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Supergau, oder, wie schlimm muss es kommen bevor man umdenkt.

Erstellt von guenter, 15.03.2011, 21:27 Uhr · 216 Antworten · 12.183 Aufrufe

  1. #171
    antibes
    Avatar von antibes
    Kam in den New`s. Die Kernschmelze hatte schon seit Beginn des Tsunamis begonnen. Davon wären 3 Reaktoren betroffen.

    Na ja Stufe 4

  2.  
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  3. #172
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
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    Zitat strike (aus der FAZ):


    Wenn der Aufbruch ins neue Zeitalter nicht schon auf halbem Wege im Morast von Enttäuschung und Protest steckenbleiben soll, dann muss die Politik aufhören, Sehnsüchte nach dem solaren Paradies zu wecken und die Warner als „Dinosaurier“ abzustempeln. Jetzt müssen den Bürgern die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Kosten präsentiert werden. Noch eine Wende in der Energiepolitik hält das Industrieland Deutschland nämlich nicht mehr aus.


    Energiewende: Warnung vor dem Paradies - Atomdebatte - FAZ.NET



    Zitat antibes:

    Zuerst geht die Sicherheit der Menschen vor.

    Die Atomindustrie hat bewiesen, daß sie diese für die Bürger und die nachfolgenden Generationen nicht bewerkstelligen kann. Eher das Gegenteil ist der Fall, was man an nicht geklärter Endlagerung und Sicherheit bei der Anwendung feststellen kann. .
    Erst jetzt beginnt man auch in etablierten Kreisen, sprich CDU/ CSU/ FDP, über Alternativen nachzudenken, was aufgrund der Fortschrittsideologie der rosa Atomkraft-ist-sicher-Fraktion über Jahrzehnte nicht möglich war.



    Meine Ansicht:

    Wir haben keine andere Wahl, als raus aus der Atom-Energie. Die Folgen eines Super-GAU's in Deutschland kann man nachfolgend (ansatzweise) erahnen.


    Zitat:

    Welche Folgen hätte ein Super-GAU
    in einem AKW in Deutschland?

    Auf jeden Fall noch schlimmere als der Super-GAU am 26. April
    1986 im AKW Tschernobyl (Ukraine). Mehr als 300.000 Menschen
    mussten dort ihre kontaminierte Heimat für immer verlassen, 800.000
    „Liquidatoren" bekamen bei Aufräum- und Katastrophenschutzarbeiten
    erhebliche Strahlendosen ab, viele starben, die allermeisten sind
    Invaliden. Die Zahl der Krebserkrankungen, genetischen Schäden
    und Fehlbildungen geht in die Hunderttausende.1
    Bei einem Unfall in einem AKW hierzulande kann fünfmal so viel
    Radioaktivität freigesetzt werden wie in Tschernobyl. Das ermittelte
    die halbstaatliche Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) 1989 in
    der „Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke, Phase B". Deutsche
    AKW haben zudem, im Gegensatz zu Tschernobyl, kein Grafit im
    Reaktorkern, das Feuer fangen könnte. Das Gros der radioaktiven
    Stoffe würde daher nicht über ganz Europa verteilt, sondern im Umkreis
    von einigen Hundert Kilometern niederschlagen, wo die Strahlenbelastung
    dann entsprechend höher wäre. Und Deutschland ist
    siebenmal so dicht besiedelt wie die Region um Tschernobyl – entsprechend
    mehr Menschen wären von einem Atomunfall betroffen.
    Auf dieser Basis berechnete das Basler Prognos-Institut 1992 für
    das Bundeswirtschaftsministerium die Folgen eines Super-GAUs im
    AKW Biblis. Ergebnis: etwa fünf Millionen Krebserkrankungen, die
    Hälfte davon tödlich. Etwa zehn Millionen Menschen müssten umsiedeln,
    weil ihre Heimat durch den radioaktiven Fallout dauerhaft
    unbewohnbar würde. Aus demselben Grund gingen Millionen von
    Arbeitsplätzen verloren.
    Den finanziellen Schaden eines solchen Unfalls taxierte die Studie
    auf 2.500 bis 5.500 Milliarden Euro – das ist das elf- bis 25-fache
    des damaligen Bundeshaushalts.

