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Russland

Erstellt von strike, 12.02.2015, 23:03 Uhr · 1.173 Antworten · 51.562 Aufrufe

  1. #391
    Avatar von Dieter1

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    Chumpae, alle souveraenen Staaten, die seit dem Zerfall der Sowjetunion rings um Russland endstanden sind fuerchten Russland wie der Teufel das Weihwasser und das hat seine Gruende.

    Sogar Im 2. WK begruessten alle nichtrussischen Voelker die damalige deutsche W.ehrmacht zunaechst als Befreier.

  2.  
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  3. #392
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von Chumpae Beitrag anzeigen
    ...mit Putin ein Mensch in den Kreml eingezogen ist, der zwar ob seiner Vergangenheit im sowjetischen System ein straffes Regime fuehrt, was aber bei einem nicht unbetraechtlichen Teil der Bevoelkerung zu einigermassen Wohlstand gefuehrt hat.
    Alles gut und schön, aber:
    Das ist ein Wesenszug mancher Diktatoren - in Deutschland konnte das auch jemand,
    bevor der Rattenfänger Farbe bekannte ... in Ordnung, lassen wir den Populismus weg.

    Russland hat weite Teile des ehemaligen Aufschwungs über Rohstoffquellen rekrutiert.
    Wäre Russland wirtschaftlich ein moderner Staat, wäre die Gesellschaft frei und kreativ,
    man hätte nicht den aktuellen Zusammenbruch zu verzeichnen, einzig weil der Ölpreis
    gefallen ist. An den Sanktionen kann es nicht liegen, wie ich hier mehrfach lesen durfte.
    Ich erinnere daran, dass Russland immer noch als Schwellenland geführt wird. Bei diesen
    wunderbaren Voraussetzungen (Mutter Erde) wohl ein Zeichen von latenter Unfähigkeit.

    Mehrere Nachbarstaaten wurden inzwischen schon überfallen und auch deshalb traue ich
    Putin nicht über den Weg. Man redet gern über Sinn oder Unsinn der Sanktionen. Das ist
    eine wichtige Diskussion, man kann da durchaus streiten. Was dabei fast vergessen wird
    - im Ursprung stehen doch die Aggressionen Russlands. Oder ist das nicht der eigentliche
    Punkt, der zu den Reaktionen geführt hat? Ich vermisse das in mancher Schuld-Analyse.

    Ein Blick zurück:
    Was soll ich denken, wenn das Volk Putin die grössten Wahlerfolge schenkte, nachdem er
    den Tschetschenien-Krieg entfachte? Ich weiss, dass ich das möglichst wertfrei betrachten
    muss. Der russische Bürger ist per se nicht besser, oder schlechter, als wir es sind. Aber er
    unterliegt einer gefährlichen Propaganda, die höchst aggressiv und nationalistisch angelegt
    ist. Wir sollten darüber nachdenken, wie umfangreich wir uns informieren können und uns
    äussern dürfen. Während wir das Vokabular unserer Politiker beklagen und die Einseitigkeit
    der Presse zu erkennen glauben, ist man im Land des Bären längst verschleppt, oder gar
    ermordet, lässt man der Zunge freien Lauf. Ja, wir sind nicht total frei, aber extrem freier!

    Ich könnte übrigens keinem ehemaligen KGB-Schergen trauen, der aktiv dabei half, Deutsche
    in der DDR zu bespitzeln, wenn nicht gar zu vernichten. Und das nur, weil sie dem System
    politisch unbequem waren. Und jetzt tut er genau das Gleiche seit Jahren im eigenen Haus.

    Natürlich, ich wünsche mir auch ein friedliches, sogar ein freundliches Verhältnis mit Russland.
    Nur glaube ich nicht, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht, mit Putin an der Spitze Russlands.

  4. #393
    Avatar von sombath

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    Richtig , aber die Na z is waren zu blöd das auszunutzen .
    Die Menschen dort haben bald gemerkt , daß der Rassismus Hit lers noch schlimmer war ,
    als der Sa d ismus Stalins .
    So kann man auch einen Krieg verlieren .

