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Ukraine - Ereignisse, Analysen

Erstellt von hueher, 22.02.2014, 08:23 Uhr · 2.307 Antworten · 120.203 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von uwalburg

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    Es ist doch gängige Praxix, dass die Großmächte ihre Interessen auch durch militärische Interventionen schützen. Sie Mittelamerika, Karibik etc.
    Das pflichtgemäße Gezeter der freien Presse haben sie allemal überstanden.

  2.  
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  3. #92
    Avatar von Joerg_N

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    Man braucht heutzutage ja nicht mehr unbedingt Waffen,
    die russische Boerse bricht gerade ein und rolllen tut der Rubel in den Keller,
    das wird einige Anleger nicht so freuen, auch das Schalker Gazprom kackt ab

  4. #93
    Avatar von uwalburg

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    Zitat Zitat von Joerg_N Beitrag anzeigen
    Man braucht heutzutage ja nicht mehr unbedingt Waffen,
    die russische Boerse bricht gerade ein und rolllen tut der Rubel in den Keller,
    das wird einige Anleger nicht so freuen, auch das Schalker Gazprom kackt ab
    Klassische Kaufkurse; kaufe wenn die Kanonen donnern!

  5. #94
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Nur ist die Krim quasie russisches Kernland, und Vorderhaus nicht Hinterhof für die russ.Armee.
    1774 wurde die Krim vom Osmanischen Reich unabhängig und zunehmend vom Russischen Reich abhängig. Der von Russland veranlasste Auszug der christlichen Bevölkerung (Ukrainer, Griechen, Armenier) aus der Krim führte zum wirtschaftlichen Kollaps und zum Bürgerkrieg zwischen Khanen. Nachdem die Krim unterGrigori Potjomkin von Russland annektiert worden war, wurde sie von Katharina II. am 8. April 1783 „von nun an und für alle Zeiten“ als russisch deklariert.
    ..............

    Nach der offiziellen Eingliederung der Krim in das Russische Reich begann dieses eine Politik der „Enttatarisierung“ und Besiedlung durch andere Ethnien wie Deutsche, Griechen, Bulgaren, Balten und mit Russen. Letztere waren vorwiegend entlassene Soldaten oder Saporoger Kosaken. Die tatarischen Bauern, die 96 % der tatarischen Bevölkerung ausmachten, wurden in die unfruchtbaren Gebiete im Inneren der Krim zurückgedrängt. Große Teile der fruchtbaren Gebiete wurden ab 1784 unter der Führung von Potjomkin an russische Adlige verteilt.

    .........

    1917 wurde nach der Oktoberrevolution auf der Krim die Taurische Sowjetische Sozialistische Republik (russisch: Советская Социалистическая Республика Тавриды) gegründet, gleich danach jedoch wurde die Volksrepublik Krim wieder als unabhängige krimtatarische Republik ausgerufen.

    ...

    Im Russischen Bürgerkrieg hielten Weiße Garden die Krim besetzt. Nach der Niederlage Wrangels marschierte die Rote Armee ein und 1921 wurde die Krim zur autonomen sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR) innerhalb Sowjetrusslandsausgerufen. Sie blieb somit vom Festland, der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik, verwaltungstechnisch getrennt.
    Im Zweiten Weltkrieg wurde die Krim nach heftigen Kämpfen um Sewastopol von 1942 bis 1944 durch die deutsche ......... besetzt. Sie sollte mit Bezug auf die germanischen Krimgoten als Gotengau annektiert und mit Südtirolern (vgl. Option in Südtirol) besiedelt werden, wozu es infolge des Kriegsverlaufs allerdings niemals kam. Nach der Schlacht um die Krim wurden am 18. Mai 1944 die Krimtataren auf Stalins Befehl hin wegen ihrer teils tatsächlichen, teils nur behaupteten Kollaboration mit den Deutschen nach Zentralasien deportiert. Bei dem Transport in Viehwaggons kam etwa die Hälfte der Krimtataren um. Stalin hob die Autonomie der Krim innerhalb der Sowjetunion auf.