    Ein schwerer Atomunfall käme also nicht nur einem gesundheitlichen, sondern auch einem volkswirtschaftlichen Zusammenbruch gleich, von den sozialen und politischen
    Folgen ganz abgesehen.

    Quelle:

    http://www.ausgestrahlt.de/fileadmin/us ... risiko.pdf

  4. #173
    Avatar von strike

    Registriert seit
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    28.011
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    ... Meine Ansicht: Wir haben keine andere Wahl, als raus aus der Atom-Energie.
    Waitong, keine Frage.
    Nicht ohne Grund wird die Atomenergie in Deutschland ja auch als Brueckentechnologie bezeichnet.

    Die grosse Frage die sich stellt, ist die, ob aus vordergruendigen politischen Gruenden und lediglichen machtpolitischen Erwaegungen die Thematik wirklich nachhaltig und voellig transparent fuer den Buerger - der jede weitere Fehlentscheidung finanzieren muss! - angegangen wird.

    Die Geschehnisse in Japan boeten jetzt die Chance sich offen und ehrlich (und unter Einbeziehung bzw. vollstaendiger Information aller Details an den Buerger!) mit den zukuenftigen Energiekonzepten - mit all ihren technischen und finanziellen Risiken - auseinanderzusetzen.
    Geschieht das wirklich?
    Ich habe da eben so meine Zweifel.

    Andersherum: nur Schwarz/Weiss kann es nicht sein.
    Genau das Gefuehl habe ich aber bei den aktuellen Diskussionen.
    Das wird langfristig niemanden wirklich helfen.

    Aber wenn interessiert da oben schon meine Meinung .....

  5. #174
    Avatar von Volker M. aus HH.

    Registriert seit
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    4.781
    Zitat Zitat von antibes Beitrag anzeigen
    Zuerst geht die Sicherheit der Menschen vor.
    Die Atomindustrie hat bewiesen, daß sie diese für die Bürger und die nachfolgenden Generationen nicht bewerkstelligen kann. Eher das Gegenteil ist der Fall, was man an nicht geklärter Endlagerung und Sicherheit bei der Anwendung feststellen kann. .
    Erst jetzt beginnt man auch in etablierten Kreisen, sprich CDU/ CSU/ FDP, über Alternativen nachzudenken, was aufgrund der Fortschrittsideologie der rosa Atomkraft-ist-sicher-Fraktion über Jahrzehnte nicht möglich war. Trotzdem werden nun die üblichen Argumente zum Schönreden rausgekramt, weil man nie fähig war die Problematik allumfassend zu erkennen. Dabei hätte man sich nur im Umfeld der "Grünen" informieren können, aber der Tellerrand der kleinen Atombrühe schien für manche unüberwindbar.

    Nun versucht man mit Wirtschafts-, Arbeitsplatz- und Umweltängsten die letzten Bastionen der ökologischen und wirtschaftlichen Unvernunft zu verteidigen.

    So manchmal erweckt die Hektik in der schnellen Kehrtwende auch den Eindruck der Angst über die verlorenen Zuwendungen seitens der Industrie.
    Unbewiesene Behauptungen, wischiwaschi und Unterstellungen. Nicht ein Faktum. Darum ist es so schwer eine Diskussion zu fuehren.

    DIE Atomindustrie hat gar nichts bewiesen. Die japanische Atomindustrie hat Fehler gemacht und wurde von einer Naturkatastrophe
    erwischt, die sich niemand vorstellen konnte.

