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Thema "Flüchtlinge"

Erstellt von socky7, 07.05.2014, 18:02 Uhr · 17.867 Antworten · 756.930 Aufrufe

  1. #10221
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von singto Beitrag anzeigen
    Frohe Weihnachten.

    Berlin – Schöne Bescherung für die Flüchtlinge, die Deutschland aufsuchen mussten. Der Bundestag hat heute in einer außerordentlichen Sitzung mit überwältigender Mehrheit beschlossen, dass jeder Abgeordnete mindestens eine Asylantenfamilie bei sich zu Hause aufnehmen muss.

    Die Regelung gilt vom 24. bis einschließlich 26. Dezember. Außerdem wurden die Parlamentarier dazu angehalten, ihre Gäste segensreich zu beschenken. ....................................
    Wie ich an anderer Stelle schon bemerkte, wird der Weihnachtsmann dieses Jahr nicht kommen.
    Auch das Christkind "is not in the condition to celebrate".
    Eine (etwas andere) Weihnachtsgeschichte | Journalistenwatch.com

  2.  
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  3. #10222
    Avatar von Berti Bert

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    Zitat Zitat von Chumpae Beitrag anzeigen
    Neues von der "Koalition der Willigen"-heute aus Berlin,Hauptstadt des Kalifats Absurdistan:
    Flüchtlinge in Berlin : Kein Wasser, kaum Essen - eine Berliner Heimleiterin gibt auf | Berlin.- Berliner Zeitung
    "Boensch, 40, hat ihre Haare leicht rot gefärbt, trägt sie meistens als Irokese. Gelernte Fleischerin ist sie und seit vielen Jahren nur selten berufstätig.

    Sie holte das Abitur nach, ein Studium brach sie aus finanziellen Gründen ab. Als alleinerziehende Mutter weiß sie, was Verantwortung bedeutet."

    Das ist ja eine richtige Vorzeigedeutsche. Hoffentlich werden wegen Arbeitsverweigerung die Sozialleistungen gestrichen.

  4. #10223
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Berti Bert Beitrag anzeigen
    "Boensch, 40, hat ihre Haare leicht rot gefärbt, trägt sie meistens als Irokese. Gelernte Fleischerin ist sie und seit vielen Jahren nur selten berufstätig.

    Sie holte das Abitur nach, ein Studium brach sie aus finanziellen Gründen ab. Als alleinerziehende Mutter weiß sie, was Verantwortung bedeutet."

    Das ist ja eine richtige Vorzeigedeutsche. Hoffentlich werden wegen Arbeitsverweigerung die Sozialleistungen gestrichen.
    Kann es sein, dass du den Artikel gar nicht gelesen hast?

    Gegen eine engagierte Frau holst du die Keule raus.
    Die Qualifikation der Betreiber willst du aber gar nicht wissen. Sehr schlechter Stil.

  5. #10224
    Avatar von Ban Bagau

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    Zitat Zitat von Berti Bert Beitrag anzeigen
    "Boensch, 40, hat ihre Haare leicht rot gefärbt, trägt sie meistens als Irokese. Gelernte Fleischerin ist sie und seit vielen Jahren nur selten berufstätig.
    .
    Das ist ja eine richtige Vorzeigedeutsche. Hoffentlich werden wegen Arbeitsverweigerung die Sozialleistungen gestrichen.
    Mag so sein.
    Aber sie beschreibt das Problem das viele der engagierten Helfer so langsam zur Besinnung kommen läßt.