    ....

    Die Krim war nach 1946 acht Jahre lang zunächst eine Oblast innerhalb der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR).
    Nachdem der Ukrainer Nikita Chruschtschow sowjetischer Parteichef geworden war, wurde die Krim 1954 an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angegliedert.
    ...
    Zur damaligen Zeit seien Schifffahrtskanäle von der Wolga zur Krim und ins Donezbecken geplant worden, und es sei planerisch klüger gewesen nur eine statt zwei Sowjetrepubliken (Russische Föderative und die Ukrainische Republik), mit diesen Vorhaben zu befassen. Für Nikita Chruschtschow war es nicht denkbar, dass die Sowjetunion je auseinanderbrechen und so zwischen Russland und der Ukraine eine völkerrechtliche Staatsgrenze verlaufen könnte.[3]
    ...
    Im Zuge der Auflösung der Sowjetunion wurde die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik am 24. August 1991 in den bestehenden Grenzen und damit das Gebiet der Krim zum unabhängigen ukrainischen Staat. Bei dem Referendum über die Unabhängigkeit der Ukraine vom Dezember 1991 stimmten 54 Prozent der Wähler in der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Krim mit „Ja“.[4] Anfangs konnte Kiew die Herrschaft über die Krim nur mühsam durchsetzen. Lediglich mit erheblichem politischen Druck konnte ein Referendum über die Unabhängigkeit der Krim verhindert werden. Als Kompromiss wurde 1992 der Krim der Status einer Autonomen Republik innerhalb des ukrainischen Staates zugestanden. Die Krim erhielt Hoheitsrechte in Finanzen, Verwaltung und Recht. Die Verfassung der Autonomen Republik Krim von 1998 garantierte Ukrainisch, Russisch und Krimtatarisch als Sprachen.
    ...
    Während der Krim-Krise 2014 setzte das Parlament der Krim Anatolij Mohiljow am 27. Februar 2014 ab und ernannte Sergei Aksjonow, Chef der prorussischen Partei „Russische Einheit“, zum neuen Ministerpräsidenten der Autonomen Republik Krim.[6] Aksjonow wird von der ukrainischen Übergangsregierung nicht als neuer Ministerpräsident der Krim anerkannt. Er selbst betrachtet im Gegenzug Wiktor Janukowytsch weiterhin als rechtmäßigen Präsidenten der Ukraine.[9]
    Krim

    nun lädt die autonome Republik Krim Russland ein, die Krim zahlreich zu besuchen.

    Der neue prorussische Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow hat die Machtübernahme auf der Schwarzmeer-Halbinsel verteidigt. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hätten Politiker auf dem Maidan zuletzt das Volk aufgerufen, die Macht in die eigenen Hände zu nehmen. "Nun, das Volk hat sie genommen", sagte Aksjonow in einem am Montag veröffentlichten Interview der russischen Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta". Was für die Hauptstadt Kiew gelte, müsse auch für die Autonome Republik Krim gelten, betonte er.Dagegen hält die neue ukrainische Regierung in Kiew nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch die Krim-Führung für illegitim. Die Ukraine wirft Russland eine Besetzung ukrainischen Territoriums vor.


    VOR ORT

    Mo. 03.03.14, 11.45 Uhr

    Krim-Regierungschef Aksjonow sagte, dass ein für den 30. März geplantes Referendum über den Status der Halbinsel entscheiden werde. Dabei könnte es zur Abspaltung von der Ukraine kommen. Er sicherte der muslimischen Minderheit der Tataren umfangreiche Rechte zu.