    Die in Deutschland dokumentierten Stoerfaelle beweisen 3 Dinge:
    Technik kann versagen
    Es gibt ein funktionierendes Ueberwachungssytem
    Die Sicherheitsmechanismen funktionieren

    Wer Schreckensscenarien durch ausgetretene Radioaktivitaet verbreitet, sollte doch netterweise auch benennen,
    was ausgetreten ist. Es gibt Stoffe mit einer Halbwertszeit von einigen Stunden bis hin zu zehtausenden Jahren.

    Wir leben in einer globalisierten Welt und Energie ist ein wichtiger Standortfaktor. Steigen die Energiepreise, werden
    Betriebe abwandern. Man muss gar keine Aengste schueren, etwas BWL reicht voellig aus. In einigen
    Betrieben ist Strom nur in den Fixkosten, bei anderen in HK variabel.
    Deswegen ist ein deutscher Alleingang beim Ausstieg gefaehrlich. Ein europaeischer Konsens waere wesentlich besser.

    Die Gruenen, die jetzt nach dem Motto unterwegs sind: "Das haben wir schon immer gesagt", verschweigen allerdings
    geflissentlich, dass auch Oeko Strom nicht ohne Auswirkungen auf die Umwelt ist. Wer der Natur dauerhaft an die
    20 GW abringen will, muss auch den Preis dafuer bezahlen. Da sind ein paar von Windmuehlen erschlagene Voegel nur
    die Spitze des Eisberges.

    Staubecken sind sehr anfaellig fuer Terrorismus, da sie praktisch nicht bewacht werden. Eine gut plazierte Bombe
    und das naechste Dorf ist Geschichte.

    Mein paar Cent dazu.

    Ach ja: Conrad, wer wie du zuweilen recht rustikal unterwegs ist, sollte mal darueber nachdenken ob Mod ein geeigneter
    Job fuer ihn ist. Mod(eration) heisst Maessigung und die sollte doch im Idealfall bei einem selbst beginnen, oder?

  6. #175
    Avatar von Ban Bagau

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    Cool

    @Waitong

    Bei den Farben deines Beitrags bekomme ich ja jetzt schon Augenkrebs. Ein wenig dezenterer Farbton hätte es auch getan.

  7. #176
    Avatar von Waitong

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    Rosa Brille.jpgVielleicht nutzt's was .

  8. #177
    Avatar von Ban Bagau

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    Smile

    @Waitong

    Durch die rosarote Brille sehe ich schon lange nichts mehr.(muß wohl`n Gendefekt sein) Sehe da immer nur so verschwommen und kann keine klaren Linien erkennen. Ab und zu hilft da eine "um die Ecke guck Brille". Damit man auch sieht was hinter den Kulissen abläuft.

  9. #178
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Fukushima:
    Empörung der Anwohner, Bauern, Mütter, Fischer, Arbeiter


    - Das japanische Wissenschafts- und Technologieministerium (MEXT) hat die Grenzwerte für radioaktive Belastung („praktischerweise“) für Erwachsene und Kinder einfach herausgesetzt. Der zuständige Minister musste sich vor den empörten Müttern von Fukushima „verstecken“.
    - Es kann keine Rede davon sein, dass die Unglücksreaktoren „unter Kontrolle“ sind. Die Kernschmelze hat sich ja unterdessen weltweit herumgesprochen. Die Situation ist noch schlimmer als vor 2 Monaten.
    - an die 100000 Menschen wurden evakuiert, zwei Städte und neun Dörfer stehen vor ihrer Vernichtung.
    - offenbar werden weitere Evakuierungen bewusst verzögert.
    - 300000 Schulkinder sind gravierend erhöhter radioaktiver Strahlung ausgesetzt.
    - die Bauern der Präfektur Fukushima sind (berechtigterweise) im Aufruhr.
    - es sickerte durch, dass die Regierung ein Erdbeben der Größenordnung, wie es stattgefunden hat, doch voraussehen konnte, aber mit den Betreibern das Risiko zu Lasten der ansässigen Bevölkerung, ja der Menschen auf der ganzen Welt, kalkuliert einging.
    - bei den Arbeiten an den havarierten Reaktoren werden auch unterbezahlte Zeitarbeiter beschäftigt. Einer kam zu Tode, weil er zwei Stunden ohne ärztliche Versorgung blieb, weil Ambulanzen sich nicht in der „Todeszone“ aufhalten dürfen.

