Seite 146 von 231 ErsteErste ... 4696136144145146147148156196 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1.451 bis 1.460 von 2308

Ukraine - Ereignisse, Analysen

Erstellt von hueher, 22.02.2014, 08:23 Uhr · 2.307 Antworten · 120.349 Aufrufe

  1. #1451
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    ......
    Den Kokolorus den du mal wieder von dir gegeben hast, kann man getrosst in die Muelltonne kippen. Aehnlich wie deine Einlassungen 2008 in denen du prophezeit hast, dass im Winter in D ein Aufstand ausbrechen wird, weil die verarmte Bevoelkerung sich erheben wird,

  2.  
    Anzeige
  3. #1452
    Avatar von Dieter1

    Registriert seit
    10.08.2004
    Beiträge
    32.001
    Zitat Zitat von woody Beitrag anzeigen
    Ich frage mich inzwischen, wie bloed muss man als Europaer eigentlich sein, um der Erweiterung des Einflussbereich der Amis zuzustimmen?
    Nicht mal halb so bloed wie man sein muss, um eine Erweiterung des Einflussbereiches von Russland zu begruessen.

  4. #1453
    Avatar von peter1

    Registriert seit
    13.08.2013
    Beiträge
    3.278
    Moin, moin

    dann wage ich einmal eine Prognose : seit 2008 ist bekannt die Ukraine kann nach eigenem Gutduenken der Nato beitreten ( Beschluss Gipfel Bukarest),
    wenn es denn dann Anfang 2015 tatsaechlich dqzu kaeme, duerfte eini Buendnisfall schneller kommen als sich mancher vorstellen mag.
    Uebrdies waeren noch die starken russschen Minderheiten in Estland,Litauen sowie Lettland anzumerken , neben der russischen Millionen-Enklave in Polen.

    MfG
    peter1

  5. #1454
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Nicht mal halb so bloed wie man sein muss, um eine Erweiterung des Einflussbereiches von Russland zu begruessen.
    @Dieter, seit wann gehoert denn die Ukraine nicht mehr zum Einflussbereich Russlands? Und was haben die Amis dort zu suchen?

  6. #1455
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.841
    @ woody,
    ohne das damalige Zitat in seinem Kontext kann ich dazu nichts sagen.
    Was Putin angeht;

    Allgemeinwissen aus der Politikwissenschaft,
    das ein Wechsel einer diktatorischen Regierung entweder von aussen, durch Revolution oder Kriegsniederlage,
    oder von Innen, durch Putsch.

    Das ein Putscher selber später gesputscht wird, ist die dauernde Realität in Afrika.

    Braucht Putin die Ost Ukraine - Nein.
    Braucht Putin die Ost Ukraine jetzt, um die Nationalisten zu bedienen - Ja.

    Warum kein sofortiger Einmarsch in der Ost Ukraine, um vollendete Tatsachen zu schaffen - es war nie sein Plan.
    Wen schädigt das jetzige Kriegsgeplänkel über Monate - ihm selbst.

    Was liegt näher, als davon auszugehen, dass es von Putins Seiten eben kein Taktieren gab, sondern er selber nur Zuschauer ist,
    wieviel russische Soldaten mit welchem Gerät, den Weg in die Ost Ukraine finden, und was die da rumspielen ?

    Was da passiert, hat mit strategischer Politik nichts zu tun.

  7. #1456
    KKC
    Avatar von KKC

    Registriert seit
    11.12.2006
    Beiträge
    10.669
    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    @ woody,
    ohne das damalige Zitat in seinem Kontext kann ich dazu nichts sagen.
    Was Putin angeht;

    Allgemeinwissen aus der Politikwissenschaft,
    das ein Wechsel einer diktatorischen Regierung entweder von aussen, durch Revolution oder Kriegsniederlage,
    oder von Innen, durch Putsch.

    Das ein Putscher selber später gesputscht wird, ist die dauernde Realität in Afrika.