    Tagessätze
    Verträge für neue Notunterkünfte werden mit den Betreibern derzeit nicht mehr geschlossen, sagt Pressesprecherin Monika Hebbinghaus von der Senatsverwaltung für Soziales und Gesundheit. Es gibt lediglich schriftliche Absichtserklärungen, um die Unterkünfte rechtmäßig zu eröffnen.
    Tagessätze von 25 Euro werden deswegen pauschal ausgezahlt. Die Betreiber erhalten vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) pro Flüchtling und Tag zehn Euro für Verpflegung und 15 Euro für Personal- und Sachkosten. Das macht für die Halle am FEZ für den Betreiber L.I.T.H.U. bei Belegung mit 200 Flüchtlingen am Tag 5 000 Euro, im Monat 150 000 Euro. Kosten für Wachpersonal und Reinigungskräfte werden zusätzlich ausgezahlt. Die Betreiber beauftragen dazu Fremdfirmen.
    Als Lohn erhielt Anja Boensch als Heimleiterin und Sozialarbeiterin für die zehn Tage im November 383,54 Euro, ihre Schwester für die Arbeit im Cateringbereich 246,32 Euro. Unklar ist, wie viel der über den Tagessatz geflossenen Einnahmen die beiden Geschäftsführer von L.I.T.H.U. sich selbst ausgezahlt haben oder wofür das restliche Geld sonst noch verwendet wurde.

    Dies ist leider keine Beschreibung eines Einzelfalls sondern der Standart. Auch nicht nur in Heimen mit privaten Betreibern sondern auch der kommunalen/staatlich geführten Heimen/Aufnahmelagern. Diese verweisen die Flüchtlinge von Haus aus schon für die Versorgung an Gemeinützige Einrichtungen wie Caritas/Malteser/soziale Kaufhäuser und die Tafeln zu wenden.

    Kein Wasser, kaum Essen - eine Berliner Heimleiterin gibt auf

    Von Nico Schmolke
    Immer häufiger betreiben in Berlin private Firmen Unterkünfte für Flüchtlinge. Doch nicht alle erfüllen die Leistungsanforderungen, die Zustände in den Turnhallen sind mitunter chaotisch. Eine Heimleiterin, die die Situation nicht ertragen hat, erzählt.