    weiter lesen: Fukushima: Empörung der Anwohner, Bauern, Mütter, Fischer, Arbeiter





  10. #179
    Avatar von Samuirai

    Registriert seit
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    501
    Supergau, oder, wie schlimm muss es kommen bevor man umdenkt.

    Gau, Supergau, atomare Verseuchung. Was solls? Ich und viele Andere müssen nicht umdenken. Aber wen interessierts? Die Entscheidungen treffen Andere. Frau Merkel? Mitnichten. Es sind in unserem wie vielen anderen Ländern die Reichen und Mächtigen die bestimmen. Das sollte jeder kapieren. Nein, ich bin immer noch kein Verschwörungstheoretiker. Das sagt uns die Logik. Wie einfach ist es dem einfachen Arbeiter den Lohn zu kürzen, versuch es mal mit einem Politiker, da wirds schon schwierig. Unmöglich wirds im höheren Management, das beweisen z.B. die Gehälter nach der Bankenkrise, oder besser nach der durch die Banken verursachten Krise.
    Wie gehts weiter? Einfache Antwort. Zurück zum Alltag. Fukushima ist schon lange nicht mehr das Thema. Lena ist da einfach wichtiger, interessanter, Quotengerechter ... Nein, ich erwarte keine Panikmache. Ich erwarte Information.
    Nachrichten wie diese erscheinen eher als Randbemerkung:
    "Den Angaben vom Dienstag zufolge entdeckten Arbeiter im Meer in der Nähe der abgeschalteten Reaktoren 5 und 6 ausgetretenes Öl."
    Das bischen Öl, kennt mann ja ...
    "Die Frage der Entsorgung ist nach wie vor ungelöst. Es wird befürchtet, dass erneut verstrahltes Wasser ins Erdreich oder ins Meer gelangen könnte."
    Wird ja verdünnt. Und Genmanipulation kennt mann ja auch. Bin mal gespannt was da so an Viechern bei rumkommt ... "Erneut", wers glaubt wird seelig, ich möchte nichts bösartiges unterstellen, aber da wird permanent Wasser eingepumpt, wo geht das hin? ...
    Die Explosion, die Arbeiter am Reaktor 4 hörten, habe sich vermutlich an einem Gasbehälter ereignet. Nach der Ursache werde gesucht....Die Hauptprobleme im Atomkraftwerk betreffen die Reaktoren 1, 2 und 3. Dort haben nach Angaben von Tepco Kernschmelzen stattgefunden.
    Reaktor 4 ist mit seiner Explosion lediglich ein "Nebenproblem" ... und die läppischen Kernschmelzen werden die schon im Griff haben.

    Das Wasser, das zur Kühlung der Reaktorbehälter in die Gebäude gepumpt wird, behindert die Einsatzkräfte seit Wochen. So konnte das reguläre Kühlsystem der Anlage nicht repariert werden, da ein Einsatz wegen der hohen Radioaktivität in den überfluteten Bereichen zu gefährlich ist.
    ... wird schon werden ...
    Fukushima: Tepco meldet kleine Explosion in AKW-Ruine - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

    Umdenken? Wer denn und warum?

  11. #180
    Avatar von Hitori

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    Eigentlich habe ich versprochen jemanden im Sommer zu besuchen, der 75 Km von Fukushima entfernt wohnt. Vielleicht sollte ich darüber nochmals nachdenken...

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