    Braucht Putin die Ost Ukraine - Nein.
    Braucht Putin die Ost Ukraine jetzt, um die Nationalisten zu bedienen - Ja.

    Warum kein sofortiger Einmarsch in der Ost Ukraine, um vollendete Tatsachen zu schaffen - es war nie sein Plan.
    Wen schädigt das jetzige Kriegsgeplänkel über Monate - ihm selbst.

    Was liegt näher, als davon auszugehen, dass es von Putins Seiten eben kein Taktieren gab, sondern er selber nur Zuschauer ist,
    wieviel russische Soldaten mit welchem Gerät, den Weg in die Ost Ukraine finden, und was die da rumspielen ?

    Was da passiert, hat mit strategischer Politik nichts zu tun.
    Und was Du schreibt hat mit der Realität nix zu tun.

    Ich frage mich warum die Amis bei der (beabsichtigten) Stationierung von sov. Raketen auf Kuba bis zum Rande des Atomkrieges gegangen sind.

    Die beabsichtigte Errichtung von Nato-Stützpunkten an der Grenze zu Russland ist ja auch nix anderes.

  8. #1457
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    ......
    Was da passiert, hat mit strategischer Politik nichts zu tun.
    Kannst du so sehen. Ich sehe es anders.

    Putin versucht wieder wett zu machen, was beim Zusammenbruch der UdSSR von Jelzin u.A. verspielt wurde.

  9. #1458
    Avatar von Loso

    Registriert seit
    14.07.2002
    Beiträge
    6.989
    Zitat Zitat von Hermann2 Beitrag anzeigen
    Und JETZT ist die Ukraine ukrainisch...
    Na, so richtig ja wohl noch nicht. Zwischen Odessa und Charkiv spricht eine Mehrheit von mindestens 60% russisch als Muttersprache, selbst wenn sie sich bei der Nationalität als Ukrainer bezeichnen. Historisch wurde nie ein grosser Unterschied zwischen Russen, Ukrainern und Weissrussen gemacht.
    Das russische Reich war eine Kolonialmacht wie England auch, hatte nur den Vorteil sich geografisch organisch ausbreiten zu können. Die Sowjets haben das zur Ausbreitung des Kommunismus gerne übernommen und waren vielfach durch ihren Bildungs- und Technologie-Transfer gar nicht mal so unbeliebt.
    Russisch war verbindliche Lingua franca und wurde für höhere Bildung und Ämter bevorzugt, die Landessprachen aber nie(!) unterdrückt. Es gab von russischer Seite sogar einen liebevollen Stolz auf die andersartige, kulturelle Vielfallt seiner Völker, als Ausdruck des internationalistischen Kommunismus eben auch ein Teil der Staatsideologie. Rassisismuss kam dann innerhalb der Turkvölker bereits weit vor dem Zusammenbruch der UdSSR auf, so etwa 87/88 gab es vom Westen unbemerkt dann offenen Völkermord zwischen Aseris und Armeniern.

    Nach dem Scheitern des Putsches gegen Jeltzin ist die UdSSR dann völlig kollabiert. Die alten Grenzen entsprachen aber nicht mehr den demographischen Gegebenheiten nach jahrhunderte langer Zugehörigkeit zu Russland. In fast allen Sowjetrepubliken gab es signifikante rein russische Gebiete und Bevölkerungsanteile. Die neuen kleptokratischen Herrscher fuhren zur Ruhigstellung der nationalen Mehrheiten einen antirussichen Kurs, holten nationale Helden aus der Mottenkiste, liessen sich mit saudischer Hilfe ein Islam-Revival verpassen und wurden von amerikanisch-englischen Energiekonzernen korrumpiert.