    „Wir schaffen das“, sagt Angela Merkel. Anja Boensch sagt: „Ich schaffe es nicht mehr.“ Und schmeißt ihren Job als Heimleiterin hin. Sie sollte eine Notunterkunft für 200 Flüchtlinge leiten, in einer vom Senat beschlagnahmten Turnhalle. Stattdessen musste sie das Berliner Flüchtlingschaos ausbaden, wie sie selbst sagt. Zu wenig Essen, kaum medizinische Versorgung, wochenlang viel zu wenig Mitarbeiter, Hausverbote für Ehrenamtliche, die Liste an Vorwürfen gegen den privaten Betreiber der Unterkunft ist lang. Der Verwaltung scheint die Kontrolle zu entgleiten.
    Für Anja Boensch begann alles am 17. November. Als klar wurde, dass in der Turnhalle des Freizeit- und Erholungszentrums (FEZ) in Berlin-Köpenick eine Notunterkunft eröffnen soll, fuhr sie hin. Nach einem Gespräch mit den zukünftigen Betreibern und ihrer Mithilfe bei der Eröffnung wurde sie angestellt, schloss mündlich einen Arbeitsvertrag. Boensch, 40, hat ihre Haare leicht rot gefärbt, trägt sie meistens als Irokese. Gelernte Fleischerin ist sie und seit vielen Jahren nur selten berufstätig.
    Sie holte das Abitur nach, ein Studium brach sie aus finanziellen Gründen ab. Als alleinerziehende Mutter weiß sie, was Verantwortung bedeutet. Schon seit längerem engagiert sie sich ehrenamtlich in Unterkünften für Flüchtlinge. Dass die privaten Betreiber der Notunterkunft am FEZ sie sofort als Heimleiterin und Sozialarbeiterin beschäftigen wollten, habe bei ihr Euphorie ausgelöst. „Endlich wieder ein Job, und dann gleich im Flüchtlingsbereich!“
    Doch Anja Boensch wird nur zwei Wochen bleiben. Mit Ausnahme eines Sonntags war sie 15 Tage hintereinander in der notbelegten Turnhalle, teilweise elf Stunden am Stück. Gemeinsam mit ihrer Schwester war sie neben dem Sicherheitspersonal die einzige Hauptamtliche, die für die Flüchtlinge ansprechbar war. Dann kündigten beide fristlos. „Unter diesen Bedingungen wollte ich nicht länger arbeiten“, so Boensch.
    Mit „diesen Bedingungen“ meint sie vor allem die Zusammenarbeit mit dem Betreiber der Notunterkunft. Große und erfahrene Träger haben kaum noch Kapazitäten. Einige schließen in ihren Satzungen sogar aus, Turnhallen als Notunterkünfte zu betreiben. Also nutzen private Heimbetreiber die Gunst der Stunde. Einer dieser Betreiber ist die L.I.T.H.U. Projektmanagement gGmbH, mit Sitz in Teltow, verantwortlich für die Notunterkunft am FEZ. Das „g“ vor GmbH steht für „gemeinnützig“. Geführt wird das junge Unternehmen von einem Ehepaar, Ulrike und Thilo Krause, beide Anfang 30. Sie betreiben mittlerweile schon vier Notunterkünfte in Berlin, wie die Senatsverwaltung für Soziales bestätigt, alle eröffnet innerhalb von etwa drei Wochen.
    Kein Wasser für die Bewohner
    Doch schon bei der ersten Unterkunft am FEZ zeigt sich, dass die Betreiber überfordert sein könnten. Zu Europas größter Jugendeinrichtung mit fast einer Million Besuchern im Jahr gelangt man über den S-Bahnhof Wuhlheide. Zu Fuß geht es durch die Wuhlheide, vorbei an der großen Freilichtbühne. Kindergruppen klettern unter Aufsicht auf Spielplätzen herum. Zum Gelände gehört auch die beschlagnahmte Turnhalle. Die Wiese davor ist mit Bauzäunen abgesperrt, ein rotes Flatterband soll Schaulustige fernhalten. Wer dennoch zum Eingang der Halle geht, wird vom Sicherheitspersonal angesprochen. Für ein Gespräch stehe die „Chefin“ nicht zur Verfügung, heißt es nach längerem Warten. Und man solle doch bitte gehen, jetzt. „Ja, das ist eine Aufforderung.“
    Stattdessen reden einige der Flüchtlinge, die sich draußen die Beine vertreten. Schnell rufen sie weitere Freunde zusammen, wollen ihre Geschichten erzählen. Wenn sie über Boensch sprechen, machen sie mit den Händen Bewegungen über dem Kopf. Der Irokesen-Haarschnitt ist für viele Flüchtlinge ein Blickfänger. Sie sei immer dagewesen, habe sich gekümmert, Erkältungstees gebracht, wenn jemand krank war. Seit der Kündigung von Boensch würden sie immer die Wachleute ansprechen. „Das sind die einzigen, die für uns da sind. Die beiden Chefs im Büro sprechen ja nicht mal Englisch“, sagt einer der Flüchtlinge. Erst lässt er sich fotografieren, buchstabiert seinen Namen. Dann kommt Ulrike Krause herausgelaufen, fordert die Flüchtlinge auf, wieder reinzugehen. Hektisch spricht sie in ihr Telefon. Der Hallenbewohner möchte, dass Foto und Namen doch wieder gelöscht werden. Das Misstrauen ist groß.
    Der Helfer Steffen Franz lässt sich davon nicht einschüchtern. Er war von Anfang an dabei, als die Unterkunft eröffnete. Koordinierte das ehrenamtliche Engagement, schlief wenig. Weil er Entscheidungen trifft, die eben getroffen werden müssen, legte er sich schnell mit den beiden Betreibern an. Gleich am Sonnabend, nach der Nacht des Einzugs, gibt es kein Wasser mehr. Nach der abendlichen Essensausgabe sagt der Betreiber Thilo Krause vor versammelter Helferschaft, die kleinen Wasserflaschen würden auf dem ganzen Gelände verteilt herumliegen. Und dann sagt er, die Flüchtlinge würden mit dem Flaschenpfand Geld sammeln. Was nach einem Widerspruch klingt, heißt für Thilo Krause: Jetzt gibt es eben nur noch Kaffee und Tee.
    Franz war empört: „Du kannst den Kindern und den Kranken abends doch nicht nur Kaffee und Schwarztee anbieten. Wie sollen die denn schlafen?“ In den Qualitätsvorgaben des Lageso steht: „Zusätzlich zu den Mahlzeiten sind alkoholfreie Getränke in ausreichender Menge (mindestens zwei Liter Wasser pro Person zzgl. anderer Getränke) zur Verfügung zu stellen.“ Und deswegen rief er auf Facebook dazu auf, Wasser zu spenden. Mehr als ein Dutzend Menschen kam vorbei, empört, dass jetzt sogar schon Wasser gespendet werden muss. Aber eben dennoch hilfsbereit, Hunderte Liter Wasser kommen zusammen. Kurze Zeit später habe er einen Anruf erhalten, sagt Franz. Er solle sich mal eine Auszeit gönnen, hätten ihm die Betreiber empfohlen. In Zukunft solle er die Halle nicht mehr betreten.
    Steffen Franz eckt mit seiner direkten Art an, kommt auch mit Anja Boensch nicht so gut klar. Aber Boensch bestätigt alles, was Franz sagt, genauso wie mehrere weitere Ehrenamtliche. Der Wille, den Flüchtlingen zu helfen, lässt persönliche Differenzen verblassen und schweißt die Helfer zusammen. Über die Betreiber hingegen verliert niemand mehr ein gutes Wort. Denn die Liste der Vorwürfe, die alle Beteiligten den Krauses machen, ist noch viel länger.
    „Ich bin zu naiv gewesen“

