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Rechts, Links, Oben, Unten, Vorne, Hinten, Drinnen, Draussen, .....

Erstellt von strike, 08.10.2011, 01:34 Uhr · 14 Antworten · 2.487 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von strike

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    Rechts, Links, Oben, Unten, Vorne, Hinten, Drinnen, Draussen, .....

    Libertär, nicht konservativ

    Dieser Artikel liess mich (mal wieder) darueber nachdenken, woran man eigentlich - abseits von irgendwelchen Sitzordnungen - die politische und kulturelle Einordnung (in Schubladen) heute festmacht.

    Was genau ist denn heute "Rechts", was "Links"?
    Was "Liberal", was "Alternativ", was "Sozial", was "Populistisch"?
    Was zeichnet die jeweilige Klassifizierung besonders aus, unterscheidet sie fundamental von einer anderen Einordnung?

    Mir faellt es immer schwerer da ein klare Linie zu ziehen.
    Eure Meinungen wuerden mich interessieren.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Libertär, nicht konservativ

    Dieser Artikel liess mich (mal wieder) darueber nachdenken, woran man eigentlich - abseits von irgendwelchen Sitzordnungen - die politische und kulturelle Einordnung (in Schubladen) heute festmacht.

    Was genau ist denn heute "Rechts", was "Links"?
    Was "Liberal", was "Alternativ", was "Sozial", was "Populistisch"?
    Was zeichnet die jeweilige Klassifizierung besonders aus, unterscheidet sie fundamental von einer anderen Einordnung?

    Mir faellt es immer schwerer da ein klare Linie zu ziehen.
    Eure Meinungen wuerden mich interessieren.
    Frank, mir ist das alles zu abstrakt, zu intellektuell, zu gruppenzugehörig.
    Meine Sorgen liegen da eher auf unserer Gesellschaft. Die fehlende Fähigkeit dem Gegenüber zuzuhören, dass diffamieren des Andersdenkenden, das persönliche ins rechte Licht stellen und der fehlende Wille gemeinsam an der Zukunft Deutschlands zu arbeiten.

  4. #3
    Avatar von Micha L

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    Man weiß doch aus Erfahrung, was damit gemeint ist und wie mit den Begriffen Schindluder getrieben wird.
    Des Pupulismus bezichtigt man den politischen Feind und betreibt dabei selbst kräftig denselben, wie z. B. die FDP.

    Man muß kein Freund der "Linken" sein, um festzustellen, daß die bei aller Kritikwürdigkeit gern zum Popanz aufgebaut wird, um Wähler zu zu beeinflussen, wenn man selbst nichts zu bieten hat.

    Ganz nach Bedarf werden die Linken dargestellt.

    Erinnern ihr euch noch an den "Eurokommunismus"? Da waren vor allem die KPF und die KPI gemeint, damals auf revolutionär-diktatorischem Kurs, u. a. mit engen freundschaftlichen Kontakten zu Pol Pot. Aber allein wegen des Willens, sich von der Sowjetunion nicht mehr bevormunden zu lassen, machten sie die Bürgerlichen fast zu Helden der Demokratie. Der Ost- Westkonflikt bewirkte das.
    Und 1989 wurde SED-Modrow vom Westen zum "Hoffnungsträger" hochstilisiert.
    Heute, wo man sowas nicht mehr braucht, aber von eigenen Fehlern ablenken will, verteufelt man die längst "rechts" von Modrow verbürgerlichten Linken als "Steinzeitkommunisten".

    Soweit ein anschauliches Beispiel, was zwischen den Parteien läuft - besonders anschaulich wegen auseinander liegender Positionen.

    Gruß

    Micha

  5. #4
    Avatar von lucky2103

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    Micha L...muss man aus dem Osten kommen, um das, was Du geschrieben hast, zu verstehen ?

  6. #5
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Micha L...muss man aus dem Osten kommen, um das, was Du geschrieben hast, zu verstehen ?
    Was hälst du davon, wenn du das mal konkretisierst, wie du auf deine Frage gekommen bist?
    Einfach mal eine diffamierender Phrase einzuwerfen, ist einfach. Kann ich auch, wenn ich auf deine Frage adäquat antworten würde. So weit wollen wir das doch wohl nicht kommen lassen.

  7. #6
    Avatar von lucky2103

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    Gerne.
    Also, mit folgendem Statement von Micha L. kann ich nix mit anfangen, ich verstehe das Gesagte nicht, das ist wie aus einer anderen Welt für mich:

    Man muß kein Freund der "Linken" sein, um festzustellen, daß die bei aller Kritikwürdigkeit gern zum Popanz aufgebaut wird, um Wähler zu zu beeinflussen, wenn man selbst nichts zu bieten hat.

    Ganz nach Bedarf werden die Linken dargestellt.

    Erinnern ihr euch noch an den "Eurokommunismus"? Da waren vor allem die KPF und die KPI gemeint, damals auf revolutionär-diktatorischem Kurs, u. a. mit engen freundschaftlichen Kontakten zu Pol Pot. Aber allein wegen des Willens, sich von der Sowjetunion nicht mehr bevormunden zu lassen, machten sie die Bürgerlichen fast zu Helden der Demokratie. Der Ost- Westkonflikt bewirkte das.
    Und 1989 wurde SED-Modrow vom Westen zum "Hoffnungsträger" hochstilisiert.
    Heute, wo man sowas nicht mehr braucht, aber von eigenen Fehlern ablenken will, verteufelt man die längst "rechts" von Modrow verbürgerlichten Linken als "Steinzeitkommunisten".
    Wieso diffamierend ? Wie kommst Du darauf ?