    Sombath



    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Chumpae, alle souveraenen Staaten, die seit dem Zerfall der Sowjetunion rings um Russland endstanden sind fuerchten Russland wie der Teufel das Weihwasser und das hat seine Gruende.

    Sogar Im 2. WK begruessten alle nichtrussischen Voelker die damalige deutsche W.ehrmacht zunaechst als Befreier.

  5. #394
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Ich könnte übrigens keinem ehemaligen KGB-Schergen trauen, der aktiv dabei half, Deutsche
    in der DDR zu bespitzeln, wenn nicht gar zu vernichten. Und das nur, weil sie dem System
    politisch unbequem waren. Und jetzt tut er genau das Gleiche seit Jahren im eigenen Haus.

    Natürlich, ich wünsche mir auch ein friedliches, sogar ein freundliches Verhältnis mit Russland.
    Nur glaube ich nicht, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht, mit Putin an der Spitze Russlands.
    Eben aus dem von Dir genannten Grund ruehrt ja auch mein Misstrauen ihm gegenueber her, hindert mich aber nicht daran aus meinem Innersten heraus eben ein solches freundliches Verhaeltnis zu den Russen zu pflegen-unabhaengig davon ob dies Staatsdoktrin ist oder nicht.
    Uebrigens hatte ich frueher mal Kasachen( Russlanddeutsche) bei mir angestellt, alles sehr gute Arbeitskraefte und vor allem hatten die sehr energische Frauen, die ihren Maennern und Soehnen ordentlich Dampf machten, damit das Geld in der Kasse stimmte.

  6. #395
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von Chumpae Beitrag anzeigen
    ... hindert mich aber nicht daran aus meinem Innersten heraus eben ein solches freundliches Verhaeltnis zu den Russen zu pflegen-unabhaengig davon ob dies Staatsdoktrin ist oder nicht.
    Was du schreibst kann ich nachvollziehen. Allerdings war es den westlichen Politikern einst
    ziemlich egal, was Putin mal tat. Erst, als es um die Krim ging und um die Ukraine, ist das
    Verhältnis deutlich abgekühlt. Deine freundschaftlichen Beziehungen zu Russen gönne ich
    dir von Herzen, das ist auch für mich einfach nur positiv zu betrachten. So etwas ist wichtig.

    Ich lebe schon einige Jahre in TH, daher interessiert mich eine deutsche Staatsdoktrin wenig.
    Schwer vorstellbar für mich, dass ein normaler Bürger etwas gegen Russland hat, nur weil es
    westliche Sanktionen gegen dieses Land gibt. Ich denke, es sind mehr Fakten, die beunruhigen.
    Eher sehe ich eine "Internet-Doktrin" des Irrglaubens, die Erde wäre friedlicher ohne die USA.

    Die Geschichte der Menschheit ist geprägt von unzähligen Kriegen - es braucht (leider) immer
    noch die militärische Abschreckung, um Despoten im Zaum zu halten. Gäbe es nicht die USA
    und die NATO, die sicher selbsternannte Weltpolizei, es müsste eine andere Kraft geben. Von
    mir aus sogar Russland, das ist nicht der Punkt. Die UNO kann man dafür kaum als geeignet
    betrachten. Experiment gescheitert, Ursache - auch in diesem Fall der Staatsegoismus! Unser
    Altkanzler Schmidt meinte einmal sinngemäss: Würden sich alle Länder so verhalten, wie die
    von ihm ansonsten geschätzte Schweiz, wir hätten in Europa und der ganzen Welt viel mehr
    Kriege und Unterdrückung, an tausend Ecken und Kanten, so wie es früher völlig normal war.
    Der Mensch ist Egoist und für die Diktatoren zählen keine Menschenleben, erst recht nicht,
    wenn sie sich von einem falschen Propheten getrieben fühlen.