    Während das Wasserproblem mittlerweile durch einen Wasserspender gelöst sei, gebe es Probleme beim Essen, so Boensch und die Flüchtlinge. Morgens und abends gibt es drei Scheiben ungetoastetes Toastbrot, mit etwas Käse- und Wurstbeilage, wie alle Beteiligten bestätigen. Am Abend des 21. November, einen Tag nach dem Einzug, reicht dieses wenige Essen nicht. Einige Flüchtlinge bekommen noch zusammengekratzte Käsereste, andere gehen leer aus. Hygieneartikel gibt es nur, weil einige Helfer auf eigene Kosten einen Drogerieladen halb leer kaufen.
    Dabei gibt es auch hier Vorgaben. In den Leistungsbeschreibungen zum Betrieb einer Aufnahmeunterkunft steht: „Der Betreiber muss unter Berücksichtigung der kulturspezifischen Gegebenheiten die Verpflegung organisieren und Hygieneartikel und andere Sachleistungen bereitstellen.“ Weil Flüchtlinge in den Notunterkünften meist keine Geldleistungen erhalten, viele sind noch gar nicht registriert, wären sie auf solche Sachleistungen dringend angewiesen. In ganz Berlin fehlen diese Hygieneartikel, Windeln und Babycreme, Binden, Duschbad. Viele Helfer bestätigen, dass der Bedarf in den Notunterkünften nur durch Spenden gedeckt werden könne. Besonders die privaten Betreiber würden sich auf dieser Hilfsbereitschaft ausruhen.

    Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie sich die Situation in der Notunterkunft zuspitzt.

    Auch für Boensch stand die Hilfsbereitschaft ganz oben. „Ich bin zu naiv gewesen“, sagt sie. Sie habe darauf vertraut, dass sie bald einen schriftlichen Arbeitsvertrag unterschreiben könne. Dass sie endlich Unterstützung erhalten würde. Und sei den Ausreden der Krauses auf den Leim gegangen. In der Richtwertetabelle des Lageso für Personal in einer Aufnahmeeinrichtung schaut sie nach, was für Unterkünfte mit bis zu 200 Personen angemessen ist. Es wären acht Vollzeitstellen. „Zum Hausmeister-, Reinigungs- und Pförtner- bzw. Wachschutzpersonal wird hier keine Aussage getroffen“, heißt es im Papier. Diese kommen zu den acht Stellen also noch einmal dazu. Boensch und kurze Zeit später auch ihre Schwester mit einer 30-Stunden-Stelle müssen die Arbeit von acht Personen erledigen. Zwei Wochen lang. Eine Psychologin kommt für zwei Tage, sei komplett überfordert gewesen, so Boensch. Und kam dann nie wieder.
    Auf Ebay-Kleinanzeigen sind im Archiv Stellengesuche von L.I.T.H.U. zu finden. Dort heißt es im Originallaut unter anderem: „Hallo, wir suchen dringend 450 Euro Kräfte für Essensausgabe in Köpenick und Moabit! Da wir Leuten helfen wollen, die aus Flüchtlingsgebieten kommen, suchen wir speziel Kräfte im Mittags – Abend sowie Wochenend Bereich.“ Die beständig versprochene, professionelle Verstärkung im Bereich der Heimleitung und der sozialpädagogischen Betreuung hat Boensch in der Notunterkunft am FEZ nie erlebt.
    Keine Versorgung für traumatisierte Menschen

