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Staatsmacht ?

Erstellt von Waitong, 08.09.2011, 08:01 Uhr · 76 Antworten · 4.482 Aufrufe

  1. #61
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Als Beispiel ist der A1-Zwangskurs. Ich darf z.B. nicht mit meiner Ehefrau in Deutschland leben, weil sie nicht genug deutsch kann. Also kann ich mir meine kleine Welt schon mal nicht im ehemaligen Heimatland aufbauen.
    Erstaunlich, wir sind in vielen Aspekten bereits schon auf einem Nenner. Zu obigem. Es gibt soviele unterschiedliched Laender, warum muss es dann ausgerechet Deutschland sein? Es war mir in Deutschland unmoeglich in meiner eigenen kleinen Welt zu leben und somit habe ich ja dann das Land verlassen. Wuerde es mir in Thailand ebenfalls so gehen, gut, dann muss ich eben weiterziehen. Kann weder Deutschland noch Thailand veraendern, also muss ich mich eben veraendern und das Beste aus den Gegebenheiten herausholen.

    Natuerlich gibt es hier in Thailand einige Regeln, die es unbedingt zu beachten gilt. Speziell dann, wenn man Auslaender ist. Die hindern mich persoenlich aber nicht daran, dennoch zu 90% in meiner eigenen kleinen Welt zu leben. 100% sind wohl nie zu erreichen, denn ein Paradies gibt es mit Gewissheit nirgendwo. Mehr als persoenliche Zufriedenheit ist mit Sicherheit nicht drin. Der Wunsch nach globaler Zufriedenheit ist jedoch ein Traumschloss. Nie wird es mir gelingen meinen Naechsten zu seinem Glueck zu verhelfen und nicht mit der groessten Naechstenliebe. Somit liebe ich meinen Naechsten nicht, noch hasse ich ihn sondern er ist mir im Grunde egal. Ausser natuerlich, wenn ich jemanden ganz gezielt unter meine Fittiche nehme. Fuer 7 Millarden reichen meine Fittiche aber bei Leibe nicht. Noch nicht mal fuer die laeppischen 60 Millionen und ein Keks hier in Thailand. Gebe es zu, meine Faehigkeiten wuerden fuer die Moses-Rolle einfach nicht reichen. Lasse es auch lieber hier in Thailand den Golf teilen zu wollen, ehe ich mir den Zorn von saemtlichen heimischen Fischern fuer nichts und wieder nichts zuziehe.

    Ergo, ich gehe einfach gar nicht erst in ein Land, indem ich die fuer MICH wichtigen Aspekte nicht ausleben kann. Somit sind bestimmte Laender fuer mich ein absolutes no go, genauso wie der Mars oder die Venus. Was soll ich da versuchen aus einem trockenen Acker meine gruene Wiese zu basteln? Verschwendung von Ressourcen, wenn es anderswo bereits eine Weise gibt, die vielleicht bereits von vornherein zu 90% meinen Vorstellungen entspricht. So wie z. B. Thailand, Deutschland aber nicht. Wuerde Thailand A1 einfuehren, gut dann wuerde ich diesem Erfordernis nachkommen. Muesste ich jedoch zum Islam konvertieren um in Thailand leben zu koennen, nun dann wuerde ich gehen. Ich kann hier meine Meinungsfreiheit nicht voll ausleben? Kann ich persoenlich problemlos mit leben. Kann hier auch im Forum nicht voll und ganz den Derwisch geben? Kann ich auch mit leben, sonst wuerde ich hier nicht schreiben.

