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Religion - Privatsache!?

Erstellt von strike, 03.06.2011, 09:21 Uhr · 109 Antworten · 4.084 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von thai-robert Beitrag anzeigen
    Da dachte ich mir schon die ganze Zeit, wie wir von Religion plötzlich auf bezahlte- oder unbezahlte Urlaubs- und Feiertage kommen.


    Weil genau das im Eingangstread angesprochen wurde

    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Waere es dann aber nicht nur konsequent, dass man auch alle religioesen Feiertage streicht?
    Warum muss ein (atheistischer?) Unternehmer hierfuer seine Mitarbeiter bezahlen?

    Himmelfahrt wird massenweise gefeiert und ist von daher gerechtfertigt. Glücklicherweise schreibt keiner vor, wie man den Tag zu feiern hat. Ein Kirchgang rechtfertigt den freien Tag nicht mehr als eine rituelle Herrenpartie. Der Ursprung im Mittelalter oder davor kann m. E. nicht dogmatisch als alleiniger Anlaß beibehalten werden.
    Noch wichtiger sind nichtchristliche Rituale zu Weihnachten und Ostern. Trotz ablehnender Stimmen sind das für die Mehrheit wichtige familäres Begängnisse, welche den Familienzusammenhang fördern und wohltuend innehalten lassen. Insbesondere überstundengeplagte Beschäftigte und auch das restliche Jahr mit der Firma verheiratete Manager wissen das zu schätzen. Letztendlich nützt diese Erholung und die nichtchristlich-rituelle Festigung der Familien aber der Gesellschaft (auch den Unternehmen).

    Gruß

    Micha

  2.  
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  3. #52
    Avatar von jai po

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    Kirchenaustritt kann teuer werden

    Noch nach Jahrzehnten können Finanzämter von Konfessionslosen eine Bescheinigung über ihren Kirchenaustritt verlangen. Allein in Berlin kommt es darüber jährlich in 4000 Fällen zu Streit. Denn die Beweislast hat der Bürger.

    Von Joachim Jahn
    Ausgetreten? Die Bescheinigung sollten Konfessionslose gut aufbewahren - vor allem wenn sie nach Berlin umziehen wollen
    22. Dezember 2010
    Wer aus der Kirche austritt, sollte die Bescheinigung darüber sein Leben lang aufbewahren. Sonst droht auch Menschen, die seit Jahrzehnten im Berufsleben stehen, plötzlich eine Nachforderung des Finanzamts über Kirchensteuern für die vergangenen fünf Jahre. Vor allem in Berlin und Brandenburg stellt sich dieses Problem regelmäßig, wie Volker Jastrzembski von der Evangelischen Landeskirche der F.A.Z. bestätigte: Er beziffert die Zahl dieser Fälle auf rund 4000 jährlich. Das Problem: Die Beweislast für den Austritt liegt bei demjenigen, der einst getauft worden ist.
    „Skrupelloses Geschäftsgebaren“

    Der Berliner Fachanwalt Karsten Sommer wirft der von beiden Kirchen getragenen Kirchensteuerstelle in der Bundeshauptstadt vor, sie suche so gezielt nach Einnahmen. Auffällig sei, dass es fast immer nur Konfessionslose treffe, die einst evangelisch getauft worden seien. Seit das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg diese Rechtslage bestätigt habe, rate er seinen Mandanten meist von Klagen ab. Sommer spricht von einem "skrupellosen Geschäftsgebaren": Vor allem viele Menschen aus den neuen Bundesländern hätten nie eine offizielle Bestätigung erhalten, wenn sie in DDR-Zeiten die Kirche verlassen hätten.


    Weiter: Fiskus verlangt Bescheinigungen: Kirchenaustritt kann teuer werden - Recht & Steuern - Wirtschaft - FAZ.NET

  4. #53
    Avatar von Ban Bagau

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    Post

    @Strike

    Wenn es dir im Grundgedanken nicht um Feiertage ging, sondern nur die Fragestellung, warum der Staat trotz trennung von Kirche und Staat, die Kirchensteuern trotzdem einzieht. So liegt Gesetzgebung und die verankerung im Grundgesetz an der Historie. Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland übernahm 1949 durch Art. 140 die Weimarer Regelung. Die Entwicklung reicht aber noch weiter zurück.
    Aber ich will das Rad nicht zweimal erfinden. Hier findest du in dem Beitrag eine gute ausführliche Erklärung über den "war und ist" Zustand und deren Historie.
    Kirchensteuer (Deutschland)
    ...und wieder ein paar Links wie es andere Länder regeln.
    Kirchensteuer (Österreich)
    Kirchensteuer (Schweiz)
    Kirchensteuer (sonstige Staaten)

  5. #54
    Avatar von Yogi

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    Ich mag hier mal als Opportunist antworten.
    Ich als tief religiöser Mensch, der mit der Institution Kirche, wie sie sich heute darstellt , mich nicht mehr identifizireren kann, will aber die hohen religiösen Feiertage mit dem nötigen Respekt zelebrieren. Das ich hierfür meine eigenen Zeremonien entwickelt habe, entbehrt nicht der seriösität meine Unterfangens. Warum sollte mir jetzt der Feiertag gestrichen werden? Nur weil ich nicht mir der allgemeinen Kirchendoktrin konform gehe?
    Ich denke, dass jedem, der sich der tiefen Verwurzelung des religiösen Gedankens bewusst ist, dieser Feiertag zusteht.