    Stattdessen addieren sich die Probleme: In den Duschcontainern kommt nur selten warmes Wasser, das Licht fällt aus. Hätte Boensch Zeit gehabt, dann hätte sie das Lageso informieren, Handwerker bestellen können. Viele Flüchtlinge sind zudem mit Krankheiten nach Deutschland gekommen, es gab offene Wunden, eiternden Fußpilz, blutende Schwangere und jede Menge Erkältungen. Boensch lässt den kassenärztlichen Notdienst kommen, ruft Krankenwagen, kauft auf eigene Kosten Arzneimittel. Die Betreiber sagen: „Die Flüchtlinge können doch zum Medical Point des Lageso gehen“. Boensch kennt keinen aus der Notunterkunft, der dort eine medizinische Behandlung erhalten hat. Besondere Sorgen hat sie sich wegen der traumatisierten Menschen gemacht. Ein Vater hatte im Mittelmeer seine Ehefrau verloren und ist alleine mit den Kindern nun völlig überfordert. Es waren diese Einzelfälle, denen Boensch mit ihren Arbeitsbedingungen einfach nicht mehr gerecht werden konnte, und die sie schließlich zum Verzweifeln brachten.
    Zum Ende der ersten Dezemberwoche spitzt sich die Situation zu. Der Betreiber Thilo Krause lässt die Flüchtlinge am 2. Dezember in der Mitte der Halle versammeln. Boensch sagt, er habe das Essen an den Betten verbieten wollen. Er habe gesagt, die Menschen könnten auch zurück in ihre Heimat fahren und dort die Länder wieder aufbauen, wenn sie mit der Ordnung in Deutschland nicht klar kämen. „Ich habe die Wut im Raum gespürt und mich für meine Rolle zutiefst geschämt“, sagt sie. Am 3. Dezember schließlich fuhren die Flüchtlinge geschlossen zur neuen Registrierungsstelle des Lageso in die Bundesallee. Sie wollten endlich registriert werden, wenigstens ein wenig Geld für das Notwendigste erhalten, wurden jedoch wieder nach Hause geschickt. Am 4. Dezember kündigte Boensch entnervt, hielt es mit dieser Belastung nicht länger aus. Am 7. Dezember verweigerten die Flüchtlinge das Abendbrot. Ehrenamtliche werden mehr und mehr von den Betreibern schon an der Tür abgewiesen, bei kritischen Facebook-Kommentaren erhalten sie sogar Anrufe von den Krauses, die Beiträge bitte zu löschen, wie mehrere Helfer berichten. Sogar einige Wachleute sollen mittlerweile aufgegeben haben.
    Kontrolle durch das Lageso
    Viele Ehrenamtliche bestätigen alle Schilderungen, fügen viele Details hinzu, erzählen sogar von verschimmeltem Essen, wollen jedoch nicht zitiert werden. Das Betreiber-Paar selbst möchte keine Stellung nehmen, arbeitet mit Hausverboten. Das FEZ, das keinerlei Einfluss auf die Geschehnisse in der Turnhalle hat, bleibt zurückhaltend, weil man den letzten Faden zum Betreiber nicht auch noch abreißen lassen will. Eine bereits angekündigte Anwohnerversammlung für den 14. Dezember wurde wieder abgesagt.
    Der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel (SPD), hat unterdessen Beschwerde beim Qualitätsmanagement des Lageso eingereicht. Das Betreiben von Notunterkünften ist keine Sache des Bezirks, er habe angesichts vieler erhaltener Informationen jedoch nicht länger zögern können. Es seien sogar schon Gespräche mit potenziellen Betreibern geführt worden, die alternativ zu L.I.T.H.U. den Betrieb übernehmen könnten. Zuarbeit für die Beschwerde kam aus dem Bezirk Mitte, wo L.I.T.H.U. in Alt-Moabit 10 die zweite ihrer vier Notunterkünfte betreibt. Auch dort wird von ähnlichen Zuständen wie in der FEZ-Turnhalle berichtet. Aufgrund der Beschwerde erfolgte am Dienstag eine unangekündigte Begehung beider Hallen durch Lageso-Mitarbeiter, um die Vorwürfe zu untersuchen. Der Gesamteindruck sei „befriedigend, aber verbesserungswürdig“, heißt es aus der Senatsverwaltung.
    Für Boensch ist das Kapitel vorerst beendet. Alle Arbeitstage und ihre Erlebnisse hat sie sich penibel notiert. Sie weiß genau, an welchen Tagen was vorgefallen ist. Sie will sich absichern, immer bei den Fakten bleiben, in keine juristischen Schwierigkeiten geraten. „Es war mein Traumjob“, sagt sie. „Ich wollte den Flüchtlingen helfen, aber mit diesen Betreibern, in diesem Chaos, ging es nicht mehr.“

