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Reichtum ist teilbar!?

Erstellt von strike, 08.09.2012, 16:28 Uhr · 120 Antworten · 5.277 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    ... Sozialstaat und Solidarität ...
    Tja, zwei hehre Begriffe.
    Woran konkret macht man sie denn fest?
    Vorallem solange Altruismus noch nicht Staatsdoktrin ist.

  2.  
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  3. #72
    Avatar von schimi

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Bei allem Respekt, aber Sozialstaat und Solidarität wird sich @Chak wohl nie erschließen.
    naja, aber hier machen es sich einige auch leicht, wenn Geld gebraucht wird holen wir es uns von den Anderen.
    Fakt ist dass der Staat an sich ausreichend Geld, wenn er es nur vernünftig verwenden würde. Was der Bund der Steuerzahler jährlich veröffentlicht ist ja nur die Spitze des Eisberges von Steuerverschwendung, daher bevor immer neue Einnahmen generiert werden, sollte man erst einmal sparen.

  4. #73
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Rentendebatte so verfolge..........müssen alle im Handwerk etc. tätigen Arbeitnehmer später zum Sozialamt laufen?
    Bei den meisten wird die Rente doch eh kaum höher ausfallen als der Mindestlebensunterhalt plus Wohnkosten. Insofern wäre es ja prinzipiell egal, ob ich mein Geld über eine Rente beziehe oder über das Sozialamt.

  5. #74
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Bei allem Respekt, aber Sozialstaat und Solidarität wird sich @Chak wohl nie erschließen.
    Sozialstaat und Solidarität sind jedoch 2 komplett unterschiedliche - ja, sogar widersprüchliche Dinge, wie sich herausgestellt hat. Je stärker der Sozialstaat desto geringer die Solidarität innerhalb der Gesellschaft.
    Es ist also die Frage, was einem lieber ist: echte Solidarität oder ein Sozialstaat? Ich bevorzuge erstes.

  6. #75
    Avatar von Monta

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    ...Je stärker der Sozialstaat desto geringer die Solidarität innerhalb der Gesellschaft...
    Woher hast Du diese Erkenntnis?

  7. #76
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Woher hast Du diese Erkenntnis?
    Weil ich nicht blind bin.

    Wie oft hört man bei Leuten, die vor einem Bettler stehen "der bekommt doch Sozialhilfe vom Staat, warum soll ich ihm dann noch was geben?"

    Wie häufig schieben Leute ihre Eltern in ein Pflegeheim ab, weil zumindest der größte Teil vom Staat, bzw. der Pflegekasse gezahlt wird. Wäre ja finanziell bescheuert, sich komplett selbst um seine Eltern zu kümmern.

    Wie häufig nehmen Leute keinen Job an, weil andere ja durch ihre Steuern für H4 aufkommt und damit zumindest ein Leben mit einem dach übern Kopf möglich ist?

    Wie häufig verstecken Reiche ihr Vermögen im Ausland, weil sie für den uneffektiven Sozialstaat viel zu viel bezahlen und können dieses Geld dann nicht für echte Hilfe nutzen?

    Wie häufig sieht man gerade in einem Sozialstaat Leute, die so stark durch Neid und Geiz getrieben werden?

    Und man muss einfach mal schauen, wo denn die Solidarität im regionalen Umfeld geblieben ist - im Vergleich zu Ländern, in denen der Staat die Solidarität eben nicht komplett an sich gerissen hat.

    Das Problem ist eben: in einem Sozialstaat denkt der Bürger, der Staat kümmert sich um soziale Dinge. Dann brauche ich es ja nicht zu tun. Der Staat zahlt Kindergeld, kümmert sich um die Bildung, um Jobs oder auch nicht und später um Renten und Pflegeheime. Um nichts - aber auch um gar nichts - muß sich der Bürger selber kümmern.
    Jedoch will er natürlich so viel wie möglich von seinem Recht haben und vor allem mehr als der Nachbar.
    Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber die große Masse ist leider so.

    Der Sozialstaat (zumindest so ausgeprägt wie er ist) fördert einfach die Vorliebe für Hängematten und vor allem auch das unsoziale Verhalten im Privaten. Das ist nicht nur logisch nachvollziehbar, sondern ja auch im Realleben überprüfbar. Gerade, wenn man sich mal das Leben in anderen Staaten anschaut, die entweder kein staatliches Sozialsystem haben oder nur ein sehr abgespecktes, was aber genau dort ansetzt, wo es sinnvoll ist: auf echte NOT-Hilfe und nicht auf das Recht auf generelle Hilfe, nur weil man einen Pickel auf der Nase hat.

    Ein sozialer Mensch kann daher nur gegen eine Ausuferung eines Sozialstaates sein. Dann könnten auch alle gläubigen Katholiken sagen: ich source meine Glauben an den Papst aus. Reicht doch aus. Und ich verhalte mich dann, wie ich will. Der Papst beichtet dann halt in meinem Namen mit.

    Und genauso ist es: der Sozialstaat ist ein soziales Outsourcing.

  8. #77
    Avatar von maphrao

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    Dem ist nicht viel hinzuzufügen, kommt schon sehr gut hin.

  9. #78
    Avatar von Pee Niko

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    Gut gesprochen.

  10. #79
    Avatar von Joerg_N

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Weil ich nicht blind bin.

    Wie oft hört man bei Leuten, die vor einem Bettler stehen "der bekommt doch Sozialhilfe vom Staat, warum soll ich ihm dann noch was geben?"

    .
    Aber wie oft bekommt der Bettler in Thailand von den Leuten Geld die nicht in einem Sozialstaat leben ?

    Wenn überhaupt sieht man höchstens mal einen Farang der einen Baht in den Becher schmeisst

  11. #80
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Joerg_N Beitrag anzeigen
    Aber wie oft bekommt der Bettler in Thailand von den Leuten Geld die nicht in einem Sozialstaat leben ?

    Wenn überhaupt sieht man höchstens mal einen Farang der einen Baht in den Becher schmeisst
    Wie häufig siehst du denn Bettler in Thailand? Ich sehe sie vor allem in Touristengebieten und da gibt es eben viele Touristen. Wer in Thailand wirklich in Not ist und Hunger hat, geht in einen Tempel. Da gibt es Berge voller Lebewesen und nützlicher Dinge wie Seife etc. - freiwillig(!) gespendet von der Bevölkerung - die ja wissen, wo ihre Spenden am Ende landen.

    Das funktioniert sehr gut. Ich bin öfters mit meiner Frau in einem Tempel und sehe dann dort immer mal arme Personen, die sich dann etwas nehmen.

    Und das ist doch ein viel sozialeres Verhalten. Es wird freiwillig gespendet. Gut, man hat zwar selbst auch etwas davon (alleine schon, weil man sich dann besser fühlt, aber da spricht ja auch nichts dagegen). Aber es ist dann mehr als genug da.
    Und kein Armer schämt sich, dort hinzugehen, weil es eben gesellschaftlicher Standard ist.
    D.h. es gibt durch die Mönche auch eine Art Organisation und zentralen Anlaufpunkt, aber eben auf Basis einer echten Solidarität ohne Pflicht.

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