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Trittin fordert macht fuer Taliban

Erstellt von Phommel, 09.08.2010, 08:04 Uhr · 81 Antworten · 4.365 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Extranjero Beitrag anzeigen
    Man wird frueher oder spaeter an die Ursachen ran muessen. Die leigen zuerst mal in Palaestina/Israel. Solange das nciht geloest ist kann man anderswo soviel Krieg fuehren wie man will. Es wird nix bringen sondern immer schlimmer werden.

    .
    Du meinst, wenn Israel von der Landkarte verschwunden ist, ist das Problem gelöst ? Sozusagen die Endlösung aller Probleme. Naja, diese Naivität traue ich dir ohne weiteres zu. Diesen Tunnelblick, einseitiges Denken und dein Allereinfachstweltbild wo einfach nur Israel u. USA für alles Schlechte in der Welt verantwortlich, hast du ja hier schon oft vorgeführt.

    Bloß wird es nichts werden mit deiner Endlösung. Israel wird nicht von der Landkarte verschwinden, eher wird der Hauptunterstützung des Terrorismus Iran in der Versenkung verschwinden. In absehbarer Zeit wird das Öl aufgebraucht sein, was machen die dann ? Keiner wird sich noch einen Dreck um den Iran scheren und niemanden wird es interessieren, wo die aufeinmal geblieben sind.

    Noch kann sich Iran wichtig machen. Aber nicht mehr lange.

    Und die Bundeswehr ist nicht in Afghanistan, um die Taliban zu vernichten, dafür ist England, Australien, Kanada und USA zuständig. Heutzutage läuft es anders als vor 30 Jahren. Es gibt unbemannte, mit Raketen bewaffnete Drohnen, die über dem Geschehen kreisen und die Taliban haben kein Gegenmittel, denn die Stinger kriegen sie ja nicht mehr.

    In erster Linie gehts Deutschland darum, Afghanistan aufzubauen, Schulen und Kindergärten bauen, Brunnen bohren. Die große Mehrheit der Afghanen will keine Talibanregierung, die wissen genau, was ihnen blüht, wenn die Nato abzieht aus Afghanistan. Dann kommt das große Abschlachten, ein Massaker, wie es in Afghanistan noch nie dagewesen ist. Und das Feuer könnte auf Pakistan überspringen.

    Egal was Obama erzählt. Die Alliierten werden sobald nicht aus Afghanistan abziehen, die werden wahrscheinlich für die nächsten 20-30 Jahre dort bleiben. Ist natürlich ganz schlecht für das arme Deutschland, dass es Geld kostet, die Menschenrechte zu verteidigen, dass hatte keiner vorher bedacht. Und ein Zurück gibt es nicht. Kein Weg, um sich stillschweigend zu verdrücken.

    Die Demokratie gibt es nicht umsonst. Das müßte gerade Deutschland mit insgesamt 52 Jahren Diktatur in den letzten 100 Jahren doch eigentlich am besten wissen.

  2.  
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  3. #42
    Avatar von Dune

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    @Conrad_reloaded, tolle Veröffentlichung und mit sehr treffsicheren Argumenten... wirklich, ziehe meinen Hut in aller kürze eine gute Analyse der Dinge darzulegen.

    Zur Demokratie selbst kann ich nur anführen, dass es nahezu eine Kraftanstrengung sein wird oder ein Hexenwerk, um Menschen die in einer Diktatur leben oder gelebt haben die Grundlagen näher zu bringen. Das fängt schon damit an, dass sie wieder frei denken dürfen, Dinge sagen dürfen ohne Repressalien zu erfahren und diese Angst müssen sie erst einmal verlieren... step by step muss alles geschehen, Vertrauen aufgebaut werden usw., usw., usw....

    Gruß Dune

    Gruß Dune

  4. #43
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Dune Beitrag anzeigen
    ....
    Zur Demokratie selbst kann ich nur anführen, dass es nahezu eine Kraftanstrengung sein wird oder ein Hexenwerk, um Menschen die in einer Diktatur leben oder gelebt haben die Grundlagen näher zu bringen. Das fängt schon damit an, dass sie wieder frei denken dürfen, Dinge sagen dürfen ohne Repressalien zu erfahren und diese Angst müssen sie erst einmal verlieren... step by step muss alles geschehen, Vertrauen aufgebaut werden usw., usw., usw....
    Was in einem islamisch gepraegtem Land doppelt schwer sein duerfte.
    Da der Islam - anders als bei uns - auch einen politischen Anspruch erhebt und so wesentlich selbst in Dinge eingreift, die uns als Menschenrecht heilig sind.
    Insofern hat Conrad auch recht, wenn er auf die eigentliche Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Verfassung aufmerksam macht.