    Somit stellt sich fuer mich dann die Frage, wo ist denn nun eigentlich das Problem? In Saudi Arabien kann ich nicht alkoholtrinkend in Badekleidung durch den Sand wandern, in Deutschland darf ich mir kein .......... auf die Wange malen... ja und, was interessiert mich dies? Dann lebe ich eben einfach dort nicht, wenn ich mich zu eingeschraenkt fuehle. Nein, ich fuehle mich dadurch nicht gedemuetigt. Probleme bekomme ich wirklich nur dann, wenn man mich nicht ziehen lassen wuerde. Okay, hier gefaellt es mir nicht, also gehe ich. Nein, Du darfst aber nicht gehen, wie es z. B. in der DDR der Fall war oder in Nordkorea ist. HIERMIT haette ich tatsaechlich dann ein Problem, das mit Sicherheit irgendwann mal explodieren wuerde, da mir keine Moeglichkeit zur Flucht gelassen wird. Dieses ist die wirklich einzige Freiheit, auf die ich persoenlich absoluten Wert lege. Gehen zu koennen, wenn es mir beliebt. Mehr Freiheit brauche ich im Grunde auch nicht, um mir meine kleine Welt irgendwo zu schaffen.

  2.  
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  3. #62
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Geht man dann davon aus, daß sich alle Einig sind, diese
    nennen wir es mal Regeln einzuhalten, um des Friedens willen, ist es schon aus mit der Anarchie.
    Sehe ich nicht so. Es sollte selbstverständlich sein, dass sich eine Gemeinschaft gemeinschaftlich verhält. Und dass ich mich ein wenig jemanden anpasse oder ihm entgegenkomme tu ich ja schon aus Eigennutz, weil ich mich freue, dass sich mein gegenüber dadurch wohler fühlt. Das ist also keine Herrschaft oder Einschränkung, sondern eine Win-Win-Situation für alle.

    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Ja A1 ist lästig, aber fragtest du Mehrheit der Bevölkerung, wird wahrscheinlich die Antwort lauten, "ist notwendig", wenn es dann so ist, wie positionierst Du dich dann zur Mehrheitsmeinung-Forderung-Demokratie.
    Es ist sicherlich richtig, dass bei einer Umfrage die Mehrheit sagen würde, jeder Bewohner Deutschlands sollte deutsch können. Alle andere sollte man abschieben, gar nicht erst rein lassen oder noch schlimmere Dinge tun, denn sie sind ja doof, also Abschaum.

    Deshalb finde ich auch die reine Form einer Demokratie nicht für geeignet. Und zwar aus dem Grund vieler Kritiker von Volksentscheidungen, dass das Volk zu dumm sei. Allerdings beende ich damit die Diskussion nicht, um damit die parlamentarische Diktatur zu rechtfertigen. Nein, denn das Volk ist nicht dumm. Es wird nur dumm gemacht, bzw. propagiert. Daher halte ich neben dem Anarchismus und einem Hängematten-Totalirismus die beratende Demokratie als 3. ideale Gesellschaftsform (und die vermutlich beste, weil am realistischsten).

    Das bedeutet, dass ich überzeugt bin, dass nach eingehender Beratung das deutsche Volk nicht mehr von einem A1 überzeugt wäre, wenn die zahlreichen Gegenargumente überzeugend flächendeckend dargelegt werden und das Volk tatsächlich Einfluss auf politische Prozesse hätte.

    Sollte das Volk trotzdem anders entscheiden, müsste ich es als Minderheit akzeptieren. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Deutsche das dümmste Volk der Welt ist. In ihnen steckt trotz der miserablen Geschichte voller Kriege, Herrschafts- und Größenwahn trotzdem zumindest annähernd so viel Potential wie in einem Somalier, Fiji oder Brasilianer. Vielleicht irre ich mich da auch. Aber das könnte man ja mal rausfinden.

  4. #63
    Avatar von wingman

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    für mich wird später von bedeutung sein, wie hoch thailand seine hürden schraubt um ein jahresvisum zu erlangen. wird der finanzielle aspekt so hoch gesetzt, das ich dies nicht erfüllen kann bleibt ja noch die 6monate thailand und 6 monate deutschland möglichkeit.
    thailand sollte aber bedenken, das es nicht nur bunga bunga touristen gibt. mich interessiert pattaya z.b. nicht die bohne.