    Russland kollabierte völlig, liess sich von amerkanischen Beratern einen Privatisierungs-Crash-Kurs verordnen, Renten wurden nicht mehr gezahlt, es gab für weite Teile Hunger und Verzweiflung pur, die Armee viel fast auseinander und hielt sich nur mit illegalen Waffenverkäufen an internationale Waffenschieber über Wasser. Innerhalb seiner Grenzen konnte man mit immenser Anstrengung und Brutalität die Tscheschenen unterdrücken, die eigentlich wie viele andere Kaukasus-Völker hätten dekolonialisiert werden müssen.

    Russland erholte sich langsam und lernte militärisch vor allem aus seinen ersten desaströsen Erfahrungen in Tschechenien, Süd-Ossetien und Abchasien. Die Oligarchen mussten ihre Loyalität zum Staat ausdrücken, statt umgekehrt (ein Wandel, der in der Ukraine noch nicht vollzogen ist). Der Wandel zu einem Staat mit gesicherten Einnahmen, revitalisiertem Vertrauen und Beziehungen in einigen Ex-Republiken und einer modernisierten Armee mit Spezialeinheiten gibt ihnen das Selbstvertrauen, Interessen jenseits ihrer Grenzen einzufordern.

    Sicher gibt es auch Imperialisten in Russland, aber das Trauma des totalen Zusammenbruchs kommt in erster Linie durch die Demütigung von Millionen von Russen, die von heute auf morgen jenseits der Russischen Föderation aufwachten und wie Aussätzige behandelt wurden. Die Ukraine wird als Brudervolk betrachtet und Kiev ist die Wiege Russlands.

    Das sah die ukrainische Bevölkerung mehrheitlich genauso, auch wenn das Unbehagen überwog, evt. zu einem straff autoritären, riesigen Land wie Russland zu gehören. Man wollte zu Europa gehören, ohne die engen Bindungen zu Russland zu verlieren. Das Abkommen mit der EU hat ihnen die Pistole auf die Brust gesetzt, entweder EU oder Russland.

    Dann die massive Unterwanderung des Staatsapparates durch die CIA über NGO´s (der gekaufte Jasenjuk), der "Einfluss" der amerikanischen Wirtschaft, die Rachegelüste der Clinton nach dem Querschiessen der Russen in Syrien ("Russia will pay a price for this!"), das Aneignen der Daten der ukrainischen Staatssicherheit wie seinerzeit handstreichartig die Stasi-Daten, die Liste liesse sich unendlich fortsetzen. Es ist doch ein Witz, wenn die US-Behörden Siemens für das Schmieren eines indischen Beamten zu Rekord-Strafen verdonnert, aber heimische Firmen die halbe Welt korrumpieren.

    Ich weiss nicht, wie die Sache für Russland ausgeht. Vermutlich nicht sonderlich gut. Ich erwarte einfach nur, dass die deutsche Regierung die schwierige Gradwanderung zwischen den Stühlen einigermassen meistert und die kleinen Handlungsspielräume gegenüber dem übermächtigen strategisch-wirtschaftlichen amerikanischen Block (das muss man einfach als gegeben ansehen) nutzt.

    Vor allem aber erwarte ich von den minderintelligenten Nasen hierzulande (90%), dass sie mal ihr Gehirn einschalten und Zusammenhänge sehen, zumindest aufgeschlossen sind. Es gibt nicht nur die bösen Russen oder Amerikaner (z.B. Return of the Evil Empire » CounterPunch: Tells the Facts, Names the Names über die willfährige amerikanische Medienlandschaft), es gibt nicht nur einfache Lösungen, alles ist Propaganda, jede Wortwahl wird zur Manipulation. Auch die Ansichten der Bevölkerung sind unter dem Eindruck der Ereignisse nicht statisch. Die kriegen auch die Feigheit der Separatisten mit, den Abschuss der MH18 zuzugeben, das erbärmliche Blockieren des Hilfskonvois durch die Ukraine (selbst wenn es ein geschickter Schachzug der Russen ist), oder das Verbrennen von Separatisten in Odessa durch Verhinderung von Löschmassnahmen durch die Polizei.