    Nach den Weltkriegen haben die USA die Rolle des Weltpolizisten beansprucht und dabei wurden
    auch schwere Fehler gemacht. Darüber werden wir uns einig sein. Betrachtet man allerdings die
    Zeiten davor, stellt sich die Frage, was wäre, wenn niemand Verantwortung übernommen hätte?
    Ganz egal, ob diese Verantwortung mit Gold, Öl oder Dollars belohnt wurde. Können wir klagen,
    als eines der reichsten Länder der Erde? War das auch so hinter dem eisernen Vorhang? Was
    mich zusätzlich beschäftigt, ist die Lernresistenz der "Grossmächte". Aktuell findet in den USA
    ein Umdenken statt. Die Menschen sind es leid, dass man sich zu oft unnötig(!) in militärische
    Konflikte begibt. Und was mach Putin? Der zeigt nun (nach eigenem Bekunden), dass er das
    mit dem Bomben werfen in Syrien viel effektiver erledigen kann, als der Westen - ein Wahnwitz.

    Für mich zählen keine Schubladen, ich sehe die USA weltpolitisch weder nur böse, noch nur gut.
    Das Gleiche trifft in meinen Augen auch auf Russland zu. Aber, wenn Nachbarländer überfallen
    werden, sagt mir die Geschichte, dass das für gewöhnlich ein schwerer Fehler war/ist. Wie der
    Welt pure Friedlichkeit erklären, wenn man immer wieder über den eigenen Gartenzaun schiesst?

  7. #396
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Schwer vorstellbar für mich, dass ein normaler Bürger etwas gegen Russland hat, nur weil es
    westliche Sanktionen gegen dieses Land gibt.
    Klar. Die Sanktionen sind ja auch nur Folge und nicht Ursache. Und dabei geht es nur um aktuelles Geschehen.
    Weltpolizist oder noch Schlimmeres haben die Russen seit 1945 gespielt. Deren "Polizeigriff" in Europa war jedenfalls spürbarer bis hinunter zum Normalbürger.

    Realpolitik ist aber, daß man auch mit solchen Leuten klar kommen muß, weil sie mächtig sind.

  8. #397
    Avatar von Amsel

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Weltpolizist oder noch Schlimmeres haben die Russen seit 1945 gespielt. Deren "Polizeigriff" in Europa war jedenfalls spürbarer bis hinunter zum Normalbürger.

    Davon habe ich in West-Europa nichts gemerkt, in der EX-DDR war das sicherlich anders.

  9. #398
    Avatar von Amsel

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    ..die Erde wäre friedlicher ohne die USA.
    Namhafte US-Amerikaner sind der Auffassung: Die Erde waere friedlicher ohne die USA.

  10. #399
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Amsel Beitrag anzeigen
    Namhafte US-Amerikaner sind der Auffassung: Die Erde waere friedlicher ohne die USA.
    Na, dann nenne doch ein paar namhafte Namen. Einfach so einen Satz hinzuwerfen, der überhaupt nichts sagt, aber intelektuell klingen soll, bringt's nicht wirklich!

    Übrigens: Als namhafter Europäer (zumindest genauso namhaft wie die von Dir zitierten namhaften US-Amerikaner) sage ich vielmehr:

    Die Erde wäre auch friedlicher ohne China, Russland, Israel, Iran, Saudi-Arabien, Türkei, Pakistan, Afghanistan, .... usw, schau einfach in den Atlas!

    Und: Die Erde wäre am friedlichsten ganz ohne Menschen!

  11. #400
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Amsel Beitrag anzeigen
    Davon habe ich in West-Europa nichts gemerkt, in der EX-DDR war das sicherlich anders.
    Tatsächlich?
    Direkt nicht. Aber man war ja informiert, oder? Umgekehrt waren wir im Osten ja auch bestens informiert über den Westen.

    Ich kenne die frühere westliche naive Zuneigung im Zuge der Entspannungspolitik, mit Becauds "Natalie", Rebroff, Kassatschock, Tschingis Chan ("Moskau") und Sting ("Russians").
    Ich erinnere mich auch an US-Normalos auf Chinatour, auf den Spuren Nixons, die sich an Maos Kommunen begeisterten und Freundesbesuche französischer Kommunisten bei Pol Pot.

    Letztere waren ideologisch geblendet. Aber sonst war das doch nur Mode.

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