  5. #64
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Gehen zu koennen, wenn es mir beliebt.
    Ja, ich gebe dir ja recht. Für mich war es ja ein absoluter Glücksfall, dass wir nicht in Deutschland leben durften. Dafür müsste ich der Regierung auf ewig dankbar sein. Ebenso bin ich meinem Boss dankbar, dass er mich gekündigt hat und der Arbeitsagentur, dass die mir keinen Job beschaffen konnten. So habe ich mich selbstständig gemacht, genieße dadurch meine Freiheit und Kohle ohne Ende.
    Manche Tiefschläge wirken sich später als wahre Glücksfälle heraus.
    Und die Welt ist tatsächlich groß.

    Doch du hast es schon genannt: man kommt nicht aus jedem Land mehr raus. Und ich sehe die Gefahr, dass es mehr werden könnten. Und zwar aus wirtschaftlichen Gründen. Schauen wir doch mal nach Deutschland. Was passiert denn da? Eine wilde Jagd auf Millionäre, die in der Öffentlichkeit nur dicht hinter ..............n stehen, eine Steuererhöhung nach dem kommenden SPD-Wahlsieg, Abschlachten von Steuersündern, Einschränkungen für Unternehmen wg. Daten-, Kinder- Spielsuchtschutz, Verstaatlichungen, Mindestlöhne mit Folge einer Inflation, immer mehr Sozialausgaben usw. Kein Wunder, dass so viele Fachkräfte, reiche Leute, kluge Köpfe das Land verlassen. Die haben aber jetzt schon Probleme, Renten zu zahlen, weil keiner mehr Kinder in einem solchen Land in die Welt setzen will.

    "Nützliche" Ausländer wollen auch nicht kommen, weil die Welt lieber englisch als deutsch spricht und die Ausländerfeindlichkeit wieder zunimmt. D.h. Deutschland stirbt tatsächlich aus, wie es ein bekannter SPD-Politiker prophezeit hat. Wäre ja auch nicht schlimm, aber das sieht die Regierung natürlich anders. Denn was wäre ein Herrscher ohne Untertanen? Und da braucht man nicht sehr viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass ein Auswandern verhindert wird. Vermutlich mit solchen Mitteln wie: gib all dein Vermögen ab, dann kannst du gehen. Und wenn Deutschland das macht, dann zieht die EU nach. Und irgendwann hat das Virus die ganze Erde erwischt. Es ist wirklich ein schmaler Grat zwischen einer immer freieren Welt mit Reisefreiheit usw. und einer noch stärkeren Einschränkung aus nationalen und wirtschaftlichen Gründen. Wir leben da gerade an einer Kreuzung und müssen schon aufpassen, dass wir nicht falsch abbiegen.

    Letzte Woche hat man in Deutschland übrigens im TV ernsthaft darüber nachgedacht, ob China nicht das bessere politische System habe, weil sie wirtschaftlich erfolgreicher sind und den Euro retten können. Und es gibt Politiker, die es bejahen.
    Und dann dauert es nicht lange, bis Bürger applaudieren: mir doch egal, ob ich nichts sagen und nicht reisen darf. Hauptsache, ich habe viel Geld in der Tasche.
    Also, ich fantasiere mir hier nichst zusammen. Die Gefahr ist real.
    Anderseits ist es durchaus auch möglich, in China zu leben. Lasse ich mein Dalai Lama-Shirt halt im Schrank.

  6. #65
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    ... Es gibt soviele unterschiedliched Laender, warum muss es dann ausgerechet Deutschland sein? ...
    Weil es das Heimatland von einem der Ehepartner ist.
    Und da geb' ich Frank vollkommen recht.

    Dass ein Deutscher hinzunehmen hat, dass der Zuzug seiner Frau aus bestimmten Laendern auch an sprachliche Reglementierungen gebunden und dies mehrheitlich abgenickt wird, ist mehr als ein Beleg fuer den nach wie vor vorhandenen Untertanengeist in Deutschland.
    Das dies fuer viele hier ebende Gaeste nicht gilt, aber ebenfalls "geschluckt" wird, macht mich auch heute noch sprachlos.

    Hauptsache der Biergarten schliesst nicht zu frueh .......



