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Religion - Privatsache!?

Erstellt von strike, 03.06.2011, 09:21 Uhr · 109 Antworten · 4.097 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Micha L

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    Insbesondere die "kleinen Krauter", die sich selbst Unternehmer nennen, nehmen ihrerseits soviel sie können. Die unbezahlten Überstunden machen ganz gewiß mehr aus, als alle "geschenkten" Feiertage, an denen so mancher Artbeitnehmer trotzdem zur Arbeit gerufen wird.
    Als "Halbbeamter" bin ich echt froh, davon nicht betroffen zu sein - von Betriebsversammlungen, bei denen hunderte Überstunden bei jedem Einzelnen auf Null gesetzt werden.

    Bauern besprühen Gemüse mit verschissenem Wasser und verlangen Entschädigung, weil jetzt ein Keim mutiert ist, der vorher nur ein paar Winde bewirkte. Die Liste der wirklichen Skandale ließe sich beliebig fortsetzen.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von thai-robert

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    Dagegen ist auch absolut nix einzuwenden !

    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Qualifizierte Arbeit hat nunmal ihren Preis.

  4. #23
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    ... Betriebsversammlungen, bei denen hunderte Überstunden bei jedem Einzelnen auf Null gesetzt werden ....
    So etwas kenne ich - GottseiDank! - nicht.

    Aber selbst wenn es dies (leider) gibt: sind die religioesen Feiertage dadurch gerechtfertigt?
    Sind sie damit nicht mehr Privatsache?

  5. #24
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    So etwas kenne ich - GottseiDank! - nicht.

    Aber selbst wenn es dies (leider) gibt: sind die religioesen Feiertage dadurch gerechtfertigt?
    Sind sie damit nicht mehr Privatsache?
    Letztlich ist es mir gleich. Habe einen Vertrag. Dafür muss ich eine festgelegte Summe an Arbeitsstunden leisten und bekomme dafür Geld. So lange sich die Sollstunden aufs Jahr gerechnet nicht erhöhen, ist es mir völlig gleichgültig wie die arbeitsfreien Zeiten genannt werden.

  6. #25
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Aber selbst wenn es dies (leider) gibt: sind die religioesen Feiertage dadurch gerechtfertigt?
    Sind sie damit nicht mehr Privatsache?
    Wenn man das mit deutscher Korrektheit betrachtet, hast Du sicherlich recht. Aber weltweit wird an Feiertagen einfach nur gefeiert und niemand hinterfragt das. "Am 7. Tag sollst du ruhn", heißt es doch aus einer Zeit, als es sonst offenbar keine Feiertage gab. Daß man Gott dann für die Ruhe dankt, ist offensichtlich sekundär. Der Sabbath betont noch heute das Primat der Ruhe, selbst bei streng Religiösen (die verlangen von anderen lediglich Ruhe, kein Gebet)
    Bei Buddhisten mögen eine Menge Leute religiös feiern. Aber niemand käme in Ländern mit buddhistischen Feiertagen auf die Idee, den Anteil der Aktiven zu ermitteln. Die Vorstellung, religiöse Feiertage abzuschaffen, dürfte weltweit als Angriff auf die Religion verstanden werden, egal wie viele die Regeln tatsächlich einhalten. Die haben kein Problem mit ihrer "Leitkultur", für die Feiertage unverzichtbar sind.

    Andererseits wären staatliche Repressionen gegen eine Mehrheit, die zu Himmelfahrt keinen Gottesdienst besucht, im Prinzip nicht besser als die uns bekannten Repressalien gegen 1.Mai-Verweigerer in der DDR - nämlich von oben verordnete Weltanschauung.
    Eine Staatsreligion gibts hierzulande "gottseidank" nicht.

    Der Feiertag wird ja, wie andere auch, begangen, sogar mit Regeln und Traditionen, auch wenn die nicht christlich sind. Ostern und Weihnachten haben definitiv vorchristliche Wurzeln.
    Lassen wir als gerade bei uns jeden freiheitlich nach seiner Fasson Feiern.
    Keiner glaubt, daß es Unternehmern bei der Angelegenheit primär um den Glauben geht. Das zeigt sich deutlich beim Thema Ladenöffnung. Da stehen sie der Kirche ablehnend gegenüber.