    Berliner Zeitung.- Kein Wasser, kaum Essen - eine Berliner Heimleiterin gibt auf
    Durch die sehr schlechte Zahlungsmoral des Bundes versprochene Geldmittel für Flüchtlinge bereitzustellen und den Kommunen und Gemeinden ein großen Teil der Last in Eigenfinanzierung anzulasten. Sind sehr viele der Städtehaushalte die bis jetzt mehr oder weniger noch ausgelichen waren können dieses Jahr bis zum letzten Tag des Jahres ihren Haushalt nicht beschließen oder scheitern am Einspruch der Bevölkerung für untragbare Gebührenerhöhungen.

  6. #10225
    Avatar von Uns Uwe

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    Die Frau soll sich mal entspannen - DIE SCHAFFEN DAS!

  7. #10226
    Avatar von Ban Bagau

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Kein Wasser? Und was kommt dann aus dem Wasserhahn?
    Das ist das leidige Problem bei Turnhallen/Sporthallen zweckentfremdeten Gebäuden wenn die im Bau geplante Infrastruktur nicht für den neuen Bestimmungszweck ausgelegt ist.
    Nur weil eine Immobilie räumlich groß genug ist, heißt es noch lange nicht das diese Wasserver-/entsorgung einer 24h/7T Belastung ausgelegt ist.
    Vielfach sind die Anschlüsse an die kommunale Infrastruktur nicht in den erforderlichen Dimensionen vorhanden und wurden für den ursprünglichen Bestimmungszweck auch nicht gebraucht. Das fängt schon bei der Trinkwasserversorgung an. Nur ein paar weitere provisorische Leitungen zu verlegen kann jeder Heimwerker. Aber ebend die Engstelle des Anschlußes an der kommunalen Entnahmestelle und vor allem Entsorgungsstelle beseitigt es nicht. Deshalb nicht immer haben übergelaufene Scheißhäuser etwas mit der Unsauberkeit der Heimbewohner zu tun, sondern die Scheiße fließt einfach in den Dimensionen nicht in den kommunualen Entsorgungsanschluß ab.
    Ebenso und noch etwas gefählicher und teils abeneuerliche Lösungen mit der Stromversorgung um hunderte neue Steckdosen für Leistungen zwischen Handyladung bis Kühlschrank oder Kochplatte/Herd zu versorgen.
    Auch nicht zu vergessen das es sich um größtenteils um Immobilien die mindestens ein Alter von 30 bis 40 Jahren und noch älter handelt. Meistens auch noch um jene, die bisher wegen knapper kommunaler Kassen wenig-/teilsaniert oder gar nicht auf den Stand der Zeit gebracht wurden.

