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Supergau, oder, wie schlimm muss es kommen bevor man umdenkt.

Erstellt von guenter, 15.03.2011, 21:27 Uhr · 216 Antworten · 12.186 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Leipziger

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    Hallo Chris67

    Die Frage ist aber: Müssen die Übergangszeiten unbedingt verlängert werden?
    Ja wie sieht denn der Plan aus mit was will man denn die Kernkraft komplett ersetzten ?

    Wie lange gibt es schon AKWs , wie viele , und wieviel Unfälle bzw. Tote bis jetzt ?

    Hätten die in Japan ihre Notstromer für das Kraftwerk ein paar Meter höher aufgestellt wäre nichts passiert , oder ?

    Und auch die Kosten für alternative Energien muß man mit einrechnen , wer will dann vielleicht 1,-€ für die Kilowattstunde bezahlen ?

    Die Industrie in D sicher nicht , die machen dann ihre Buden zu und gehen in "Billigenergieländer" , oder ?

    Und dann jammert der Michel noch mehr , zwar keine Atomkraft mehr aber auch keine Arbeit .......... also realistisch bleiben , oder ?!

  2.  
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  3. #62
    guenter
    Avatar von guenter
    Sie tragen seltsame Gewänder und irren planlos umher...

    Die Arbeiter werden völlig sinnlos geopfert, da ist überhaupt kein System hinter.

    Die Sicherheitszone ist viel zu knapp bemessen und es werden nicht mal vernünftige Masken verteilt. Diese 08/15 Masken benutze ich jetzt seit einer Woche beim schleifen von Holz, die Schutzwirkung ist minimal.

    Wenn der chronologische Ablauf der Vorgänge in einigen Wochen oder Monaten mal offengelegt wird, wird man sehen, wie hilflos Menschen in einer derartigen Situation sind. Es ist erschreckend, wie da nur Improvisiert wird, das geht bei so einer Technologie einfach nicht gut.

    Verdammt sei die Gier, und mögen sie an ihrem Geld ersticken...

  4. #63
    antibes
    Avatar von antibes
    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    Hallo Chris67
    Ja wie sieht denn der Plan aus mit was will man denn die Kernkraft komplett ersetzten ?
    Wir reden hier um 26% Energieanteil. Man hat ja nicht über alle deutschen Atomkraftwerke geschrieben, sondern nur um die üblichen Verdächtigen.


    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    Wie lange gibt es schon AKWs , wie viele , und wieviel Unfälle bzw. Tote bis jetzt ?
    Bei Atomreaktorunfällen genügt ein Supergau, wie man eindrucksvoll sehen kann. Die Schädigung geht in die Jahrmillionen. Man sieht die laufende Unterhaltskosten im Staatshaushalt der Ukraine für Tschernobyl. Zu den Opfern gehören auch die, die an den Spätfolgen zugrunde gehen. EinGroßteil der deutschen AKW`s sind nicht gegen Flugzeugabsturz gesichert. Zunehmender Terrorismus ist auch eine Gefährdung.
    Als in Tschernobyl der Reaktor hoch ging, konnte man noch auf mangelhafte Technik hinweisen. Das geht seit Japan nicht mehr.

    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    Und auch die Kosten für alternative Energien muß man mit einrechnen , wer will dann vielleicht 1,-€ für die Kilowattstunde bezahlen ?

    Die Industrie in D sicher nicht , die machen dann ihre Buden zu und gehen in "Billigenergieländer" , oder ?

    Und dann jammert der Michel noch mehr , zwar keine Atomkraft mehr aber auch keine Arbeit .......... also realistisch bleiben , oder ?!
    Ob der Strom von Atomreaktoren günstig ist, sei dahingestellt. Die AKW-Betreiber haben es nicht einmal geschafft, trotz wenig Nachrüstunginvestitionen, den Strompreis trotz einer Verlängerung der Betriebsdauer zu halten. Hier geht es eindeutig auf Abzocke zu Lasten der Allgemeinheit.
    Die Endlagerung, Transport, Krankheit der betroffenen Opfer, verseuchte Landstriche sowie weitere Schäden aus den Störfällen trägt später der Bürger. Dabei ist es gleichgültig ob mit direkten oder indirekten Abgaben.

