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Ukraine - Ereignisse, Analysen

Erstellt von hueher, 22.02.2014, 08:23 Uhr · 2.306 Antworten · 102.796 Aufrufe

  1. #1531
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von chrissibaer Beitrag anzeigen
    Von Baerchen zu Baerchen:

    Es ging darum, wie Kräfte aus Russland versuchen, Europa zu überrollen.

    Nichts für Ungut, mit Thailand hat das rein gar nichts zu tun.
    Das hatte ich auch gar nicht vermutet.
    Mein Fehler war wohl, dass ich mein Augenmerk auf Rechtstaatlichkeit legte.

    Ich möchte mich doch für meinen Fehler entschuldigen.

  2.  
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  3. #1532
    Avatar von DisainaM

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    nun wissen wir, was kommt.
    Deutschland läuft nicht mehr dem russischen Gas hinterher,
    solle die Russen sich ihre Abnehmer in China suchen.

    Der Preis für die Absage ist hoch,
    Deutschland und die EU verabschieden sich vom Kyoto Protokoll,
    und geben ihren Wiederstand gegen das umweltschädliche kanadische Schweröl auf.

    Schädliches Öl - Plusminus - ARD | Das Erste

  4. #1533
    Avatar von strike

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    Die Einschätzung eines Presseorgans aus einem neutralen Land.

    ....
    ....
    Russland leugnet, was eigentlich nicht mehr zu leugnen ist. «Es wird keine militärische Einmischung (in der Ukraine) geben», wiederholte der russische Aussenminister Sergei Lawrow am Montag sein Mantra bei einem Auftritt an der Moskauer Diplomatenschmiede MGIMO. Unabhängige russische Medien haben jedoch bereits einen Berg von Fakten zusammengetragen, an dem die Propagandalüge im Grunde zerschellen müsste.

    Der russische Fernsehsender Doschd hat eine eigene Website mit dem Titel «Unsere Soldaten» aufgeschaltet, um die Namen der in der Ostukraine gefallenen, gefangengenommenen oder vermissten russischen Soldaten aufzulisten. Die bis anhin aufgeführten Soldaten gehören sieben verschiedenen Kampfverbänden an. Auch dies deutet darauf hin, dass die russische Armee mit beachtlichen Kräften in der Ostukraine agiert.

    ...
    ...

    Daraus geht hervor, dass eine ganze Kompanie mit bis zu 140 Soldaten am 16. August die ukrainische Grenze überquerte. Eine zweite und eine dritte Kompanie sollten kurz darauf folgen.

    Bis rund 80 Kilometer drang die russische Kompanie offenbar leicht vor. «Wen wir gesehen haben, legten wir um.» Bei Heorhiiwka südlich von Luhansk wurde die russische Kompanie allerdings am 20. August von ukrainischen Truppen umzingelt und heftig beschossen. Die russischen Soldaten verloren die Orientierung in den Sonnenblumenfeldern, auch weil offenbar der Funkkontakt ausgefallen war. Es gebe amerikanische Brigaden, die den Funkverkehr störten. «Sie machen sofort alles stumm.»

    Laut den aufgezeichneten Gesprächen wurde die russische Kompanie in einem äusserst blutigen Kampf praktisch vollständig zerstört: «Nur zehn von uns haben überlebt.» Offenbar führten die Russen auch eine stattliche Zahl von Panzern mit. Nach dem verlorenen Gefecht blieben ihnen «nur noch zwei oder drei Panzer» übrig.
    ...
    ...
    Wie viele russische Soldaten bis jetzt in der Ukraine gefallen sind, lässt sich nur schätzen. Die Geschichte von Anton Tumanow lässt jedoch erahnen, dass es bereits viele hundert sein könnten. Tumanow stammt aus der Kleinstadt Kosmodemjansk an der Wolga – rund 600 Kilometer östlich von Moskau. Weil er in der russischen Provinz keine Arbeit fand, entschied er sich 2012 für eine Karriere als Berufssoldat. Am 20. August erhielt seine Mutter ihren toten Sohn in einem Sarg zurück. Am 10. August hatte Anton zuletzt mit ihr telefoniert: «Mama, sie schicken uns nach Donezk.» Die Mutter verstand die Welt nicht mehr: «Wohin? Dort ist Krieg. Da können sie euch nicht hinschicken!» – «Das denkst du, Mama», antwortete Anton.

    Mit 1200 Mann über die Grenze

    Anton habe die ukrainische Grenze mit insgesamt 1200 anderen Soldaten am 12. August überschritten, berichtetet die unabhängige «Nowaja Gaseta». Vorher mussten sie ihre Mobiltelefone und Personalausweise abgeben. Auch ihre offiziellen Uniformen mussten sie ausziehen, um in die Rolle prorussischer Separatisten zu schlüpfen. Wer nicht mitgehen wollte, der wurde von den Vorgesetzten unter Druck gesetzt.
    ...
    ...
    Russlands totgeschwiegener Krieg: «Nur zehn Soldaten haben überlebt» NZZ.ch

    Hauptsache wir können weiter "guten" und "schlechten" Grössenwahn auf Kosten der einfachen Menschen differenzieren ....