    Biergartenrevolution

  7. #66
    Avatar von lucky2103

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    Ach, ich hab das schon hundertmal dargelegt: Wenn meine Frau aus Japan oder Korea kommt, dann stellt die Bundesregierung fest, dass "kein erhöhter Integrationsbedarf" besteht, aber wenn meine Frau aus TH kommt, dann ist dieser Integrationsbedarf sehr wohl gegeben.

    Die Wahrheit ist so, dass Japanerinnen und Koranerinnen keine "Problemgruppe" darstellen (reden wir klares Deutsch: Sie sind nicht wesentlich in Prostitution involviert), während Thais dies sehr wohl tun.
    Und darum muss Frau Bader, geb. Narakorn, stellvertretend für alle ihre "bösen" Landsfrauen, büßen.

  8. #67
    Avatar von tira

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    Cool

    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    ....Die Wahrheit ist so, dass Japanerinnen und Koranerinnen keine "Problemgruppe" darstellen (reden wir klares Deutsch: Sie sind nicht wesentlich in Prostitution involviert), während Thais dies sehr wohl tun......
    moin,

    ..... und woher wissen das die politischen entscheidungsträger? waren wohl selbst, auf kosten des steuerzahlers natürlich, zu feldstudien vor ort an der front

  9. #68
    Avatar von tuxluchs

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    Mir ist unklar wo das Problem mit A1 liegt, die Sprache ansatzweise lernen zu müssen, damit die Möglichkeit besteht das land besser zu verstehen und sich integrieren zu können, kann doch nicht falsch sein.
    Nein ich hab eher das Gefühl, das mancheiner Angst hat, das die Frau sich aus der Abhängigkeit des Mannes emanzipieren kann, und das Verhältnis mit bessseren Wissen und Verständnis des Landes neu bewerten könnte. Soll ja auch Thaifrauen geben, die nicht wollen das ihr Mann Thai lernt.

  10. #69
    Avatar von Ban Bagau

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    Post

    @lucky2103

    Wieso "Problemgruppe"? Nach deutschem Recht ist Prostitution ab 1. Januar 2002 ein legaler anerkannter Berufszweig. Dürfte wohl nicht der Grund sein, nur weil die Art von Beschäftigung in weiten Teilen der Bevölkerung nicht anerkannt ist.

  11. #70
    Avatar von Jarga

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    798

    gemeinsamen 'Nenner' finden

    Hallo @kcwknarf. Spreche dich weiterhin an ohne mich einzubringen. Kann dir im Sinne soweit recht gut folgen, ebenso @Tramaico seine Sicht der Dinge. Da bin ich in vielem ähnlich im täglichen Umgang und Handeln, aber nicht gleich.

    Mir scheint etwas an Ideologie-Denken durch zu schimmern, auch bei Antworten anderer Member. Leider vernebelt es etwas die Sinne. Muss nicht abwertend verstanden werden, sondern einfach beruhend auf unserer anerzogenen "Erziehung".

    Bevor ich mich hier vertiefter in die Diskussion einlassen möchte, liegt mir eher daran, einen gemeinsamen Nenner zu finden nebst den gegebenen anderen Linkhinweisen,

    -ob Du und andere mit diesen nachfolgenden Auszügen betreffend "Urschuld"
    Widerspruch seht bezüglich eigener Ansichten.

    www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/URSCHULD.pdf
    "Die Krisenschaukel" & "Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert"

    Setze mich auseinander miit dem Kapitalismus, insofern es nur ein anderes Wort ist für Debitismus*.

    Beim Debitismus (copyright PCM) geht es bekanntlich vor allem um die anthropologisch begründete Machtfrage, die Frage von Macht-Entstehung, Macht-Erhaltung und Macht-Kollaps, also den ganzen Durchlauf dieser widernatürlichen Daseinsform*.

    Der Debitismus ist keine ökonomische Empfehlung oder Anleitung, wie man es "richtig" macht.

    Der Debitismus reklamiert für sich lediglich die Entzauberung aller ökonomischen (und gesellschaftlichen!) Illusionen.

    Der Debitismus liefert keinerlei Lösungsansätze.

    Im Debitismus ist letztlich alles und jedes kollektive (auf Staaten basierende) Wirtschaften auf lange Sicht vergeblich.

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