    Aber:
    das Verletzen von Menschenrechten (aus unserer Sicht!) und Verstoesse gegen das Grundgesetz auf unserem Territorium schafft uns eigentlich andere und bessere Optionen, als diesselben beklagenswerten Taten in einem fremden Land aus einem anderen Kulturkreis.
    Konsequent ist anders.
    Wenn dann noch der Verdacht hinzukommt, dass es zwar auch um Menschenrechte geht aber nicht zuletzt auch um die Umsetzung von geopolitischen Strategien, muss sich niemand wundern, dass sich der Beifall und die Opferbereitschaft in Grenzen haelt.
    30 Jahre hat die Verurteilung des Moerders von Tul Sleng gedauert.
    Auch deshalb, weil die USA das verbrecherische Regime nach deren Sturz unterstuetzt hat.
    Wie glaubwuedig bei kambodschanischen Studenten - die die Fakten kennen - die USA sind wird jeder einschaetzen koennen.

    Um von den Menschen unterstuetzt zu werden muss die Wahrhaftigkeit des Westens erkennbar sein bzw. bleiben.
    Lange Zeit wurden in Afghanistan durch die BW Drogenhaendler geschuetzt bzw. gedeckt, derzeit ein Wahlfaelscher im Sattel gehalten .
    Das kommt m.E. gar nicht gut.
    Daran gilt es zu arbeiten.
    Denn aktuell scheint es mir da den groessten Nachholbedarf zu geben.

  5. #44
    Avatar von Dune

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    @BKK, Dschihad wird von uns und auch den radikalen Fundamentalisten gerne falsch genutzt und auch missbraucht. Im Koran ist unter Dschihad zu verstehen, dass es um den Erhalt des Glaubens geht, aber nicht darum, dass Kriege oder Terroranschläge oder oder oder im Namen des Glaubens legitim sind. Jeder normale Muslim oder Muslima wehrt sich gegen diese falsch genutzte oder ausgelegte Definition des Dschihads.

    Wie uns die Geschichte schon lehrte, gab es immer Kriege unter dem Deckmäntelchen des Glaubens. Leider haben die Initiatoren dieser Eklats immer gewusst, wie sie Menschen dazu instrumentalisieren könne, um an ihr eigentliches Ziel zu kommen, nämlich Macht auszuüben und Menschen zu unterdrücken. Aus glaubenden Menschen können somit schnell Fanatiker gemacht werden, wenn man ihnen nur lange genug erzählt, dass ihr Glaube in Gefahr ist, denn Glaube gibt Menschen Halt und Sicherheit, um in ihrer Gesellschaft zu existieren.
    Jedes heilige Buch der 3 großen Religionen wurde oder wird somit zu einer "Waffe" gemacht, weil einzelne "Leser" ihren Nutzen daraus ziehen wollen und somit einen größtmöglichen Profit herausschlagen wollen. Da Menschen manipulierbar sind, klappte und klappt das Prinzip bis heute.

    Wäre die Welt doch schön, wenn alle die Sachen die geschrieben wurden einhalten... allein die 10 Gebote sind eine der ersten "Gesetze" für ein zivilisiertes soziales Zusammenleben...

    Dune

  6. #45
    Avatar von Dune

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    @strike, sicherlich ist es in einem islamischen Land doppelt so schwer, weil der Staat sich nicht abtrennt von der Scharia und somit kommt es wieder dazu, dass Radikale die Möglichkeit haben sich die Dinge so zu formen, wie sie es brauchen... also eine Auslegungssache und Interpretation im Auges des Betrachters.

    Natürlich ist es noch schwieriger, wenn alle Beteiligten die "Hosen runterlassen" müssen und dann die Wahrheit an den Tag kommt, dass so gar niemand eine weisse Weste hat. Wie soll man dann noch argumentieren? Eigentlich überhaupt nicht mehr, denn dafür wurden die Richtungen zu oft geändert und die Glaubhaftigkeit zerplatzt wie eine Seifenblase... Was sagt uns das? Da hat doch der alte deutsche Spruch die richtige Botschaft: "Jeder sollte erst einmal den Dreck vor seiner eigenen Tür kehren." Klarheit schaffen, Fehler eingestehen und Bereinigung der Konflikte im Anschluss... das sind aber eher Wunschträume, denn die Welt besteht aus Kollateralen und ihren eigenen Wahrheiten, natürlich die unwahre Wahrheit die genau in diesem Moment gebraucht wird...