    Kann ja sein, dass der Ostler Begrifflichkeiten wie "Links, Rechts, Modrow, SED, Klassenkampf oder Steinzeitkommunisten" in die Wiege gelegt bekommen hat - für meinen Teil ist das wie spanische Dörfer, kann damit nix anfangen, weil zu schablonenhaft.

    Deswegen meine Frage, sonst nix.
    Also ganz ruhig, Brauner.

  8. #7
    Avatar von Thaimax

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Man weiß doch aus Erfahrung, was damit gemeint ist ...
    Nur sammelt halt jeder andere Erfahrungen, vor allem dann, wenn man sich in seinem Leben in mehreren Ländern, und das für längere Zeit, aufgehalten hat.

    Als Beispiel... die FDP würde in grossen Teilen der USA, speziell in den Südstaaten, als extrem linke Partei betrachtet werden, während man die NPD in ein eher gemässigtes, rechtes Lager einordnen würde, die vielleicht noch eine Spur zu sozial vor allem Einwanderern gegenüber, eingestellt ist. - Bekommt Letztgenannte jedoch den einen, oder anderen, Prozentpunkt mehr als bei der vorhergegangenen Wahl, meinen einige die Rückkehr des Dritten Reiches ausrufen zu müssen.

    Letztendlich ist die ernstgemeinte Qualifizierung von Parteien in "rechts, links, oben, vorne, hinten,...." nur dann möglich wenn man ein sehr national geprägtes Denkschema aufweist, oder die weltweite Vernetzung, sowohl privat als auch geschäftlich, der letzten 20 Jahre schlicht und einfach verschlafen hat und weiterhin an einem Rollenbild, das in der Mitte des letzten Jahrhunderts entstanden ist, festhält.

    Es ist nunmal so... was in einigen Regionen der Welt als neoliberal gilt, gilt anderswo schon als sozialistisch. Fordert eine Partei, dass Ausländer nur ein Jahr lang Sozialleistungen erhalten sollen, dann ist sie in einigen Regionen recht5extrem, anderswo würden sie als linke Spinner bezeichnet werden, weil sie Ausländern überhaupt Sozialleistungen geben möchten. - Und ich meine damit Regionen, die als urfeste Demokratien gelten.

  9. #8
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Micha L...muss man aus dem Osten kommen, um das, was Du geschrieben hast, zu verstehen ?
    Eindeutig nein.

    Vielleicht haben wir den Vorteil, intensiv "Westfernsehen" geguckt zu haben, insbesondere Politmagazine. Wir haben sogar Bundestagsdebatten im Radio gehört. Das Interesse am Westen war einfach ungemein groß, schon bei Schülern.

    Scheinbar war das bei Dir nicht so, vielleicht weil alles selbstverständlich war, kann man nur vermuten.
    Ansonsten müßtest Du wissen, daß der Lob auf die "Eurokommunisten" und den "Hoffnungsträger Modrow" aus dem Westen kam, von den selben Parteien, die heute "Die Linke" u. a. als "Steinzeitkommunisten" bezeichnet, wenn sie ihnen in die Quere kommt, anstatt zu argumentieren.
    Die Erklärung: Im Kalten Krieg (Ost-West-Konflikt) versuchte man jeden Widersacher der Sowjetunion aufzubauen, was man heute nicht mehr nötig hat, dafür aber einen Popanz, um den Vertrauensverlust in der Bevölkerung gegenüber den etablierten Parteien entgegenzuwirken. (Anstatt besser zu sein auf schlechtere hinzuweisen macht jedes Schulkind).
    Nichts für ungut. Aber Du wolltest eine Erklärung.

    Um weiteren Mißverständnissen zuvorzukommen: Diese Kritik am Taktieren der einen Seite ist keine Parteinahme für Linke oder gar SED. Was die Eurokommunisten tatsächlich waren, nämlich Stalinisten ohne Stalin, habe ich erwähnt. Wie gesagt, waren die sogar Freunde Pol Pots. Um so fragwürdiger das damalige westliche Lob des "Eurokommunismus" aufgrund taktischer Überlegungen im Ost-West-Konflikt.

  10. #9
    Avatar von Nokhu

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    Hier eine aus meiner Sicht hervorragende Be(Ver)urteilung der MSM und deren Beurteilung/Einteilung der Menschen in
    >Rechts, Links, Oben, Unten, Vorne, Hinten, Drinnen, Draussen<

    Ist etwas lang, aber nichtsdestrotrotz lesenswert. Auch wenn es den ein oder anderen stört das er es auf http://www.pi-news.net/2011/10/mit-n...n/#more-215219
    lesen soll.

  11. #10
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Nokhu Beitrag anzeigen
    Hier eine aus meiner Sicht hervorragende Be(Ver)urteilung der MSM und deren Beurteilung/Einteilung der Menschen in
    >Rechts, Links, Oben, Unten, Vorne, Hinten, Drinnen, Draussen<

    Ist etwas lang, aber nichtsdestrotrotz lesenswert. Auch wenn es den ein oder anderen stört das er es auf http://www.pi-news.net/2011/10/mit-n...n/#more-215219
    lesen soll.
    Nokhu, ich hab gerade begonnen den Artikel zu lesen und bekomme erst mal einen Brechreiz.

    Interessant ist derweil, dass Sie sich als Feuilletonist in diese von Linken gemachte Schublade stecken lassen. Dabei sollte Ihnen doch klar sein, dass genau das ein Konstrukt derer ist, denen der freie Geist, das freie Denken und die freie Meinungsäußerung seit eh und je mehr als nur ein Dorn im Auge sind.
    Ich schieb mal hinterher, dass ich hier erst mal abgebrochen hab. Ich schrieb oben schon mal über das Diffamieren der Andersdenkenden.

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