsteller Ephraim Kishon hat in seinen Satiren immer wieder auf das heimliche Welt-Geschick-Lenken der "Auslandsjuden" angespielt, insbesondere auf die der amerikanischen Geld-Dynastien.

    Vielleicht sollte man ihn post mortem im Sinne des pc verklagen.

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