  7. #26
    Avatar von Micha L

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    Korrektur:
    Der Feiertag wird jedenfalls, wie andere auch, begangen, sogar mit Regeln und Traditionen, auch wenn die nicht christlich sind. Ostern und Weihnachten haben definitiv vorchristliche Wurzeln.
    Lassen wir also gerade bei uns jeden freiheitlich nach seiner Fasson feiern.
    Keiner glaubt, daß es Unternehmern bei der Angelegenheit primär um den Glauben geht. Das zeigt sich deutlich beim Thema Ladenöffnung. Da stehen sie der Kirche ablehnend gegenüber.

  8. #27
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Waere es dann aber nicht nur konsequent, dass man auch alle religioesen Feiertage streicht?
    Warum muss ein (atheistischer?) Unternehmer hierfuer seine Mitarbeiter bezahlen?
    Du sprichst mir aus der Seele.
    Als Kompromiss könnte ich mir vorstellen, nur wer nachweislich regelmäßig in die Kirche geht bekommt frei.

  9. #28
    Avatar von Ban Bagau

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    Post

    @strike

    Eigentlich muß mal fragen, ob dich das Thema wirklich interessiert oder du es dir nur aus den Finger gezogen hast.
    ... ich vergaß, wegen dem Brückentag, heute ist ja wiedermal Freitag.
    Aber wenn du wirklich intesse an diesem Thema hast kannst dich erst mal umfassend darüber informieren wie es andere Länder damit halten und an welcher Stelle beim Ranking Deutschland steht. Deutschland ist da sogar noch ein Sonderfall was die staatliche Vorgabe der Urlaubsregelung betrifft und was Unternehmen gewähren.
    Hier erst mal ein kleiner weltweiter Vergleich.


    Urlaubstage im weltweiten Vergleich

    Die Unternehmensberatung "Mercer" hat in einer Studie die Urlaubs- und Feiertagsregelungen in über 40 Ländern weltweit untersucht. Die Zahlen basieren auf dem Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers, der fünf Tage die Woche arbeitet und seit zehn Jahren im Unternehmen tätig ist. Samstage und Sonntage gelten nicht als Feiertage/Arbeitstage. Das ist das Ergebnis:
    Finnland
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 30 Tage
    Feiertage: 10 Tage
    Sonntage sind nicht mit eingerechnet, allerdings Samstage.
    Brasilien
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 30 Tage
    Feiertage: 11 Tage
    Frankreich
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 30 Tage
    Feiertage: 10 Tage
    Das Gesetz schreibt fünf Wochen bezahlten Urlaub vor, d. h. 30 Kalendertage + Sonntage.
    Litauen
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 28 Tage
    Feiertage: 13 Tage
    Der Mindestjahresurlaub beträgt 28 Kalendertage.
    Russland
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 28 Tage
    Feiertage: 12 Tage
    Großbritannien
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 28 Tage
    Feiertage: 8 Tage
    Polen
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 26 Tage
    Feiertage: 10 Tage
    Die Länge des Jahresurlaubs hängt von der Beschäftigungsdauer ab: 20 Tage bei weniger als zehn Berufsjahren, 26 Tage bei mehr als zehn Berufsjahren.
    Griechenland
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 25 Tage
    Feiertage: 12 Tage
    Österreich
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 25 Tage
    Feiertage: 13 Tage
    Dänemark
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 25 Tage
    Feiertage: 9 Tage
    Schweden
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 25 Tage
    Feiertage: 11 Tage
    Norwegen
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 25 Tage
    Feiertage: 10 Tage
    Luxemburg
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 25 Tage
    Feiertage: 10 Tage
    Malta
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 24 Tage
    Feiertage: 14 Tage
    Ungarn
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 23 Tage
    Feiertage: 10 Tage
    Spanien
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 22 Tage
    Feiertage: 14 Tage
    Der bezahlte Urlaub beträgt mindestens 30 Kalender- bzw. 22 Arbeitstage.
    Portugal
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 22 Tage
    Feiertage: 13 Tage
    Rumänien
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 21 Tage
    Feiertage: 9 Tage
    Südafrika
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 21 Tage
    Feiertage: 12 Tage
    21 aufeinander folgende bezahlte Urlaubstage pro Jahr. Das entspricht drei Wochen Urlaub.
    Belgien
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 20 Tage
    Feiertage: 10 Tage
    Deutschland
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 20 Tage
    Feiertage: 10 Tage
    Unternehmen gewähren allerdings üblicherweise 30 freie Arbeitstage. Die Zahl der Feiertage variiert je nach Region zwischen neun und 13.
    Kanada
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 10 Tage
    Feiertage: 9 Tage
    Die gesetzlichen Urlaubsregelungen variieren zwischen den einzelnen Provinzen. Die Zahlen beziehen sich auf Ontario.
    China
    gesetzlicher Urlaubsanspruch: 10 Tage
    Feiertage: 11 Tage
    Ein Arbeitnehmer hat Anspruch auf fünf bezahlte Urlaubstage, wenn die Beschäftigungsdauer mehr als ein und weniger als zehn Jahre beträgt. Bei mehr als zehn und weniger als 20 Jahren sind es zehn Urlaubstage.
     
