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Ukraine - Ereignisse, Analysen

Erstellt von hueher, 22.02.2014, 08:23 Uhr · 2.307 Antworten · 120.228 Aufrufe

  1. #1941
    Avatar von Loso

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    Bei aller Abneigung gegen die weltweite Destabilisierungs-Politik der USA: Wenn die US-Armee nicht in Europa wäre, es gäbe keine NATO und die Europäer hätten genauso abgerüstet, dann sähe die (Militär-)Politik Russlands mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anders aus, und würde sich nicht auf die Ukraine beschränken. Ich sehe angesichts der Dummheit der ukrainischen Politik zwar keine allzu grosse Verantwortung Europas für die Zukunft der Ukraine, man sollte aber auch nicht so tun, als wenn das Vorgehen Russlands etwas wäre, was ausserhalb jeder Kritik stünde und mit dem Völkerrecht vereinbar ist. Man müsste Kiev einfach klar machen, dass man ohne eine Autonomie der ostukrainischen Bezirke nach Volksabstimmungen keinen Hilfe mehr geben würde. Für mich bedingt das Verhalten der einen Seite das der anderen, eine Rechtfertigung sehe ich darin nicht, eher eine Relativierung.

  2.  
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  3. #1942
    Avatar von joachimroehl

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    Da bist Du ja fast auf Putins Wellenlänge .. der fordert die Beseitigung der unipolaren Welt, in der nur 1ner bestimmt und alle anderen haben zu springen. In den Achtzigern lief das unter dem Begriff Gleichgewicht des Schreckens und wenn ich heute deutschlandweit so rum höre, konnten viele mit dem seinerzeitigen Pattverhältnis ganz gut leben.

    Das ganze Problem ist aus meiner Sicht russisch! hausgemacht; ein Gorbatschow hat blind dem Westen vertraut und den Fuchs in den Hühnerstall gelassen. Nachfolger Jelzin dagegen sein ganzes Land mit Bodenschätzen verscherbelt. Hinzu kam, dass der Westen Russland ganz "afrikanisch" behandelt hat nach der Devise Bodenschätze raus - nichts aufbauen - wir liefern alles frei Haus. All diese Fehler muss Russland jetzt mittelfristig korrigieren.

    Fazit: wie von Matthias Platzek gut beschrieben, will und braucht der Russe keinesfalls mehr Land, sondern mehr wirtschaftliche Effizienz in seinem Land. Dabei kann ihm der Westen inklusive der Amerikaner mit beiderseits besten Geschäfte langfristig helfen. Die Versuchung für die Amerikaner bleibt groß die enorm höheren Renditen aus Rüstungsgeschäften und Krieg dem friedlichem Handel vorzuziehen. Von der Clique um Kriegsnobelpreisträger Obama erwarte ich da aktuell jedenfalls nichts.

  4. #1943
    Avatar von Hermann2

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    Heute ZDF 22:15 maybrit illner

    Putins Machthunger - Wie weit wird Moskau gehen?



    Bestimmt besser und interessanter: ARD 22,45 Uhr Dieter Nuhr Nuhr mit Respekt!

  5. #1944
    Avatar von Chris67

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    Zitat Zitat von joachimroehl[...
    Das ganze Problem ist aus meiner Sicht russisch! hausgemacht; ein Gorbatschow hat blind dem Westen vertraut und den Fuchs in den Hühnerstall gelassen. Nachfolger Jelzin dagegen sein ganzes Land mit Bodenschätzen verscherbelt. Hinzu kam, dass der Westen Russland ganz "afrikanisch" behandelt hat nach der Devise Bodenschätze raus - nichts aufbauen - wir liefern alles frei Haus. All diese Fehler muss Russland jetzt mittelfristig korrigieren.[...]
    Also ist der Westen schuld, dass Russland seine Bodenschätze verscherbelt hat und sich nicht um den Aufbau einer weiterverarbeitenden Industrie gekümmert hat? Ist Russland nicht souverän und für seine politik selbst verantwortlich? Werden die am Ende auch noch heimlich von den USA regiert? Oder sogar von Israel?

  6. #1945
    Avatar von joachimroehl

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    Wenn man Schaum vorm Mund hat, soll man gelegentlich schlechter lesen könne.. es steht geschrieben russisch! hausgemacht mit einem fetten Ausrufezeichen dahinter. Da wir in der ARD Woche der Toleranz sind, dies sollte selbst ein nicht biologisch Deutscher verstehen können ..

    Im übrigen seit dem von dem USA mit 5 Milliarden Dollar finanzierten Ukraineputsch fängt Russland endlich an die Sprache zu sprechen, welche die Yanks verstehen, sprich strategische Bomber an deren Außengrenzen, klare Ansagen an die Gallionsfigur und wenn man sich durchreißen könnte im Winter Gas und Öl zu sanktionieren, würden die energiesensiblen und überhitzten Westeuropäer sicher ganz schnell zur Einsicht gelangen.