    Dune

  7. #46
    Avatar von Pak10

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    Zitat Zitat von Conrad_reloaded Beitrag anzeigen

    Die Demokratie gibt es nicht umsonst. Das müßte gerade Deutschland mit insgesamt 52 Jahren Diktatur in den letzten 100 Jahren doch eigentlich am besten wissen.
    Du irrst Dich, Conrad! Wir leben noch immer in einer Ditaktur, in einer Parteinditaktur, die viele Nachteile mit sich bringt. Es lohnt sich vor allem für die für Afghanen auch deshalb nicht, dass Du dieses System dort mit Waffe im Anschlag implementierst!

  8. #47
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von Pak10 Beitrag anzeigen
    Du irrst Dich, Conrad! Wir leben noch immer in einer Ditaktur, in einer Parteinditaktur, die viele Nachteile mit sich bringt. Es lohnt sich vor allem für die für Afghanen auch deshalb nicht, dass Du dieses System dort mit Waffe im Anschlag implementierst!
    Denke ich auch, mit Gewalt kann man keine Demokratie implementieren.

  9. #48
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Extranjero Beitrag anzeigen
    . Man wird frueher oder spaeter an die Ursachen ran muessen. Die leigen zuerst mal in Palaestina/Israel. .
    Wenn Du die Ursachen erforschen willst und diese in Israel zu erkennen glaubst, must Du Dich allerdings fragen, wann und warum Israel gegründet wurde. Dann wirst Du feststellen, dass eigentlich sogar Deutschland die Ursache der Probleme ist, denn die Gründung Israels war eine Folge des ......... und den hat leider nunmal Deutschland bzw. die ..... verbrochen. Ursache und Wirkung, die wichtigsten Zusammenhänge werden gern weggelassen.......Du machst es Dir wie so oft viel zu einfach.

    Du siehst, ganz so einfach ist das alles nicht. Alles hängt irgendwie mit allem zusammen.

  10. #49
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Conrad_reloaded Beitrag anzeigen
    ..... wann und warum Israel gegründet wurde. .....
    Und vor allem wie.
    Damit stehen die Briten, die dort ihr uebliches uebles Spiel gespielt haben fuer das, was dort geschah und immer noch geschieht ebenfalls oder sogar noch mehr in der Verantwortung als Deutschland.
    Und all die anderen - auch arabischen - Staaten, fuer die die Palestinaenser immer nur politische Spielmasse darstellen.
    Nichts von wegen Ruecksichtsnahme darauf, dass diese zum grossen Teil "Glaubensbrueder" sind.
    Und gibt es dieses Problem tatsaechlich nicht mehr wird eben ein anderes zur Quelle allen Uebels deklariert ......

  11. #50
    Avatar von Extranjero

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    Natuerlich sind das Wueten der Briten, die Franzosen in Arabien kann man da auch nciht aussen vor lassen der Ausgangspunkt.
    Den wenisten ist es doch bis heute bewusst welche Greueltaten da vollbracht wurden. Arabien war weit gebildeter udn vortschrittlicher als Europa als die Briten und Franzosen einfielen. Die Alphabetisierungsrate war auch viel hoeher und die Frauenrechte in Arabien waren mit denen in Europa ebenfalls nicht zu vergleichen.

    DAs ewige Gequassel von den rueckstaendigen Moslems verkennt voellig wer sie denn dahin gebracht hat.
    Afghanistan war als es mit dem Krieg losging ein sehr liberales Land, Traum aller Hippis. So lang ist das noch gar nicht her.

    Wo sit hier eigentlich eine Spendeninitiative fuer Pakistan? Nur eine rein rhetorische Frage.

    Was die Gruendung des Staates Israel angeht, so hat das Israel von 2010 flaechenmaessig mit dem von 1948 herzlich wenig zu tun.

    Dass der Staat Israel ueberhaupt dort gegruendet wurde wo er gegruendet worden ist hat mit dem Nationalsozialismus nur sekundaer zu tun. Es waren damals auch ganz andere Gegenden im Gespraech, als wichtigstes ist da Somalia zu nennen.

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