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Reichtum ist teilbar!?

Erstellt von strike, 08.09.2012, 16:28 Uhr · 120 Antworten · 5.264 Aufrufe

  1. #101
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Und das läßt Dich jetzt auf alle schließen, die Sozialleistungen beziehen, oder wie soll man das verstehen?
    Wie viele Prozent aller Empfänger "erschleichen" denn da was? Nach Deiner Meinung.
    Auch hier ist es offensichtlich (wenn man nicht die Augen verschließt), dass ein großer Teil der Betroffenen das macht. Von allen zu sprechen fände ich aber auch nicht richtig. Aber 50% sind es sicherlich.
    Gerade gestern lief wieder ein schöner Test im TV.
    Vor einem Arbeitsamt wurden 100 Leute angesprochen. Die wurden zunächst interviewt. Fast alle sagten sie würden ALLES tun, wenn sie denn einen Job bekämen.
    Dann bekamen sie ein konkretes Jobangebot von McDonalds für 7,50/h plus Zuschläge.
    Plötzlich wurde klar, wieviel dieses "ALLES" wert ist. 2 Leute nahmen den Job an. Eine davon war eine EU-Bürgerin aus Spanieren, die kein H4 bekam und die andere als Halbzeit-Job, da sie ein Kind versorgen musste.

    Ich habe auch mal 1 Jahr bei McDonalds gearbeitet. Die Einarbeitungsphase ist hart aber danach gibt es durchaus schlimmeres.

    Es ist ja durchaus nachzuvollziehen, dass man für vielleicht 300-400 EUR mehr im Monat nicht den Platz vom Sofa zur Kochplatte wechseln möchte. Vielleicht gibt es auch moralische Vorbehalte.
    Aber dann soll man nicht labern, dass man ALLES tun würde. Warum ist man nicht ehrlich und sagt: ich mache ALLES über 3000 EUR netto und nur in meinem Berufsfeld. Das wäre ehrlich.

    Insofern ist die Sache mit dem Mindestlohn auch Quark. Wenn, dann müsste er schon ganz weit oben liegen, z.B. bei 25 EUR/h. Dann gibt es eine ganze Masse Arbeitslose, aber eben auch eine Handvoll gut bezahlter Jobs, auf die dann aber alle scharf wären. Dann wäre die Motivation, einen Job zu finden, viel höher.

    Aber einen Mindestlohn bei 7-10 EUR anzusetzen ist Quark, wie das McDonalds-Beispiel zeigt. Die Differenz ist einfach zu gering. Und daher ist es nur logisch, dass sich viele lieber vor einem Job drücken. Würde ich aus heutiger Sicht in der Situation genauso machen. Die Leute sind ja nicht blöde.

  2.  
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  3. #102
    Avatar von Monta

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Haben denn wirklich schon so viele vergessen, wie es in der DDR war?
    Wenn der Finazkapitalismus Europa zum Armenhaus gemacht hat und die letzen Reste der Demokratie hier getilgt wurden,
    wird man die DDR rückwirkend als Ponyhof ansehen.

  4. #103
    Avatar von Henk

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Ja, und was willst Du mit Deiner "Statistik" aussagen?
    Bisschen Stimmung machen, oder was bitte?
    In einem Land, wo es fast unmöglich ist, arbeitswillige und motivierte Arbeitskräfte für einfache Arbeiten zu finden läuft etwas falsch....Selbst ein Kunde von uns findet im Osten der Republik keine Spülkraft mehr und stellt nun auf Einweggeschirr um. Ein anderes Beispiel gefällig: Ein langzeitarbeitsloser Moslem weigert sich in einer Küche zu arbeiten, in welcher Schweinefleisch verarbeitet wird, und bekommt von der Agentur noch Recht! Durch die Sozialleistungen des Staates sind viele Menschen nicht mehr gewillt ihr täglich Brot mit der eigenen Händen zu erarbeiten...und so ist "meine" Statistik vielleicht tendenziell gar nicht so falsch.

    Die wahren Opfer dieser Betrüger sind aber die wirklich bedürftigen Menschen, für die die Sozialleistungen gedacht sind...Alleinerziehende, Behinderte oder kranke Menschen....

  5. #104
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Chak, erklär mal, was da bei uns "Sozialismus" ist.
    Warst Du auch nicht der, der steif und fest behauptet, es gäbe nicht immer mehr/gar keine Umverteilung von unten nach oben
    und die Einkommens- und Bezitztumsschere geht nicht immer weiter auseinander?
    Wenn ja, erkläre das doch mal bitte.
    Wenn nicht, sorry für die Verwechslung.
    Ich habe doch gar nicht geschrieben, wir hätten bereits Sozialismus, aber viele der Forderungen gehen genau in die Richtung.