  5. #1534
    Avatar von Loso

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    Sehr guter Artikel der NZZ, es zweifelt ja auch kaum noch ein vernünftiger Mensch am Mitwirken regulärer russischer Truppen.
    Allerdings könnte man dem Text nach auch vom amerikanischen totgeschwiegenen Krieg reden, wegen den CIA-finanzierten Academi Leuten, ich glaube so ca. 1000. Ich nenne sie eigentlich lieber bei ihrem alten Namen Blackwater.

  6. #1535
    Avatar von funnygirlx

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    Zitat Zitat von funnygirlx Beitrag anzeigen
    das wird erstmal nicht dauerhaft sein...aber nebenbei es gibt 2 seiten der medallie, nicht nur die westliche sicht. wir gut -der boese.
    du solltest nicht vergessen , 1990 was gesagt wurde und was spaeter geschah (sachen nato ost erweiterung)
    hier gibt es nur ruhe - wenn ostukraine foederale rechte bekommt, und im mindestfall die ostokruaine ab einem besteimmten laengengrad , vertraglich vereinbart das dort nie truppen staioniert werden...und wenn mgl die urkaine per vertrag der nato nie aufgenommen wird.
    desweiteren weitgehende freihandelsabkommen mit russland was den osten betrifft ( zb motor sich - auch ein hauptgrund des grossen interesse putins)
    putin laesst sich nicht wie seine vorgaenger mit leeren worten abspeisen , dafuer hat er heute zuviel macht und rueckhalt in der russichen bevoelkerung.

    also so einfach ist das ganze mal nicht
    so und seit heute liegt auch die forderung der russichen foederation ganz klar auf dem tisch.

    DIE NATO MOECHTE RUSSLAND EIN VETO GEBEN ( WAS DEN EINTRITT DER UKRAINE IN DIE NATO VERBLINDLCIH AUSSCHLIESST )
    (headline in CNBC/Bllomberg)

    http://www.bloomberg.com/news/2014-0...o-assured.html

    so da haben wir es, der waffenstillstand gilt solange bis dieses dokument/vetorecht ausgearbeitet ist, und die nato positiv antwortet. ggf noch kleiner verhandlungsspielraum ( wie ein best laengengrad oder so,sicherheitsgarantien,foederale rep.) aber mehr ist nicht drinnen.

    wenn die Nato und der westen es ernst meint, muss der westen jetzt darauf positiv reagieren. Ich habe jetzt schon meine zweifel ,das die nato auf das ansehen russlands positiv reagiert. mit versprechen und blabla laesst sich puttin nicht wie seine vorgaenger abspeisen.

    ich stelle mir immer vor was wuerde denn die nato machen,wenn die russen ,jetzt cuba und mexico als mitglied der ru.foed. aufnehmen und dort in naher zusatnd waffensysteme installieren wuerden,wie wuerde da nur die nato reagieren...........

    also was bisher nur meine vermutung war, ist seit heute realitaet.

    und was tut der demokratische westen.....??????

  7. #1536
    Avatar von Dieter1

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    Russland ein Entscheidungsrecht ueber die aussenpolitische Orientierung der Ukraine einzuraeumen bedeutet nichts anderes als die Tatsache zu ignorieren, dass die Ukraine ein soeveraener Staat ist.

    Das Ende der Ukraine als selbststaendigem Staat zu fordern kann ausser Putin kaum jemand als Kompromiss betrachten.

  8. #1537
    Avatar von joachimroehl

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    Wer wie die Amerikaner mit den Russen Krieg will, weil er deren sibirische Bodenschätze braucht, wird jetzt die abgenutzten Worthülsen Dämokradtie und Fraihoid einwerfen. Die Rechte der nationalistischen Putschregierung in Kiew stehen aber hinter einem dauerhaften Frieden in Europa. Folglich dürfte es wie in Korea oder Kuba zu einem Kompromiss kommen. Andernfalls riskiert Washington diesmal sogar sich selbst.

  9. #1538
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Wer wie die Amerikaner mit den Russen Krieg will, weil er deren sibirische Bodenschätze braucht ....
    Einen Krieg, in dem jeder nur Verlierer sein kann - was die Amis wissen?
    Für mich ein schwaches Argument.

    Beide Seiten wollen ihre Wirtschaftskraft stärken bzw. sichern.
    Aber ganz sicher nicht um einen Atomkrieg.
    Da gibt es dann nämlich niemanden mehr, dem man irgendwelche Produkte verkaufen kann.