  6. #55
    Avatar von Samuirai

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    501
    Zitat Zitat von thai-robert Beitrag anzeigen
    Tja,
    man gewöhnt sich schnell an geschenktes Geld.
    Und hat man sich mal daran gewöhnt sieht man geschenktes Geld als " normal "
    und fordert immer mehr. (...wenn es sein muß mit Gewalt ).

    Jeder darf von mir aus tagelang in der Kirche sitzen oder am Baggersee grillen
    aber bezahlt wird und verdient hat nur
    wer dafür eine Leistung erbracht hat.
    Jeder Arbeiter der "Leistung erbringt" sollte von dieser seine Familie alleinverdienend ernähren können und sich einen Familienurlaub im Jahr leisten können. Thai Robert, ist das so?
    "Geschenktes Geld". Also, dann schaffen wir den gesetzlichen Urlaub auch gleich mal ab.


    Hast Du schon mal etwas von Kosten / Nutzen Rechnung gehört? Von Kalkulation? Glaubst Du wirklich es gibt auch nur einen Arbeitgeber der so dumm ist Feiertage und Urlaub nicht in seine Kalkulation ein zu beziehen?
    Es waren, sind und werden immer die Arbeiter sein die die Zeche bezahlen. Und dann kommt ein Thai Robert daher und will Ihnen Ihre kleinen Boni zugunsten des eigenen Drittporsche streitig machen. Na Du bist mir ja ein ganz ein sympatischer Geselle.

  7. #56
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Samuirai Beitrag anzeigen
    Jeder Arbeiter der "Leistung erbringt" sollte von dieser seine Familie alleinverdienend ernähren können und sich einen Familienurlaub im Jahr leisten können.
    Ich persoenlich wuerde es eher so formulieren: "Jeder Arbeiter sollte einen leistungsgerechten Ausgleich fuer seine Arbeit bekommen". Es ist nicht wesentlich ob er Familie hat oder nicht, sondern welche Leistung er erbringt. Ansonsten muesste ein Cafe-Inhaber mit Familie fuer eine Tasse Kaffee 5 Euro bekommen und einer ohne Familie nur Euro 2,50. Das waere meiner Meinung nicht nur nicht marktgerecht sondern auch ungerecht.

    Der Staat greift ja bereits regulierend ein. Durch die Steuerklassen, Kinderfreibetraege, Kindergeld etc. Sorry, aber meiner Meinung nach sind soziale Aspekte nicht Aufgabe des Arbeitgebers. Der sollte lediglich Arbeit zu einem angemessenen Preis einkaufen. Hierbei ist einzig und allein die Qualitaet der Arbeit entscheidend und nicht das soziale Umfeld des Verkaeufers.

  8. #57
    Avatar von thai-robert

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    688
    Tja,
    so war das früher mal !
    Aber heutzutage ist das kaum mehr möglich.

    Zitat Zitat von Samuirai Beitrag anzeigen
    Jeder Arbeiter der "Leistung erbringt" sollte von dieser seine Familie alleinverdienend ernähren können und sich einen Familienurlaub im Jahr leisten können. Thai Robert, ist das so?

    Tja,
    und auch das hört sich auf'm Papier gut an ......

    Hast Du schon mal etwas von Kosten / Nutzen Rechnung gehört? Von Kalkulation? Glaubst Du wirklich es gibt auch nur einen Arbeitgeber der so dumm ist Feiertage und Urlaub nicht in seine Kalkulation ein zu beziehen?
    Aber auch hier haben sich die Zeiten geändert !
    Meine Firma besteht jetzt seit 43 Jahren mit allen Höhen und Tiefen .....und so wird's auch bleiben.
    (wenn Arbeitslose, Schwarzarbeiter, europäische und illegale Ausland's Firmen usw. das zulassen).
    ......denn die fordern und bekommen keine Sonderboni !

  9. #58
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Samuirai Beitrag anzeigen
    Firmenbesitzer kalkulieren mit Feiertagen. Da geht mit Sicherheit nichts auf deren Kosten.
    Das müsstest du mir aber mal genauer erklären, warum es nicht auf meine Kosten geht, wenn meine Mitarbeiter bei voller Bezahlung zuhause bleiben, weil gerade Feiertag ist.

  10. #59
    Avatar von Micha

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    15.941
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Das müsstest du mir aber mal genauer erklären, warum es nicht auf meine Kosten geht, wenn meine Mitarbeiter bei voller Bezahlung zuhause bleiben, weil gerade Feiertag ist.
    Natürlich sind das die Kosten des Unternehmers. Sollen die Leute denn umsonst arbeiten? Gäbe es die freien Tage nicht, muss der Unternehmer halt mehr bezahlen oder sich mit billigeren Kräften begnügen. Bei einfachen Tätigkeiten mag die letztere Alternative hin und wieder möglich sein.

  11. #60
    Avatar von thai-robert

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    Tja,
    und warum zahlt Unternehmer und Staat für's "Nixtun" ?

    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Natürlich sind das die Kosten des Unternehmers. Sollen die Leute denn umsonst arbeiten?

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