    Wenn du mir sagst, wo du genau Verständnisprobleme hast, dann führe ich das mit der Einkommens- und Besitzschere gerne weiter aus.
    Mal abgesehen davon, dass unterschiedliche Einkommen und Vermögen nicht per se etwas schlechtes sind, sondern vielmehr systemimmanent.

  6. #105
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Wenn der Finazkapitalismus Europa zum Armenhaus gemacht hat und die letzen Reste der Demokratie hier getilgt wurden,
    wird man die DDR rückwirkend als Ponyhof ansehen.
    Das ist erstmal nur eine düstere Dystopie, die du da behauptest.

    Im übrigen, frag mal Strike, von wegen DDR und Ponyhof.

  7. #106
    Avatar von Monta

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Auch hier ist es offensichtlich (wenn man nicht die Augen verschließt), dass ein großer Teil der Betroffenen das macht. Von allen zu sprechen fände ich aber auch nicht richtig. Aber 50% sind es sicherlich....
    Aha, 50 %.
    Wie viele Millionen Menschen unterstellst Du jetzt fehlenden Arbeitswillen und Sozialmißbrauch?
    Und für diese Millionen reicht Deine "wissenschaftliche Ergründung"?

  8. #107
    Avatar von Monta

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    ...Im übrigen, frag mal Strike, von wegen DDR und Ponyhof.
    Da will ich nichts verharmlosen.
    Es ist aber relativ.
    Ich hoffe, dass ich nicht recht behalten werde.

  9. #108
    Avatar von Henk

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Warst Du auch nicht der, der steif und fest behauptet, es gäbe nicht immer mehr/gar keine Umverteilung von unten nach oben
    und die Einkommens- und Bezitztumsschere geht nicht immer weiter auseinander?
    Der zinseszins Effekt gilt für Vermögen und leider auch für Schulden....C est la vie!

    Und wie lautet das alte Sprichwort: Bei den Reichen lernt man das sparen

  10. #109
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Aha, 50 %.
    Wie viele Millionen Menschen unterstellst Du jetzt fehlenden Arbeitswillen und Sozialmißbrauch?
    Und für diese Millionen reicht Deine "wissenschaftliche Ergründung"?
    Es ist eine faire Betrachtung der Realität. Ich selbst war schon 2 mal arbeitslos und hatte in der Zeit sehr viel Kontakt mit anderen Arbeitslosen. Und alleine da hört und sieht man sehr viel. Natürlich auch die Seite der Arbeitsagenturen. Beides war damals für mich ein Schock, weil ich bis dahin wohl zu naiv war und nur das Gute in Ämtern und Bürgern sah.

    Aber auch aus Sicht von Unternehmen, die auch mal Leute vom Arbeitsamt kommend einstellen würden, aber dann doch kaum jemand kommt, bekommt man halt viel mit.

    Natürlich gibt es auch viele, die wirklich händeringend nach Jobs suchen. Ich selbst hätte damals tatsächlich ALLES angenommen und kam dann auch in beiden Fällen recht schnell wieder los von diesem staalichen Kaperletheater, das sich Jobeermitlung nennt. Ineffezienz und Unwissenheit trifft da auf eine großen Anteil an Lustlosigkeit.

    Ich nehme das den Leuten auf Seiten der Arbeitslosen aber auch nicht übel. Für mich ist das ja kein Sozialmißbrauch, weil es ja eh keine soziales Verhalten gibt. Es ist eher ein geschicktes Ausnutzen der Lücken im überfrachteten Sozialsystem. Da dieses System aus meiner Sicht so nicht funktionieren kann, bin ich selbst als Steuerzahler weder denen böse, noch den steuerflüchtingen Reichen. Sauer bin ich auf diejenigen, die sich das System ausdenken und es nicht gründlich renovieren. Und das sind die Politiker. Die haben ja erst unsoziales Verhalten ermöglicht, weil die meinen, sie könnten es von oben vorschreiben.

    Soziales Verhalten kommt aber von innen. Das wäre so, als wenn Politiker bestimmen würden, wann man zu lachen hat.

  11. #110
    Avatar von maphrao

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    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    Ein langzeitarbeitsloser Moslem weigert sich in einer Küche zu arbeiten, in welcher Schweinefleisch verarbeitet wird, und bekommt von der Agentur noch Recht!
    Eigentlich müsste das nun jeder Vegetarier (oder jemand, der vorgibt einer zu sein) auch mit der gleichen Begründung ohne Folgen ablehnen können.

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