     
    Solltest du noch mehr Ambitionen haben und deine Studien weiter vertiefen wollen, dann ist hier eine Vergleichs und Rankingliste der Argentur "Mercer".
    Studie: Deutsche haben im internationalen Vergleich den geringsten Urlaubsanspruch

    Wenn das dir noch nicht ausreicht, kannst du dich hier noch mal bei jeden einzelnen Land durchklicken und dir die Feiertage der einzelnen Länder anzeigen lassen.
    Vollstndige Liste der Feiertage weltweit 1999 - 2040
    Feiertage Europa 2011
    Dabei wirst du aber bemerken das jedes Land Feiertage mit religösen Bezug im Terminkalender hat. Viele Länder mit Mischethniken sogar von allem etwas.

    Wenn du ausreichend Intresse mit deinen Vorschlägen in der breiten Masse der Bevölkerung hervor gerufen hast, kannst du eine Pedition beim Bundestag einreichen. Auf EU-Ebene wird das wahrscheinlich nichts, weil die Feiertage auf Bundesländerebene festgelegt werden. Dort könntest du nur unseren einzigsten Nationalfeiertag anfechten. (mein Tip, laß es)

  10. #29
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Ban Bagau Beitrag anzeigen
    @strike
    Eigentlich muß mal fragen, ob dich das Thema wirklich interessiert oder du es dir nur aus den Finger gezogen hast.
    ...
    Uuuupppps.
    Warum sollte ich mir dies aus den Fingern saugen?
    Es ging mir auch gar nicht um die Anzahl der Feiertage - leider habe ich dies wohl nicht praezise genug beschrieben, so dass auch wirklich jeder meine Ueberlegung nachvollziehen kann.

    Ich habe mir ausschliesslich ueber die Begriffe "Religion, Staat, Privatsache, saekular und laizistisch" und die Realitaet in Deutschland Gedanken gemacht.
    Viele Menschen betonen ihre Unreligioesitaet, sollten sich dabei aber auch bewusst machen, dass bei einer konsequenten Beachtung derselben die Feiertage Privatsache sind.

    Schade, dass es mir nicht gelungen ist, meine Fragestellung sauber zu formulieren.
    Somit koennen wir das Thema dann auch beenden.
    Vielleicht formuliert ja irgendwann irgendwer die Dinge in einem neuen Thread klarer.

    Obwohl mir allein der Threaditel "Religion - Privatsache!?" eigentlich klar genug schien.

  11. #30
    Avatar von Micha

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    @Ban Bagau, danke für die Aufstellung.

    Es gab schon immer Arbeitsfreie Tage zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen. Und letztlich zählt doch allein deren Anzahl. Der jeweilige Hintergrund eines Feiertags ist da eher drittrangig.

    Und ich sehe Arbeitsfreie Tage keineswegs als "Privatsache". Bezahlte freie Tage - in welcher Form auch immer - sind nichts anderes als eine Form des Entgelts für geleistete Arbeit.
    Der ein- oder andere Arbeitgeber räumt ja auch in bestimmten Fällen die Möglichkeit ein, Arbeitsfreie Tage in Geld umzusetzen.

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