    Aksjonow zeigte sich optimistisch, dass die Ferieninsel im Mai wie gehabt die Touristensaison eröffne. Die Krim hofft zudem auf Milliardenhilfen aus Moskau. "Die Krim wird zum Budget beitragen. Wir werden schnell alle Schulden bezahlen", sagte Aksjonow. "Hier werden Menschen aller Nationalitäten leben und sich freuen."
    PHOENIX - Ukraine berichtet über Aufmarsch an russischer Küste nahe Krim

    Mag es völkerrechtlich aus westlicher Sicht sich bei der Krim um ukrainisches Staatsgebiet handeln,
    so sieht man aus russischer Sicht die Krim als einen Teil Russlands,
    das nur aus spielerischer Strategie der damaligen sovietischen Führung dazu bestimmt wurde,
    vorrübergehend unter Ukrainischer Flagge zu laufen.
    Eine enge Auslegung des Völkerrechts wird daher aus russischer Sicht vehement bestritten.

    So muss man unterscheiden,
    - Vorgänge auf der Krim,
    - Vorgänge in der übrigen Ukraine,

    Aus deutscher Sicht haben wir, wie immer, das typische Krämerladen-Syndrom.

    Da haben wir auf der einen Seite die Lobbyisten von Siemens, die mit Russland Milliarden-Aufträge zum Bau von Eisenbahnwagons haben,
    und die sowohl einen Wirtschaftsboykott, als auch andere Aktionen gegen Russland verhindern wollen.
    D-USA-EU-NATO-Ukraine-Russland : CDU-Außenpolitiker warnt vor Sanktionsdrohungen gegen Russland - Nachrichten - DIE WELT
    Wir haben ein gelähmtes Berlin, dass nun erstmal eine totale Verwässerung des Themas in der Öffentlichkeit vollziehen muss,
    weil man sich vom medial initialisierten emotionalen Beistand für das ukrainische Volk trennen muss,
    frei nach dem Motto,
    wir wissen gar nicht, wie stark die Opposition in der Ukraine überhaupt ist,
    vor Wahlen kennt man überhaupt nicht die legitimierten Gesprächspartner.

    Dies würde in der letzten Konsequenz bedeuten, das man die deutsche Bevölkerung auch vorbereiten muss,
    ev. später mit einem wiedereingesetzten Janukowitsch zu tun zu bekommen,
    der aus russischer Sicht niemals rechtmässig abgesetzt wurde,
    und deshalb auch Einladungen zu russischen Panzer-Ralleys in der Ukraine aussprechen kann.

  6. #95
    Avatar von socky7

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    Eine Teilung der Ukraine ist m.E. nicht zu verhindern. Deshalb sollte kein Blut vergossen werden.
    Das Beste wäre eine Volksabstimmung unter internationaler Aufsicht, damit die Abstimmung nicht manipuliert werden kann.

    Ost- und Westukraine: Sollbruchstelle durch ein ganzes Land - Europa - FAZ

  7. #96
    Avatar von DisainaM

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    Zunächst sollte auf diplomatischer Ebene ein Deal gefunden werden,
    die Gefahr einer Übernahme von ukrainischen Kernkraftwerken durch muslimische Terroristen zu verhindern.

  8. #97
    Avatar von wingman

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    Ob Herr Putin dies auch gewagt hätte, wenn die Ukraine ein Natomitglied wäre?

  9. #98
    Avatar von Nokhu

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    Warum sollte er nicht ?
    Glaubst Du, die USA/NATO legen sich mit dem an ?

  10. #99
    Avatar von uwalburg

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    Ob Herr Putin dies auch gewagt hätte, wenn die Ukraine ein Natomitglied wäre?
    Da hätte er schon gehandelt bevor die Mitgliedschaft in Kraft getreten wäre.
    Aber ich halte es für müßig über hypotetische Szenarien zu spekulieren.

  11. #100
    Avatar von chrissibaer

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    Gazprom hat heute 45 Milliarden seines Börsenwerts verloren. Der russische Staat hält 50% am Unternehmen, also über 20 Milliarden Verlust! Wird ganz schön teuer für die Russen.

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