    Man hat nun die Möglichkeit den Erkenntnispfad zu beschreiten und Alternativen zu forcieren. Man hat....

  5. #64
    Avatar von Chris67

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    Hallo Leipziger,

    Die Kernkraftwerke lassen sich locker durch Wind und Sonne ersetzen. Wir haben einen Energiebedarf von etwa 80 GW Spitzenlast, aber Kapazitäten von ca. knapp 140 GW, inkl. Wind- und Wasserkraft, Kohle- und Kernkraft, Photovoltaik etc., exkl. Biogasanlagen. Und der Bedarf hat sich in den letzten Jahren nicht erhöht. Wir haben also bereits jetzt Überkapazitäten. Selbst wenn man zugrunde legt, dass der Wind nicht immer gleich weht, und nicht immer alle Kraftwerke Vollast fahren, laufen wir nicht Gefahr Stromausfälle erleiden zu müssen.

    AKW's gibt es seit den 1950ern, und die Zahl der Toten dürfte in die Hundettausende gehen (Tschernobyl). Unfälle gab es tausende, je nach Definition. Es gab einen GAU in Russland in den 50ern, einen GAU in Three Mile Island, Harrisburg USA, und einen Super GAU in der heutigen Ukraine. Fukushima dürfte der zweite Super GAU sein.
    Ab wievielen Toten würdest Du denn die Kernkraft als nicht mehr vertretbar bezeichnen?

    Die Notstromversorgung in Fukushima nicht gegen Tsunamis zu sichern war ein einfacher aber leicht vermeidbarer und sehr folgenreicher Fehler. Aber überall wo Menschen arbeiten werden Fehler gemacht. Wenn man in deutschen AKW mal richtig nachsucht wird man sicher auch Schwachpunkte finden. Das Unglück von Tschernobyl wurde durch einen leicht zu vermeidenden Bedienfehler ausgelöst. Natürlich, hätte man die Notstromversorgung anständig gesichert, wäre nichts passiert. Man hat es aber nicht, und es ist passiert, so what?

    Würde man die Kosten für Stillegung, Demontage und Endlagerung, sowohl von abgebrannten Kernbrennstäben als auch verstrahlten Anlagenteilen ehrlicherweise mit in den Strompreis einrechnen, wäre Atomstrom längst nicht so billig, wie er zu sein scheint. Die Entsorgungskosten lässt man aber lieber den Steuerzahler schultern, obwohl die Versorger mit ihren längst abgeschriebenen Anlagen Milliarden scheffeln. Das ist verlogen!
    Die Kosten regenerativer Energie werden sinken wenn deren Anteil steigt. Ganz einfach daher, dass Einzelanfertigungen oder Kleinserien imer teurer sind als Großserienfertigung.

  6. #65
    Avatar von Leipziger

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    Hallo antibes

    Wir reden hier um 26% Energieanteil.
    Richtig , also tragen die Hauptlast die Kraftwerke betrieben mit fossilen Brennstoffen, diese gehen aber langfristig zur Neige , oder ?

    Rein rechnerisch müßte man die Kernkraft also noch ausbauen und nicht zurück fahren , oder ?

    Kann man mit den erneuerbaren Energieträgern Gas , Kohle und Öl überhaupt nach und nach ersetzten ?

    Und ohne Kernkraft auch noch diese , quasi in der Zukunft 100% aus Sonne , Wind und Biogasen ?


    Ich würde dies erstmal genau durchrechnen und vor allem so etwas nicht als emotionales Wahlkamfthema gebrauchen , oder ?!

  7. #66
    antibes
    Avatar von antibes
    Den Wahlkampf mit diesem Thema hat die Regierung mit ihrem "Moratorium" eröffnet. Seit wann kann man die Sicherheit und Sinn oder Unsinn der Atomenergie in 3 Monaten prüfen. Die Angst um deren Pfründe scheint groß zu sein.
    Ohne Regierungsmandat keine vernünftige und einträgliche Lobbyistenzuwendungen.