  8. #10227
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von Ban Bagau Beitrag anzeigen
    Das ist das leidige Problem bei Turnhallen/Sporthallen zweckentfremdeten Gebäuden wenn die im Bau geplante Infrastruktur nicht für den neuen Bestimmungszweck ausgelegt ist.
    Nur weil eine Immobilie räumlich groß genug ist, heißt es noch lange nicht das diese Wasserver-/entsorgung einer 24h/7T Belastung ausgelegt ist.
    Vielfach sind die Anschlüsse an die kommunale Infrastruktur nicht in den erforderlichen Dimensionen vorhanden und wurden für den ursprünglichen Bestimmungszweck auch nicht gebraucht. Das fängt schon bei der Trinkwasserversorgung an. Nur ein paar weitere provisorische Leitungen zu verlegen kann jeder Heimwerker. Aber ebend die Engstelle des Anschlußes an der kommunalen Entnahmestelle und vor allem Entsorgungsstelle beseitigt es nicht. Deshalb nicht immer haben übergelaufene Scheißhäuser etwas mit der Unsauberkeit der Heimbewohner zu tun, sondern die Scheiße fließt einfach in den Dimensionen nicht in den kommunualen Entsorgungsanschluß ab.
    Ebenso und noch etwas gefählicher und teils abeneuerliche Lösungen mit der Stromversorgung um hunderte neue Steckdosen für Leistungen zwischen Handyladung bis Kühlschrank oder Kochplatte/Herd zu versorgen.
    Auch nicht zu vergessen das es sich um größtenteils um Immobilien die mindestens ein Alter von 30 bis 40 Jahren und noch älter handelt. Meistens auch noch um jene, die bisher wegen knapper kommunaler Kassen wenig-/teilsaniert oder gar nicht auf den Stand der Zeit gebracht wurden.
    Also der Wasseranschluß in einer für den Freizeitsport ausgelegten, und mit Duschen ausgestatten Turnhalle sollte ausreichen, für Tee und Kaffee scheint ja laut Artikel das Wasser auch zu reichen.
    Thema Stromanschlüsse- ist halt eine Organisationsfrage, zusätzliche Baustromverteiler am Hauptanschluß abgegriffen sollten für sichere Versorgung reichen. Eine Turnhalle dürfte vom Anschlußwert eher über dem eines Wohnhauses liegen, min. 3x63 A, eher mehr.

  9. #10228
    Avatar von SED Chef

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    Wer tausende von Euros fuer den Trip
    zahlt, sollte auch genug Geld haben
    sich selbst Nahrungsmittel zu kaufen
    wenn ihm die Verpflegung nicht zusagt.

  10. #10229
    Avatar von Uns Uwe

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    Wenn mir vor einiger Zeit jemand gesagt hätte, dass in den Turnhallen unserer Schulen bald Tausende Menschen leben, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt. Wenn er mir zusätzlich noch gesagt hätte, dass die meisten davon junge muslimische Männer sind, dann hätte ich ihn für völlig verrückt gehalten. Das sagt eigentlich alles.

  11. #10230
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass du den Artikel gar nicht gelesen hast?

    Gegen eine engagierte Frau holst du die Keule raus.
    Die Qualifikation der Betreiber willst du aber gar nicht wissen. Sehr schlechter Stil.
    Unabhängig von der Optik dieser Frau finde ich es bezeichnend, wie auch die mehr oder weniger freiwilligen Helfer (es gibt auch 1-Euro-Jobber, die zwangsverpflichtet werden)sowohl in ihrer Leistungsbereitschaft als auch in der Entlohnung kläglich im Stich gelassen werden. Natürlich bleibt auch die Frage nach den Betreibern(die machen einen auf Schweiger)-In 10 Tagen bei 11h/Tag schlappe 300 Ocken,das wäre auch ein Fall für Frau Nahles und diese unsäglichen Gewerkschaften. Aber die Behörden waren ja da und fanden alles "Roger" !!!!
    Auch bei "Illner" haute die anwesende afghanische Helferin ein paar Sachen raus, wo man förmlich sah-wie die anderen Anwesenden Schnappatmung bekamen.
    Ach ja und Frau Boensch hätte mit ihrem Outfit und wegen ihres abgebrochenen Studiums ja sicherlich eine Chance in der Politik . Sie wäre bei den Grünen eine unter Vielen.

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