    PS: das ich selbst meinen Berliner Sitz schon im September 2001 nach der "Falsche Flagge Aktion" vorsorglich mit Bullerofen, Kohlen und Feuerholz für mindestens einen Winter aufgerüstet habe, weißt Du ja schon.

  7. #1946
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen

    ...............und wenn man sich durchreißen könnte im Winter Gas und Öl zu sanktionieren, würden die energiesensiblen und überhitzten Westeuropäer sicher ganz schnell zur Einsicht gelangen.
    Eigentlich hatte ich es schon geschrieben, aber du ignorierst diese Fakten penetrant!

    Putin und seine Oligarchen-Kollegen werden sich hüten, auch nur den Eindruck eines Energie-Boykottes zu erwecken!
    Du hast doch sicher mitbekommen, daß auch bei uns Fracking langsam ankommt! Fracking: Industrie freut sich über Gesetz zur Gasförderung - SPIEGEL ONLINE
    Bis dahin gibt es auch derzeit schon genügend Alternativen, zwar etwas teurer, aber bei einem Boykott würde der Preis sowieso nach oben gehen! (Auch die USA würden sich darüber freuen!)
    Mit der Fracking-Förderung könnten wir etwa 10 Jahre kpl. auf russ. Gas verzichten und Rußland wäre endgültig pleite, denn die gepl. Lieferungen an China ab 2018 wurden zu Preisen unter den Selbstkosten abgeschlossen!!

    Außerdem bin ich überzeugt, daß allein der enorme Kostendruck der gebauten Pipelines schon zu aller Parteien Vernunft beitragen wird

  8. #1947
    Avatar von Pee Niko

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    Zitat Zitat von Hermann2 Beitrag anzeigen
    [...]
    Mit der Fracking-Förderung könnten wir etwa 10 Jahre kpl. auf russ. Gas verzichten [...]
    Allerdings mit dem kleinen Nachteil, dass Deutschland dann zu den erdbebengefährdeten Gebieten gehört und wir unsere Lebensmittel aufgrund unserer verseuchter Böden aus Thailand importieren.

  9. #1948
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von Pee Niko Beitrag anzeigen
    Allerdings mit dem kleinen Nachteil, dass Deutschland dann zu den erdbebengefährdeten Gebieten gehört und wir unsere Lebensmittel aufgrund unserer verseuchter Böden aus Thailand importieren.
    Wie die Erfahrung zeigt (sh. die vielfältigen Umweltprobleme) ist den (meisten) Deutschen aber der warme Ofen wichtiger als was von den "Umwelt-Spinnern" geweissagt wird!
    Und die Energiewirtschaft wird genügend "Beweise" für die Ungefährlichkeit vorlegen!
    Und die Politiker denken sowieso nur in Wahlperioden-Zeiträumen und Pfründen für die Zeit danach!

  10. #1949
    Avatar von Loso

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    Hier im nördlichen Ruhrgebiet war vor wenigen Tagen tatsächlich ein kleines Erdbeben, das ich im Westen vom Revier sogar wahrgenommen habe, jedenfalls kam die Zeit hin als ich es zwei Tage später las. Für Bergbau-Beben war das mit angeblich ca. 3 auf der Richter-Skala ungewöhnlich stark. Ob Fracking so etwas wird verursachen können, weiß ich allerdings nicht. Das soll ja dem Vernehmen nach mit dem Injizieren eines Chemie-Cocktails unter hohem Druck erfolgen.

  11. #1950
    Avatar von joachimroehl

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    gesetzesentwurf.jpg

    Hermann, Deine Beiträge zeigen auf, dass Du zuhören kannst, aber denke doch auch mal ein bisschen weiter ... erst vor wenigen Stunden und unter Abwägung der aktuellen Pattsituation mit der RF, hat unsere Regierung einen klaren Gesetzentwurf zur möglichen Einführung dieser amerikanischen, ich nenne es "Umweltbarbarei" beschlossen. Kann mir nicht vorstellen, dass ein vernünftiger Politiker seine Natur opfert (und auch seine Wiederwahl riskiert..) nur um wild gewordenen Ukrainern und ihren Hintermännern in Übersee helfend unter die Arme zu greifen.

    Wenn Du wissen willst, welche Schäden politisch kurzfristige Entscheidungen anrichten, fahre mal in das Industriedreieck von Halle-Leipzig-Bitterfeld vormals DDR oder begib Dich auf die Höhen des Erzgebirges, wenn der Südostwind dreckige Luft aus Böhmen rüber wehen lässt ..

    Quelle: Fracking in Deutschland: Keine Chance für Schiefergas - Wirtschaft - Süddeutsche.de

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