    Ich für meinen Teil versuche Strom zu sparen. Z.B. läuft bei mir kein Gefrierschrank mehr, da alles frisch auf den Tisch kommt. TV einer der letzten Geräte mit Röhre, nicht Plasma. Es gäbe viele Möglichkeiten.

  8. #67
    Avatar von Chris67

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    Hallo Leipziger,

    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    Ich würde dies erstmal genau durchrechnen und vor allem so etwas nicht als emotionales Wahlkamfthema gebrauchen , oder ?!
    Hat schon längst jemand gemacht! Guckst Du: Atomwende in Deutschland: Turbo-Ausstieg würde 230 Milliarden Euro kosten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Hier werden viele Deiner Fragen beantwortet.

  9. #68
    Avatar von Leipziger

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    Hallo Chris67

    er werden viele Deiner Fragen beantwortet.
    Ja danke sehr interessant , die Zahlen erscheinen mir realistisch nur gehen die Planungen da eben nur bis 2020 und auch da sind Gas , Kohle und Öl noch der Schwerpunkt .......

    Die eigentliche Krise an diesen Rohstoffen kommt aber sicher nicht vor 2030 ........ ich würde mir die Kernenergie zumindestens noch etwas "warm halten" damit man den technologischen Anschluß nicht verliert bzw. in der Not solche Kraftwerke noch mal hochfahren kann , oder ?

  10. #69
    antibes
    Avatar von antibes
    Wäre schon ein erster Ansatz.

  11. #70
    guenter
    Avatar von guenter
    Zitat Zitat von Chris67 Beitrag anzeigen
    Würde man die Kosten für Stillegung, Demontage und Endlagerung, sowohl von abgebrannten Kernbrennstäben als auch verstrahlten Anlagenteilen ehrlicherweise mit in den Strompreis einrechnen, wäre Atomstrom längst nicht so billig, wie er zu sein scheint. Die Entsorgungskosten lässt man aber lieber den Steuerzahler schultern, obwohl die Versorger mit ihren längst abgeschriebenen Anlagen Milliarden scheffeln. Das ist verlogen!
    Die Kosten regenerativer Energie werden sinken wenn deren Anteil steigt. Ganz einfach daher, dass Einzelanfertigungen oder Kleinserien imer teurer sind als Großserienfertigung.
    Kann Dir nur beipflichten, die Subventionen für Atomkraft Weltweit überschreiten wohl die 2 Billionengrenze, in der EU bekam die Euratom alleine schon 400 Milliarden, selbst die Österreicher müssen da reinzahlen. Das ganze Geld wäre woanders besser investiert worden.

    Uran ist auch nur ein begrenzter Rohstoff, allerdings scheinen die Deutschen da mit den Franzosen zusammen sich Quellen gesichert zu haben, Deutschland hat ja auch eigene Vorkommen, aber da redet man lieber nicht drüber, Wismut, ein trauriges Kapitel.

    Was die regenerativen Energieen anbelangt, die in deutscher Perfektion zu horrenden Preisen angeboten werden, da wird mit Sicherheit gemauschelt. Von RWE weis ich, das sie bei diversen Windradherstellern die Mehrheit übernommen haben. Es ist abzusehen, dass kleine innovative Hersteller da extrem benachteiligt werden und wieder nur in Großprojekten gedacht wird.

    Ein sehr interessantes Nischenprojekt nennt sich "virtuelles Kraftwerk". Um kurzfristige Bedarfsspitzen abzubauen, nutzt man vorhandene Notstromaggregate die z.B. in Krankenhäusern installiert sein müssen. Man kann ein AKW damit ersetzen und die Besitzer der Notstromaggregate können ihre Kosten deutlich reduzieren.

    Was die CO² Problematik angeht, sollte man Bäume pflanzen, woimmer Platz ist...

    Gruß Günter

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