    Wer den halbdiktatorischen Putin kritisiert (vermutlich der einzige, der die Macht der Oligarchen brechen und das Land sich langsam erholen lassen konnte), sollte bitteschön auch nicht über den Massenmörder mit dem netten Lächeln Obama hinwegsehen, der in Lybien und Syrien zwei Staatssysteme aufgelöst hat und in Guantanamo nach wie vor exterritorial foltern lässt. Jeder der bar jeder Vernunft behauptet, Putin könnte militärisch ein Bedrohung auch für andere Länder sein, verfolgt Interessen, möchte Geld für Rüstung locker machen, sich Einfluss sichern etc. Ich möchte nicht wissen, wie viele amerikanische Think-Tanks den durchgeknallten Nato-Rasmussen schon als Redner gebucht haben, das gibt viele Millionen Honorar.

  10. #1459
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.841
    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Und was Du schreibt hat mit der Realität nix zu tun.

    Ich frage mich warum die Amis bei der (beabsichtigten) Stationierung von sov. Raketen auf Kuba bis zum Rande des Atomkrieges gegangen sind.

    Die beabsichtigte Errichtung von Nato-Stützpunkten an der Grenze zu Russland ist ja auch nix anderes.
    Die Kuba Krise 1962, das Star Wars Konzept von Ronald Reagan in den 80ger Jahren, die besetzung Afgahnistans durch die UDSSR,
    all das waren Fogen des Kalten Krieges,
    in der heutigen Realpolitik sieht es so aus,
    wenn Russland sein Gas nicht in den Westen verkauft, muss er sich um weitere Gaslineprojekte nach China kümmern,
    das sind mittelfristige Wege, aber kurzfristig ist die Lieferkapazitäten für den Verkauf nach China begrenzt.
    Die Einnahmen / Ausgaben Politik in Russland bedeutet, dass man gewaltige Anstrengungen zur Stabilisierung der Währung machen muss,
    deswegen auch die Trotzreaktion im Punkte weitere westliche Wirtschaftssanktionen,
    wenn ihr das macht, marschiere ich bis Kiew, - frei nach dem Motto,
    bevor die Währung des Rubel kollabiert, mach ich Euch den 3. Weltkrieg, denn dann ist mir alles egal.

  11. #1460
    Avatar von Dieter1

    Registriert seit
    10.08.2004
    Beiträge
    32.001
    Zitat Zitat von woody Beitrag anzeigen
    @Dieter, seit wann gehoert denn die Ukraine nicht mehr zum Einflussbereich Russlands? Und was haben die Amis dort zu suchen?
    Seit dem Dezember 1991.

    Seither ist die Ukraine ein international anerkannter selbststaendiger Staat und UNO Mitglied.

    Was die Amis dort suchen? Nichts. Ganz einfach.

    Tatsache ist nun mal, dass alle nichtrussischen Nationen aus dem ehemaligen Einflussbereich Russlands seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion aus historischer Erfahrung heraus schnellstmoeglichen Anschluss an westliche Institutionen wie NATO und EU suchen.

    Die Wuensche dieser gebeutelten Nationen kann der Westen nicht einfach ignorieren.

Ähnliche Themen

  1. Analysen der thail. Zeitgeschichte durch Externe
    Von waanjai_2 im Forum Politik und Wirtschaft
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 24.08.13, 14:56
  2. Fußball EM 2012 in Polen/Ukraine
    Von Willi im Forum Sonstiges
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 08.02.10, 19:32
  3. Ereignisse in Bangkok /Thailand
    Von blyes im Forum Thailand News
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 14.04.09, 06:57
  4. Strafen für negative Analysen angedroht.......
    Von waanjai im Forum Thailand News
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 15.08.04, 19:10
  5. Die letzten Ereignisse in Myanmar
    Von MrLuk im Forum Treffpunkt
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 08.05.02, 17:44