    Selbst Versicherungen dürften dann wegen des "aussergewöhnlichen Ereignisses bzw. höhere Gewalt" an die paar möglicherweise Überlebenden nicht mehr ausgezahlt werden ;)

  10. #1539
    Avatar von Loso

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    Putin hat jedenfalls offensichtlich keine langfristige Strategie, ausser das er ein Interesse am Köcheln des Konflikts hat. Hinzu kommen die gewaltigen Schwierigkeiten, von der Ukraine abgeschnittene Gebiete zu versorgen. Bei der Krim zeigt sich das beim Transport, der Strom- und Wasserversorgung (abgeschnittner Krim-Wasserkanal vom Djnepr). Ebenso dürften die Gasleitungen nach Donesk quer durch andere Provinzen gehen. Die Versorgung des prorussichen Transnistriens (Moldawien) ist als Binnenland eh hochgradig gefährdet.

    Putin hat immer zwischen Nationalisten und Liberalen laviert (Ministerpräsident Medwedew), im Ukraine-Konflikt scheinen die Liberalen mundtot gemacht. Wenn es Putin nicht gelingt, diesen im Moskauer Machtgefüge wieder Stimme zu verschaffen, wird die Isolierung Russlands ein unausweichliches wirtschaftliches Desaster, wovon sie sich nie wieder erholen werden. Ich fürchte, Putin hat nicht die Macht dazu.

    Wie schon bei den Jugoslawien-Kriegen spült ein Bürgerkrieg politische Extremisten und radikale Spinner nach oben, die eine friedliche Mehrheit der Bevölkerung für ihre abstrusen Ziele in Geiselhaft nimmt. Nimmt die Gegenseite (damals ultranationalistische Serben, hier faschistische Ukrainer mit der Sanktionsspirale des Westens) den Ball auf, nimmt die Katastrophe seinen Lauf, und die Vernünftigen, Friedlichen die einfach nur frei in (welchem Staat auch immer) leben wollen, haben keine Chance mehr.

    Die folgende Seite gibt einen guten Einblick in die personellen Strukturen der Separatisten, wo Nicht-Ukrainer die Macht übernommen haben:
    Separatisten in der Ostukraine ? die Geister, die wir riefen.|.NachDenkSeiten ? Die kritische Website
    Ich bezweifel allerdings die Aussage darin, dass Putin angesichts der Waffenlieferungen wenig Einfluss auf die hat. Jedenfalls sollte man nicht die Augen davor verschliessen, was das für Leute sind, egal ob die Amis hier einen Wirtschaftskrieg führen, sich Faschisten in Kiev an die Macht geputscht haben und Russland legitime Interessen dort hat.

    Die Frage der Gasversorgung (DisM) ist aus deutscher Sicht zwar zentral, kann aber aber angesichts der noch grösseren Abhängigkeit der osteuropäischen EU-Länder nicht isoliert betrachtet werden. Egal wie unabhängig sich Deutschland machen kann, da wird immer eine Solidarität eingefordert werden, was die 35%-Denke hinfällig macht. Ob der abschaltbare Teile der Gasverbraucher durch Öl (z.B. in Kraftwerken) ausreicht, wage ich zu bezweifeln. In EU-Osteuropa sicher nicht. Eine zunehmende Abhängigkeit von französichem oder tcheschischen Atomstrom ist für Deutschland aber sehr wahrscheinlich, wenn man neben Atom, Kohle (neue Kraftwerke nicht mehr genehmigungsfähig, siehe Datteln) auch Gasverstromung einschränkt, und stattdessen temporär bei Überproduktion von Biostrom (den ich trotz der falschen Umsetzung grundsätzlich für alternativlos halte) diesen ins Ausland verschenkt.

  11. #1540
    Avatar von joachimroehl

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    Ansprache von Zacharchenko an ukrainische Gefangene mit deutschen Untertiteln

    @strike, das ist eine einfache Kosten-Nutzen Rechnung, die schon 1939 aufgemacht wurde, als es nur um die Ziellinie Archangelsk-Astrachan im Generalplan Ost ging. Wer aber die Bodenschätze Sibiriens einstreichen will und mit Säufer Jelzin und den aus dem Boden geschossenen Oligarchen Abramowitsch, Beresowski, Chordokowski ff. kurz davor war, wird alles tun, ich sage alles, um sein Ziel zu erreichen.

    Warum keinen begrenzten Einsatz von Kernwaffen? inzwischen leben selbst in Hiroshima und Nagasaki wieder Menschen und das seinerzeitige Kriegsziel wurde wirkungsvoll erfüllt. Der Bürgerkrieg der jüdisch-ukrainischen Oligarchen Poroschenko und Kolomojskij um die Ressourcen in der Ostukraine ist dagegen nur ein kleines Vorspiel.

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